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Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht – Eure Erfahrungen...

Pxfef&fermin9zliköxr


Meint ihr das Kinde von Facharbeitern oder H4Empfängern oft studieren oder sind es nicht doch die von gutverdienenden Eltern, die auch mal ne Nachhilfe anbieten können?

Muss ein Student zahlen so braucht er reiche Eltern oder muss sich nen Job suchen – > bleibt weniger Zeit zum lernen – > auch keine Auslandsaufenthalte – > keine Kontakte von Papi vermittelt.

Stimmts nicht?

Naja, ein bisschen relativieren musst du da schon in Zeiten von Stipendien, Auslandsstipendien (Stichwort: Erasmus und Sokrates), Bafög, Bildungskrediten, Begabtenförderungen etc. Es gibt da nun wirklich genug Möglichkeiten, wenn man will. Kontakte von Papi sind nicht immer sonderlich wichtig. Und Bundesländern ohne Studiengebühren. In Sachsen-Anhalt bezahlt man keine, die Uni Halle will pro Semester 62 Euro Gebühren. Da ist alles mit drin, z.B.

Die andere Frage ist die, ob von den Eltern vermittelt wird, dass Bildung wichtig ist.

7 7er*greis


Und die nächste Frage soll sein: Was ist wenn man aus langer Weile studiert ;-D

Ich fand das DDR System diesbezüglich besser. Regelstudienzeit, klare Empfehlungen von den Lehrern und man könnte dies durch einen Test erweitern. Ausserdem bin ich für Bafög bzw. bedingungsloses Grundeinkommen für alle ( auch die reichen) Studenten ;-D

P]fefRfe>rmidnzliköxr


Keine Sorge, die wollen dann schon Gebühren, wenn du rumdümpelst. Allerdings bekommt die Uni dann auch ein bisschen Kohle rein, soviel hat die i.d.R. nämlich auch nicht.

D[ib3elixus


Bei Schichten (oder welchen Abgrenzungsbegriff man auch immer verwenden möchte) geht es um mehr, als bloß um Geld. Es geht um Bildung, um Einstellungen und Erfahrungen. Das prägt eine Schicht, auch wenn es diese natürlich nicht vollkommen homogenisiert. Würde ich behaupten, ich bewege mich in manchen Milieus lieber, als in anderen? Definitiv. Macht mich das herablassend? Ansichtssache.

Lancis

Passt. Dem kann ich mich anschließen.

WNillSc)hrei#bcexn


ich muss 530 EUR pro Semester zahlen, komme aus ärmlichen Verhältnissen, also zumindest in frühster Kindheit waren meine Eltern sehr arm inzwischen gehören sie wohl zur Mittelschicht, haben aber wegen Hausbaus schulden.

Ich arbeite übrigens neben dem Vollzeitstudium volle 20 Stunden, damit ich mir das Studium finanzieren kann...

Klar könnt ich mir meine 50 EUR Bafög auszahlen lassen, dann dürfte ich aber nur noch 400 EUR im Monat dazuverdienen und ich zahl ja allein 300 EUR Miete im Monat SO kann ICH nicht leben :°(

P\feffFermXinzlxikör


Warum bist du dann nicht an eine Uni, die keine 500+ Flocken im Semester erhebt und wo die Mieten in der Stadt niedriger sind?

Lcu?cie@26


300 Euro Miete sind aber wirklich nicht viel! Bei uns in Hamburg zahlt man da noch deutlich mehr + Nebenkosten. Hier kommt man, wenn man keine reichen Eltern hat bzw. sich nicht übelst verschulden will, schon fast gar nicht drumherum, bei den Eltern wohnen zu bleiben oder in WGs in ganz schlechten Stadtteilen zu wohnen oder auf Studentenwohnheime umzusteigen, in denen man sich mit so und so viel Leuten Bad und Küche teilen muss.

Ich finde das aber immer reichlich grenzwertig, wenn man den Leuten derartig das Lebenskonzept bzw. die Lebensweise anprangert. Nicht jeder kann in so und so weit entfernte Städte umziehen (da spielt ja auch die finanzielle Komponente mit rein). Und nicht für jeden kommt es aus familiären oder sonstigen sozialen Gründen in Frage, in eine andere Stadt zu gehen.

Ich sehe das jetzt mal so. Ich wohne zwar in HH, wo wirklich vieles teuer ist, aber hier kann ich Nebenjobs haben, bei denen ich knapp 20 Euro die Stunde bekomme. In Sachsen hätte ich das nicht raus.

Wer hier BAföG bekommt --- womit man vielleicht so gerade eben hinkommt im Monat --- der kann aber bei bestimmten Jobs relativ gut noch zuverdienen, sodass man dann wirklich zwischen 800-1000 Euro im Monat hat. Das dürfte dann für den Semesterbeitrag und die Studiengebühren reichen. Ich finanziere das ja auch alles selber. (ich kriege von meinen Eltern keinen Cent, obwohl sie mir durchaus was geben könnten. Keine Unsummen, aber bissl was).

Finde das schon sehr grenzwertig, dass man sich jetzt dafür rechtfertigen soll, wo man studiert und wohnt. Soll man sich da noch für seine bloße Existenz rechtfertigen? %:|

Lluciee26


Ferner sind nun mal nicht alle mit 20 so weit, dass sie wirklich irgendwo in einer neuen Stadt neu anfangen können. Ich war erst mit knapp 25 soweit bzw. bin da auch ins Ausland gegangen. Bin ja auch erst mit 25,5 wirklich mal von der Familie weggezogen sozusagen...

Das sollte man nicht so stark kritisieren, wo und wie jemand lebt bzw. wann er für bestimmte Sachen bereit ist.

Viele gehen halt einfach zu sehr vom eigenen System aus, was aber entwicklungspsychologisch und wenn man sich die ganzen psychosozialen Hintergründe der jeweiligen Individuen anguckt, nicht i.O. ist.

7/7eDrgr,eFis


Noch ein Bsp: Ein Mitschüler mit Topnoten außer Deutsch da nur ne 3 . Die Eltern hatten nen Blumenladen. Der Junge sollte kein Abi machen da die Hilfe gebraucht wurde um finanziell den laden am laufen zu halten.

Freilich hat er das Abi nachgeholt aber das kanns ja auch nicht sein. Ein echtes Mathegenie :-/

WvillSch>reibren


naja weil die nächste Uni über 100km entfernt ist und ich heimatlich verwurzelt bin... naja hier in Bayern kosten eh alle mir bekannten Unis den höchstsatz von 500EUR + Studentenwerksbeitrag...Ausserdem hab ich hier ja meine arbeitsstelle...

WtillbSclhreibxen


Wer hier BAföG bekommt --- womit man vielleicht so gerade eben hinkommt im Monat --- der kann aber bei bestimmten Jobs relativ gut noch zuverdienen, sodass man dann wirklich zwischen 800-1000 Euro im Monat hat. Das dürfte dann für den Semesterbeitrag und die Studiengebühren reichen. Ich finanziere das ja auch alles selber. (ich kriege von meinen Eltern keinen Cent, obwohl sie mir durchaus was geben könnten. Keine Unsummen, aber bissl was).

Klar wer HÖCHSTSATZ bekommt kann davon mit Nebenjob locker leben (4800 darf man im Jahr zuverdienen) , wenn man aber nen Satz von 50 oder 100 Eur bekäme (so wärs bei mir) dann darf man trotzdem nur 400 im Monat zuverdienen und dann wirds schon knapp... da hab ich lieber die 667 EUR zu versteuerndes Einkommen Grenze des Kindergeldes...

Lkuci)e2x6


hey,

ja, das verstehe ich! @:)

Kindergeld bekomme ich seit über einem Jahr nicht mehr.

Krankenkassenbeitrag muss ich auch zahlen... also ab 25 ist das nicht mehr so easygoing. lol Aber es geht schon.

eAlamxar


Klar wer HÖCHSTSATZ bekommt kann davon mit Nebenjob locker leben (4800 darf man im Jahr zuverdienen) , wenn man aber nen Satz von 50 oder 100 Eur bekäme (so wärs bei mir) dann darf man trotzdem nur 400 im Monat zuverdienen und dann wirds schon knapp...

die differenz zwischen deinem bafög und dem höchstsatz ist ja auch von deinen eltern zu zahlen, deshalb macht diese regelung ja auch sinn.

daß das in der praxis manchmal nicht greift, weil man die eltern nicht unbedingt verklagen möchte, wenn sie nicht, wie sie gesetzlich verpflichtet wären, für die o.g. differenz aufkommen, ist klar, aber machbar wäre es.

R lm4mxp


Ich glaube diese Schichtgeschichten sind doch komplexer als man denkt.

Ich halte viele Aussagen eher für Pauschalisierung von Einzelfällen.

Manche meinen halt sie wären was besseres, egal aus welchem Grund und andere wollen halt schlecht sein.

Meine Mutter hat mir damals mit staunen erzählt, die Frau Nachbarin(Arztfrau) war auch im Aldi, sie hat mich gefragt ob es sein kann, dass die kein Geld haben..., dabei hat das doch garnix damit zu tun, aber so fängt es doch schon an.

Ich komme zwar nicht aus der "Unterschicht", dennoch habe ich mich manchmal so gefühlt, trotzdem war es mir möglich Abitur und Studium zu machen. In Deutschland gibt es da schon viele Möglichkeiten, unabhängig von den Eltern.

L9uciex26


@ elamar:

so viel, dass ich sie verklagen könnte, haben die jetzt auch nicht.

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