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Wie das Leben wieder an mich ranlassen?

F,lack


Und Wut fühlen und zeigen, kannst Du das auch? Geht bei mir ganz schlecht.

S|etzexn6


Nein, das kann ich nicht gut. Als Kind konnte ich das gut, ich war laut meiner Mutter "ein zorniges Kind".

Dann habe ich es mir abgewöhnt, da es ja doch nichts brachte. Ich schrie quasi gegen Wände.

Also verstummte ich.

f`rag~nursxo


Also verstummte ich.

Wäre schön wenn du deine Sprache wiederfinden würdest, schreien wär schon mal ein Anfang.

S9etz$en6


Wie das Leben wieder an mich ranlassen?

1. Widersprüchlichkeiten annehmen – sowohl die eigenen als auch die des Lebens.

2. Verständnis für sich selbst haben

3. Die eigene Bedürftigkeit annehmen

:-D :)z

SwetIzen6


Ich möchte jeden Tag etwas Gutes bewirken, und sei es auch noch so klein.

Davon profitiere auch ich, eine Win-Win-Situation sozusagen. :)z

Stetzexn6


Ich komme in mir an, fülle immer mehr die leeren Stellen. Die dunklen Kammern sind weniger groß, die dunklen Ecken bedeutend kleiner geworden.

Ich stehe auf und freue mich, ich zu sein. Setze mich ein für das was mir wichtig erscheint und lasse an anderer Stelle Fünfe gerade sein.

Ich bin meine Chance.

YkanCgYin


Ich bin meine Chance.

Setzen6

was für ein toller satz. :)= :)^ :)z

S.etzexn6


Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen und versuche, die Fragen selbst lieb zu haben. Lebe jetzt die Fragen! Vielleicht lebst du dann eines neuen Tages, ohne es zu merken, in die Antwort hinein. R.M.Rilke


Ich habe mich so verändert.

Die Menschen sprechen mich darauf an. Sie lächeln.

Auch er lächelt und umarmt mich.

Die größtmögliche Nähe geschieht und ich lasse sie zu.

Ich bin ein glücklicher Mensch geworden.

YLaNngYixn


oh wie wunderbar. das freut mich sehr für dich. :)_ @:)

LGewixan


:)D @:) :)*

Sqe;tze%n6


Am 24. Oktober habe ich diesen Faden eröffnet.

Bis heute, dem 24. März, hat sich so unheimlich vieles verändert.

Ich weiß nicht genau, wie ich es geschafft habe, aber ich habe es geschafft:

Meine Überholspurversuche, die teilweise radikal, grob schädigend, gefährlich, aufreibend und verletzend waren, haben nicht wirklich viel Positives beigetragen, aber ich bin sicher, sie waren auch nicht umsonst. Ich lebte in jederlei Hinsicht zu schnell, wie eine Amy Winehouse, nur dass ich jetzt den Plan habe, nicht zum Club derer gehören zu wollen, die mit 27 aufgrund ihrer Lebensweise starben.

Alle Extreme, die ich bewusst provozierte, provozierte ich nur, weil ich Grenzerfahrung wollte. Ich wollte die Grenzen meiner schwarzen Kammern in mir ausloten, sehen, wie weit ich die Löcher in mir dehnen konnte. Ich bin Gott oder wem auch immer sehr dankbar dafür, dass er mich scheinbar in dieser Zeit behütet hat, dass die Bäume an den Alleen nie da standen, wo ich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve flog, dass ich nie an meinem Erbrochenem erstickte, dass ich nicht in einem Opiumrausch abgedankt habe und dass ich meinen Job machen konnte obwohl ich am Ende war.

In dieser extremen Lebensphase, die wohl umgangssprachlich als "Gosse des Lebens" bezeichnet werden kann, merkte ich aber immer wieder auch, dass ich meine dunklen Kammern betrat. Dieses Betreten war weit wichtiger und heilender als die nächtlichen Versuche, die Kammern auszudehnen, mit dem Tod zu spielen.

Ich habe nach und nach diese Kammern mit Licht gefüllt und ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe. Je mehr Zeit verging, umso häufiger hatte ich "Erleuchtungen", weil wieder eine dunkle Kammer in mir heller geworden war. Dann wieder Abstürze, weil ich weitere dunkle Kammern entdeckte, Traurigkeit, Verzweiflung und Extreme waren die Folge. Aber es wurden doch immer weniger dunkle Ecken und immer mehr helle, schön eingerichtete Zimmer in mir.

Ich fülle mich mittlerweile aus, kenne die Zimmer. Sicherlich wird es weiterhin dunkle Zimmer geben, aber sie sind nur noch besenkammergroß und ich weiß genau wo sie liegen. Meine Verlustangst ist zum Beispiel so ein Zimmer und meine Mutter. Vielleicht muss ich lernen, mit diesen dunklen Flecken in meinem Leben zu leben, sie auszuhalten.

Die ersten 20 Jahre meines Lebens waren davon geprägt, dass meine Mutter in mir wohnte. Ihr ständiges Hinein- und Herausgleiten aus mir hat mir die eigene Chance auf Substanz genommen. Als ich sie verließ, stand ich mit 20 da, völlig vor dem Nichts. Noch immer schlich sie sich in mich und ich ließ es zu, weil sie mich füllen konnte (wenn auch mit Dunkelheit).

Die anschließenden Jahre der Exzesse waren eine Suche nach mir selbst.

Zwischendurch probierte ich Solidität, indem ich eine feste, lange Beziehung einging. Aber auch diese tat mir nicht gut, da der Mann aufbrausend, unsicher und unausgeglichen war. Wir passten nicht zu einander, ich war viel zu verloren für ein solch nach außen hin geordnetes Leben und er war zu aggressiv. Er demütigte mich und ich hielt nur deswegen so lange an ihm fest, weil ich auf Teufel komm raus dieses solide Leben mit gemeinsamer Wohnung, geregeltem Job usw. führen wollte. Niemand durfte meine Pläne durchkreuzen, fast zwanghaft verfolgte ich diesen Plan. Manchmal war ich dadurch auch ungerecht zu ihm, da ich kein Verständnis für sein unstetes Wesen hatte. Das tut mir heute leid. Aber mir tut auch leid, dass ich seine Wutausbrüche, seine Unterstellungen und Demütigungen so lang ertrug und sie meinem Bedürfnis nach Solidität unterordnete. Heute weiß ich: Viel früher hätten wir das beenden sollen. Ich hätte ihn früher verlassen müssen, um seinetwillen aber vor allem um meinetwillen. Vorbei, Haken drunter, man kann es nicht mehr ändern. Ich werde aber alles daran setzen, mit diesem Mann nie mehr in Kontakt zu treten. Ich kann ihn nicht ändern, seine Belästigungen nicht abstellen, ihn nicht zur Einsicht bringen. Dass er damit nicht abschließen kann und will, ist alleine sein Problem.

Ich habe gelernt mich zu fragen:

Was sagt mein Bauchgefühl?

Was will ich?

Ich habe erkannt:

Ich bin etwas wert.

Ich muss nicht leben, wie andere es von mir verlangen.

Ich gestehe mir zu:

Ich hatte Gründe, so zu handeln, wie ich handelte.

Ich habe Verständnis für mich.

Der Mann, der mir guttut, ist noch immer bei mir, näher als zuvor. Immer mal wieder verloren wir uns im Zuge meines Lebenswandels, aber wir haben uns wiedergefunden. Fast ehrfurchtsvoll sieht er mich manchmal an und sagt: "Du hast dich so verändert und bist doch irgendwie die, die du immer gewesen bist, nur irgendwo verschüttet."


Ich komme in mir an.

Ywan/gYin


:)_ @:) :)* x:)

S;et"zen6


Zu meiner positiven Lebenshaltung kommt jetzt auch noch Glück von außen dazu. :)z :-D

Y6angYxin


:)= :)_ *:) @:) :)*

VVi#olWetta


Es ist so schön, das jetzt von dir zu lesen, Setzen6!

:-D @:)

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