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Familie: Ist der Kontakt den Stress wert?

S*mokeJyfJoessqCaxfe


So ein Verhalten ist niederträchtig und ich empfinde es als große Stärke, dass du Widerstand leistest.

Naja, ich habe ihr einen Brief aufgesetzt, den Ansprechpartner des BaföG-Amtes rausgesucht und ihr gesagt, sie soll anrufen. Aber sie hat so wahnsinnige Angst, sie ist gelähmt vor Angst. Ich kann das verstehen, so habe ich mich auch einmal gefühlt. Aber ich fühle mich jetzt machtlos, ich kann ihr nicht helfen, weil sie so eine Angst hat.

Deine Gedanken zur Geschichte der Eltern weisen in eine Richtung, die nicht zu vernachlässigen ist: Unsere Eltern hatten auch Eltern, die ihre Spuren deutlich hinterlassen haben.

Es kann doch aber nicht sein, dass Eltern sich so verhalten. Ich zB habe ein ganz anderes Verhältnis zu meinen Kindern, ein so liebevoll uns vertrauenvolles Verhältnis. Ich könnte NIEMALS so sein wie meine Eltern. Das muss Eltern doch im Herzen schmerzen!

Es wird immer leichter für mich, sie fallen zu lassen, mir nichts mehr anzunehmen. Wie schon geschrieben, meine Gefühle verwandeln sich in Wut und das macht es einfacher.

Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich Angst vor dem nächsten Kontakt. Indirekt weiß ich schon, was ich sagen werden, ich werde, wenn sie mit Schuldzuweisungen kommen, sagen das ich mir das nicht mehr anhöre.

Aber ich habe dennoch Angst vor diesem Schritt, vor dieser Konfrontation.

Mein Sohn fragt desöfteren nach seinem Opa, es wird aber auch weniger, nach der Oma (die immer gefühlskalt ist) wird immer weniger gefragt. Und es tut mir leid für die Kinder, aber mehr kann ich auch nicht machen.

Wir haben so oft angerufen und sind vorbeigefahren, hier kommen sie nie vorbei, melden sich. Was soll ich den Kindern sagen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, mit meinem Vater darüber zu sprechen ändert nichts. Er hat eine neue Familie und mit der Vergangenheit abgeschlossen. Wörtliches Zitat. Seine Kinder gehören eben zur Vergangenheit.

Vielleicht ist das bei Deinen Eltern anders – wenn Du ihnen sagst, was Du fühlst?

So oft erfolglos versucht. Es ist ja nicht erst seit gestern so, sondern zieht sich durch mein ganzes Leben! Immer wieder habe ich es versucht, wurde dann ausgelacht, belächelt, ignoriert, es wurde mir nicht zugehört, durfte nicht sprechen.

Sobald ich meine eigene Meinung geäussert habe, wurde ich mundtot gemacht, fertig gemacht.

Ich durfte nie sagen, was ich denke, was ich fühle. Vor anderen wurde ich immer fertig gemacht, ins Lächerliche gezogen. Es war so schrecklich.

gpag5gag7uggxu


Eigentlich bin ich immer eine Verfechterin, dass man sich ja mal streiten kann, sich aber auch wieder vertragen sollte.

Aber in deiner Sache muss ich sagen, dass ist wirklich ein starkes Stück. Du machst dich wirklich kaputt. Nicht nur dich sondern auch deine eigene Familie, die darunter leidet. Deien Eltern und auch dein Opa sind ja wohl unter aller Sau.

Ich würde deinen tollen Eltern einen Brief schreiben und zwar genauso wie du dich fühlst und denkst. Dann solltest du den Kontakt abbrechen. Du rennst immer hinteher und bettelst nach Liebe, die du niemals bekommen wirst.

Kümmer dich lieber um deien Familie und wenn du dich mit deinen Schwiegereltern gut verstehst, dann würde ich mehr Energie in sie stezen.

Deine leiblichen Eltern sind vielleicht deien genetischen Eltern, aber Emotional sind sie deine zerstörer.

Ich finde es auch sehr merkwürdig, dass du nichtmal weißt was deine Mutter arbeitet ":/ ":/

S.m1okReyJoeEsCafxe


Ich bin doch dabei, den Kontakt abzubrechen. Und nein, meine eigene Familie mache ich dadurch nicht fertig!

Hast du alle Beiträge dazu gelesen?

Ich empfinde mittlerweile nur noch Wut, was mir den Bruchstrich einfacher macht.

Wegen der Arbeit meiner Mutter:

Ich habe so oft gefragt, ich bekomme keine Antworten darauf, sie sagt "Ist nicht wichtig". Ich weiß in etwa was sie macht, aber was genau nicht.

Ich wusste zB auch nicht, dass sie drei Jahre lang in einem Markt putzen gegangen ist, das habe ich durch Bekannte erfahren!! Alle wussten es, nur meine Schwetser und ich nicht.

Ich werde keinen Brief schreiben, der wird ignoriert, eine Reaktion darauf kommt nicht, ob er ernstgenommen wird, bleibt fraglich. Was sein könnte ist, dass sie sich darauf melden und mir Vorwürfe machen und das brauche ich nicht mehr.

Ich warte, ob und bis sie sich melden. Sollten sie dann mit Vorwürfen oder was auch immer ankommen, werde ich ihnen sagen, dass ich darauf keinen Wert mehr lege und das Gespräch dann beenden.

MpolZliednchexn


Ich warte, ob und bis sie sich melden.

Ich würde an Deiner Stelle aber nicht darauf hoffen, sondern es im Geiste direkt abhaken und davon ausgehen, dass sie sich nicht melden werden. Wenn doch – gut, wenn nicht, macht auch nichts.

Dass Du nicht wirklich weißt, was Deine Mutter arbeitet, find ich bezeichnend… Bei uns in der Familie ist es auch so, dass ich in bestimmten Dingen über meine Eltern total ahnungslos bin, da werde ich oft von anderen bestaunt, weil es eigentlich selbstverständlich ist, bestimmte Dinge zu wissen. Aber sie hatten aus irgendeinem Grund nie Interesse daran, dass ich (und meine Geschwister) weiß, was läuft. Warum auch immer. Und ich hatte zugegebenermaßen auch selbst nie ein Interesse, es zu wissen. War mir immer egal. Dürfte seine Gründe haben.

Somoke#yJoesxCafe


Nein, Hoffnungen lege ich da nicht mehr rein. Die Zeiten sind vorbei.

Das Schreiben tut übrigens gut und auch der GEdanke bzw. das Wissen, dass man nicht alleine ist. Danke @:)

_fParv+atix_


Wegen der Arbeit meiner Mutter:

Ich habe so oft gefragt, ich bekomme keine Antworten darauf, sie sagt "Ist nicht wichtig". Ich weiß in etwa was sie macht, aber was genau nicht.

Ich wusste zB auch nicht, dass sie drei Jahre lang in einem Markt putzen gegangen ist, das habe ich durch Bekannte erfahren!! Alle wussten es, nur meine Schwetser und ich nicht.

Deiner Mutter wird es sicher peinlich sein, dass sie "niedere" Arbeiten verrichtet. Daher wird sie dir wohl auch nichts gesagt haben. Vielleicht ist es auch einfach nur Frust, den deine Eltern haben, und vor dir abladen. Frust darüber, dass sie vielleicht nicht ihre Träume verwirklichen konnten, sehen, dass es anderen besser geht usw. Einfach Neid, der sich zu Frust aufbaut, welcher irgendwo raus gelassen werden muss. Bei meinem Onkel ist es zumindest so. Er sieht jetzt, dass sein Sohn die Möglichkeit hat, seinen Traum zu verwirklichen. Mein Cousin wollte schon immer Busfaherer werden und hat nun auch das Alter erreicht, wo er den Personenbeförderungsschein bekommen kann und hat auch schon einen Busbetrieb gefunden, welcher ihn ausbildet. Aber sein Vater redet ihm alles madig, so nach dem Motto: "Das schaffst du doch eh nicht!", "Du bist zu dumm dafür!", "Da verdienst du doch nichts!" und solche Sachen... Bei seiner Tochter muss es wohl ähnlich abgelaufen sein. Die hat es auch geschafft, ihren Traum, Model zu sein, zu verwirklichen. Verdiente auch richtig Asche. Sie ist auch schon mit 16 ausgezogen, weil sie es nicht mehr zu Hause aushielt. Was sie heute macht, weiß ich nicht. Sie ist ja schon über 30 und in dem Alter ist man ja als Model nicht mehr so gefragt. Ich habe keinen Kontakt zu ihr und sie hat auch kaum einen zu ihren Eltern und zu ihrer restlichen Verwandschaft. Sie lebt halt in einer anderen Welt und ist auch ziemlich abgehoben.

Mein Onkel kann und konnte das alles nicht ertragen. Daher lässt er seinen Frust halt an den Leuten aus, die in seinen Augen etwas in ihrem Leben erreicht haben, nur, weil er es nicht geschafft hat. Und das schlimme ist ja noch, dass der Vater meines Onkels sogar recht hatte mit dem, dass halt nie was aus ihm wird und er immer ein Verlierer bleiben wird.

Im Grunde habe ich mit meinem Onkel schon etwas Mitleid, dass es für ih so gelaufen ist, aber das ist natürlich keine Rechtfertigung dafür, andere so mies behandeln zu können.

Sjmojkey'J6oesCafxe


@ Parvati,

warum wussten es dann alle, nur ich nicht?

Wenn man danach geht, müssen sie Frust haben, seitdem ich geboren wurde?! Bzw. wurde es in den Jahre immer schlimmer.

Papa war schon immer so.

Mit 10 Jahren gabe es eine Phase, da hat er mich mit dem Gürtel verprügelt, meine kleinen Geschwister auch.

Mama hat nur zugeschaut. Dann irgendwann war die Phase vorbei. Drüber reden will aber niemand.

Er erzählt, dass er ja soviel arbeitet, 14 Stunden, jeden Tag. Aber sein Job ist in einer Produktion, er ist also kein hohes Tier, sondern ein ganz normaler Arbeiter und er arbeitet ganz sicher nicht so viel wie er immer sagt. Er will nur immer hören, dass er das ja so toll macht *augenverdreh*

Er will, dass wir was für ihn machen und dann erntet er d ie Lorbeeren, weil er es so darstellt, als hätte er es gemacht. Das sind aber nur kleine Beispiele.

Mama hat glaube ich Depressionen und ist Alkoholkrank, aber da spricht man ja nicht drüber und sich Hilfe zu holen ist ja eine Schande... >:(

MRollifen^chen


@ SmokeyJoesCafe

Wahrscheinlich hatten Deine Eltern, so wie meine, selbst eine schwere Kindheit. Dann sind sie schon gefrustet, seit sie leben. Und weil sie sich nie selbst reflektiert haben und sich nie gefragt haben, warum alles ist, wie es ist, haben sie es ungefiltert an ihre Kinder weitergegeben.

Du dagegen denkst schon nach, erkennst die Dinge, deswegen verhältst Du Dich anders.

S[mokeyJ?oesxCafe


Schlimm und traurig.

Übrigens habe ich gerade erfahren, dass mein Vater überall so tut, als hätten wir innigen Kontakt und alles wäre ok

MKoll0iennchen


Finde ich nicht ungewöhnlich.

Meiner tut anderen gegenüber (z.B. weiter weg wohnenden Verwandten, die anrufen) auch immer so, als wäre alles Friede Freude Eierkuchen, weil er sonst ja in Erklärungsnot käme... Und als Versager dastehen könnte, der es nicht hinkriegt, Harmonie in die Familie zu bringen.

S$moke.yJoeisCafe


Die ganzen letzten Tage habe ich nur Wut empfunden, die ich jett auch noch empfinde.

Aber gerade schleicht sich eine Traurigkeit ein, weil mir bewusst wird, dass ich jetzt das schwarze Schaf bin.

Und ich ertrage es nicht, dass er immer vor allen so tut, als wäre alles super, d abei interessiert er sich kein Stück für mich, die Kinder, mein Baby...

Mooll{ien/chen


Du bist nicht das schwarze Schaf. Du wirst nur von Deinem Vater so gesehen. Aber es stimmt nicht. Ist alles eine Frage der Position. Du musst lernen, Dir Deine eigene Meinung über Dich selbst zu bilden und Dich nicht mit seinen Maßstäben zu beurteilen.

tteal


Und ich ertrage es nicht, dass er immer vor allen so tut, als wäre alles super, d abei interessiert er sich kein Stück für mich, die Kinder, mein Baby...

Ich würde nicht zögern diesen anderen Leuten gegenüber richtig zu stellen wie es wirklich ist. Du musst nicht an seiner Fassade mitspachteln indem du den Mund hälst. Das mit dem Bafögamt ist sehr dreist, deine Schwester soll das unbedingt klarstellen.

Gegen solche Eltern muss man sich wehren, auch wenn das alles andere als leicht ist.

S3mokeyyJoesCvafe


@ Teal,

ich habe für meine Schwester einen Brief rausgesucht, ihr gesagt was sie machen soll und ihr klar gemacht, dass sie was machen muss. Aber sie war so unsicher, so ängstlich. Jetzt meldet sie sich nicht mehr bei mir, seitdem ich gefragt habe, ob sie sich darum gekümmert hat.

_~Parvaxti_


Vor was hat sie Angst? Dass ihre Eltern sie verstoßen?

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