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Momentan schwere Grübelei, ich komme nicht aus Ängsten raus?

GwesWundM`ensxch80 hat die Diskussion gestartet


Hallo ":/

ich habe derzeit schwere Gedankengrübelei, schon sehr stark, dass ich nicht einschlafen kann.

Obwohl ich spare und mit Geld gut umgehen kann, kommen immer wieder Ängste auf.

Habe schwere Sorge vor der Zukunft, Inflation, nie wieder geregelte Arbeit finden, kein Geld irgendwann zu haben, ich könnte als Obdachloser enden... und ähnliches. :-(

Dann gibt es auch andere Gedanken, manchmal schlimmste Horrorszenarien, z.B. mich könnte jemand ohne Schuld anklagen und ins Gefängnis bringen, ich verliere meine Wohnung, meine gesamte Familie stirbt weg, ich werde Opfer einer Gewalttat, ich bekomme Krebs, wenn ich eine Frau kennenlerne und die lässt sich von mir trennen/scheiden, usw. :-(

Es gibt Tage, da fühle ich mich wohl und dann gibt es Tage da überlege ich nur noch, wie ich Horrorszenarien lösen kann bzw. was ich dann tun soll!?

Wie kommt man aus Grübeleien, die bestimmt jeder erlebt hat, wieder raus? Gibt es Tricks? ???

Ist das krank oder wegen der anhaltenden Krise normal? ???

Antworten
xfixMon


das klingt nach einer depression ( sage ich jetzt als absoluter laie ), du solltest zum therapeuten/psychologen gehen...und das muss dir absolut nicht peinlich sein, das kann jedem passieren und sollte nicht peinlicher sein als eine grippe oder ein steifer nacken...ich glaube, je länger du wartest, desto schlimmer wird es...

cih wünsche dir alles gute

Sich sorgen nimmt dem Morgen nichts von seinem Leid, aber es raubt dem Heute die Kraft

i+nner/e StiMmmxe


Hallo, GesundMensch80. Ich bin selber notorischer Grübeler. Ich weiss auch dass diese (sich immer widerholende) Gedankenspirale (oft unbegründete) Ängste auslosen kann. Um die Ängste zu stoppen, musst du deine Gedanken im Zaum halten. Leichter gesagt, als getan.

Ich kenne eine leichte Übung, die hilft Angst (oder andere negative Gefühle) zu lösen und seine Gedanken wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Früher fand ich Athemübungen total albern. Heute mache ich sie fast jeden Abend, um den Alltagsstress ab zu streifen und mein Grübeln zu stoppen, damit ich besser einschlafen kann.

Konzentriere dich nur auf deine Athmung. Athme ruhig und sehr tief ein.

Halte einen Moment lang die Luft an und spüre den leichten Druck im Brustkorb. (Fühle evtl. auch noch mal bewusst deine Angst.)

Athme langsam und entspannt aus. Nehme das entspannte Zusammensinken deines Brustkorbs bewusst wahr. Stelle dir dabei vor, wie sich die Angst von deinem Herzen löst und mit der Athemluft deinen Körper verlässt.

Halte noch einmal (zwei Herzschläge lang) inne. Lasse deine Ängste davon ziehen.

Athme nun ruhig und gleichmäßig weiter. Beim Einathmen, spüre die Luft, die in deine Lungen strömt. Beim Ausathmen, spühre wieder das entspannte Zusammensinken des Brustkorbs. Konzentriere dich nur auf diese beiden Gefühle und den Klang deiner Athmung.

Durch das fokusieren der Gedanken, kommen beunruhigende Gedanken garnicht erst auf. Das bewusste wahrnehmen der körperlichen Emfindungen entspannt. Die Monotonie der eigenen Athmung wirkt beruhigend bis einschläfernd. zzz

(PS: Diese Übung ist auch hilfreich um in Prüfungssituationen o. ä. Stress und Denkblokaden zu lösen.)

ienneMre Stximme


Wichtig sind auch "Stop-Sätze": Wenn du merkst, dass ein beunruhigender Gedanke auf kommt, musst du dir bewusst machen, dass deine Angst unbegründet ist. Dies hat leider keinen all zu starken direkten Effekt, es wird dir aber, über einen längeren Zeitraum gesehen, helfen, deine Ängste in den Griff zu bekommen.

Deine Angst auslösenden Gedanken wiederholen sich automatisch. Um dein Denken zu ändern, musst du konsequen mit den "Stop-Sätzen" gegenlenken. Dadurch verfestigt sich das neue angstfreie Denken.

(Antwort-Recycling :p> )

i3nnere* Stimxme


Aus deinem Text kann ich nicht lesen, ob du nur übertrieben viel grübelst, oder ob daraus bereits eine Depression entstanden ist. So oder so, kann es nicht schaden, mal einen Psychologen zu besuchen. Im direkten Kontakt kann er dich bestimmt besser beurteilen und dir individuelle Tipps geben. Evtl. kann ein leichtes Medikament (das entspannt, oder die Gedanken ordnet) eine gute Unterstützung sein, um an deiner Gedankenwelt zu arbeiten und die angstfördernden Gedanken (durch die "Stop-Sätze") zu "verlernen".

ipnVneure 3Stimmxe


:-o Was habe ich denn da geschrieben?! ":/

Ein Psychologe kann dir keine Medikanente verschreiben. :|N

Ein Neurologe kann Medikamente verschreiben. :)z

G$esu{ndMecnsch8x0


Ich war schon ein Jahr lang bei einem Psychotherapeuten.

Leider kommt der auch nur mit seinen Stoppsätzen.

Ich werde mal bewusst die Atemübung durchführen.

Vielen Dank für eure Zeit und Tipps!

iCnn9erie St imme


Leider kann ein Psychotherapeut nicht aktiv in dein Denken eingreifen und es formen. Er kann dir nur Hilfestellungen geben, wie du selber dein Denken formen kannst. Da gibt es nur die Möglichkeit, die "schädlichen" Gedanken immer wieder aus zu bremsen, bis die Stopsätze zu deinem normalen Denken werden. Arbeitest du ein paar Tage nicht mit den Stopsätzen, so verfestigt sich wieder dein altes Denkmuster.

Ohne dich Perönlich zu kennen, kann ich leider keine großartigen Tipps geben, wie du beim Formen deiner Gedankenwelt effekiver werden kannst. Sorry.

Hat dir dein Therapeut denn kein unterstützendes Medikament emfohlen? Selbst ein Mittel mit nur leichter Wirkung kann einen großen Effekt haben und dir das Erlernen neuer Denkmuster erheblich erleichtern.

iannesre Sjtimmxe


Ach, ja. Da du, so wie ich, ein Grübeler bist, kann es dir anfangs schwer fallen, dich nur auf die Athmung zu konzentrieren, ohne in Gedangen ab zu schweifen. Also; nicht so schnell aufgeben. Mit etwas Übung wird der entspannende und Gedanken-lösende Effekt immer besser.

m;uska tanuss


Hatte ich auch. Ich hab auch immer gegrübelt. Schaff ich das Studium? Find ich mit dem Abschluss mal Arbeit? Was wenn nicht? Werde ich mal eine Familie haben? Was wenn ich jetzt das machen, dann kann ich ja das andere nicht mehr machen? Lebe ich morgen noch?

So die Angst vor Dingen die eintreten könnten (Nennt sich glaub ich generalisierte Angsstörung; Das Grübeln gehört zur Depression). Habe auch über belanglose Dinge gegrübelt. Soll ich in Urlaub fahren? Wenn ja wohin? Woher weiß ich das das gut ist? Bin froh das das vorbei ist. Bei mir hat nur die Psychotherapie geholfen. Die Grübelei ist wie ein Hamster im Laufrad.

Was man nicht erkennt. Die Dinge über die man grübelt sind Dinge die man eh nicht beeinflussen oder verändern kann (wie die Finanzkrise). Genauso wenig stirbt meine Familie oder ich werde Opfer eine Gewalttat. Oft meint man man könnte es beeinflussen in dem man "Vorkehrungen" trifft oder die Situation vermeidet, aber das ist dann halt genau der Fehler.

Weiß nicht was ich dir da jetzt raten kann, außer eine Therapie zu machen. Aber das musst du für dich entscheiden. Ich kann von mir nur sagen die Grübelei ging nicht weg. Ich habe immer mehr vermieden, die Ängste wuchesen und so weiter...irgendwann ging mir die Grübelei sowas von auf die Eier und ich bin fast durchgedreht und dann habe ich mich zur Therapie entschieden. Der Mensch wird meistens halt erst aktiv wenn der Leidensdruck hoch genug ist. ;-)

GAesundMUensch8%0


Hallo alle! :-)

Die Atemtechnik tut vieles besser machen :)= , Meditation hilft mir auch viel :)z .

Wenn jemand eine gute Meditation gg. Grübelanfälle kennt, gerne hier posten, danke!

*:)

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