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Befinde mich in einem Loch. Mal wieder.

r@evehla7oxr hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich weiss echt nicht mehr weiter und auch ehrlich gesagt gar nicht wo ich beginnen soll.

Mein Leidensweg begann schleichend vor etwa fünf-sechs Jahren mit verschiedenen unerkannten Nahrungsmittelunverträglichkeiten und unerkanntem Pfeifferschen Drüsenfieber, daraus resultierend einer bis heute vergrößerten Milz und schlechten Blutwerten.

Zur damaligen Zeit hatte ich schon über einen sehr langen Zeitraum immer wieder Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Blässe, Unwohlsein usw und da ich mich in der Pubertät befand, waren das vermutlich sehr prägende Zeiten. Ab da habe ich schon angefangen mich zu isolieren, immer mehr Zeit vor dem PC zu verbringen und mich immer weniger mit anderen Menschen einzulassen.

Mit diesem Zustand quälte ich mich also mehrere Jahre durch die Schule bis ich immer weniger dorthin ging und letztenendes alles hinwarf – Diagnose: schwere depressive Episode. Nach einer längeren Auszeit ging es mir wieder etwas besser und ich versuchte, angetrieben von meinen Eltern, erneut in das elfte Schuljahr einzusteigen. Jedoch begann ich wieder Tage zu schwänzen, meine Zeit alleine im Park oder sonstwo zu verbringen und mich in meine depressiven Gedanken zu verziehen. Teilweise schlief ich einfach nur einen Großteil des Tages, da ich keine Kraft hatte aufzustehen, geschweige denn irgendetwas Sinnvolles zu bewerkstelligen. (Ich weiss gar nicht wie ich es geschafft habe mir meine Freunde zu bewahren, mit einem Großteil der Freunde aus meiner Kindheit komme ich noch immer gut aus, insofern wir uns mal sehen (können).)

Irgendwann in der folgenden Zeit wurden also nach einem Wechsel meines Hausarztes Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ein unbehandeltes pfeiffersches Drüsenfieber festgestellt. Endlich hatte das Kind mal einen Namen bekommen und so fiel es mir nach einer drastischen Umstellung meiner Ernährung auch leichter wieder etwas anzufangen und mich für Dinge so leidenschaftlich zu interessieren, wie es für mich vor der schweren Depression möglich war. Das letzte Schuljahr war also mit neuer Motivation für mich kein Problem und ich schloss als mit Abstand Bester die Schule ab.

Eigentlich hätte ich von mir selbst erwartet die Motivation und die so hoch gesteckten Ziele beizubehalten oder zumindest im Ansatz zu bewahren. Falsch gedacht. Während ich im Sommer noch an vielen Volksläufen teilnahm ich fast täglich trainierte oder an irgendwelchen Projekten arbeitete, hat mich nun scheinbar meine Depression wieder eingeholt.

Es geht einfach nichts mehr. Mein Studienfach interessiert mich kaum noch und ich kann mich fast genauso wenig unter Menschen aufhalten.

Im Zug und in der Vorlesung wird meine Atmung flach und verkrampft, ich werde blass und mein Gehirn schaltet auf "Tunnelblick". Es fällt mir wieder sehr schwer morgens aus dem Bett zu kommen, öfters habe ich Selbstmordgedanken und jegliche Motivation, die mir für kurze Zeit so selbstverständlich erschien ist verlorengegangen.

Was ist bloß los mit mir? Ich fühle mich in Gegenwart anderer Menschen unwohl und unsicher. Wenn es darum geht vor vielen Leuten zu sprechen, fange ich zudem an zu zittern. Scheinbar scheine ich diese Angst auch auszustrahlen, denn Gesprächspartner oder Sitznachbarn werden ebenfalls unsicher in meiner Anwesenheit, rücken nervös auf ihren Stühlen herum und bewegen scheinbar unterbewusst ihre Beine in einem Weglaufreflex.

Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt und wenn das so weiter geht, werde ich mich einfach aus meinem Leben verabschieden.

Falls sich überhaupt jemand die Mühe gibt meine Geschichte zu lesen, würde es mich freuen irgendeine Art der Rückmeldung zu erhalten. Vielleicht habe ich ein paar Punkte vergessen, aber in den letzten Jahren ist eine Menge passiert.

Gruß

Antworten
mwuskatQnusxs


Hallo,

sehr interessanter Beitrag wie ich finde. Ich erkenne mich in manchen Punkten wieder. Kopf hoch, es gibt so viele die in einem Loch stecken. Und glaub mir, da kommt man auch wieder raus. :)_

Was man so liest, klingt so, als ob du depressiv bist, dann kommt ein riesen Leistungshoch und dann kommt wieder eine Depression. Wenn du dir das auf einem Zeitstrahl ansiehst, meinst du du kannst sagen wie lange du depressiv warst, wie lange das Leistungshoch war und wie lange jetzt schon die Depression andauert? (Mal in Monaten ausgedrückt)

Es gibt in der Psychologie/Psychotherapie zumindest eine Diagnose die in diese Richtung gehen würde (zu dieser Diagnose gehören aber noch viele viele Symptome mehr), aber da musst du einen Psychologen/Therapeuten aufsuchen, damit der dir das genau sagen kann. Kann halt auch einfach nur ein Rückfall sein. Das kann man nicht über das Internet abklären.

Aber auch diese Ängste, die negativen Gedanken (das sich jemand die Mühe macht deinen Text zu lesen), die Meinung das die Leute dir die Angst ansehen und einen Weglaufreflex haben, Selbstmordgedanken...klingt mal so salopp gesagt (mehr kann man im Internet halt nicht machen) sehr nach seelischen Problemen (Aber das kann wirklich nur ein Psychologe abklären, das kann man nicht über das Internet festmachen!!!).

Würde aber auch nochmal deinen Hausarzt aufsuchen, vielleicht hast du nochmal unbewusst etwas falsches Gegessen oder so. Würd ich auch nochmal abklären (vielleicht kommt ja da das zittern her). Aber vor vielen Leuten reden (Referat, Präsentation,...), dass man da Angst hat ist ganz normal.

Ich kann dir nur raten eine Therapie zu machen, oder wenn du den Leidensdruck nicht mehr aushältst und die Wartezeiten zu lang sind, dich in eine Klinik einzuweisen. Ob du diesen seelischen Schmerz (wenn du denn welchen hast) aushältst das entscheidest du, denn wie lange den ein Mensch aushält ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Selbstmord ist IMMER der schlechteste Ausweg.Ich verstehe das was du im Moment hast sehr gut und auch ich kenne den Schmerz einer Depression, aber glaub mir man kommt da wieder raus. :)^

Mach dir auch mal keine Sorgen um dein Studium, du bist erst 20, du hast noch viel Zeit. Wenn du eine Auszeit brauchst weil du es nicht mehr schaffst, dann nimm sie dir. Sprich mit deinen Eltern. :-)

Wünsche dir ganz viel Kraft. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* @:)

D#oloJrex88


Hallo,

ich schließ mich meinem Vorredner an.

Auch ich finde, dass es immer Zeiten gibt in denen man nicht weiter weiß. Diese Zeiten werden jedoch vorüber gehen und es werden besser kommen. Lass den Kopf nicht hängen :)*

Kann es vielleicht auch sein, dass du die zu viel zumutest? Dass du dir zu hohe Ziele steckst und du dich selbst überlastest?

Auf jeden Fall wäre es gut mit einem Arzt zu sprechen und eine Therapie zu beginnen. Auch ist es wichtig eine Vertrauensperson zu haben, mit welcher du über Gefühle und Gedanken reden kannst.

Wünsche dir auch viel Kraft :)*

S4chumienho6x9


Mittlerweile bin ich 20 Jahre alt und wenn das so weiter geht, werde ich mich einfach aus meinem Leben verabschieden.

es wird nicht so weitergehen, den ersten schritt hast du hier getan :)^ such unbedingt einen psychiater auf oder geh zu deinem hausarzt! lass dir helfen, dann wird dir auch geholfen.

lass deine krankheit behandeln, beinbruch oder schwere depression, dir kann geholfen werden!

viele grüße und gute besserung

thomas

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