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Brauche Dringend Hilfe bei Choleriker

LVuckyJ*acxky


Danke für eure Antworten. Habt mir echt schon mal weitergeholfen.

Ich denke aber auch, dass er mich früher oder später einfach mit runterziehen wird.

Ich werde ihn noch ein mal vor die Wahl stellen Psychologe oder Trennung. Wenn er sich dann noch für die Trennung entscheidet, dann kann er mich auch nicht wirklich lieben. Echt verdammt traurig.

Habe ihm den Borderline-Wikipedia Artikel ausgedruckt und die sozialen Verhaltensweisen vorgelesen, im Ruhigen und auch nicht gesagt, dass es da um Borderline geht. Er erkannte sich selbst wieder und fragte was das für ein Artikel sei. Als ich ihm Borderline genannt hatte fing er an zu weinen. Tat mir echt verdammt leid. :°(

EMmi?liexA


Wow! Interessantes Vorgehen. Dass er sich darin erkannt und geweint hat, statt aufzubrausen, ist doch schonmal gut gewesen. Was ist denn dann passiert?

LGuckyJxacky


Er meinte weinend, dass er doch nicht verrückt sei.

Habe ihm dann auch erklärt, dass er weder krank, noch irre, noch verrückt ist, ich ihn wahnsinnig liebe und er aber ein kleines Problem gerade hat, wobei ich ihm gerne helfen würde. Hat mich in dem Moment selbst etwas verwundert, dass er so reagiert, dachte er rastet vollkommen aus. An dem Abend ging es ihm dann aber ziemlich schlecht, es sagte nichts mehr und dachte für sich nach. Hab ihm dann auch seine Ruhe gelassen. Glaube es bringt auch nichts in solchen Momenten weiter auf ihn einzureden.

Bisher hat er allerdings nichts weiter dazu gesagt. Nun weiß ich nicht ob ich nochmal etwas tun soll, damit ihm auffällt, dass er wirklich Hilfe braucht. :-/

RCapanStxe


Würdest du die Trennung durchziehen?

Ich kenne deinen Freund nicht, genauso wenig wie dich, aber daß er geweint hat würde ich am ehesten als Ruhe vor dem Sturm interpretieren.

weisemDaGnx86


hm... klingt doch fast so nach dem ersten wichtigen schritt bei jeder erkrankung: akzeptieren, dass man krank ist...

falls er das wirklich schafft, dann gibts noch hoffnung...

ansonsten heißts wohl wirklich: psychologe oder beziehung...

h@ats*ch2iplu


Dass er geweint hat und darüber nachzudenken scheint macht es ja für dich als Partnerin noch schwerer zu gehen. Er hat dieses Verhalten ja nicht böswillig oder absichtlich, aber gerade deswegen muss er einfach einsehen dass er Hilfe braucht. Um die Beziehung zu retten, vielleicht auch sich selbst zu retten. Er sollte eine Therapie nicht als angriff sehen sondern als Chance. Aber erzähl dass mal einem Borderliner. Entweder es machkt Klick im Kopf oder du redest dir den Mund fusselig. Ich würde dir, falls er sich helfen lassen will, aber auch raten dich weiterhin über dieses Thema zu informieren damit du weißt wie du mit solchen ausbrüchen und Gefühlsschwankungen umgehen musst.

S'unf{lowerx_73


"Borderline mit paranoiden Zügen": Gibt es nicht.

Aber da scheint schon eine erhebliche Persönlichkeitsstörung hinterzustecken. Schwierige Kindheit kann da oft ein erster Baustein in der Entwicklung sein. Und das, was Du schreibst, ist dringend behandlungsbedürftig.

Du hast nun das Problem, dass er dies nicht will.

Da bleibt leider nur: Ultimatum setzen (am besten wäre tatsächlich zunächste eine stationäre Therapie, einfach auch damit ER aus dem häuslichen Umfeld rauskommt und sein Verhalten durchdenkt). Ich halte es für relativ unwahrscheinlich, dass er sich drauf einlässt. WENN, dann tatsächlich nur, wenn er mit seinen Spielchen nicht mehr durchkommt. Bislang kann er doch machen was er will, es hat keine Konsequenzen. Zumindest keine offensichtlichen für ihn.

Er muss jetzt kapieren, dass es Konsequenzen hat. Daher Ultimatum setzen. Und dann Trennung, wenn er aufgr. des Ultimatums dennoch nicht handelt. Je nach Situation ggf. Ultimatum erst setzen, wenn Du für einige Tage einen Platz gefunden hast, wo Du unterkommen kannst, sollte die Situation eskalieren.

Aber handeln musst Du. Und eine Trennung ist die einzig sinnvolle Option, solange Dein Freund nichts am Problem macht. Willst Du diese Bedingungen einem Kind zumuten? Das ist dann bestenfalls nach außen der Hauch einer Familie, von Harmonie weit entfernt.

Mein Vater hat nach einem Schlaganfall (da war ich 8) eine vergleichbare Persönlichkeitsveränderung durchlaufen. Ausraster, Gewalt, Kontrolle, Drohungen. Ich wünschte, meine Mutter wäre damals gegangen. Lieber Sozialhilfe, als sowas aushalten zu müssen.

Tu' Dir und dem Baby einen Gefallen: Ultimatum – und dann konsequent Trennung. Und nicht von Versprechungen täuschen lassen, sondern Fakten einfordern. So hart und bitter und traurig der Weg auch ist.

S}un:flowe9rL_7x3


Ergänzung:

Bei Persönlichkeitsstörungen ist es i.d.R. so, dass den Betroffenen durchaus klar ist, dass da was schräg läuft. Daher auch die Tränen. Aber es gibt ja letztlich "Gründe" für das andere Verhalten – und ohne Hilfe wird er sich nicht ändern KÖNNEN. Egal wie sehr er jetzt geweint hat, die Verhaltensmuster sind tief in ihm verankert. Du bist positiverweise an den Kern vorgedrungen, wo er zeigen konnte, dass nicht alles gut ist für ihn. Das ist ein kleiner Fortschritt, auf den Du Dich ggf. in weiteren Diskussionen berufen kannst. Aber es kann auch sein, dass er diese "Schwäche" mit umso mehr negativem Verhalten kompensieren muss.

Und da die Wartelisten auf ambulante Therapieplätze lang sind (Wartezeiten von etlichen Monaten) und leider längst nicht jeder Therapeut Erfahrung mit Persönlichkeitsstörungen hat bzw. bereit ist, diese zu behandeln: Sinnvoll wäre eine stationäre Behandlung in einer spezialisierten Klinik (d.h. nicht unbedingt in der Psychiatrie um die Ecke). Und zumindest im ambulanten Bereich wäre bei der Symptomatik ein männlicher Therapeut vermutlich besser.

Enmil5ieA


Ich fänd es in der derzeitigen Situation aber sehr kontraproduktiv, ihm direkt eine Klinik vorzuschlagen. Er scheint psychologische Störungen jeglicher Art ja sofort mit Verrücktsein gleichzusetzen. Wenn man ihm jetzt das Ultimatum "Klinik oder Beziehungsende" stellt, ist doch vorgezeichnet, dass er definitiv nicht ins "Irrenhaus" gehen wird. Wenn er erstmal erkennen würde, dass er wirklich ein Problem hat, gegen das etwas getan werden muss, wäre das super. Wenn er dann sogar eine Therapie angehen würde, noch besser. Problematisch an dieser Situation ist natürlich, dass eine Schwangerschaft eine klare zeitliche Grenze setzt, was das Ganze sehr verkompliziert... schwierig!

L5uc^kyJaxcky


Ich frage ihn auch oftmals bei seinem Ausraster im Ruhigen, ob ihm bewusst ist, was er da gerade tut und wie er sich verhält und auch ob er merkt, dass da irgendwas bei ihm im Argen liegt. Meistens antwortet er mir nichts darauf. D.h. eigentlich leuchtet ihm das schon ein. Habe ihn auch gefragt, ob er sich so wohl fühlt, aber da kommt das gleiche Schweigen.

Seit diesem Abend redet er auch kaum noch mit mir, nur das Notwendigste, sitzt oft alleine auf der Terrasse und starrt an die Wand. Er wirkt aber noch absolut ruhig. Jedoch weiß ich natürlich auch nicht, wann und ob bei ihm dann wieder dieser Trotzgedanke "Ich bin nicht krank und wenn dann haben die Anderen Probleme!" kommt.

Zu mir meint er ja auch immer, dass seine Ausraster begründet seien und ich niemanden den Grund dafür nennen würde. Aber ich weiß nicht ob das wirklich eine so große Rolle spielt, denn Ausrasten tut er bei jeder Diskussion. Trotzdem denke ich euch das mal als Hintergrundwissen zu sagen:

Ich habe mich damals von meinem Ex getrennt, mit dem ich eine Eigentumswohnung hatte und eine Firma habe. Deswegen habe ich noch oftmals Kontakt zu ihm und telefoniere oder schreibe auch mal mit ihm, bzw. fahre auch mal zu ihm nach Hause. Wir verstehen uns auch so noch sehr gut, wollen jedoch beide nichts mehr von einander. Haben 3 Hunde, an denen mein Ex sehr hängt und um die er sich auch kümmern möchte.

Nun hat mich eben mein jetziger Freund dazu gedrängt, dass ich den Kontakt abbreche und ein solcher Kontakt doch nicht normal sei. Er redet sich (und auch allen anderen von unseren Bekannten) ein, dass er mich regelmäßig verprügeln würde und ich doch ohne nicht könne. Aber weder das eine noch das andere trifft zu. Zweifel eben in solchen Momenten an mir selbst, bzw. denke ob ich nicht wirklich auch etwas Schuld an der Situation habe?! Aber ich habe doch so oft mit ihm darüber geredet und ihm auch erklärt warum das so ist. Außerdem ist das ja nicht immer das Thema der Diskussion, bzw. seiner Ausraster sondern meist wird es dann vorgeworfen, um vom eigentlichen Thema abzulenken... Ohje, das Ganze ist irgendwie verwirrend...

Hoffe ihr versteht was ich meine.

CUhanXce{007


Er redet sich (und auch allen anderen von unseren Bekannten) ein, dass er mich regelmäßig verprügeln würde und ich doch ohne nicht könne. Aber weder das eine noch das andere trifft zu.

Verstehe ich das richtig? Er erzählt, er würde Dich prügeln? Ich finde es gerade sehr irritierend, dass er sich freiwillig und noch dazu unnötig vor Dritten in ein so schlechtes Licht rückt.

Dann dürfte er ja sicher dementsprechende Reaktionen von den Bekannten bekommen. Was sagen diese denn zu ihm?

K'Moodxy


Nun hat mich eben mein jetziger Freund dazu gedrängt, dass ich den Kontakt abbreche und ein solcher Kontakt doch nicht normal sei.

Und du möchtest dir von deinem Freund gerne diktieren lassen, mit wem du Kontakt haben darfst und mit wem nicht?

Dein Freund darf entscheiden, was normal ist und was nicht?

Huhu, aufwachen!

EqmiliexA


Verstehe ich das richtig? Er erzählt, er würde Dich prügeln?

Nee. Ich glaub, der jetzige Freund erzählt, ihr Ex würde sie verprügeln.

EWmil_ixeA


@ LuckyJacky:

Also, ich verstehe deinen Freund insoweit, dass er ein Problem damit hat, dass du noch so engen Kontakt zu deinem Ex hast. Aber wie er damit umgeht, ist wiederum sehr problematisch. Kommen diese Anschuldigungen (verprügeln) denn total aus dem Nichts, oder gab es mal solche Vorkommnisse?

Außerdem ist das ja nicht immer das Thema der Diskussion, bzw. seiner Ausraster sondern meist wird es dann vorgeworfen, um vom eigentlichen Thema abzulenken...

Also ihr diskutiert eigentlich über was anderes, aber er lenkt dann das Thema auf deinen Ex?

nvofxear


hallo :)

hatte selber so eine beziehung, ich hab genau so gehandelt wie du: verständnis zeigen, von seiner seite aus denken, meine bedürfnisse hab ich dabei verloren.

es war ähnlich wie bei dir, als ich einzog hat der kontroll wahn begonnen, bei diskussionen ist er völlig ausgerastet ( aus angst mich zu verlieren). es ging so weit, dass er sich komplett verloren hat in solchen "situationen" – dass er nach einiger zeit sogar handgreiflich wurde.

die einzigste lösung für mich, da heil rauszukommen war, mich zu trennen. auch wenn es schwer war, denn die zwei jahre bevor das begonnen hat, wunderbar waren.

klar ist es schwer, jemanden zu verlassen, dem es so schlecht geht.

aber du musst dir bewusst machen, dass DU dich dabei total aufgibst und irgendwann seine laune dein handeln bestimmt.

du bist dann nicht mehr dein eigener herr. du lebst, um es ihm recht zu machen.

zieh die konsequenz, solang du noch heil rauskommst.

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