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Wie das Leben wieder an mich ranlassen?

S0etzzenx6


Alles ist heller geworden. Es fügt sich.

Mein Körper wird gesünder, das spüre ich. Ich bin ganz Frau geworden – mit allen Folgen, die das so mit sich bringt x:)

Früher stand ich vor dem Spiegel, sah nur überflüssigen Speck, sah unreine Haut, sah all die Fehler an mir.

Jetzt stehe ich auf, hole das Maximum aus mir heraus, freue mich über die Löwenmähne, die Sommersprossen, die kleiner gewordenen Kurven.

Freue mich über anerkennende Blicke im Job und auf der Straße. Freue mich, nicht perfekt sein zu müssen.

Ich bin froh, ich zu sein.

Ich saß meinem Freund gegenüber und wir sprachen den ganzen Abend über die tragische Familiengeschichte, die sich seit Generationen in meiner Familie fortsetzt. Und er sieht mich an und sagt: "Ich glaube, du bist diejenige, die das durchbricht." und wir stoßen darauf an, sehe das Glück, den Stolz, die Zärtlichkeit in seinem Blick und ich ahne, dass er Recht hat.

Ich habe unendlich unter dieser Familie gelitten und im Zuge meines Leidens viele Fehler gemacht, aber irgendwas in mir war immer ehrfurchtsvoll vor diesem Leben. Da waren Gerstenfelder im Sommer, kleine Katzen, echte Freunde, mein Beruf und letztendlich dann auch mein jetziger Freund, die mir wie Geschenke vorkommen, die mir das Leben entgegenstreckt. Und Geschenke gibts nur für Lebende, nur an Geburtstagen.

Ich feier jetzt öfters meinen Geburtstag.

Y\angxYin


Du hast meinen respekt :)z :)= :)_ @:)

S`et?z2exn6


Ich bin mit dem kleinen Kind in mir im Reinen. Ich denke, wenn man das kleine Kind nicht annimmt, kann man nicht glücklich werden.

Die kleine Setzen6 in mir hat viel Angst und das schon sehr lange. Sie ist manchmal sehr zornig und in Wirklichkeit ist sie sehr verunsichert und traurig. Um diese Setzen6 kümmer ich mich jetzt öfters, nehme sie an die Hand und zeige ihr mein erwachsenes Leben.

Wir werden Freunde.

YVangxYin


:)= *:)

_rTsunaxmi_


Ihr müsst euch nicht beeilen, ihr habt noch viel Zeit miteinander, und ihr werdet sie gemeinsam verbringen.

Die kleine Setzen6 spielt, freut sich und lacht. Du erlaubst es ihr. Sie sieht mehr und mehr, dass die Welt nicht nur bestimmte Seiten hat, sondern viele, und ganz viele [[http://t2.ftcdn.net/jpg/00/11/62/43/400_F_11624379_hz5XNadDT7ObwL7dTqMZySMuDL4XDL8l.jpg Farben]]. Sie mag dich und vertraut dir.

SFetMz+e=n6


Frühling.

S8et6zen6


Schmerz und Leid verweisen auf einen Bereich in Ihnen, in dem Sie noch nicht gewachsen sind, in dem Sie noch wachsen und sich verändern müssen.

(Anthony de Mello)

Ich wachse.

T/abulGaRazxa


Danke! Dieser Faden hat mir sehr geholfen!

Danke Setzen6 und alle Anderen.

S~et4zwexn6


Inwiefern hat er dir geholfen? Freut mich,


Ich bin im Werden. Die Exzesse führen mich mittlerweile konstant an meine größtmögliche Mitte. Ich verstehe meine Gefühle und lasse sie zu. Ich habe erkannt, dass nicht die Reaktion auf meine Gefühle deren Wertigkeit bestimmt, sondern dass meine Gefühle einen eigenen Wert haben, der unabhängig von der Reaktion der anderen ist.

Ich mag meine Liebe und ich verstehe meine Angst, bin mutiger geworden und gewachsen, deswegen fällt es mir weniger schwer, ab und an klein zu sein. Ich lasse los.

Ein sehr gleichmäßiger Mensch werde ich wohl nie sein, Gleichmäßigkeit liegt wohl nicht in meinem Wesen. Das ist in Ordnung.

TIabuSlaRaxza


Ich finde Dich echt stark Setzen6,

wir sind im selben Alter aber wenn ich mir das so durchlese, dann kommst Du mir so sehr weise vor. Ich finde es herausragend wie gut Du Dich und Deine Geschichte reflektieren kannst.

Inwiefern es mir geholfen hat möchte/kann ich hier nicht breitschlagen..Ich weiss nicht was es mit mir machen würde, wenn ich hier trotz Anonymität, die Hosen runterlasse.

Ich wollte Dich einfach nur wissen lassen, es gibt viele Menschen die dir wirkich gut nachfühlen können und dieser Faden hat mich mal eben 10 Schritte nach vorne katapultiert.

Danke, warst mir hier eine sehr gute Lehrerin :)z

ShetzeOn6


Rückschritte.

Spetzexn6


Ich merke, dass meine Eltern älter geworden sind. Früher erschien mir alles endlos, durch den Krebs meiner Mutter brach zum ersten Mal die Endlichkeit in unser aller Leben ein. Die Indizien häufen sich, es ist nicht mehr nur der Krebs meiner Mutter, es ist auch das Wiederholen von Erzählungen, die gehäuften weißen Haare. Neulich kam ich bei meiner Mutter in die Wohnung und es roch wie früher bei meiner Oma: Gut zwar, irgendwie heimelig, aber eben...nach der Wohnung eines älteren Menschen. Sind es die alten Erbstücke, die so riechen? Ist es meine Mutter?

Sie besinnt sich auf ihre Kindheit und spricht viel davon. Ich habe das Gefühl, dass sie einen Kreis schließt. Sie ist nicht mehr unterwegs, meine Mutter möchte alt sein, mit gerade einmal Ende 50.

Auch mein Vater altert, überlegt wann er wem was vererbt. Er steht grauhaarig zwischen seinen Weinreben und bewegt sich langsamer als früher.

Die Zeit ist immer weitergegangen mit uns allen und jetzt fühle ich es deutlicher denn je: Ich bin losgelöst, die Natur geht ihren Gang.

Plötzlich gesteht man mir eigene Entscheidungen zu, niemand erwartet mehr Rechtfertigungen, wir lassen einander alle so wie wir sind. Meine Familie hat eine große Entwicklung durchlaufen, so wie auch ich eine große Entwicklung durchlaufen habe und ich denke, die eine bedingt die jeweils andere.

Ich bin aus einem konservativen Elternhaus ausgebrochen und habe mir ein eigenes Wertesystem aufgebaut und dadurch auch meine Person. Es fühlt sich gut an so frei zu sein, auch wenn es viele Abschiede gekostet hat. In den letzten Wochen habe ich unendlich viele alte Fotos angesehen und auch Hochzeitsbilder meiner Eltern gefunden, auf denen sie sehr glücklich aussahen. Ein Glück, das mir immer vorenthalten wurde. Man hat mir immer nur von dem Unglück erzählt, von den Geisteskrankheiten, den Unglücksfällen, den verlorenen gemeinsamen Jahren, dem Aneinander-Zugrunde gehen. Hätte nicht jemand diese Hochzeit erwähnen können? Dieses beseelte Gefühl meiner damals schwangeren Mutter?

Ich habe Verwandte gefragt: War Mama auch glücklich? Sie sagen alle: Ja, deine Mutter war auch glücklich. Warum hat mir das niemand gesagt? Es hätte mich doch befreit!

Warum wurde bei uns nie über das Glück geredet?

Ich wünsche uns allen eine gute Lebenszeit, meinen alternden Eltern wünsche ich Ruhe und Erfüllung in ihrem jeweiligen Inseldasein, meinen Geschwistern wünsche ich, dass sie einen für sie richtigen Weg gehen und mir wünsche ich, dass ich dieses gute Gefühl behalte, ich selbst zu sein.

Es ist an der Zeit, zufrieden zu sein. Mein Leben soll keine Bedrohung für mich darstellen, nichts soll mich fesseln und erdrücken, leicht möchte ich sein in all meinem Schwermut.

Meine Kinder sollen wissen: Mama war auch glücklich. Ich will meinen Kindern doch Leichtigkeit geben!

Ich will eine glückliche Mutter sein.

Snetzxen6


Es ist alles radikal anders und ich ruhe in mir selbst, trotz grauenvoller Geschehnisse.

Ich bin froh, ich zu sein. Trotz allem...oder deswegen.

F=lYack


Setzen6 – ich finde, das tönt nicht so gut. Was ist denn los?

S(et,zexn6


Ich verstehe immer mehr Dinge über mich selbst. Ich habe Verständnis für mich. Aber es sind nicht nur schöne Dinge, die ich finde. Im Gegenteil.

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