» »

Hypochondrie – wer leidet auch?! Gibt es einen Ausweg?

doie*Hofnfnunxg hat die Diskussion gestartet


Hallo Gemeinschaft,

ich schreibe hier in der bittersten Stunde da ich nun mir selbst eingestehn muss das ich ein psychisches Problem habe. Ich bin noch sehr jung, anfang 20, aber die oben genannte psychische Störung lässt nicht mehr nach.

Ich konnts mir nie zureden, ich meine früher hab ich gedacht das betroffene sehr hysterisch und oder sehr sensibel und wegen jeden nem Schnupfen sogar panisch den Arzt kontaktieren, aber erst als ich mich näher mit der Krankheitsbeschreibung beschäftigte merkte ich das ich genau die Vorrausetzungen erfülle und mich nun als Hypochondriekanidat outen kann... {:(

Ich weiß noch nichtmal wie und wann das alles angefangen hat aber früher noch vor gut 2 – 3 Jahren war mir irgendwie alles egal. Selbst mit nicht einfach zu unterschätzenden Krankheiten hatte ich kaum Probleme. Doch irgendwann hat sich alles verändert.

Ich kann den halben Tag mich auf kaum was konzentrieren als auf die Symptome die ich habe oder zumindest einbilde diese zu besitzen. Ein Großteil wird sicher dadurch ausgelöst das ich ständig angespannt, Angst und unruhig bin. Jede Kleinigkeit muss ich erforschen. Sobald ich schon bei Wikipedia lese von abströsen Krankheiten die den Tod mit sich bringen oder Folgeschäden lebenslang auszeichnen bekomm ich totale Panik und selbst ein Arzt kann mich kaum beruhigen, denn auch Ärzte sind Menschen und Menschen machen nun bekanntlich Fehler.

Außerdem find ich immer irgendwas was beunruhigend ist, sei eine Muskelzerrung nähe Blinddarm, sei eine Verstauchung mit der Angst auf Arthose, sei leichtes Blut im Speichel durch Zahnfleischbluten, sei der gereizte Rachen durch zuviel Zuckergetränke. Ein Leberfleck der mal bisschen dunkler ist als der andere. Sei es was auch immer. Immer ist die Angst da.

Zum Glück verhält sich alles noch in dem Bereich in dem ich wenigstens noch ohne Schlafstörung bin, aber ich hatte mal vor kurzem eine Hyperventilationstetanie, das war so schlimm da ich total kollabiert bin meine Blutsäure verschob sich voll um alles was ging. Da dacht ich mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Ohje,.....

Wie kann man aussteigen? Ich wäre neben ein paar offene Ohren auch gerne für einige Erfahrungen und Meinungen interessiert.

Und bitte nimmt das ernst, es klingt zwar lachhaft aber es belastet mich schon um etwas...

Antworten
CRhrisQsix34


Hallo dieHoffnung,

Hypochondrie ist für die Betroffenen sehr schlimm. Mein Bruder hat lange an Hypochondrie gelitten und so weiß ich, dass das eine ernstzunehmende Krankheit ist.

Ich habe mich damals für ihn informiert und fand einen Blog ganz toll. [[http://www.psog.de/psychische-erkrankungen/hypochondrie/]].

Schau doch da einmal vorbei. Da kennt sich jemand besser mit aus, als ich. ;-)

Alles Gute.

Chrissi

d`ieH]of}fnunMg


Hallo Chrissi34,

danke für diesen tollen Blog. Er hat mir schon ein bisschen Mut zugesprochen. @:)

Weiß hier jemand vielleicht ein gutes Buch über diese Krankheit? kann hier jm sagen wie ich mein Leben wieder verändern kann?

t&ritrat`rulala


Hallo dieHoffnung *:) oder hallo Leidensgenosse .... ich habe das selbe Problem wie Du.... schon gaaaanz lange. Mal ist es besser, mal schlimmer. Das letzte halbe Jahr war der Horror... ich arbeite in einem Krankenhaus (ja unglaublich aber wahr) und seitdem ist alles TOTAL schlimm. Habe schon jede erdenkliche Krebserkrankung gehabt... und jede andere Krankheit. Taste ständig an meinem Körper rum - hab langsam schon Angst mich auch nur anzufassen.... zum kotzen. Aber ich kanns nicht abstellen. So sehr ich es auch versuche. :(v

d|ieHoffynung


Ja ich hab ständig Angst das sich der Arzt vertan hat oder das irgendwas übersehen wurde. Ich wünschte ich könnte das abstellen.

t}ritraatrYulala


was ich mir mittlerweile immer denke - es gibt nie 100% Sicherheit. Selbst wenn Du bei tausend der kompetentesten Ärzte dieser Welt warst.... sonst müsstest Du Dein restliches Leben auf der Intensivstation verbringen. Und egal was kommt, Du kannst es nicht ändern! Also leb im Hier und Jetzt :-D genieß Dein Leben und verbringe nicht Deine Zeit mit Grübeleien wie was wäre wenn... das macht Dir nur Dein Leben im Hier und Jetzt kaputt. Und wenn Du dann alt und grau bist und die logische Konsequenz das Sterben ist wirst Du Dich schwarz ärgern, das Du Dein Leben lang nur Angst hattest und Dir selbst alles kaputt gemacht hast %:|

s3t#ud7io


Hallo die hoffnung,

ich kenne das Gefühl ebenfalls sehr gut.Viele Jahre hatte ich einfach nur Angst,jede erdenkliche Krankheit zu haben oder sie auf der Stelle zu bekommen!!! Bis nach ganz vielen Arztbesuchen endlich mal ein Arzt sich ernsthaft damit beschäftigt hat,um dann festzustellen,dass meine SD nicht richtig funktioniert.Das löst Ängste aus,Unwohlsein,geht total auf die Psyche,man steht wirklich neben der Spur.

Seit ich SD -Hormon nehme, sind alle Symptome verschwunden.Vielleicht denkt du mal in diese Richtung ??? Oft kann wirklich auch ein unerkanntes organisches Problem der Auslöser sein.

Ansonsten ist vielleicht auch eine Gesprächstherapie sinnvoll.Alleine schafft man das sehr ,sehr schlecht.

H5elmjspalxter


Hey,

ich kann Dich gut verstehen und keiner lacht Dich deswegen aus. Ich habe manchmal auch Angst, dass ich etwas schlimmeres habe. Aber das wichtige ist, lass diese Angst nicht überhand nehmen, sonst quälst Dich nur. Hypochondrie ist echt kein Spass. Ich hab das zwar nicht, aber wie ich schon schrieb hab ich "manchmal" auch bisschen Angst. Und die Vorstellung wie ein Hypochonder da leidet, wenn er nur noch Angst hat, ist schon schlimm.

Wenn Du mal schnupfen hast, oder erkältet bist, dann ist es so. Kurier Dich aus, dann geht es Dir wieder besser. Krankheiten gehören zum Leben nunmal dazu. Lebe Dein Leben und lass die Angst nicht an Dich heran. Angst ist natürlich, aber zuviel davon schadet nur.

Viele Grüße:

Helmspalter

wu81


Ich hab auch Hypochondrie. Wie gehts dir mittlerweile? Ich hab in den letzten Wochen wieder alles untersuchen lassen. Auf der einen Seite beruhigt es, auf der anderen Seite sind die Symptome trotzdem noch da. Welche Symptome hast du? Bei mir fing es mit Herzstolpern an... Erst also die Angst vor nem Herzinfarkt, dann vor nem Schlaganfall, vorm Ersticken, vor Krebs... Hab ich Herzstolpern, kommt die Angst vor nem Herzversagen. Hab ich Kopfweh Angst vor nem Tumor, bei Krippeln im Gesicht Angst vor nem Schlaganfall, ein Lymphknoten ist geschwollen Angst vor Krebs... Die Angst hat mich in den letzten Monaten wieder ständig begleitet. Ich hab allerdings schon seit drei Jahren ne Angststörung. Mal wars gut aber ganz weg war sie noch nie. Was machst du gegen deine Angst? Bist du in Therapie?

rtaupiba0by221x0


mir geht es genauso und hoffe,es hört mal auf:(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH