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Unterschicht, Mittelschicht, Oberschicht – Eure Erfahrungen...

R}lmxmp


Ich muss sagen, ich finde die Bafög-Einkommensgrenze der Eltern recht niedrig. Das ist schon durchaus ein Kritikpunkt. Ich hab auch nur wegen einer Sonderregelung bekommen, aber meine Eltern hätten mir das Geld in der Höhe nie zahlen können.

Und wenn ich richtig dran denke, volle 400€ durfte ich nicht hinzuverdienen, obwohl oder weil ich quasi Höchstsatz hatte.

P feffeTrmiknzliköxr


Lucie26, warum gehst du eigentlich so auf mich los und regst dich so auf? Das war eine meinerseits vollkommen neutrale Nachfrage, die mir ebenso neutral beantwortet wurde. Warum du dich so fürchterlich aufgeregt hast, erschließt sich mir nicht.

mealCag:ena


und das diese Schicht recht herabwürdigend auf die anderen Schichten blickt.

Das ist aber auch Erziehungssache und kommt in allen sogenannten Schichten vor. Die einen verurteilen die Unterschicht, die anderen die Oberschicht.

gato

Ich glaube nicht, dass dies reine Erziehungssache ist. Mein Sohn (18) hat auch etwas krasse Vorstellung von Schichten. Er kann schnell herablassend wirken... Für ihn ist Geld, Bildung und Ansehen wichtig.

Für meine 4 Töchter überhaupt nicht. Sie kommen begeistert mit mir auf Strassenmusiktournee...

mNalagxena


Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die sich selber als Oberschicht bezeichnet. Alle Akademiker, alle viel Geld, kulturell sehr interessiert (Oper, Konzerte klassisch, Chorsingen, Instrument spielen). Meine Eltern unterhalten keine Kontakte zu anderen Milieus.

Was interessant ist: Ich bin durch meine Scheidung sozial abgestiegen und gehöre nun nicht mehr zu dieser Schicht. Mir ist das völlig egal. Eigentlich hab ich nie in dazu gepasst. Bin viel zu offen und zu freiheitsliebend dafür.

Doch dass es Schichten gibt, kann man nicht abstreiten... was tröstet: In hundert Jahren sind wir alle in der gleichen (Erd-)Schicht ]:D

GUesund$Menscxh80


Für mich gibt es keine besondere Schicht. Schon gar keine Unterschicht. Na gut, vom Geld her, gibt es Abstufungen. Aber wo fängt Reichtum an – wenn jemand heute im Monat 2000-3000 Euro netto verdient oder wenn er 100.000,- hat?

R5lmxmp


Reich sind 3800€ Netto pro Monat als Single, wurde irgendwo mal genannt.

gBatxo


Ich glaube nicht, dass dies reine Erziehungssache ist.

Ich habe nicht gesagt, dass es reine Erziehungssache ist, aber es spielt eine Rolle. Es macht eben einen Unterschied, ob ich meinem Kind von kleinauf erzähle, man sei etwas besseres und andere wären doof, weil sie Geld haben/kein Geld haben oder ob ich es zu einem gesunden Respekt allen Menschen gegenüber erziehen, ob derjenige nun Hausmeister, Putzfrau oder Arzt ist.

Kg9he


Ich hatte seit frühster Kindheit an einen sehr gemischten Freundeskreis, wobei sich die Prozente mit den Jahren verändert haben. Als Kind und auch noch Jugendliche vielleicht im Verhältnis 70% "Unterschicht", 30% "Mittelschicht", heute eher umgekehrt. Ich verwende lieber Begriffe wie Milieu oder Kreise, wobei ich nicht nur vom Geld spreche (das zwar oft ursächlich ist, aber nicht der entscheidende Punkt), sondern von (mitunter massivem) Alkoholmissbrauch der Eltern und später dann auch meiner Freunde, Bildungsferne (Förder- und Hauptschule, selten Mittelschule), Gewalt in der Familie (manche Leute waren im Heim) und Kriminalität der Eltern, später auch meiner Freunde (vor allem die Jungs). Seit einigen Jahren laufen in unserer Stadt Prozesse gegen einen "meiner Jungs" und andere sind auch schon inhaftiert...das nimmt mich ganz schön mit, weil ich weiß, warum sie so geworden sind und dass sie mal anders waren :°( Mit einem liebevollen Elternhaus und Bildung (Abi), war ich eine der wenigen Ausnahmen in unserer Runde, auch wenn wir lange unter dem Existenzminimum lebten. Ich kann mir ein Leben ohne Kontakte in dieser Richtung nicht vorstellen, keine Ahnung warum…

Auch wenn der Schichtenbegriff einseitig ist und beleidigend sein kann, ist er nicht ganz von der Hand zu weisen, denn es ist unglaublich schwer, von unten nach oben zu kommen, erst recht, wenn viele oben genannten Zustände zusammenkommen, andersrum geht’s schneller…

Mir fällt an dieser Stelle noch ein Lied einer meiner Lieblingsmusiker ein… [[http://www.youtube.com/watch?v=Pk26V5VJLqs]]

mNaal2age.na


Ich habe nicht gesagt, dass es reine Erziehungssache ist, aber es spielt eine Rolle. Es macht eben einen Unterschied, ob ich meinem Kind von kleinauf erzähle, man sei etwas besseres und andere wären doof, weil sie Geld haben/kein Geld haben oder ob ich es zu einem gesunden Respekt allen Menschen gegenüber erziehen, ob derjenige nun Hausmeister, Putzfrau oder Arzt ist.

Ja, wie bei allem spielt der Charakter, die Erziehung und das Umfeld eine Rolle.

Ich wurde extrem elitär erzogen, bin aber überhaupt nicht so herausgekommen. Ich würde niemals den Kontakt mit jemandem meiden, weil er in einer anderen Liga spielt... Ausser, und das kommt vor, er sucht den Kontakt nur weil er Vitamin B braucht.

Ich denke, das ist bei meinen Eltern das Problem: Sie haben Angst davor, dass die Leute nur mit ihnen zu tun haben wollen, weil sie bekannt und wohlhabend sind. Manchmal wohl nicht ganz unbegründet...

mNaulag!ena


Ich kann mir ein Leben ohne Kontakte in dieser Richtung nicht vorstellen, keine Ahnung warum…

Vielleicht weil da mehr Leben ist?

WhillScwh:reibexn


die differenz zwischen deinem bafög und dem höchstsatz ist ja auch von deinen eltern zu zahlen, deshalb macht diese regelung ja auch sinn.

nö, nicht wenn man bereits einen "berufsfähigen" Status hat... das ist bei mir ein bisschen komplizierter als beim Standart Gymnasiumabgänger...

L=ucie2x6


@ Pfefferminzlikör:

so neutral fand ich die Frage nicht. Ich finde schon, dass sie die Konnotation enthält "warum bist du nicht von vornherein in ein anderes Bundesland gegangen – dass du jetzt so ein hohes Kostenspektrum hast und an allen Enden und Ecken sparen musst, ist deine eigene Schuld!" Ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin, die das so liest. :-| Möglicherweise mag die Frage rein auf der Kostenebene legitim sein, aber es wird seine Gründe haben, wieso viele Leute es in Kauf nehmen, in teureren Unistädten wohnen zu bleiben. Sicher, es wird dauernd herumgejohlt, man solle heutzutage ach so flexibel sein; aber nicht jeder möchte sein soziales Umfeld, seine Nebenjobs oder auch seine Wohnung, WG o.ä. aufgeben, bloß weil es bspw. in Ostdeutschland günstiger ist.

Btluespxirit


nun ja ,soziologisch betrachtet sind zb unter fussballhooligans überdurschnittlich viele Banker oder Jurastudenten vertreten,und auch Scool-shooter wie tim kommen meistens aus "gutbürgerlichen" Verhältnissen..zumindest haben sie eine gut Erziehung genossen...

m[aelag0ena


nun ja ,soziologisch betrachtet sind zb unter fussballhooligans überdurschnittlich viele Banker oder Jurastudenten vertreten,

Echt?! Hättest du da eine Quelle dazu oder weisst du das einfach so?

7K7ergrxeis


sogar Polizisten in der Freizeit :=o :)-

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