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Zwanghafte Persönlichkeitsstörung und Hypnose?

C9hrisatopherx25Bln hat die Diskussion gestartet


Hi Forum, bin ein neuer User :-)

Auf Grund vieler Dinge an mir bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung (auch anankastische Persönlichkeitsstörung) habe.

Sämtliche aufgelisteten Punkte (Wikipedia) treffen bei mir zu.

Das Leben ist dadurch oft unerträglich!

Meine Frage: ich möchte nun eine Therapie beginnen, erwarte mir aber besonders mit Hypnose viel schnelleren und besseren Erfolg.

Meine Frage: wenn ich nun ganz am Beginn stehe und eine solche Therapie starten möchte, wie geht so etwas vor sich?

* muss ich da hingehen, erzähle ich alles, werde hypnotisiert und gehe "geheilt" aus der Ordination (naiv ausgedrückt).

* muss ich da einige Stunden hingehen und am Ende werde ich hypnotisiert?

* zieht sich eine solche Therapie über Wochen und Monate und kann es sein, dass sie mir dennoch nicht hilft, bzw. die Hypnose bei mir keine Wirkung zeigt?

* ist es dann so, dass ich wieder normal funktioniere, weil ich unter Dauerhypnose stehe?

Kann mir das jemand bitte erklären ??? ?

Vielen Dank!

Liebe Grüße. Christopher

Antworten
U-ltioKaDngelxi


Normalerweise kannst du bei einer Hypnose sitzen oder liegen, je nachdem was dir besser gefällt. Nicht jeder Mensch kann hypnotisiert werden, aber fast jeder. Du machst unter hypnose auch nur das, was du unter normalen Umständen auch tun würdest. Ob es nur 1 Stunde ist oder mehrere Sitzungen kommt auf den Erfolg an. Unter Dauerhypnose bist du sicher nicht, es werden alle suggestionen wieder aufgehoben.Und natürlich kann es sein, das es bei dir nichts hilft. Aber wie erwähnt, informiere dich mal auf der angegebenen Seite, da sind Fachleute am Werk.

C.hrisotopZher525B.ln


ok vielen dank :)

SWunflxower_073


Gerade bei Persönlichkeitsstörungen erstreckt sich das Problem in viele Bereiche. Mal eben "wegzaubern" mit Hypnose wird da nicht funktionieren.

Seriöse Hypnose ist nichts weiter als ein besonders tiefer Entspannungszustand, bei dem man für sog. Suggestionen empfänglicher wird, Sich also Sachen wie "Ich kann das" oder was auch immer tiefer verankern, als innormal wachem Zustand.

Das kann man gut bei Raucherentwöhnung etc. machen... klaren Ängsten... Aber mehr auch nicht. Wenn überhaupt. Mit Hypnose wird viel Geld gemacht – und es wird viel für viel Geld versprochen. Solange der Hypnotiseur nicht einen seriösen therapeutischen Beruf hat (Arzt, Psychologe) und die Hypnose an einem anerkannten Institut (Milton Ericksson-Gesellschaft oder Dt. Gesellschaft für Hypnosse) gelernt hat, würde ih die Finger davon lassen.

Fakt ist auch:

Es gibt Gründe für Persönlichkeitsstörungen. De müssen erarbeitet werden und es muss neues Verhalten im Alltag ausprobiert werden. Therapie ist, was an den 6 Tagen und 23 Stunden zwischen Sitzungen passiert. Es ist harte Arbeit an sich selber. Den "einfachen" Weg mit Hypnose nehmen, bringt zumindest bei so komplexen Problemen nichts / nicht viel.

C*hrhistorpher25CBln


hallo, danke für diese antwort.

nun, ich hab am kommenden donnerstag mein erstgespräch bei einer ärztin. mal schauen, was die sagt. jedenfalls bin ich gespannt.

sie meinte am telefon, dass ich jetzt mal schnelle hilfe brauche, um mal ein wenig besser leben zu können. mal sehen, was sie meint. vielleicht krieg ich ja tabs. ich glaube sowieso, dass mir tabs am besten helfen könnten, denn wenn man bedenkt, was tabs alles können (in der medizin), dann ist da schon viel möglich. und ich will erstmal besserung. viele probleme (zwänge) konnte ich in den letzten 1- 1,5 jahren durch viel disziplin selbst lösen, aber es gibt noch einige punkte, die ich nicht schaffe, wo ich mir hilfe holen möchte.

liebe grüße

mTuskatndusxs


Also Persönlichkeitsstörung ist eine Diagnose für die ein Therapeut fast 10 Therapiestunden braucht um sie zu diagnostizieren. Sowas erkennt man nicht zwischen Tür und Angel und auch nicht durch Wikipedia. Also ob du wirklich eine Persönlichkeitsstörung würd ich erstmal durch einen Therapeuten abklären lassen ob es das auch wirklich ist.

C`hristo~pher25Blxn


nun ja, ich war schon mal bei einem arzt und der meinte, dass es das ist. ein freund von mir – psycho-student – meinte das auch. und meine punkte (hang zum perfektionismus, übertriebene pedanterie, etc...) unterstreichen das so stark, dass ich überzeugt bin.

hatte der nun kommenden ärztin eine mail mit den anzeichen geschickt – sie hat diese mail ganz gelesen und sofort gemeint, dass es das ist...

also meine probleme sind sehr spezifisch... – sogar ich selbst bin der meinung, dass es das ist.

F=lac$k


Freud selber ist von der Hypnose weggekommen, weil sie seiner Erfahrung nach zuwenig wirksam war. An dieser Einschätzung hat sich seither wenig geändert, soweit ich das mit meinem Literaturstudium abschätzen kann.

C1hristo3pheEr25Blxn


naja... es gibt heute andere möglichkeiten, als zu freuds zeiten... damals ist man oft an einer erkältung gestorben...

s(chn{ecke19x85


Häng hier mal eine Frage an: ich möchte gern mehr über meine Vergangenheit erfahren bzw. sie endlich aufarbeiten. Da bin ich auf das Thema Hypnose gestoßen, weil ich vieles verdrängt habe und es nicht mehr abrufen kann. Hat jemand Erfahrungen / Links in Zusammenhang mit kindlichen Traumata und Hypnose?

S{unfjl9ower_7x3


@ Schnecke:

FINGER WEG!

Hypnose ist v.a. im Bereich Traumata viel zu suggestiv. Stichwort "false memories" – da gab's einige sehr aufsehenerregende, aber negative Geschehnisse.

Entweder Du erinnerst Dich an Dinge – und musst einen Weg finden, das aufzuarbeiten (Tiefenpsychologie... nonverbale Verfahren,...). Aber wenn Dinge nicht präsent sind, sollte man sie ruhen lassen. Weil das Risiko, dass man eben vorhandene Fetzen falsch zusammensetzt, riesig ist.

@ Christopher:

Wenn Du an einer ernsthaften Therapie interessiert bist, würde ich nicht zu einem Arzt gehen, sondern einem sog. Psychologischen Psychotherapeuten. Und eine richtige Psychotherapie beginnen mit 45, 60 oder 80 Sitzungen. Ärztliche Psychotherapeuten/Psychiater haben da häufig zu wenig Zeit bzw. Erfahrung.

Und bis zur Diagnose vergeht einiges an Sitzungen. Wenn man schon 5 Sitzungen braucht, um das Gesamtbild einer Angststörung oder Depression zu erfassen, sollte man den Teufel tun und etwas so Grundlegendes wie eine Persönlichkeitsstörung "mal eben so" zu diagnostizieren.

Auch Psycho-Freunde haben die Kompetenz NICHT! Und Dinge wie Perfektionismus findet man bei sehr vielen psychischen Erkrankungen. Und bei zwanghaften Zügen kann auch "nur" ein Zwang vorliegen, und nicht gleich eine Persönlichkeitsstörung. Aber das muss man sorgfältig herausarbeiten.

Am besten bei einem eher jüngeren Therapeuten mit Erfahrung mit Persönlichkeitsstörungen. Das kann nämlich auch längst nicht jeder.

Hypnose wird durchaus noch eingesetzt (z.B. bei Schmerzpatienten). Aber es ist KEINE Lösung bei Persönlichkeitsstörungen!

s4chnyeclke198x5


@ sunflower

Danke, du gute Fee des Psychologie-Forums @:) hatte schon gehofft, dass du mir dazu etwas sagen kannst x:)

Hypnose ist v.a. im Bereich Traumata viel zu suggestiv.

Hm, daran hab ich noch gar nicht gedacht. Werd ich mir zu Herzen nehmen. :-/

Erneyrgxya


Hallo Christopher

Ich habe auch eine zwanghafte Persönlichkeitsstörung. Hat die Hypnose geholfen?

Lieben Gruss

Energya

E'nerxgya


@alle mit einer diagnostizierten anankastischen Persönlichkeit:

Es gibt im englischsprachigen Raum eine aktive interne Community zur anankastischen Persönlichkeit. Es sind über 300 Leute, die aber nicht alle aktiv sind. Einfach OCPD forum eingeben in die Suchmaschine (das ist die Abkürzung des englischsprachigen Begriffs, wobei unbedingt das P mit dabei sein muss), dann wird man schnell fündig. Weiter bin ich interessiert am Kontakt mit Leidensgenoßen aus dem deutschsprachigen Raum, habe auch ein paar kennengelernt oder in Foren gesichtet. Es gibt also welche. Wenn sich genug melden, können wir uns evtl. zu einer Community zusammenschließen.

ELnerFgxya


zwanghaft und anankastisch bedeutet in diesem Fall dasselbe

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