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Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht – Eure Erfahrungen...

Alpfel koKpf100 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe heute mit einer Gymnasiastin gesprochen. Es ging dabei viel über die sozialen Schichten.

Sie kommt aus guten Verhältnissen, und sie meinte, das sie einfach anderst erzogen werden, und das diese Schicht recht herabwürdigend auf die anderen Schichten blickt.

Ich persönlich kann mich damit überhaupt nicht anfreunden. Ich bin jetzt auch nicht gerade aus schlechten Verhältnissen, bei mir sind beide Eltern Beamte, und am Geld mangelt es auch nicht.

Ich verstehe ja wenn man teilweise auf manche Menschen erst mal einen schlechten Eindruck hat, aber ich kenne viele Menschen die nur auf der Baustelle sind und diese Menschen sind herzensgut.

Ich mache zwar jetzt auch erst meine Wirtschaftsschule, gehe danach auf die FOS, und will danach studieren, aber ich finde es schon weit hergeholt, sich über andere Menschen so zu unterhalten.

Ich habe auch erst sehr spät kapiert um was es im Leben eigentlich geht, war mein ganzes Schulleben echt faul. Habenatürlich dadurch meine Quittung bekommen, und habe jetzt auch meine Probleme. Ich weiß aber nun was ich will, und dafür möchte ich kämpfen, und werde das auch durchziehen.

Was ist eure Einstellung zu diesem Thema? Habt ihr schon eigene Erfahrungen gemacht? Mich beschäftigt das gerade ziemlich...

Ich freue mich auf eure Antworten

Antworten
SImillaQGolightzly


Das "WTF, das kann doch wohl nicht wahr sein" – Gefühl kenne ich auch...ich finde dieses Schichtendenken zum Verrücktwerden. Es gibt Obdachlose Gentlemen und Millionäre, die es verdient hätten mal auf die Schn*** zu fliegen (wenn man von ihren sozialen Kompetenzen ausgeht ]:D ). Andererseits gibt es auch Leute, die Klischees betätigen – vondaher teile ich Leute nur noch in sympathisch und unsympathisch ein, ist weniger geisitger Papierkram ;-)

T8oImTo8m92


Was unterscheidet denn die Schichten voneinander? Die Einen haben mehr Geld als die Anderen.

Der Rest ist mehr Schein als Sein. Für mich kommt es daher auf die Person an, nicht aus welcher Ecke jemand stammt.

a]drikahanxa


Was sind denn "gute Verhältnisse"? Reiche oder Akademiker?

A+pfel&ko|pf1x00


Ja bei ihr müssen alle studieren, alle spielen ein Instrument usw...

Ich kann dieses ganze auch nicht abhaben, wenn ich einen Menschen wegen des Geldes beurteile finde ich das verdammt armselig.

Aber was die Reichen ohne die normalen (sag ich jetzt mal) machen würden, haben wir ja gesehen, ich sag nur Wirtschaftskrise...

BRuddelIina


Die Denke dieser Gymnasiastin finde ich absolut arrogant! und abgehoben!! :|N Geht in meinen Augen gar nicht!

Auch ich war auf dem Gymnasium, mir ging es aber wie Apfelkopf, habe nicht begriffen, um was es geht! ":/

Jetzt trete ich eher bald ins Rentenalter ein :=o na, ja...paar Jährchen sind es schon noch!

Was bezeichnet denn so eine Oberschicht ???

Daß sie herablassend auf die Arbeiter- und Beamtenschicht herabblickt ???

Dennoch habe ich in meinem Leben eine gute Ausbildung gemacht, gute Jobs im Leben bekommen, auch in gewissen Stellungen!

Konnte auch meinen Kindern viel bieten, waren jedes Jahr mit Kindern 14 Tage in Urlaub geflogen....

Eine gute Ausbildung, und auch Bildung ist für das Leben mit Sicherheit wichtig!

Dies habe ich jedenfalls versucht meinen Kindern zu vermitteln, aber auch der soziale Aspekt war mir immer sehr wichtig! Und ich möchte behaupten, daß es meine Kinder kapiert haben! Es kommt auf das Innere Wesen bei einem Menschen an, nicht was er im Geldbeutel hat1 :)z

PPfeffer#minzliköxr


Das heißt nicht Schicht oder Klasse, das heißt Milieu... womit die Sache geklärt sein dürfte ]:D

g)atxo


und das diese Schicht recht herabwürdigend auf die anderen Schichten blickt.

Das ist aber auch Erziehungssache und kommt in allen sogenannten Schichten vor. Die einen verurteilen die Unterschicht, die anderen die Oberschicht.

Akpfelk\opf10x0


@ Pfefferminzlikör

Muss ich jetzt nicht verstehen oder?!

MjrsH(ide


ich kenne viele Menschen die nur auf der Baustelle sind und diese Menschen sind herzensgut

Ich denke auch nicht, dass viele Menschen das abstreiten würden – ich würde auch nie behaupten, dass Menschen aus der "Unterschicht" (wobei ja sogar schon versucht wird die Schichtbegrifflichkeit abzuschaffen, inzwischen ist, zumindest wissenschaftlich, eher von Milieus die Rede) charakterlich schlechtere, unsympathischere, unsozialere, ... Menschen sind.

Unt trotzdem lässt sich kaum absteiten, dass eben gerade in Familien aus "schlechten Verhältnissen" häufiger (gravierende) soziale Probleme auftreten, und sie auch in Bezug auf Bildung(schancen) schlechter abschneiden.

Genauso wie viele "Unterschichtkinder" sich viele Hobbys nicht leisten können – während die reichen Eltern aus dem Oberschichtviertel das Töchterchen fleißig zum Balett, Reiten, der Gitarrenstunde und zum Förderunterricht schicken.

Und dadurch enstehen eben schon sehr früh sehr unterschiedliche Freundeskreise, mich wundert es nicht, dass Kinder aus sehr verschiedenen Verhältnissen wenig miteinander zu tun haben.

Wichtig wäre eben auf Dauer diese Unterschiede zu beseitigen und eine größere Chancengleichheit zu schaffen – auch wenn es wohl schwer realisierbar ist.

Swmi&llaEGolixghtly


Ich oute mich mal als Akademikerkind ;-D Meine Eltern haben uns nie eingetrichtert, dass wir "was Besseres" sind, wir haben keine drei Iphones oder jeder nen eigenen Fernseher, wir haben Pflichten im Haushalt und im Ballet waren wir auch nicht (Klischees abstaub ]:D ) – und mit den Kindern der Fleischereifachverkäuferin wurde genauso gespielt wie mit den Arztkindern. Ich finde manche Kommilitonen, die Ihre "Ich bin ja sowas von gebildet, weiche Abschaum" – Attitüde zur Schau stellen und ausleben nach wie vor grässlich, ich kenne viele liebe Menschen aus der sogenannten "Unterschicht", für die ich meine ach so gebildeten Kollegen gern auf den Mond verfrachten würde // end rant ;-)

TSech(nikePr_0x6


Mir sind die sozialen Schichten sowas von egal, habe als 15/16jähriger also vor gut 17 Jahren mit ner drogenabhängigen Prostituierten bei Mc Donalds auf St. Pauli nen Kaffee getrunken und mich mit ihr über Gott und die Welt unterhalten, genau so habe ich auch schon im Alsterhof mit nen Selfmade-Millionär im Alsterhof gefrühstückt (eigentlich hatte mich sein Sohn damals eingeladen, der aber dann nicht kam(wahrscheinlich doch zu viel Pillen am Vorabend).

Keine Ahnung, wenn es ne Unterschicht und Oberschicht gebe, haben diese Leute Probleme mehr Probleme als wir, wenn ich zur Mittelschicht gehöre. Den aus der Oberschicht fehlt es an Träumen, da sie keine Träume mehr haben und oft an einer Familie die normal funktioniert. Und die andere Unterschicht hat Träume die immer Träume bleiben werden und auch der Traum von Familie und Normalität.

Nein die sozialen Schichten wenn es welche gibt sind mir so Panne, bevor ich auf nen Menschen zugehe schaue ich in mir an und überlege ne Kontaktaufname.

Dann entscheide ich mich für Hey! Moin! Morgen! Oder einen guten Morgen! :)^

LKucibe26


Meine Erfahrung, speziell an der Uni ist die, dass es Studierende aus ärmeren Verhältnissen wirklich schwer haben. Ich finanziere mich halt komplett über BAföG und Nebenherarbeiten. Kein Cent von den Eltern. Und viele Kommilitonen von mir können das kein bisschen nachvollziehen.

Ich hatte auch mal eine Kommilitonin, die es wirklich krass findet, wenn jemand neben dem Studium arbeiten gehen muss. Dabei ist es doch heutzutage gar nicht ungewöhnlich! Für sie ist es selbstverständlich, von den Eltern 1100 Euro pro Monat von den Eltern + Extras zu bekommen. Sie hat auch Versucht, ihren Lifestyle auf den meinigen zu übertragen. Sie wollte ständig teure Unternehmungen veranschlagen. Bei jedem Treffen ins Restaurant, ins Theater, ins Kino etc. Tja, ich kann bloß keine 300 Euro fürs Freizeitleben im Monat ausgeben – so wie sie...

Irgendwann scheiterte unsere Freundschaft an dieser finanziellen Schiene! :|N

Aber ich habe richtig viele Studierende an der Uni, bei denen das ähnlich ist wie bei ihr.

An der Uni zeigen sich diese finanziellen Diskrepanzen und das Schichtdenken wirklich. :°(

E&hemaJliger+ Nu8tzer (#6"9928x)


Bei Schichten (oder welchen Abgrenzungsbegriff man auch immer verwenden möchte) geht es um mehr, als bloß um Geld. Es geht um Bildung, um Einstellungen und Erfahrungen. Das prägt eine Schicht, auch wenn es diese natürlich nicht vollkommen homogenisiert. Würde ich behaupten, ich bewege mich in manchen Milieus lieber, als in anderen? Definitiv. Macht mich das herablassend? Ansichtssache.

M"rsHixde


Nein die sozialen Schichten wenn es welche gibt sind mir so Panne

"Toll" finden wohl die wenigsten diese Schichtentwicklung, aber das kann man sich leider nicht aussuchen.

Genauso wie man es sich nicht aussuchen kann welcher Schicht man angehört, und sich aus der Unterschicht hochzuarbeiten ist nicht immer die einfachste Angelegenheit..

Abzustreiten dass es soetwas gibt ist da schon recht realitätsfern, genauso wie man soetwas nur schwer einfach ignorieren kann.

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