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Partner mit Depression

kIein(naOmef&rexi hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

ich weiß dass ich bestimmt nicht die einzige Person bin, die so ein Thema aufmacht, aber ich wollte trotzdem ein eigenes, persönliches aufmachen..

Wie in der Überschrift zu lesen ist, bin ich mit einer Person zusammen, die unter Depressionen leidet und zwar schon seit Jahren. Laut Ärzten werden diese wohl auch niemals wirklich verschwinden und werden konstant mit Tabletten behandelt.

Ich muss sagen, dass ich das von Anfang an wusste, wir sind aber noch nicht lange zusammen und irgendwie ist alles doch schwerer, als ich dachte...

Ich würde mich sehr freuen, wenn Leute die vlt. in ähnlichen Situationen stecken mir Tipps geben könnten, wie es mir leichter fallen kann, damit umzugehen..

Eventuell auch von Betroffenen in eigenen Worten, wie man euch dann am besten helfen kann.

Mein Problem ist eigentlich, dass ich sehr anhänglich bin.. Mein Partner ist nicht immer depressiv, er hat seine Tage, an denen es schlimm ist, und dann gibt es auch wieder gute Tage oder Wochen.

Wenn es ihm jedoch schlecht geht, schläft er den ganzen Tag und kriegt nichts auf die Reihe, also ich meine er geht nicht aus dem Haus, kauft nichts ein, bezahlt keine Rechnungen, spült nicht ab.. nichts halt.

Ich kann nicht wirklich helfen, er wohnt alleine, ich wohne woanders und wenn es ihm so geht bin ich i.d.R. auch nicht bei ihm daheim, weil "ich ihn in Ruhe lassen soll".

Es fällt mir aber so schwer, und das Schlimmste für mich ist, dass ich "nicht das Recht habe" sauer zu sein.. dabei verletzt es mich natürlich sehr, wenn ich so weggestoßen werde.

Wenn wir z.B. was vorhaben und er mir dann kurzfristig absagt und mich bittet ihn komplett in Ruhe zu lassen, seine Telefone ausmacht etc. dann weiß ich einfach nicht, wie ich damit umgehen soll, weil es mich so wütend und traurig macht und ich ihn nicht zur Rede stellen kann, sondern ganz alleine mit diesen Problemen bin.. und wenn es ihm dann besser geht und er sich meldet, will ich ihm das auch nicht vorwerfen, weil ich froh bin, dass er sich überhaupt meldet und ich ihn nicht wieder runterziehen will, weil er ja im Prinzip auch gar nichts dafür kann.. :(

Ich habe viel im Internet recherchiert, allerdings wird da immer damit getröstet, man solle abwarten, denn eine Depression sei überwindbar und wird verschwinden, doch ich weiß ja, dass es in "meinem" Fall nicht so ist..

Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps, wie ich besser damit umgehen kann, ohne mich selbst fertig zu machen? Ich liebe ihn und ich will für ihn dasein, aber ich weiß einfach nicht wie.

Ich hab das Gefühl, ich müsste der selbstloseste Mensch der Welt sein, um damit richtig umzugehen, aber das bin ich leider nicht.

Es würde mir wie gesagt auch sehr weiterhelfen, wenn Betroffene vielleicht erklären könnten, wie man ihnen an solchen Tagen am Besten begegnen soll und wie man es dem Depressiven vielleicht etwas leichter gestalten könnte, oder ihn etwas aufheitern.

Tut mir Leid, dass dieser Post so lange ist, aber wie gesagt, ich wollte, dass es meine persönliche Geschichte ist und hoffe, jemand kann mir weiterhelfen

Liebe Grüße @:) :-)

Antworten
H.agavlaz7x7


@ keinnamefrei

abgesehen von den medikamenten ... wird dein partner therapeutisch behandelt? sicher muss man lernen mit depressionen zu leben, aber man kann schon einiges dagegen tun. allerdings ist es wirklich nicht leicht. dein freund scheint immer gleich sehr ins loch zu fallen und dieses den ganzen tag schlafen, ist simpel die flucht vor der welt da draussen, man schläft, weil man sich dann nicht damit auseinandersetzen muss, weil gerade mal wieder alles zuviel geworden ist. der antrieb bricht einem total in den keller und man kriegt von daher gar nichts hin. man kann aber schon versuchen gegen zu steuern und es ist schon heftig, wenn er trotz medikamenten so drauf ist. als depressiver ist man auch selbst angehalten gegen zu steuern, denn man lernt mit der zeit was zeichen für eine drohende phase sind. hast du das gefühl, dass er auch etwas dagegen tut oder ergibt er sich der situation? es ist eine ziemliche gradwanderung, weil einem manchmal wirklich jede kraft fehlt, aber man hat ja selbst keinen spass an der situation. ist es ihm vielleicht peinlich, wenn er so abstürzt, dass er sich dadurch komplett zurückzieht? männer können damit oft noch viel weniger umgehen und auch sehr sehr schwer hilfe annehmen ...

R/ebel=u`tioxn


Mit so einem Partner braucht man viel Verständnis und Respekt vor dein jeweiligen Bedürfnissen. Dass er in manchen Fällen so abblockt, hat nichts mit dir zu tun, sondern vielmehr damit, dass er sich selbst schützen will (und vielleicht auch ein bisschen dich schützen will, dass du ihn in einer depressiven Phase nicht ertragen musst). Das Problem ist wohl, dass du diesen Selbstschutz persönlich nimmst und auf dich beziehst. Das soll keine Schuldzuweisung sein, aber da solltest du dich selbst hinterfragen, ob es für dich möglich ist, deine eigenen Bedürfnisse zurückzustecken oder nicht. Da solltest du klare Grenzen für dich selbst ziehen, denn auch deine Bedürfnisse haben ihre Berechtigung und wenn er sie nicht erfüllen kann, ist er möglicherweise einfach nicht der richtige Partner für dich, bzw., wenn du nicht gut mit seinem Bedürfnis nach Ruhe leben kannst, bist du vielleicht auch nicht die richtige Partnerin für ihn.

Dass das nicht leicht ist, weiß ich selbst – ich bin mit einer Frau zusammen, die mit Borderline, Bulemie und Depressionen zu kämpfen hat.

k<einnTamexfrei


@ Hagalaz77

nein, er nimmt eigentlich nur Tabletten und geht ab und zu zu seinem Neurologen oder telefoniert mit ihm.. Er war aber auch schon im Krankenhaus und wurde behandelt, das ist aber schon her, und das war wohl auch nur, weil es sehr schlimm war, damals kannte ich ihn aber noch nicht..

Ich weiß halt nicht, ob ich ihn komplett in Ruhe lassen soll und in seinem Bett, oder ob es ihm besser tun würde, wenn ich ihn zu etwas kleinem "zwinge".. ich mein jetzt nicht die Wohnung renovieren, aber z.B. dusch mal, zieh dir was frisches an, lass uns spazieren gehen..aber ich will ihn ja nicht überfordern und in dem Moment sagt er immer selber, dass er nicht weiß, was er überhaupt will..

Er tut schon was dagegen, es kommt z.B. meistens wenn er viel macht, also wenn er feiern geht am Wochenende, das macht er nur sehr selten. Er hat auch alles Mögliche an Drogen genommen, dadurch kam es auch, das tut er aber nicht mehr. Gegen die Depression hat er gekifft, ich hab ihm das aber "verboten" und er lässt es auch, er meinte das hat es halt immer betäubt.

Er sagt immer ein geregelter Tagesablauf würde helfen, er arbeitet aber nicht, weil er bis jetzt noch nichts gefunden hat (in seinem Bereich), das ihn nicht überfordern würde und dann letztendlich doch wieder depressiver macht..

Ich frag mich einfach, ob ich ihn lassen soll oder "zwingen" am Leben teilzuhaben? Ich will es ja nicht schlimmer machen und keinen Kontakt zu haben ist für mich natürlich nicht angenehm ..

Vielen Dank für deine schnelle Antwort schon mal @:)

kTeinnamSe2frexi


@ Rebelution

Danke für deine Antwort :-)

Wie schaffst du es denn, dieses Verhalten nicht persönlich zu nehmen? Er hat auch gesagt, dass ich vielleicht einfach noch zu jung bin etc. und ich bin auch erst 19 und dass er verstehen könne, wenn ich das mit ihm so nicht mitmachen kann.

Es ist halt sehr schwer für mich, wenn er einfach "weg" ist und nicht erreichbar und ich keine Chance habe es besser zu machen. (Wobei ich gar nicht wüsste, wie ich es überhaupt besser machen könnte..)

Wie schaffst du es denn deine Bedürfnisse zurückzustecken?

Ich zweifel allgemein nicht an der Beziehung, weil ich ihn liebe und weil es ja nicht immer so ist, er kann ja auch ganz anders sein .. :)z

Ich wiederhol mich, aber mein Problem ist ganz klar, dass ich in solchen Situationen nicht weiß, wie ich damit fertig werden soll, ohne sauer, nachtragend,traurig etc. zu sein .. :°_

H9agalXaz77


@ keinnamefrei

zwingen ist schwer. man muss ein wenig gespür entwickeln, aber uns wurde in der reha klar beigebracht, dass man den anderen um himmels willen nicht im selbstmitleid unterstützen soll. (ich kann dir gern literatur empfehlen)

bedenklich finde ich bei dem grad der depression keine therapie zu absolvieren, denn so hat er keine möglichkeit da wegzukommen. die tabletten allein sind auf dauer keine lösung, denn sie sind nur ein übertünchen der symptome, also genau das gleiche, was er mit dem kiffen gemacht hat. sich einfach betäuben. die ursachen sollten aber aufgearbeitet werden, sonst hat er auf dauer wenig chancen ein "normales" leben zu führen. und einen geregelten tagesablauf kann man auch daheim haben, ohne arbeit. soll er sich feste tagespläne schreiben, denn selbst wenn er jetzt plötzlich eine arbeit findet – so wird er es nicht schaffen! er würde total überfordert sein morgens zu einer bestimmten zeit raus zu müssen und dort kann er auch nicht einfach das handy abstellen, wenn ihm etwas zuviel ist.

k=einna.mefLrei


@ Hagalaz77

Naja, ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was ihm helfen könnte.. er leidet jetzt schon seit 6 Jahren darunter, er meinte, er habe alles probiert und dass es so wie es jetzt ist, okay ist..

Er hat ja nicht ständig solche Phasen, es gibt ja auch total "normale" Tage/Wochen.

Die Ursache seiner Depression liegt leider in seinen Genen, er hat eine Stoffwechselkrankheit geerbt, die in seinem Gehirn zu irgendwelche Fehlleitungen (?) oder so führen und das hat vor 6 Jahren die Depression ausgelöst. (So genau kenn ich mich damit nicht aus, aber so in etwa stimmt es.) Meinst du, da kann eine Therapie überhaupt was ändern?

Er meinte, das einzige, das er nicht probiert hat, sei Elektroschock und das möchte er auch nicht, weil es ihm zu krass ist..

Das mit dem geregelten Tagesablauf ist halt so eine Sache, weil er teilweise starke Schlafprobleme hat und wenn er erst um 5Uhr nachts einschläft, krieg ich ihn um beispielsweise 10 Uhr auch nicht raus und wenn doch, schläft er wieder tagsüber.

Ich hab schon soo oft versucht, seinen Rhythmus einigermaßen normal zu gestalten, aber irgendwie scheint es unmöglich :-(

Meinst du denn, ich solle ihn in Ruhe lassen oder eben doch was machen? Ich bin mir nämlich absolut unsicher :-(

Würde mich übrigens seehr über Literaturempfehlungen freuen! Nur -wie gesagt- es steht so oft etwas da wie "bedenken Sie, die Depression wird vorübergehen" blabla und damit kann ich mich gar nicht identifizieren :-( Die Hoffnung haben wir nämlich leider nicht..

Danke für deine Hilfe @:) @:) @:)

RGebelXutixon


Einfach ist das auch für mich nicht. Ich hab da auch so "meine Tage", wo ich mal besser damit klar komme und mal weniger. Ich hab das auch teils schmerzlich lernen müssen, dass es nichts mit mir zu tun hat, ich aber in vielen Fällen auch nichts machen kann oder auch gar nicht an sie rankomme, wenn es ihr nicht gut geht. Also auch mein Bedürfnis, für Mitmenschen da zu sein und zu helfen, ist da, wenn ich darauf bestehe, hinderlich und durchaus auch verletzend für sie. Sie weiß recht genau, was sie für sich braucht und kommuniziert das auch klar. Ist manchmal hart, es lässt auch keinen "Flirt-Spielraum", wie man das sonst vielleicht kennt ("Na komm, wird bestimmt schön", Zwinker).

Bei mir ist war das bisher aber immer innerhalb des Rahmens, was ich bereit bin zu geben, damit die Beziehung funktioniert, also ich verstelle mich da nicht oder missachte meine eigenen Bedürfnisse, auch wenn ich mich da öfters mal hinten anstelle. Würde ich da komplett auf das pochen, was ich vielleicht auch sonst gewöhnt war oder für mich beanspruche, wären wir bestimmt schon längst nicht mehr zusammen. Es ist leider in manchen Situationen einseitig, aber man kann von einem Partner mit psychischen Krankheiten nicht erwarten, dass er seine krankheitsbedingten Bedürfnisse missachtet. Dafür ist es umso schöner, wenn sie gerade gut drauf ist und selbst etwas zu geben hat.

Für mich gibt es die Situationen, wo wir uns gut aufeinander einlassen können und beide gewissermaßen gerade in der selben Spur fahren, dann die Situation, dass ich einfach für sie da bin, sie also annehmen kann, dass ich da bin und vielleicht etwas für sie tue, aber selbst nichts zurückgeben kann und die Situationen, wo ich mich dann eben auch mal zurückziehe und mich um mich selbst kümmere, mich mit anderen Leuten treffe oder so. Die Situation, dass ich total auf sie fixiert bin, sie aber mit mir nichts anfangen kann und dann beide unglücklich sind, lasse ich quasi schon gar nicht mehr entstehen. Ich habe mich da auch emotional denke ich ein wenig freischwimmen können mittlerweile (sind jetzt 9 Monate zusammen). Ich verstehe mittlerweile auch deutlich mehr über sie, was mir auch hilft, damit umzugehen.

Das war jetzt viel aus meiner Beziehung, vielleicht hilft es dir ein wenig. Ich rate aber davon ab, dass du meine geschilderten Erfahrungen auf eure Situation überträgst. Da ist jeder Mensch anders, deswegen frag ihn am besten, wie er sich das vorstellt, was er von dir erwartet oder wie du ihn am besten unterstützen kannst. Und red auch deutlich über deine Bedürfnisse und finde heraus, wie weit du da Zugeständnisse dir selbst gegenüber machen kannst.

Tlechnik,er_x06


@ keinnamefrei

Es ist sehr schwer dir Ratschläge zu geben da nicht jede Depression gleich ist,

es ist immer wichtig zu wissen was die Depression ausgelöst hat...

zum einen kann eine Depression durch Arbeitslosigkeit, setig wechselnde Arbeitsverhältnisse sowie Arbeitsunfähigkeit ausgelöst werden, das beste Hilfsmittel wäre in dem Fall sich umschulen zu lassen und irgendwann eine langfristige Beschäftigung zu finden.

zum anderen kann eine Depression durch soziale Abgrenzung, emotionaler Einsamkeit und Kontaktlosigkeit entstehen, oft ist da eine wirklich liebevolle Partnerin die beste Therapie.

die schlimmsten Ursachen für eine Depression sind Vergewaltigung, Missbrauch und Misshandlungen im Kindes- und Erwachsenenalter, da kann man dem Partner kaum helfen und der Partner kann sich alleine nicht selbst helfen, da benötigt man schwere Antidepressiva und eine wirklich greifende ambulante Psychotherapie.

doch es gibt bestimmt noch andere Ursachen für Depressionen...

Durch die ersten beiden Ursache ist auch meine Depression entstanden.

Bei dem dritten Ursachengebiet ist es sehr schwierig der Person wirklich helfen zu können.

Da muss man sich wirklich an die Aufforderungen "Will meine Ruhe!", "Bitte melde dich nicht!" und anderes halten. Nur bei sehr sehr wenigen Menschen vermag eine Therapie 100%ige Verbesserung!

Es ist meines Erachtens für mich nicht möglich mit so einem Menschen eine Beziehung zu führen. Selbst nur eine Freundschaft mit so einem Menschen nimmt mich schon psychologisch arg mit!

Weißt du was die Depression bei deinem Freund ausgelöst hat?

Leidet er neben der Depression zusätzlich am Borderline-Syndrom?

kMei1nna9miefrxei


@ Rebelution

Vielen Dank für deine Antwort..

Es klingt so komisch, aber ich hab Angst, dass wenn ich etwas mit anderen an solchen Tagen ausmache, dass ich ihn "verpasse", also dass er sich doch meldet und mich braucht und ich "verplant" bin..

Wohnt ihr denn zusammen?

R9eb:eluxtion


Achja, noch was – solange er das nicht selbst will, bist du für ihn nicht diejenige, die ihm beim Verbessern seiner gesundheitlichen Situation helfen kann. Wenn du da von dir aus anfängst, Dinge zu tun, von denen du meinst, sie könnten ihm guttun, ist das meist kontraproduktiv und er könnte sich irgendwie gedrängt fühlen. Aber du kannst ihm anbieten, dass du für ihn da bist und ihm hilfst und er dir sagen soll, was du für ihn tun kannst.

k9einxnamefrxei


@ Techniker_06

Danke für deine Antwort, es ist wirklich schön mit anderen darüber reden zu können @:)

Seine Depression hat er leider vererbt bekommen, er hat eine angeborene Stoffwechselkrankheit. die vor 6 Jahren zum Ausbruch der Depression geführt hat.

Er sagt, er habe schon alles probiert außer Elektroschock (und das möchte er nicht) und dass es jetzt wie es im Moment ist okay ist.

Er ist sozusagen "unheilbar", das macht es ja auch so schwer für mich..

Du sagst also, es ist besser, ihn wirklich in Ruhe zu lassen? Manchmal zweifel ich daran, dass ich das Richtige tue, wenn ich ihn in seinem Bett "verschimmeln" lasse

Gestern hatten wir eigentlich was vor, er hat abgesagt, weil es ihm nicht gut ging (schon seit Tagen) und dann sein Telefon ausgemacht.. Ich bin dann schnell vorbeigefahren, um ihn zu bitten seine Telefone doch anzulassen für mich und als er die Tür aufgemacht hat ist er mir auch gleich in die Arme gesprungen, wo ich mir dann dachte, dass nähe ihn vielleicht doch nicht so stört ":/

Er hat dann auch später nochmal geschrieben (nachdem er geschlafen hatte), ob ich nicht ohne Auto zu ihm kommen wolle und bei ihm schlafen..

Deswegen bin ich ja so hin- und hergerissen, weil ich mir gar nicht sicher bin, ob er wirklich beurteilen kann, was ihm gut tut ?!

Ich bin nicht zu ihm, ich hab ihm gesagt, ich möchte nicht vorbeikommen, nur um ihn schlafen zu sehen..das hab ich in der Hoffnung gesagt, dass er sowas sagt wie "nein, mir geht es besser, ich bin noch wach", aber er meinte nur, das könne er verstehen..

Ich weiß einfach nicht, was das Beste für ihn ist .. :°_

R1ebelVutioxn


Es klingt so komisch, aber ich hab Angst, dass wenn ich etwas mit anderen an solchen Tagen ausmache, dass ich ihn "verpasse", also dass er sich doch meldet und mich braucht und ich "verplant" bin..

Ja, das kenn ich gut. Sie lässt mir da auch meine Freiräume und stellt keine Ansprüche, dass ich da sein muss. Entweder wir haben beide Zeit und Lust füreinander oder eben nicht. Ich hab das trotzdem häufig so gehalten, dass ich mich für sie freihalte. Ein bisschen Flexibilität ist da schon hilfreich. Wenn ich z.B. vermute, dass sie sich noch melden könnte, mache ich meist nichts fest mit anderen Freunden aus oder wenn dann auch irgendwie begrenzt, für 1-2 Stunden mit nem Kumpel in den Biergarten oder so. Oder ich beschäftige mich eben mit mir selbst, mache Musik, zeichne, räume auf ...

Vielleicht ist es aber auch gerade da wichtig, dass du dich auch bisschen um dich selbst kümmerst und dich nicht voll auf ihn fixierst, dich mit deinen Freundinnen triffst, wenn du ja quasi eh nicht für ihn da sein kannst. Ich denke mal, gute Freundinnen sind da ja auch kompromissbereit und würden es dir nicht übel nehmen, dass du eben doch nicht den kompletten Tag mit ihnen verbringst, sondern nach deinem Freund schaust, wenn er dich gerade brauchen sollte.

Nein, wir wohnen nicht zusammen.

R<ebel{utioxn


Deswegen bin ich ja so hin- und hergerissen, weil ich mir gar nicht sicher bin, ob er wirklich beurteilen kann, was ihm gut tut ?!

Ich weiß einfach nicht, was das Beste für ihn ist .

Zu wissen, was gut für ihn ist, ist nicht deine Aufgabe, das musst du ihm auch überlassen. Alles andere wäre ein ziemlich tiefer Eingriff in seine Privatsphäre und seine Erkrankung. Kann natürlich gut sein, dass er es manchmal selbst nicht weiß. Dann könntest du Vorschläge machen, vielleicht ist ja was dabei, was ihm dann auch gefällt.

k5einnamDefrei


@ Rebelution

Ja, du hast schon Recht, wobei er auch oft sowas sagt wie "Ich bin so froh, dass du für mich da bist" etc. und dass es ihm ohne mich soviel schlechter ginge..Deswegen weiß ich ja auch nicht, ob ich ihn in Ruhe lassen soll, oder eben doch nicht.

Das klingt so stark was du sagst, ich bin so schlecht im "vielleicht was machen, vielleicht nicht" aushalten. Du weißt bestimmt gar nicht was ich meine ;-D aber entweder ich mach halt was aus, oder nicht.. ich hasse dieses "vielleicht", aber das kann man wohl nicht ändern.. wahrscheinlich muss ich mich noch an alles gewöhnen..

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