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Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht – Eure Erfahrungen...

ACpfel-kopBf10x0


Gebe ich MrsHide völlig recht...

Mich würde aber mal interessieren was ihr für Erfahrungen gemacht habt- Gespräche usw.

w^eltrexise


Würde ich behaupten, ich bewege mich in manchen Milieus lieber, als in anderen? Definitiv. Macht mich das herablassend? Ansichtssache.

Das ist nicht dasselbe wie ber der Gymnasiastin. Du bewegst dich lieber in deinem Milieu und das ist (meist) auch ganz normal, sonst würdest du auf Dauer gesehen wahrscheinlich auch nicht mehr lange in selbigem bleiben. Die Gymnasiastin bewegt sich auch in ihrem, wertet über andere Milieus aber abwertend. Das sind zwei Paar Schuhe und deiner gefällt mir besser. ;-)

Tsecmhnikerx_06


@ Lucie26

Manchmal sind die reichsten Leute die ärmsten Schlucker, habe für meine zweijährige Technikerschule Meisterbafög beantragt, 400,- als Darlehen und 270,- Miete. Einen Schulkollegen der in der ganzen Studienzeit von zwei Jahren mit Geld um sich warf traf ich Jahre später wieder, er war auf Jobsuche und brauchte nen anständigen Job um ein Darlehen vom Studium von 30.000,- Euro abzubezahlen. Als ich fragte warum er nicht auch Meisterbafög beantragt hatte, sagte er er habe es zusätzlich als Taschengeld aufgenommen. So eine Pfeife der Kerl.

Na gut, viele von uns hatten Glück und haben bei großen Maschinenbaufirmen als Techniker angefangen, da hat man manchmal locker 3000,- netto als Einstieg, doch da muss man auch gut sein, es wollen und es auch können.

Doch Leute die mehr saufen und kraut rauchen als zu studieren müssen sich dann halt hinterher mit nem 1.500,- eurojob begnügen und den beständig ausüben!

a!bente.uermäuxschen


Ich bewege mich auch in bestimmten Schichten/Kreisen lieber als in anderen. Für mich spielt dabei das Geld eine eher untergeordnete Rolle.Die Bildung steht bei mir ganz klar im Vordergrund.

a?benNteuer}mäu'scxhen


Achja, bei mir spielt auch durchaus die soziale Herkunft eine Rolle, das kling vielleicht arrogant, aber es ist meine Meinung. ;-) Wenn jemand aus sozial schwachen Verhältnissen kommt und es schafft zu studieren, dann ist das etwas anderes, aber dann hat er auch ein gewissen Grad an Bildung.

EBhem|aliger fNutzer (k#6992x8)


weltreise

Ich würde nun nicht unbedingt sagen, dass es mein Milieu ist, aber das einmal beiseite: Natürlich ist es eine andere Einstellung, als jene, die die besagte Schülerin pflegt. Was ich damit sagen wollte, war letztlich, dass es in meinen Augen sehr wohl einen Unterschied macht, und dass dieser Unterschied auch nicht bloß finanziell ist.

A,pNfelko|pf1T00


Ja ich gebe euch da schon teilweise recht, es gibt schon die totalen Assis mit Ey alda du ..... geh ma .......

Aber ich rede hier nicht von diesen Leute sondern von normalen Arbeitenden Menschen, und das hat mich so stutzig gemacht als ich hörte, das sie meinte das viele sagen, diese Bauarbeiter sind dumm usw...

g9atxo


Ich bewege mich auch in bestimmten Schichten/Kreisen lieber als in anderen.

Stimmt. Ich trinke auch lieber Champagner als Bier. ;-D

TarKick


Es gibt da definitiv unterschiede die sich halt von Kindheit an auswirken. Ich finde dieses Schichtdenken auch dämlich, aber Ich war auf verschiedenen Schultypen und habe dort deutlich unterschiedliche Menschen erlebt. So richtig reiche Menschen kenne ich eigentlich nicht, aber ich kenne im Groben 2 Grosse "schichten"

Das eine waren die Mitschüler am Gymnasium. Die meisten Eltern mit eigenem Haus oder Wohnung, Akademiker und Abi/Studium ist der "normale weg". Alles "wohlbehütet", Raucher in der absoluten minderheit, drogen schon garnicht

Das andere war die Realschule. Fast alle (natürlich nur die "alten") haben geraucht, viele auch ganz offen Drogen konsumiert (Man glaubt es kaum, aber sogar in einer Pause während der Abschlussprüfungen). Die Eltern überwiegend Arbeiter oder Arbeitslos, und die Schüler mit den gleichen aussichten.

Natürlich gibt es auf beiden Seiten auch viele Ausnahmen etc, aber das war so mein allgemeiner Eindruck. Und Ich möchte das auch nicht bewerten, keine dieser Gruppen ist besser, zufriedener oder Glücklicher. Aber dennoch haben diese beiden Gruppen eine ganz andere Sichtweise auf das Leben.

Alleine wenn man sieht dass ich vmtl mit 26 mein Studium abschliessen werde, wo jemand der früh eine Ausbildung gemacht hat schon 10 Jahre Arbeit hinter sich hat. Hat beides seine Vor und Nachteile. Ich hatte halt 10 Jahre ein "gemütlicheres" Leben, während jemand der gearbeitet hat halt schon eigenes Geld eigenes Auto etc hatten.

Zuletzt möchte ich noch was zu deinem "Sinn des Lebens" sagen. Du meinst damit wohl in der Schule fleissig sein um Später einen besseren Beruf zu bekommen? In meinen Augen ist der Sinn des Lebens Spass zu haben und Glücklich zu sein. Klar kann einen fehlendes Geld zum Problem werden, aber Geld ohne Zeit ist nichts.

Viel wichtiger ist z.b. ob dir Spass macht was du tun musst um das Geld zu bekommen und wieviel du arbeiten musst. Ganz übertriebenes Beispiel: Ich würde lieber 20h/Woche Snowboard/Surf kurse geben für 1200e im Monat, als für 10000e im Monat 80h/Woche unter dauerstress in einem Grossraumbüro verbringen. Klar ist es toll wenn man sich ein tolles Auto und ein tolles Haus und auch sonst alles leisten kann, wer würde das nicht gerne. Aber was habe ich von einem Tollen Haus, wenn ich montag-samstag spät abends von der Arbeit heimkomme, mir am Bett noch einen Film anschaue und damm einschlafe nur am nächsten morgen ganz Früh wieder zur Arbeit aufzubrechen? Was habe ich von einem tollen Auto wenn das einzige was ich damit mache im Stau von und zur Arbeit stehen ist?

Wie man Glücklich sein kann muss jeder für sich selber rausfinden, aber die meisten denken nichtmal darüber nach sondern leben halt so vor sich hin.

PQfeffLermlinzxlikör


Milieu, einfach ausgedrückt: wenn du einen hohen Bildungsgrad hast, aber wenig Kohle verdienst – bist du dann Ober-, Unter- oder Mittelschicht? Nix davon.

Wenn du strunzdumm bist, aber dir flattern die Scheinchen auf das Konto – welche Schicht?

Der Milieubegriff ist wesentlich differenzierter als der Klassen- oder Schichtenbegriff.

MnrsHidxe


Das Problem was hier angesprochen wurde, ist aber (wenn ich das nun richtig verstanden habe) in erster Linie die subjektive Einschätzung.

Wenn wir darüber nachdenken wissen wir alle dass ein Bauarbeiter nicht strohdumm und unglücklich ist, genausowenig wie ein Student nicht immer das hellste Licht im Raum sein muss, sondern vielleicht nur ein reicher Dummkopf ;-) Vorurteile haben wir trotzdem, bewusst oder unbewusst.

Und genau in dem Punkt ist es egal, dass sozialwissenschaftlich eigentlich schon von Milieus die Rede ist: In den Köpfen der meisten geht es um Schichtzugehörigkeit und stereotype Vorurteile.

Und das lässt sich eben auch nicht einfach aus dem allgemeinen Denken streichen in dem man sagt "Leute, vergesst das, es geht doch um so viel mehr".

g(auloDisxe


Die Süße sollte vielleicht mal raus ins richtige Leben gehen, hm? Wenn man sehr jung ist, tendiert man zu einer solchen Denke. Das schleift sich bei den meisten Leuten gottseidank früher oder später ab. Und die, bei denen das nicht passiert, treiben sich hoffentlich später in geschlossenen Zirkeln rum.

Aus Erfahrung in meiner eigenen, sehr merkwürdigen Kleinstadt kann ich sagen, daß diejenigen, die am meisten mit der Kohle protzen, die ihre Nase am höchsten tragen, die permanent Statussymbole spazierenfahren genau eine Generation vom schwitzenden Prol im Unterhemd entfernt sind.

hceye;rNdahl


ich würde auch nie behaupten, dass Menschen aus der "Unterschicht" (wobei ja sogar schon versucht wird die Schichtbegrifflichkeit abzuschaffen, inzwischen ist, zumindest wissenschaftlich, eher von Milieus die Rede) charakterlich schlechtere, unsympathischere, unsozialere, ... Menschen sind.

Zumindest fehlt ihnen der gesellschaftliche Weitblick. Bestimmte Probleme kann man nur angehen, wenn die Grundbedürfnisse abgedeckt sind, ein "Hartz4" – Stauffenberg ist mMn undenkbar.

PKfefferm?inlzliköxr


Aiaiaiaiaiai... natürlich kann auch da der Weitblick vorhanden sein. Ein hoher Bildungsgrad geht nicht unbedingt mit einem hohen Einkommen oder gar einem Arbeitsplatz einher... ;-)

hIeyer]dahxl


ja, eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür mag es geben, so wie es wahrscheinlich ist, dass die Sonne morgen nicht aufgeht. Nur ist das eben nicht sehr wahrscheinlich.

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