» »

Total fixiert auf Frauenkörper und weibliche Sexualität

wVi;llgesuWndsein


Bei mir gibt es zwei Abstufungen:

Wenn ich irgendwo (Arbeit, Straße, Internet, andere Medien) sone richtig heiße Frau sehe, werde ich so unglücklich und denke, dass ich das auch haben will! Ich werde manchmal richtig sauer auf diese Frauen und fühle mich so schwach und ausgeliefert.

Dass die Models aus den Videos einfach Ausnahmeschönheiten sind, weiß ich, aber ich will sie haben! Dass in Magazinen retuschiert wird ohne Ende weiß ich, aber es macht mir das Gefühl, dass es diese Frauen gibt und man sie theoretisch haben könnte, warum dann nicht ich? Vermutlich sagt mir mein Narzissmus: "Warum willst du dich mit weniger als Perfektion zu frieden geben?"

Die schlimmere ist, dass ich das auf alle weiblichen Reize übertrage, die ich im Vorbeigehen sehe und auch nur annähernd in so eine Form gebracht werden könnten. Jedes "schlanke Bein" oder "knackiger Hintern" (in knallenger Hose und auf hohen Schuhen in Form gebracht), jeder runde Busen (vermutlich in BHs, die mehr Polster als Halter sind) und jedes hübsche Gesicht (zurechtgeschmikt) machen mich zurzeit traurig, weil ich mir immer denke, dass ich auch sowas Junges und Heißes haben will. (Ich kann mir auch vorstellen, dass das viel mit dem Wunsch nach Jugend und der Macht über die Frau zu tun haben könnte, aber das sprengt hier den Rahmen).

Dass die Mädels auf der Straße nackt auch nicht alle perfekt aussehen muss ich mir immer wieder klar machen aber es kontrolliert meine Blicke und Gedanken und dadurch auch Gefühle so stark, dass ich das sogar meiner (Inzwischen vielleicht Ex-)Freundin gesagt habe worauf sie schockiert war und sich gerade von mir lösen möchte :°(

Und es ist ja auch nicht so, dass ich total selbstbewusst auf Frauen zugehe und sie mir klar mache. Ich traue mich ja nicht mal und schaffe es sehr selten, was draus zu machen. Ich kann mich wieder ins Muskelkosüm hüllen, meine Player-Fassade auflegen und mir Bestätigung holen, aber das bringt nichts!!! Es muss nen anderen Weg geben, damit umzugehen!!!

Man muss seine Schwächen und Fehler annehmen um mit ihnen Leben zu können oder sie zu ändern. Aber das ist für mich gerade unmöglich mir auch nur vorzustellen wenn es mir so vieles kaputt macht!

EEhemali.ger Nutze!r (#53^19x21)


Selbstreflektion ist schön und gut - ist es wirklich- ,aber was du da treibst ist Selbstzerfleischung. Ich kenne Dein Problem.

Du wirkst auf mich wie ein Mann, der mitsammt seiner normal männlichen Sexualität in einem links-alternativen, 80ziger Jahre - radikalfeministischen Umfeld sozialisiert wurde. Dir wurde eingetrichtert, daß männliche Sexualität frauenfeindlich, primitiv und höchst unmoralisch sei. Das alles garniert mit ein paar marxistisch klingenden Mythen wie "die Frau als Ware betrachten" ... bla, bla, bla.

Zieh die lila Latzhose aus, die steht Dir nicht.

Du mußt jetzt erst mal lernen, was Du in der Pubertät längst hättest lernen sollen, nämlich Deine Triebe einerseits als einen natürlichen Teil von Dir zu akzeptieren, und andererseits Dich sozial zu integrieren- am besten ohne Dich selbst und Andere dabei zu belügen.

Du hast Angst, primitiv zu sein. Sex ist natürlich-Natur ist primitiv=Sex ist primitiv. Na und? Schon mal eine niveauvolle Ejakulation gehabt?

Ja Männer starren Frauen an. Sie starren ihnen auf die Beine, auf den Po, auf die Brüste. Der Unterschied besteht im "wie". Diskretion ist Dein Freund. Empathie auch.

Keine Angst, Du wirst kein "Macho-Arschloch". Du besitzt genug Selbstreflektion und Empathie um nicht abzurutschen. Außerdem ist das wohl auch nicht so ganz Deine Natur.

Eigentlich kann nichts schiefgehen so lange du den Respekt vor Anderen behältst. Das Einhalten gesellschaftlicher Konventionen, welche durchaus Sinn machen, bewart dich vor Fehltritten.

Letzendlich ist ja auch nicht Dein Auftreten gegenüber Frauen Dein Problem, sondern der moralische Kampf in Deinem Kopf.

KleinerTip: Würze Deine Männerattitüden mit einer gehörigen Priese Eigenironie und lache selbst darüber - am Besten zusammen mit einer Frau, die selbst zur Eigenironie fähig ist.

Mwaur-ighxa


Selbsterkenntnis ist eine harte Sache. Aber das Ding mit der manipulativen alleinerziehenden Mutter.........klar, Mutti wars immer! ;-D

C3omrxan


Dass die Mädels auf der Straße nackt auch nicht alle perfekt aussehen muss ich mir immer wieder klar machen aber es kontrolliert meine Blicke und Gedanken und dadurch auch Gefühle so stark, dass ich das sogar meiner (Inzwischen vielleicht Ex-)Freundin gesagt habe worauf sie schockiert war und sich gerade von mir lösen möchte :°(

Na, da habt ihr euch ja perfekt gefunden. Unreif trifft unreif ;-D

weil ich mir immer denke, dass ich auch sowas Junges und Heißes haben will.

Wie ein kleiner Junge im Spielwarenladen. Da will man auch alles haben und ist nie zufrieden. Aber mit Ende 20 sollte man doch langsam anders ticken?

Ich schaue auch gerne auf scharf aussehende Frauen. Und meine Frau weiß das auch, und es ist kein Problem für sie, zu verstehen, dass sie optisch nicht mit allen Frauen der Welt mithalten kann. Der Unterschied ist aber die Trennung von Optik und Emotion. Ich möchte diese Frauen anschauen - aber nicht "haben". Also anschauen, wie man ein Kunstwerk anschaut. Deine Fixierung auf "Junges und Heißes" ist beängstigend, denn während es immer junge und heiße Frauen auf der Welt geben wird, wirst du immer älter und für die Damen damit auch immer uninteressanter. Zumal diese ja auch nicht ewig jung und heiß bleiben. Die Chance, mit einem Partner auch in Würde zu altern und Geilheit und Liebe getrennt zu betrachten, vertust du so. Dabei gibt es genügend Möglichkeiten, sich auch in stabilen Beziehungen aufreizender Eindrücke zu bedienen.

ERhemal)iger! NutYzer ( #5341x921)


So ist das mit dem Schönen, man muß einfach hingucken. Was sich die böse, primitive Natur wohl dabei wieder gedacht hat...? ":/

wEillgxesund"sxein


@ Oochnurmann

Selbstreflektion ist schön und gut - ist es wirklich- ,aber was du da treibst ist Selbstzerfleischung. Ich kenne Dein Problem.

Ja, da hast du Recht. Es bringt nichts, sich für alles fertig zu machen. Aber ich leide unter dieser Sache schon so lange und war schon mal an dem exakt gleichen Punkt, an dem ich von ner Frau wegrenne, weil ich denke, "was nachholen zu müssen" und die ganzen heißen Mädels zu erobern.

UND DAS WILL ICH NICHT MEHR! ICH WILL NICHT MEHR WEGRENNEN!

Aber wann bildet man sich Sachen ein und wann ist es berechtigt, weiter zu reflektieren?

Sprich: Wie weiß man, dass man dem Problem näher kommt und ab wann kreiert man neue durchs Grübeln?

Du wirkst auf mich wie ein Mann, der mitsammt seiner normal männlichen Sexualität in einem links-alternativen, 80ziger Jahre - radikalfeministischen Umfeld sozialisiert wurde. Dir wurde eingetrichtert, daß männliche Sexualität frauenfeindlich, primitiv und höchst unmoralisch sei. Das alles garniert mit ein paar marxistisch klingenden Mythen wie "die Frau als Ware betrachten" ... bla, bla, bla.

Das wurde mir nie so direkt gesagt, aber es KÖNNTE sein, dass meine Mutter (@ Margarhita: Ja, es ist leider meistens "Mutti", wenn sie selber ne Klatsche hat und "Vati" weggehalten hat!) mir sowas mit Worten eingetrichtert hat, das kann ich leider nicht beurteilen. Es gab aber öfters Situationen, in denen sie mir wegen meiner sexuellen Triebe ein schlechtes Gewissen gemacht hat! >:(

@ Comran

Dass die Mädels auf der Straße nackt auch nicht alle perfekt aussehen muss ich mir immer wieder klar machen aber es kontrolliert meine Blicke und Gedanken und dadurch auch Gefühle so stark, dass ich das sogar meiner (Inzwischen vielleicht Ex-)Freundin gesagt habe worauf sie schockiert war und sich gerade von mir lösen möchte :°(

Na, da habt ihr euch ja perfekt gefunden. Unreif trifft unreif ;-D

Nee, sie distanziert sich nicht, weil ich gucke, sondern weil es sie verletzt, dass ich viele andere mehr begehre als sie! (Erschwerend kommt für uns beide dazu, dass sie mit ihrem Körper nicht komplett zufrieden ist und ich auch nicht!) Was meiner Meinung nach daran liegt, dass ich immer das beste haben und sein will (kein Witz!) und sonst nicht zufrieden bin und so das, was ich habe (und bei ihr mehr ist als ich bieten kann) nicht lieben kann, mich eingeschlossen!

Wie ein kleiner Junge im Spielwarenladen. Da will man auch alles haben und ist nie zufrieden. Aber mit Ende 20 sollte man doch langsam anders ticken?

Das ist genau mein Problem!

Ich möchte diese Frauen anschauen - aber nicht "haben".

Ich stelle mir auch nicht vor, mit ihnen zu verkehren o.ä.! Das ist so schwer zu beschreiben...

In mir steckt eine Sehnsucht, sie zu erobern (ohne direkten Nutzen daraus!) und mir zu beweisen, dass ich sie haben könnte (ob das in der Realtität so ist bezweifle ich aber).

Deine Fixierung auf "Junges und Heißes" ist beängstigend, denn während es immer junge und heiße Frauen auf der Welt geben wird, wirst du immer älter und für die Damen damit auch immer uninteressanter.

Auch das ist mir bewusst und macht mich nicht gerade fröhlich... Das Schlimme ist: In meinen narzisstischen Tagträumen denke ich mir, dass ich noch lange hübsche Frauen haben kann, wenn ich es ernsthaft drauf anlege. Ich weiß aber, dass ich dann zu den 50-jährigen in jugendlichen Klamotten würde, die ihr Leben lang jungen Frauen hinterherrennen und das ist mit das lächerlichste, was es gibt!

Die Chance, mit einem Partner auch in Würde zu altern

Nichts wünsche ich mir mehr!!!

J1oHnIaaxs


Bei dir scheinen die Auswirkungen viel stärker zu sein als bei mir. Ich bin auch sehr egozentrisch aber narzisstisch würde ich es bei mir nicht nennen. Ich bin aber stark selbstkritisch und das löst Minderwertigkeitsgefühle aus. Das hatte ich bei deinen Posts auch raus gelesen, deswegen wundere ich mich dass du dich als Narzissten bezeichnest.

Ich werde nicht unglücklich wenn ich eine schöne Frau sehe, sondern bin in der Lage mich dieses schönen Anblicks zu erfreuen. Aber ich weiß, dass diese Frauen eine Nummer zu groß für mich sind und dann halte ich mir über meine körperlichen und geistigen Unzulänglichkeiten vor Augen. Das stärkt meine Minderwertigkeitsgefühle.

Genau wie du möchte ich mich aber nicht mit weniger als den für mich perfekten Frauenkörper zufrieden geben. Bin ich mit einer Frau zusammen die nicht diesem Ideal entspricht, sind ihre "Mängel/Abweichungen" omnipräsent. Ich bin nicht in der Lage mich auf geistig-intime Zwischenmenschlichkeiten einzulassen, denn ich halte mir ständig vor Augen, dass sie nicht perfekt ist. Entweder sind ihre Beine zu Dick, ihre Brüste sind zu klein/groß etc...kennst du ja. Meistens kämpfe ich dann ein paar Wochen mit mir selber, bis ich die Sache mit der Frau dann beende. Ich kapituliere vor mir selbst, weil der Leidensdruck enorm ist und jederzeit vorhanden. Dann ziehe ich weiter. Aber nicht auf der Suche nach dem perfekten Frauenkörper (ich weiß dass ich diesen nicht verdiene), sondern nach einer Frau die ich trotz ihrer "Unzulänglichkeiten" lieben kann, dem perfekten Match eben. Dieses findet sich aber nie, weil ich nicht in der Lage dazu bin mich aber einer geistigen Ebene mit einer Frau einzulassen. Ich versuche es meist wochenlang, wenn ich jemanden kennen lerne und regelmäßig treffen. Ich weiß, dass sie eine tolle Persönlichkeit hat (sonst würde ich mich nicht einlassen) aber diese ist nicht in der Lage den Wunsch nach einer Bindung in mir auszulösen. Ich hatte schon ewig keine Schmetterlinge im Bauch, nur die Angst in einer Beziehung fest zu sitzen, die mir körperlich nicht genug ist.

Dabei stellen sich mir immer die selben zwei Fragen: Bin ich nicht verliebt in diese Frau, weil ich sie einfach nicht die Richtige ist oder bin ich nicht verliebt weil meine Gedanken die ganze Zeit nur davon handeln, dass sie nicht die perfekten Körper hat?

Wenn man verliebt ist sollte man es merken, klare Sache. Aber ich glaube ich habe in den letzten Jahren mind. 2 Frauen getroffen und Affären mit ihnen gestartet die ich für wirklich außergewöhnlich hielt, ohne dass sie perfekt aussahen. In keine war ich verliebt, bei keiner hatte ich Schmetterlinge im Bauch, sondern nur Zweifel und Ängste mich auf eine nicht optimale Wahl festzulegen (körperlich).

Ich glaube dieser Wunsch nach der perfekt aussehenden Frau hat mich über die Jahre emotional enorm abstumpfen lassen. Ich weiß, dass ich dieses Problem lösen muss, bevor ich es das nächste Mal mit einer Frau ernst werden lasse. Ansonsten in es vor Voraus zum Scheitern verurteilt. Aber wie gesagt, ich weiß nicht wo der Ansatzpunkt ist an sich zu arbeiten.

drevil]indi%s*gui%se


Nach dem ersten Beitrag habe ich noch gedacht, das Ganze sei eine Erziehungsfrage, eine schlechte Mischung aus (falsch verstandenem) Feminismus und Verklemmtheit.

Inzwischen denke ich, daß mehr dahintersteckt.

Zwei Dinge sind mir sehr ins Auge gesprungen:

1. Du nennst deine Mutter "manipulativ". Sie hat also - deinem Gefühl nach jedenfalls, aber darauf kommt es hier mehr an als auf die objektive Realität - Macht über dich ausgeübt in einer Weise, gegen die du dich nicht wehren konntest. Du kamst dir ausgeliefert, überwältigt vor.

2. Du empfindest gelegentlich Haß gegen schöne Frauen, weil sie dich "verführen" - und merkst gleichzeitig, daß das eigentlich nicht angemessen ist. Wegen dieser Unangemessenheit hast du anscheinend auch Schuldgefühle, aber die finde ich gar nicht so interessant. Interessanter ist m.E. der Haß, weil du ihn mit dem begründest, was die Frauen - deinem Gefühl nach - "mit dir machen".

Ich glaube, daß hier der Schlüssel liegen könnte. Du weißt ja selber, daß diese Frauen überhaupt nicht vorhaben, irgendwas mit dir zu machen. Sie sind nicht schön, WEIL sie Macht über dich ausüben wollen. Nicht SIE haben Macht über dich, sondern deine sexuellen Gedanken. Dabei ist dein sexuelles Interesse AN SICH völlig normal, unnormal ist nur, daß es bei dir Haß und sekundär dann auch Schuldgefühle auslöst. Du fühlst dich manipuliert.

Also direkt gefragt: Kann es sein, daß du irgendwie alle Frauen mit deiner Mutter identifizierst? "Allen" Frauen insgeheim unterstellst, sie wollten dich genauso manipulieren wie deine Mutter? Von "allen" Frauen aber zugleich die Anerkennung ersehnst, die du eigentlich von deiner Mutter haben willst?

Wenn das der Grund wäre, dann würde es darum gehen, dir darüber klar zu werden,

- daß du erwachsen bist. Deine Kindheit zwar zumindest teilweise Mist war, aber jetzt vorbei ist und du jetzt NICHT mehr auf die Anerkennung deiner Mutter angewiesen ist. Du kannst mit Recht darüber trauern, daß deine Mutter dir nicht gegeben hat, was du als Kind brauchtest. Aber hör auf, darum zu kämpfen - für die Gegenwart hat das keinen Sinn mehr.

- daß andere Frauen nichts mit deiner Mutter zu tun haben.

- daß attraktive Frauen KEINE Macht über dich ausüben. Sie sind nicht DEINETWEGEN schön (du weißt selber, daß das absurd ist), sondern die sexuellen Gedanken entstehen in DIR. Daß du dich ausgeliefert fühlst, hat wahrscheinlich mit den Themen "Manipulation" und "Sehnsucht nach Anerkennung" zu tun, diese Probleme liegen aber ganz allein in DIR. Die Frauen wissen nichts davon, können nichts dafür und haben kein Interesse daran, dich zu manipulieren. Sie sind nicht deine Mutter.

dMe1viliindi$sguise


In mir steckt eine Sehnsucht, sie zu erobern (ohne direkten Nutzen daraus!) und mir zu beweisen, dass ich sie haben könnte (ob das in der Realtität so ist bezweifle ich aber).

Das kommt mir völlig logisch vor: Du willst eben den "Machtkampf" gewinnen - der aber in Wirklichkeit nur in deiner Phantasie existiert.

Ss. wa%llisixi


Was meinst du mit "abstrakte Sache". Du meinst, weil man nicht weiß, wie man ihn steigern kann?

Ach vielleicht ist's nur Wortklauberei wenn ich meine nur Unterkaterogien (wie z.B. Selbstannahme/-akzeptanz) von Selbstwert wären direkt steigerbar, ist eigentlich auch egal, der Selbstwert muss auch nicht (und schon gar nicht von jetzt auf gleich) bombastisch gut sein, allein schon Selbstakzeptanz schafft einem einige Probleme die aus Selbstwertmangel resultieren vom Hals.

Kann man das Bilden eines gesunden Selbstwertes nachholen, wenn man es in der Kindheit nicht geschafft hat?

ist natürlich nicht mal eben geschehen aber grundsätzlich potentiell schon möglich ("potentiell" weil's manchmal vllt auch nicht geht).

Ich glaube, dass bei mir der Narzissmus die Quelle meiner Probleme ist! Ich habe diese scheiß unterbewusste Einstellung, dass ich einfach besser bin und auch nur das beste verdient habe.

Deine unterbewusste Einstellung ist das meiner Meinung nach nicht, im Gegenteil - dein "Narzissmus" ist nur eine Gegenreaktion darauf dass du dir eben nicht wirklich selbst was wert bist, sonst würdest du doch nicht so eifrig im Außen nach ewiger Bestätigung suchen.

Soweit ich weiß hat ein echter Narzisst auch eher keinen Leidensdruck ob seiner übersteigerten Selbstgefühle ;-)

w~illgAesunwdtsein


@ Jonaas

Wir haben das gleiche Leidensbild (zumindest die gleichen Symptome) aber vermuten verschiedene Ursachen (Wir sind ja auch verschiedene Menschen).

Wie war dein Elternhaus und Erziehung?

w$ill3gesunQdseixn


@ devilindisguise

1. Du nennst deine Mutter "manipulativ". Sie hat also - deinem Gefühl nach jedenfalls, aber darauf kommt es hier mehr an als auf die objektive Realität - Macht über dich ausgeübt in einer Weise, gegen die du dich nicht wehren konntest. Du kamst dir ausgeliefert, überwältigt vor.

Das weiß ich nicht, ich habe leider keine Frühkindlichen Erinnerungen. Ich weiß, dass sie auch mit anderen Menschen sehr egoistisch umgeht und so fast keine Freunde mehr hat. Das will sie aber alles nicht sehen!

Ich habe mir das zusammengerechnet aus dem, wie sie ist (also wie sie mit Leuten umgeht), aus unserer gemeinsamen Vergangenheit, meine Reaktionen auf sie und wie es mir jetzt geht und von Dingen, die ich über menschliche Psychologie gelesen habe.

2. Du empfindest gelegentlich Haß gegen schöne Frauen, weil sie dich "verführen" - und merkst gleichzeitig, daß das eigentlich nicht angemessen ist. Wegen dieser Unangemessenheit hast du anscheinend auch Schuldgefühle, aber die finde ich gar nicht so interessant. Interessanter ist m.E. der Haß, weil du ihn mit dem begründest, was die Frauen - deinem Gefühl nach - "mit dir machen".

Ja, die Schuldgefühle habe ich eigentlich nur meiner Partnerin gegenüber, die sind hier nicht so wichtig. Aber der Hass auf die Frauen, denen ich quasi nicht widerstehen kann, der ist schlimm, weil er komplett unberechtigt ist und das Problem immer nur weiter verstärkt.

Also direkt gefragt: Kann es sein, daß du irgendwie alle Frauen mit deiner Mutter identifizierst? "Allen" Frauen insgeheim unterstellst, sie wollten dich genauso manipulieren wie deine Mutter? Von "allen" Frauen aber zugleich die Anerkennung ersehnst, die du eigentlich von deiner Mutter haben willst?

Ich weiß es nicht aber das klingt sehr logisch! Ich glaube, dass meine Mutter mich und meine schwster bekommen hat, weil sie geliebt werden wollte und was eigenes für sich haben wollte. Sie hat beide Väter während der Schwangerschaft verlassen und auch nie ne längere Beziehung als 4 Jahre gehabt (und sie ist inzwischen 57!!!).

Vielleicht hat meine Mutter mich nie wirklich geliebt sondern nur sich selbst und ich bin jetzt genau so...

Ich frage mich inzwischen, ob ich überhaupt lieben kann oder ich komplett nur nach Bestätigung suche und die Leute mag, die mir diese geben. Ich kenne das von mir, dass ich Leute wegstoße, wenn sie mich scheinbar nicht mehr so toll finden, wie ich es brauche!

Das kommt mir völlig logisch vor: Du willst eben den "Machtkampf" gewinnen - der aber in Wirklichkeit nur in deiner Phantasie existiert.

Einen Machtkampf gegen meine Mutter ??? Sozusagen endlich ihre Lieb gewinnen? Das geht nicht mehr, weil ich kein kleines Kind mehr bin und diese Entwicklung (zumindest durch sie) nicht mehr nachzuholen geht, ODER ??? Ich weiß ja, dass ich nicht von ihr abhängig bin aber kann das anscheinend nicht loslassen...

Ich vermute eine in den Charakterwurzeln steckende Fäulnis, die sich durch meine gesamen Charakter zieht.Wie löse ich diese auf ???

d/anae'87


Ich finde devilsindisguise Gedanken sehr gut, sie entsprechen so ziemlich dem was ich dachte.

Narzismus ist ja eine Maskerade für fehlendes Selbstbewusstsein. Willgesundsein zeigt aber ein total seltenes Verhalten, nämlich Selbstreflektion. Da der ehrliche Blick auf sich selbst dem Narzissten nicht gerade erstrebenswert scheint meidet er ihn, denn er will auf keinen Fall sehen was er wirklich von sich selbst hält. Daher sind Narzisten oft wütend auf ihre Umwelt, denn die weiß sie nicht zu würdigen, legt ihnen Steine in den Weg und soweiter. Alles was nicht klappt muss an den Anderen liegen, denn man selbst kann es ja nicht gewesen sein. Denn würde man mit Selbstkritik beginnen, dann müsste man sich eben soviel eingestehen...

doana*e87


Einen Machtkampf gegen meine Mutter ??? Sozusagen endlich ihre Lieb gewinnen? Das geht nicht mehr, weil ich kein kleines Kind mehr bin und diese Entwicklung (zumindest durch sie) nicht mehr nachzuholen geht, ODER ??? Ich weiß ja, dass ich nicht von ihr abhängig bin aber kann das anscheinend nicht loslassen...

Ja, so würde ich es auch sehen. Ein Teil von dir ist noch nicht erwachsen und der macht immernoch den Tanz mit und kämpft um Liebe.

Was in deinem Leben läuft denn sonst noch nicht so optimal?

wFilOlgesu5ndseixn


@ S. wallisii

Kann man das Bilden eines gesunden Selbstwertes nachholen, wenn man es in der Kindheit nicht geschafft hat?

ist natürlich nicht mal eben geschehen aber grundsätzlich potentiell schon möglich ("potentiell" weil's manchmal vllt auch nicht geht).

UND WIE ??? Einfach dafür sorgen, dass ich im Leben besser zurecht komme? Also um guten Job kümmern, mic anstrengen, Freunde treffen, Sport machen, erfüllendem Hobby nachgehen, ab und zu bewusst entspannen usw?

Ich scheitere so oft an meinen Mustern, egal wie sehr ich mich anstrenge (das bilde ich mir nicht ein!).

Ich suche schon seit längerem nach einem "Ansatz an der Wurzel".

Ich glaube, dass bei mir der Narzissmus die Quelle meiner Probleme ist! Ich habe diese scheiß unterbewusste Einstellung, dass ich einfach besser bin und auch nur das beste verdient habe.

Deine unterbewusste Einstellung ist das meiner Meinung nach nicht, im Gegenteil - dein "Narzissmus" ist nur eine Gegenreaktion darauf dass du dir eben nicht wirklich selbst was wert bist, sonst würdest du doch nicht so eifrig im Außen nach ewiger Bestätigung suchen.

Also ich meine mit einem Narzissten einen zutiefst verunsicherten Menschen, der diese Minderwertigkeitsgefühle durch (meistens tatsächlich als real empfundene) übersteigerte Selbstgefühle kompensiert und immer der Bestätigung von außen hinterherjagt, damit er niemals in Kontakt zu seinem kleinen inneren Kind kommt, das da verletzt und verängstigt in ihm hockt.

Aus "Ich bin nichts wert" wird "ich bin besser als ihr", damit man das Leben erträgt.

Soweit ich weiß hat ein echter Narzisst auch eher keinen Leidensdruck ob seiner übersteigerten Selbstgefühle ;-)

Nur, wenn seine Fassade zusammenbricht und er gewzungen ist, seinen Schmerz zu konfrontieren. Jeh höher der Größenwahn, desto tiefer der Fall!

Wenn es im Leben nicht weiter geht und es keine äußeren Schuldigen gibt, muss man ja irgendwann auf sich schauen oder wieder flüchten. Leider/Zum Glück bin ich mal wieder an so einem Punkt und habe jetzt die Chance, die Suche nach innen zu verlegen!

Aber nochmal die Frage: Wie löse ich mich innerlich von meiner Mutter ??? Ich habe ihr schon Briefe geschrieben und mich mit ihr darüber unterhalten. Sie konnte es aber nicht so richtig annehmen und meint immer, ich soll nicht in der Vergangenheit wühlen, weil man die nicht ändern kann, sondern muss aktiv was tun. Das stimmt zwar, aber ich habe das Gefühl, dass sie sich ihrer eigenen Vergangenheit (voller Schmerzen und Probleme) nicht mehr stellen will. Außerdem kann man manche Probleme der Gegenwart nur lösen, wenn man die Vergangeheit kennt!

Was soll ich noch machen? Kontakt abbrechen (wär das nicht auch ne Flucht?) ? Sie zerstören? Mich so lange über Frauen erheben, bis ich das Gefühl habe, stärker zu sein als sie?

Ich weiß an dieser ganzen Sache (die ja viel mehr ist als nur dieses Frauen-Thema) echt nicht mehr weiter und gehe langsam daran kaputt, das will ich nicht!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH