» »

Depersonalisation und Hungerverlust

F rucht*bärchxen hat die Diskussion gestartet


Ich bin so Verzweifelt. Zitter grad beim schreiben dieses Textes. Ich hatte das früher mal als Kind bereits 2 mal und kenne es bereits. Und daher weiss ich genau wie lange das gehen kann. Jetzt habe ich wirklich Panik, dass das wieder so lange geht.

Auslöser:

Ich war am Samstag Abend schwimmen und danach bin ich mit Freunden weggegangen. Hab dort ein bisschen was getrunken und dann gingen alle Heim, außer ich. Ich war die einzigste die angetrunken war und ich bin dann noch auf einen Geburtstag gegangen. Dort habe ich noch mehr getrunken und letztendlich noch was getan, was ich nie tun wollte. Aber es war mir in dem moment so egal. ( So eine abartige Dummheit habe ich noch nie getan) Ich habe irgendwas gekifft. Am nächsten Tag ging es mir so dreckig. Ich lag nur im Bett, konnte nicht aufstehen. Am abend ging es dann wieder. Am Montag fing dann wieder Schule an und ich war halt immernoch etwas benebelt, schwach und mir war schlecht. Aber es ging, ich konnte normal essen usw. Und dann gestern lief es eigentlich genauso ab bis ca. nach 1. Ich hatte so dermaßen Hunger und 2 Freundinnen sind in die Kantine gegangen. Da ich leider kein Geld dabei hatte, habe ich eben nichts gegessen. Und dann war ich irgendwie in gedanken weg und als sie dann fertig waren, war's auf einmal da. Wie vom Nichts ! Alles war auf einmal wie früher. Ich habe richtig Panik bekommen und durch Panik verschlimmert es sich natürlich. Ich war so Verzweifelt und als ich Heim kam, habe ich noch mehr Panik bekommen. So sehr, dass erstmal alles wieder irreal war. Ich habe mich geduscht und ich habe mich einfach nicht mehr gefühlt.

Am Abend rief ich einen Freund von mir an und wollte eigentlich erstmal nur raus. Unter Leute. Muss dazu noch sagen, beim Auto fahren ist dieser verschleierte komische Blick richtig sch***. Dann aus Verzweiflung heraus, habe ich ihm alles erzählt. Auch von früher. Normal spreche ich nie darüber mit Freunden, weil solche Wörter wie "irreal" usw. bei anderen Menschen sowas auslöst wie "Die hat doch einen an der Klatsche". Ich war dann mit ihm spazieren und wir haben uns darüber unterhalten. Am ende ging es mir etwas besser. Ich fühlte mich teilweise wieder und nur noch dieser Tunnelblick und alles weitere waren da. So bekam ich Hoffnung, dass es wieder weggeht.

Als ich heute morgen aufgewacht bin, war es leider immernoch so. In der Schule bin ich total ruhig geworden. (Ständig Klos im Hals, da kurz vorm Heulen. Angst. Verzweiflung. Lachen geht nichtmal wirklich) Und ich habe es heute wirklich versucht mit essen, aber bei dem kleinsten Biss wird's mir total schlecht.

Symptome sind:

*Taubes Hören (wie wenn man irgendwo mit dem Auto hochfährt und die Ohren "zu" sind)

*verschleierter, leicht verschwommener Tunnelblick

*Kopfschmerzen (bzw. ist das eher ein Druck) im Kopf

*Kein Hungergefühl mehr, eher Übelkeit

*Schmerzen in der Magengegend

Und ganz ehrlich, ich bereue es so sehr, dass ich das getan habe. Aber wiederrum versteh ich nicht, warum es erst gestern angefangen hat. Ich wünsche mir mein alter Ich wieder. Die Fröhliche, starke, lachende, gut gelaunte Person. Im moment bin ich das reinste Wrack. Und das merkt jeder und frägt natürlich auch jeder nach. Aber was soll ich da sagen?

Das witzigste ist natürlich, dass ich die Ausbildung zur Krankenschwester mache und zwar in einer Psychatrie. Da wo ich grad ehrlich selbst normalerweise ein Patient wäre. Ich habe so ein leeres Gefühl, außer dem Weinen sonst keine Emotion. Und ich weiss nicht, wie lange das anhält. Ich werde versuchen alles genauso weiterzumachen wie bisher, was natürlich etwas schwer fällt weil eben die Umgebung und alles so irreal vorkommt. Aber wenn ich mich weiter reinsteigere, wird es sicher sehr lange anhalten.

Aber ich bin so Verzweifelt, habe so Angst davor dass es nie weggehen könnte. (Auch wenn es bei mir schon 2 mal weggegangen ist, aber trotzdem habe ich angst. Das war ein Harter Kampf über Jahre und jetzt wo ich endlich mal soweit war, dass es eigentlich wirklich weg war, nein genau jetzt kommt es wieder.

Antworten
F=ruchtHbärcxhen


*Hochscroll

:°(

k2nuf@felxtje


Fühl dich gedrückt Fruchtbärchen :°_

Ich habe sowas selber noch nie erlebt, aber so wie du es beschreibst, muss das echt schrecklich sein... :°_

Ich finde es klasse, dass du dich jemandem anvertraut hast! Deinem Kumpel, uns hier, schön dass du gemacht hast :-) Dazu gehört sehr viel Mut :-)

Du hast geschrieben, du hast es als Kind schon mal gehabt. Und zwischenzeitlich schöne Phasen gehabt, du warst eine fröhliche, starke, lachende, gut gelaunte Person.

Und ich sag dir jetzt mal was:

Das bist du immer noch!! Du hast dich nur verloren. Es liegt jetzt daran, dass du dich in dir wieder findest.

Konzentriere dich darauf, wie du früher einmal warst. Was hat dich zum Lachen gebracht? Was hat dir Antrieb im Leben gegeben? Das sollte dein Hauptziel sein, diese Antriebe wieder zu finden.

Innere Stärke geht nicht verloren. Man verliert sie aus den Augen. Aber da ist sie immer. Du bist stark :-)

:)*

FzruKc9htb"ä=rchexn


Danke Knuffeltje.

Aber wenn man sich selbst auf einmal nicht mehr Wahrnimmt und die anderen erst recht nicht, fällt es mir schwer stark zu sein. Ich denke die ganze Zeit daran wie ich davor war, aber das macht mich umso trauriger, dass ich jetzt nicht mehr so bin. Diese Phasen damals dauerten mehrere Monate an und wenn das jetzt wieder der Fall sein wird, na super. Ich bin gerade sehr schwach, habe keine Kontrolle über mich selber, empfinde nichts mehr, habe eine Leere in mir. Wie soll ich dann stark werden. :°(

Morgens in der Schule bis Nachmittags wenn ich heim gehe, ist es am schlimmsten. Gegen Abend ist es am besten und zwar auch dann, wenn ich mit Freunden weggehe.

FVruchPt7bärc7hexn


*hoch scroll

Ist immernoch nicht besser. Heute morgen ging es bis um 10 gut. Ich habe mich abgelenkt. Aber dann, kam es wieder zurück. Es ist echt schwer aus diesem Teufelskreis rauszukommen. Ich habe Hoffnung, dass es vorbeigeht, aber bin mir eben auch sehr unsicher.

ktnuffe]ltzje


Wie soll ich dann stark werden. :°(

Du musst nicht stark werden, du bist bereits stark. Viel eher geht es darum, diese Stärke wiederzuentdecken.

Stell es dir wie ein Licht vor, in der Dunkelheit. Man kann es erst nicht sehen, aber irgendwann stolpert man einfach darüber. :)-

:)*

D*oom}sxtar


Huhu Fruchtbärchen, gibt es etwas neues?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH