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Wie das Leben wieder an mich ranlassen?

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Woher soll ich wissen, dass ich tatsächlich "richtig" bin?

Ja, und wer entscheidet, was richtig und was falsch ist? Wie muss man sein, um richtig zu sein?

FZlack


Wie geht das?

Mir hilft die Therapie. Da erfahre ich Nähe, ohne sie abwehren zu müssen. Das heisst, ich wehre noch ab, aber es gelingt ab und zu. Das heisst aber nicht, dass ich mich in die Therapeutin verliebe, oder dass es Körperkontakt gibt oder etwas in die Richtung.

Woher soll ich wissen, dass ich tatsächlich "richtig" bin?

Das kann man nicht wissen. Es ist keine Frage des Wissens. Man muss es erfahren, erleben. Jeder Mensch ist "richtig". Dies ist mein Menschenbild.

Was sagt dir, dass du richtig bist? (ich möchte es nicht bezweifeln! Nur verstehen!)

Wenn ich erlebe Nähe erlebe, Liebe, ohne die ganzen Bedingungen, Haken, einfach so – dann fühle ich es.

S^etzepn6


Mir hilft die Therapie. Da erfahre ich Nähe, ohne sie abwehren zu müssen. Das heisst, ich wehre noch ab, aber es gelingt ab und zu.

Das verlangt aber auch absolute Ehrlichkeit. Du bist dazu in der Lage. Ich irgendwie noch nicht.

Jeder Mensch ist "richtig". Dies ist mein Menschenbild.

Ein wunderbares Menschenbild. Eins, das ich mit Leichtigkeit teilen kann, wenn es um andere geht.

Wenn ich erlebe Nähe erlebe, Liebe, ohne die ganzen Bedingungen, Haken, einfach so – dann fühle ich es.

Ich gratuliere dir dazu. @:)

F1lacxk


Das verlangt aber auch absolute Ehrlichkeit. Du bist dazu in der Lage. Ich irgendwie noch nicht.

Etwas Verklemmteres als mich gibt es gar nicht, finde ich;) Es hängt sehr viel vom Therapeut ab. Ich hatte drei vorher, bei denen ging gar nichts, nur bla bla. Erfahrung in Trauma ist wichtig. Verhaltenstherapie geht gar nicht für mich, ist die Sprache "müssen" "sollen", wenn auch subtil, aber innerlich blockiere ich.

Ein wunderbares Menschenbild. Eins, das ich mit Leichtigkeit teilen kann, wenn es um andere geht.

Ich weiss, so war ich auch, bin es auch noch oft.

Ich gratuliere dir dazu.

Danke! Es ist schwierig, es macht sehr viel Angst, und es ist noch ein weiter Weg für mich... Du kannst es auch. Jeder Mensch hat es in sich, es ist gegeben!

S)etczen6


Danke! Es ist schwierig, es macht sehr viel Angst, und es ist noch ein weiter Weg für mich...

Einer, den du gehen kannst und wirst. Das hört man aus deinen Worten.

e4ine nmoti8viexrte


Setzen6: PN! :)* War mir zu persönlich, um es hier zu schreiben

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Hallo,

@ Setzen6

Ich habe auch eine Mutter, die gefangen in ihrer unglücklichen, lieblosen Ehe an uns Kindern ihre Überforderung ausgelassen hat.

Naja, die "Schäden" die mein Selbst aus der Kindheit genommen hat, habe ich erst viel später so richtig wahrgenommen.

Mich würde intererssieren, wie du dich selbst wahrnimmst. Wie würdest du dich beschreiben?

*:)

S+etGzexn6


Mich würde intererssieren, wie du dich selbst wahrnimmst. Wie würdest du dich beschreiben?

Ich weiß nicht genau wie du das meinst.

Wie würde ich mich beschreiben?

Ich bin ein Mensch, der schnell in Gruppen findet. Man könnte es als "beliebt" bezeichnen. Kann Menschen erheitern. Meine Kollegen schätzen mich, weil ich Freude an vielen Dingen habe und hilfsbereit bin. Diese offene, zugewandte Setzen6 ist sicherlich nicht "gelogen", nicht "gespielt". Diese Charaktereigenschaften sind wirklich ein Teil von mir. Auch die Freude, die ich manchmal ausstrahle.

Aber es gibt eben auch eine andere Seite. Ich bin eine traurige Setzen6, die sehr ratlos und hilflos ist. Eine Setzen6, die nicht weiß, wie sie sich selbst helfen soll. Die sich über andere freuen kann, über das Leben, aber nicht über sich selbst. Eine Setzen6, die sich eingesperrt fühlt wenn es um sie selbst geht. Setzen6 mag Menschen und Kommunikation. Sie interessiert sich sehr für die Zusammenhänge der Welt und der Gemeinschaft, aber sie kommuniziert sehr selten wirklich über das, was sie selbst betrifft. Setzen6 versteht vieles, was um sie herum passiert, aber nur sehr selten, was mit ihr passiert.

Ich spreche selten wirklich über mein Inneres.

Ich frage mich gerade, warum ich das nicht einfach jetzt tue.

Was ist denn in meinem Inneren?

Wenn ich in mich reinhorche, höre ich nur Dunkelheit. So als sei es ein dunkles Zimmer in dem ich herumtappe und den Lichtschalter suche. In dieser Dunkelheit ertaste ich Ratlosigkeit. Auch Liebe ist da. Vor allem für meine Mutter. Liebe und Dankbarkeit, dass sie sich so bemüht hat. Und gleich daneben die Wut, dass sie uns immer die Anstrengung vorgehalten hat, die dieses Bemühen sie gekostet haben. Ich sehe Wut in mir, dass sie mir keine Leichtigkeit mitgegeben hat. Nie dieses mütterliche: "Ich bin eine Löwin und stolz auf dich und wir beide zeigen uns der Welt und backen Kuchen für Schulfeste und ich feuer dich auf dem Fußballplatz an."

Ich sehe in mir auch, dass ich lieben kann. Dass ich mich nach jemandem sehne, der zu mir hält und zu dem ich halte. Diese Jemande gab es, aber sie kannten mich nicht. Ich sehne mich jetzt danach, mich jemandem wirklich zu zeigen (mit all meiner Traurigkeit, Verzweiflung und Erschöpfung) und dass dieser Jemand dann trotzdem bleibt. Dass er sagt: "Es ist ok, dass du so traurig bist, ich halte dennoch zu dir und du musst auch nicht ganz schnell wieder tapfer werden, sondern ich habe Zeit, mit dir durch dieses Tal zu gehen"

Wie sehe ich mich?

Ich glaube ich habe Potential zu leben. Ich glaube, ich glaube an Gott und das Schöne im Leben. Ich glaube, im Prinzip lebe ich gerne und bin in der Lage, Dankbarkeit für all das Gegebene zu empfinden. Zugleich sehe ich meine emotionale Instabilität, die mich viel Kraft kostet und die meinen Lebensmut vergiftet. Und die mich auch isoliert.

Das soll jetzt nicht so bescheuert lyrisch klingen, aber ich kanns nicht anders beschreiben: Ich fühle mich wie ein Vogel im Käfig. Einer, der nie frei war, aber immer in diesem Käfig durch die Welt getragen wurde. Ich habe zweifelsohne viel gesehen: Das Leben, Menschen, Freundschaft, Liebe, Tod, Freude, Spaß, Traurigkeit, Möglichkeiten, Unendlichkeit. Aber immer nur vom Käfig aus. Und ich weiß, dass ich Flügel habe und dass Gott da ist, aber ich weiß nicht, wie der Käfig aufgeht.

Vielleicht trifft es das am ehesten.

FJlacxk


Vor allem für meine Mutter. Liebe und Dankbarkeit, dass sie sich so bemüht hat.

Liebe und Mühe schliessen sich gegenseitig aus! Mir kommt es nicht im Traum in den Sinn, meinen Kindern Vorwürfe zu machen, dass sie mir Mühe machen, dass sie meine Mühe nicht honorieren, dass sie mich "lieben" müssen, weil ich mir doch soo Mühe gebe. Implizit ist das der Vorwurf, dass sie mich durch ihre Existenz, für die ich viel mehr kann als sie, so belasten, dass ich es nur unter grosser Mühe aushalten kann. Und das dann noch als Liebe verkaufen? So eine Haltung finde ich einfach nur pervers, das ist doch das Allerletzte.

Slet]zen6


Aber sie hat sich doch bemüht: Ist jeden Tag aufgestanden, bei meinem Vater geblieben, hat uns Essen gekocht.

etine smotixvierte


Ist jeden Tag aufgestanden, bei meinem Vater geblieben, hat uns Essen gekocht.

Upps, das ist wahrlich nicht viel! Auch wenn das, was für gesunde Menschen, etwas völlig Selbstverständliches ist, deine Mutter möglicherweise große Mühe gekostet hat. Dennoch - wenn das alles sein sollte, wäre es nicht viel. Kann man trotzdem dankbar sein? Sicher! SOLLTE man trotzdem dankbar sein? Darüber muss ich noch nachdenken... :)D

F3laxck


Ja, so ist es, wenn man erwachsen ist und Kinder hat. Ist manchmal hart, ist sozusagen der Zyklus des Lebens. Aber, ist das Leben einfacher ohne Kinder? Und was hat das mit Liebe zu tun?

Sorry, ich bin ein wenig allergisch auf dieses Thema. Hat wohl mit den ganzem Gift zu tun, das ich verabreicht bekommen habe, in Form von Sätzen wie: Am liebsten wäre Euch, ich wäre auf dem Friedhof. Oder: Ich bin nur Eurer Dienstbote. Oder: Was denken denn die andern, mit Dir muss man sich ja schämen. Stell Dich niht so blöd an, Sei nicht übermütig etc

0o0RoMryx00


Hallo,

Wenn ich in mich reinhorche, höre ich nur Dunkelheit. So als sei es ein dunkles Zimmer in dem ich herumtappe und den Lichtschalter suche. In dieser Dunkelheit ertaste ich Ratlosigkeit. Die gekostet haben.Auch Liebe ist da. Vor allem für meine Mutter. Liebe und Dankbarkeit, dass sie sich so bemüht hat. Und gleich daneben die Wut, dass sie uns immer die Anstrengung vorgehalten hat, die dieses Bemühen s. Ich sehe Wut in mir, dass sie mir keine Leichtigkeit mitgegeben hat. Nie dieses mütterliche: "Ich bin eine Löwin und stolz auf dich und wir beide zeigen uns der Welt und backen Kuchen für Schulfeste und ich feuer dich auf dem Fußballplatz an."

Ja, das kann ich nur allzu gut verstehen. Leichtigkeit, ein Schulter zum anlehnen, Halt .... das hast du nicht bekommen und das ist schmerzhaft.

Leider wirst du das auch nicht bekommen. Fühlst du dich in gewisswerweise auch schuldig?

Ich sehe in mir auch, dass ich lieben kann. Dass ich mich nach jemandem sehne, der zu mir hält und zu dem ich halte. Diese Jemande gab es, aber sie kannten mich nicht. Ich sehne mich jetzt danach, mich jemandem wirklich zu zeigen (mit all meiner Traurigkeit, Verzweiflung und Erschöpfung) und dass dieser Jemand dann trotzdem bleibt. Dass er sagt: "Es ist ok, dass du so traurig bist, ich halte dennoch zu dir und du musst auch nicht ganz schnell wieder tapfer werden, sondern ich habe Zeit, mit dir durch dieses Tal zu gehen"

Empfindest du für dich Eigenliebe? Das hört sich innerlich sehr einsam an :°_

SRe<tzqen6


@ 00Rory00

Schön, dass du schreibst.

Fühlst du dich in gewisserweise auch schuldig?

Ich fühle mich nicht schuldig für das, was war. Aber für das, was ich heute bin und für meine Schwankungen, meine Schwierigkeiten, meine Probleme. Ich denke ich bin eine Zumutung für jeden, weil ich nicht strahlend frisch durch mein Leben tanze.

Empfindest du für dich Eigenliebe?

Nein, dafür habe ich zu viel falsch gemacht. Zu viele Freunde enttäuscht (aus mentaler Erschöpfung Freundschaften beendet), zu häufig gelogen (bei der Arbeit gesagt, ich sei krank, dabei war ich erschöpft), zu viele Wutanfälle gegen meinen Bruder gerichtet (wenn er mal wieder betrunken war). Ich bin kein guter Mensch. Aus Verzweiflung habe ich viele Fehler gemacht. Eigenliebe kann ich mir wohl nicht mehr leisten.

S0etzexn6


@ Flack:

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