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Daseinsberechtigung?!?!

D%onH-Bay hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich leide bereits seit vielen Jahrzehnten an Depressionen und bin deswegen auch schon lange in psychotherapeutischer Behandlung.

Heute hatte ich wieder eine Sitzung. Thema war, die schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Diese spiegelt sich immer wieder in meinem Leben in ähnlicher Form wieder.

Beziehung zu meinem Bruder – Beziehungen zu Chefs...

Meine Psychologin meinte, dass ich unbedingt an meinem Selbstwertgefühl arbeiten muss (was mir auch bereits seit langem bekannt ist). Wichtig dafür sei, dass ich mir klar machen soll, dass ich eine Daseinsberechtigung habe.

Darauf hin fragte ich, habe ich wirklich eine Daseinsberechtigung???

Meine Mutter sagte mir vor einigen Jahren, dass ich Glück hätte dass ich am Leben bin.

Meine Mutter wollte mich nicht haben! Sie hatte bereits ein Kind und wollte, da mein Vater Alkoholiker war, kein weiteres Kind. Meinem Vater war das aber wurscht. Wenn er mal wieder betrunken war und meine Mutter keinen Sex wollte, zwang er sie dazu. Eines Tages passierte es eben und meine Mutter war ein zweites Mal schwanger, dieses Mal, mit mir. Sie wollte mich abtreiben, aber mein Vater sperrte sie zu Hause ein, damit sie nicht zum Arzt gehen konnte.

Schon mal ein Grund, warum ich meine Daseinsberechtigung anzweifle.

Ab meiner Geburt bekam mein Vater, der ein sehr anerkannter uns geschätzter Frauenarzt war (wenn nüchtern), keine Anstellungen mehr als Arzt. Also könnte man es so sehen, dass ich, durch meine Geburt schuld war, dass mein Vater keine Arbeit mehr bekam.

Dann, als ich noch Baby war, verließ mein Vater, meine Mutter mit zwei Kindern! Dadurch war sie gezwungen den ganzen Tag uns Kinder alleine zu lassen und sehr hart zu arbeiten, um uns alle am Leben zu halten. Was sie mir auch regelmäßig vorwirft.

Also, da von einer Daseinsberechtigung zu reden, hat einen sehr fahlen Beigeschmack.

Klar bin ich nun DA, aber mich hat niemand gefragt ob ich kommen wollte und nun muss ich mich durch mein Leben, sehr schwer kämpfen, mit einigen wenigen Höhen und sehr vielen Tiefen.

Also meine Frage an euch, kann man in einer solchen Situation wie ich groß geworden bin wirklich von einer Daseinsberechtigung reden ???

Bis bald

Don-Bay

Antworten
cmompy@fre{axk


Jeder Mensch hat eine Daseinsberechtigung und eine naturgegebene (Menschen-) Würde.

Deine Eltern haben offenbar ihr eigenes Leben nicht im Griff (gehabt?), überhaupt nicht. Da kannst du nichts für und du bist auch nicht die Ursache dafür (die liegt wohl zum Beispiel im Alkoholkonsum des Vaters).

Und was soll deine Geburt damit zu tun haben, dass dein Vater keine Anstellung mehr findet? "Was, Sie haben zwei Kinder? Dann will ich Sie nicht einstellen!"

Wenn er so ein guter Frauenarzt war, wieso hat er keine eigene Praxis aufgemacht? Bist du sicher, dass er wirklich noch so ein guter Arzt war, mit der Alkoholkrankheit?

Dass deine Mutter dir vorwirft, dass sie hart arbeiten musste, um dich und deinen Bruder am Leben zu halten, ist auch das allerletzte. Es ist das normalste auf der Welt, dass eine Mutter (und eigentlich auch der Vater! Aber auf den kannst/konntest du ja wohl nicht mehr zählen.) sich um ihre Kinder kümmert. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr in einem Land mit halbwegs existierendem Sozialsystem (z.B. Deutschland) lebt. Hier ist es zum Glück so, dass Personen, die gesellschaftlich benachteiligt sind (z.B. alleinerziehende Mütter) vom Staat unterstützt werden. So sollte es deiner Mutter also möglich gewesen sein – wenn auch sicher nicht ganz einfach – beide Kinder groß zu ziehen. Sie hat euch gezeugt, also ist auch ihre Verantwortung, dass ihr versorgt werdet. Da gibt es nichts, was man dir vorwerfen kann. Es ist einfach eine Selbstverständlichkeit.

Ich verstehe nicht, wie du jetzt darauf kommst, dass du an irgend etwas von dir genanntem Schuld sein solltest. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, und wenn deine Mutter erst nach der Geburt zweier Kinder feststellt, dass sie Kinder nicht großziehen möchte, dann ist das nicht deine Schuld. Genau so ist es nicht deine Schuld, wenn dein Vater keine Anstellung findet.

So wie ich mir deine Eltern gerade vorstelle, würde ich an deiner Stelle schleunigst den Kontakt vollkommen abbrechen. Aber vielleicht haben sie ja auch noch eine andere, bessere Seite..

K`o2ngo-8O}tto


Deine Geschichte klingt traurig. Ich kann gut nachvollziehen, dass Du wahrscheinlich schon viele Jahren unbewusst den Gedanken mit Dir rumschleppst, "nicht gut" für die Welt – allen voran Deine Mutter – zu sein. Und dass Du deshalb Probleme hast, Deine "Daseinsberechtigung" zu finden, ist verständlich.

Aber andererseits: Du bist noch da. Trotz all der Ablehnung, die Dir bewusst und unbewusst von Deiner Mutter widerfahren ist, hast Du Dein Leben bis jetzt gelebt und nicht aufgegeben. Du hast gelebt und allein durch Deine Gegenwart die Welt beeinflusst. Und das tust Du auch jetzt, weil z. B. ich mich jetzt mit Deiner Situation beschäftige, sie mit meiner vergleiche und Dir diese Antwort schreibe.

Jeder Mensch und jedes Tier hat eine Daseinsberechtigung; diese ist selbstverständlich, weil man ja bereits da ist. Deine Mutter hat das Unglück, das ihr widerfahren ist, auf Dich projiziert. Das ist keine schöne Sache, leider tun das sehr viele Menschen. Aber Du bist Du, und wie Du selbst sagst: Du hattest bei Deiner "Ankunft" kein Mitspracherecht. Und jetzt bist Du da, und niemand hat das Recht, Dir Dein Da-sein streitig zu machen oder es anzuzweifeln.

Was tust Du (mit Deiner Therapeutin zusammen), um diesen Konflikt zwischen Dir (der einfach nur da sein will) und Deiner Mutter (die Dir vermittelt hat, dass Dein Dasein nicht gut ist) zu beheben? Hast Du sie damit konfrontiert?

Was mir sehr geholfen hat, mehr Selbstbewusstsein aufzubauen, war die ehrenamtliche Arbeit. Ich habe mich, wenn es die Zeit zuließ, ehrenamtlich betätigt, z. B. im Tierheim Hundezwinger geputzt oder für die Tafel Lebensmittel gesammelt. Und dadurch, dass ich damit etwas Gutes für die Welt tat, fühlte ich mich besser. Ich merkte, dass ich einen Unterschied machte! Vielleicht wäre das ja auch was für Dich?

rUatloseItaxmara


Klar bin ich nun DA, aber mich hat niemand gefragt ob ich kommen wollte und nun muss ich mich durch mein Leben, sehr schwer kämpfen[...].

Und du glaubst wir anderen wurden alle gefragt?

Man muss dem Leben trotz allem das Schöne abgewinnen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Was solls! Wichtig ist, was man selbst daraus macht. Man kann den ganzen Tag grübeln und sich selbst bemitleiden oder man freut sich, dass man da ist und das das Leben soviel zu bieten hat und man seines eigenen Glückes Schmied ist.

D}on-xBay


Hallo compyfreak,

Danke erst mal für Deine Antwort.

Naja, dass meine Eltern ihr Leben nicht im Griff haben/hatten ist relativ. Sie haben gelebt. Mein Vater war wirklich ein guter Arzt, dass will ich mir nicht einreden, mir wurde dass früher oft gesagt. Er war bei uns in der Gegend sehr bekannt als guter Frauenarzt, aber die Mensch kannten auch seine andere Seite, als Trinker.

Natürlich, hat es viel mit dem Alkoholkonsums meines Vaters zu tun gehabt, dass er ständig seinen Arbeitsplatz wechseln musste. Aber, worauf ich hinaus will ist, er hat bereits vor meiner Geburt starke Alkoholprobleme, musste deswegen auch ständig den Arbeitsplatz wechseln, aber ab meiner Geburt bekam er keine Arbeit mehr. Ich werde geboren und plötzlich gibt ihm keiner mehr eine Arbeit. Zufall? Ich weiß nicht.

Ja, meine Mutter hat uns in Deutschland groß gezogen, aber ich muss evtl. erwähnen, dass sie Portugiesin ist, also defakto schon sprachliche Probleme hatte Hilfe in unserem Sozialstaat zu bekommen. Bereits früh, musste ich ihr bei den einfachsten Ämtergängen helfen. Außerdem hat sie weder Schul- noch Berufsabschluss, was es damals wie heute schwer macht, einen gut bezahlten Job zu bekommen.

Zu meinem Vater hatte ich wenig Kontakt, wie bereits geschrieben, zog er, als ich noch Baby war zu seiner neuen Lebensgefährtin, später nahm ihn meine Mutter wg. seiner Erkrankung wieder auf, aber damals war ich bereits im Internat und kam nicht oft nach Hause. Vor ca. 13 Jahren starb er dann.

Zu meiner Mutter hatte ich eine enge Beziehung. Man könnte sogar sagen ich war ein ziemliches Muttersöhnchen. Sie erkaufte/erkochte sich meine Liebe, weil sie es nicht besser konnte und ich nahm es brav an, weil ich es nicht besser verstand.

Bestes Beispiel, mit 12 oder so kam ich ins Internat. Ich durfte zuerst nur einmal im Monat, später alle zwei Wochen nach Hause. Natürlich hatte ich Heimweh und was machte meine Mutter? Als Abschiedsgeschenk am Sonntag gab sie mir immer eine große Schüssel mit Pudding, halb Schokolade und halb mit Vanille, mit. Dadurch erlerne ich, dass Essen gut gegen Kummer ist, was ich leider auch heute noch praktiziere, als Frustfresser.

Seit dem ich alleine Lebe, habe ich eine Umgangsart mit meiner Mutter gefunden, die mir zumindest etwas gegen Ihre ständige Meckereien hilft. Ich breche den Kontakt mit ihr ab. Ich schaffe dass aber leider nur einige Monate. Danach ist dass Verhältnis zu meiner Mutter wieder besser, aber leider nicht für lange.

Bis bald

Don-Bay

D`o{n-sBaxy


Hallo Kongo-Otto,

auch Dir Dank für Deine Antwort.

Ich war viele Jahre im Internat, diese Zeit war für mich die Hölle, aber andererseits waren immer Menschen da, die sich um mich gekümmert haben und mein Leben in "normal" Bahnen gelenkt haben. Seit einigen Jahren, stehe ich auf eigenen Beinen. Ich musste, wegen Probleme mit meiner Mutter, bereits mit 17 Jahren in eine eigene Wohnung ziehen. Ab dieser Zeit musste ich mich um mich selber kümmern. Aber bin ich mir dass wert? Nein.

Und mit dieser Einstellung ist jeder Tag ein schwerer Kampf.

Stehe ich auf und gehe ich in die Arbeit? Ja, aber nicht weil ich es will oder weil ich es mir wert bin, nein weil ich muss.

Was mache ich mir heute zum Essen? Ich sollte es mir wert sein, eine gesunde, wohlschmeckende und abwechslungsreiche Mahlzeit mir zu machen. Da ich es mir nicht wert bin ich fast täglich die selben, einfachen Gerichte. Vor allen Dingen Nudeln, geht schnell und einfach und mach glücklich (zumindest für kurz).

Hätte ich damals eine Mitspracherecht gehabt, komme ich auf die Welt oder nicht, mit meinem heutigen Wissen und meinen heutigen Erfahrungen, hätte ich mich ganz eindeutig gegen meine Geburt ausgesprochen. Früher habe ich oft über Selbstmord nach gedacht, aber dafür war ich zu feige, darum habe ich mich bis heute abgefunden, dass ich nun mal da bin.

Ja, meine Mutter habe ich bereits damit konfrontiert, aber leider erst sehr spät und nicht so oft, wie es nötig gewesen wäre. Da aber meine Mutter so ist, wie ich früher, kann ich sie auf der Gefühlsebene nicht erreichen. Sie verdrängt lieber so etwas wie Gefühle. Sie stellt dann immer auf stur: "Ja klar, ich bin an allem Schuld. Mein größter Fehler war es zwei Kinder zu bekommen!!!"

Danke für den Tipp, mit der ehrenamtlichen Arbeit. Als ich vor einigen Jahren 4 Jahre arbeitslos war, habe ich mich auch in ehrenamtliche Arbeit gestürzt. Ich habe in einem Jugendtreff mit Kindern gearbeitet, kommunal politisch in einer Partei gearbeitet und ich spiele seit dieser Zeit aktiv in einem Theraterverein, Theater. Politik und Jugendarbeit ist gescheitert, nur Theater spiele ich noch jedes Jahr. Klar steigert dass mein Selbstwertgefühl, aber meist nur kurz und vor allen Dingen, ich kann dieses positive Gefühl nicht in mein restliches Leben übernehmen.

Entschuldigt, wenn ich mich sehr negativ anhöre, ich danke jedem dass er mir helfen will, aber ich bin zur Zeit mal wieder in einem sehr tiefen Loch... :-(

Bis bald

Don-Bay

FYlaxck


Man muss dem Leben trotz allem das Schöne abgewinnen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. [...] man seines eigenen Glückes Schmied ist

Es fehlt noch: Mach es wie die Sonnenuhr, zähl' die heiteren Stunden nur.

D\onn-DBay


Tja Flack,

leider scheint in meine Wohnung keine Sonne, also funktioniert die Sonnenuhr bei mir nicht...

k[nuffegltje


[[http://www.die-gbbilder.com/galleries/Sonnenuntergang/AP6020110420.jpg]]

Hier. Ich hab dir eine Sonne mitgebracht. :)*

M;ontyu10x00


Entschuldigt, wenn ich mich sehr negativ anhöre, ich danke jedem dass er mir helfen will, aber ich bin zur Zeit mal wieder in einem sehr tiefen Loch...

und was machst du für dich um da raus zu kommen? Was machst du gerne? Warum machst du genau das nicht?

Darauf hin fragte ich, habe ich wirklich eine Daseinsberechtigung ???

bin neugierig was du als Antwort bekommen hast.

Man kann die Spinne Einfangen und raus bringen, oder drauf treten. Du trittst auf dein Leben und machst dir damit vermutlich immer mehr Baustellen. Es geht auch anders.

Trotz deiner Depression klingst du freundlich und interessant, auch wenn du dein bisheriges Leben als nicht gut empfindest, muss doch irgend etwas in dir danach schreien deine Zukunft für dich positiver zu gestalten.

x9ixown


Hallo Don-Bay, natürlich hast du eine Lebensberechtigung, genauso wie jeder andere auch...das Problem ist nur, deine Eltern hatten leider keine Elternberechtigung :-(

Du kannst nicht im Ernst glauben, dass du an der Misere deiner Eltern Schuld bist ? Leider ist das Gegenteil der Fall : deine Eltern sind Schuld an deiner Misere. Die Sache ist die, deine Eltern haben dich zu Unrecht für ihre Probleme verantwortlich gemacht, weil sie krank sind/waren : dein Vater Alkoholkrank und deine Mutter irgendeine Art der Depression ( eine "gesunde" Mutter geht nicht so mit ihrem Kind um )

Kinder neigen sowieso dazu alles persönlich zu nehmen und sich für alles die Schuld zu geben und deine Eltern haben den Rest dazu beigetragen, dass du diese Schuld verinnerlicht hast.

Du musst also erst einmal "kapieren" dass KEIN KIND AUF DER GANZEN WELT für die Probleme der Eltern verantwortlich ist, also auch DU nicht...

Hör auf dir darüber Gedanken zu machen was dein Vater doch für ein toller Arzt gewesen ist...blablabla....dass dein Vater sein Leben verhunzt hat, liegt daran dass er ein Säufer war - Punkt ! Dafür kannst du am allerwenigsten.....

Ich hoffe, deine Therapeutin kann dir helfen aus dieser völlig surrealen Gedankenwelt raus zu kommen. Du hast 2 Möglichkeiten : Entweder du lebst weiterhin mit diesen lächerlichen Gedanken der Schuld, drehst dich dein leben lang im Kreis und lebst in der Vergangenheit...oder du legst endlich diese unnötigen Schuldgefühle ab, arbeitest daran aus deiner Depression zu kommen und fängst ENDLICH an zu leben und in die Zukunft zu schauen......

Viel Glück

fZlo)_ecxk


deine Mutter irgendeine Art der Depression ( eine "gesunde" Mutter geht nicht so mit ihrem Kind um )

eine gesunde mutter wird auch nicht zum muttersein gezwungen (thema vergewaltigung). :-(

ich hoffe, deine mutter ist auch in behandlung?

Vyersea


Ab meiner Geburt bekam mein Vater, der ein sehr anerkannter uns geschätzter Frauenarzt war (wenn nüchtern), keine Anstellungen mehr als Arzt. Also könnte man es so sehen, dass ich, durch meine Geburt schuld war, dass mein Vater keine Arbeit mehr bekam.

Was kann das konkret mit deiner Geburt zu tun haben? Alkoholismus kann sich nunmal verschlimmern, irgendwann gehts nicht mehr das mit dem Berufsleben unter einen Hut zu bekommen. Selbst wenn da ein Zusammenhang zum Zeitpunkt der Geburt besteht, ist es wennschon seine Schuld, nicht deine. Er hat dich gezeugt und wollte offensichtlich auch, dass deine Mutter dich bekommt. Bezieh' ihre Lebensprobleme nicht auf dich, du trägst keine Schuld dafür, dass sie ein Mensch ist, der Sündenböcke sucht :-/

Stehe ich auf und gehe ich in die Arbeit? Ja, aber nicht weil ich es will oder weil ich es mir wert bin, nein weil ich muss.

Das tun fast alle Menschen so, auch wenn es welche gibt, die es aufgrund ihrer Einstellung lieber tun. Bis auf die, die sich rauswerfen lassen, vom Amt leben oder gleich auf die Straße gehen. Aber das Arbeiten scheinst du dem ja noch vorzuziehen, insofern tust du es doch irgendwie freiwillig.


Ja, ich finde du hast eine Daseinsberechtigung. Ich bin der Meinung, dass die tatsächlich jeder diese Berechtigung "von alleine" hat, sie aber verlieren kann. Möchte jetzt keine großen Beispiele nennen die zur Grundsatzdiskussion führen, ich meine auch keine kleinen Taschendiebe oder so :=o

DronQ-Baxy


Hallo Monty1000,

danke für Deine Antwort.

Bewusst schlecht geht es mir ja erst seit Montag (07.11.11), da ich da ja mein psycho Einzel hatte. Meine typische Reaktion bin ich gleich nachgekommen, Nudeln gegessen.

Leider habe ich nicht viel was ich gerne mache und mir psychisch hilft. Ich radle gern, aber im August wurde mir mein Rad geklaut. Ich schwimme gern im Chiemsee, dafür ist es aber viel zu kalt. Ich verreise gerne, aber dafür habe ich kein Geld.

Wenn es mir schlecht geht verkrieche ich mich in meiner Wohnung, bin im Web unterwegs spiele WOW. Aber dass macht meine Situation nicht besser, eher schlimmer.

Ich bin mir nicht sicher wessen Antwort Du auf meine Frage der Daseinsberechtigung erfrägst, aber ich nehme an Du meinst, was meine Psychologin geantwortet hat. Sie sagte eigentlich dass selbe wie ihr, aber ich lebe bereits seit 30 Jahren mit diesen Selbstzweifeln, dass es nicht reicht, dass eine Person es einmal sagt.

Natürlich kämpfe ich für eine positive Zukunft, besonders seit dem ich alleine Lebe, aber ich habe bereits einige Schicksalsschläge erlebt. Natürlich für psychisch gesunde Menschen, nur Lappalien, aber für mich ein Zeichen, das sich mein Leben, gegen mich verschworen hat.

Ich verlor 1 Schuljahr, als ich nach der 7. Klasse der Hauptschule auf die 7. Klasse der Realschule wechselte. Die Mittlere Reife erreichte ich erst im zweiten Anlauf. Ich verlor meine erste Ausbildungsstelle wegen Bossing (hieß damals nur noch nicht so). Danach war ich 1 1/2 Jahre arbeitslos. Bei der Firma, bei der ich endlich meine Ausbildung zum Bürokaufmann fertig machte, übernahm mich nicht, statt dessen durfte ich zwei neue Azubis anlernen. Danach war ich 4 Jahre arbeitslos. Nun bin ich seit drei Jahren in Arbeit, werde aber demnächst diese Stelle auch wieder wegen Bossing verlieren.

Bis bald

DFon-YBay


Hallo xixon,

danke für Deine Antwort.

Du sagst dass so leicht, aber wenn ich nicht im Ernst dran glauben würde, dass ich an der Misere meiner Eltern schuld bin, würde ich es hier doch nicht schreiben, oder?

Kapieren und akzeptieren im Kopf ist leicht, aber im Herzen/in der Seele ist sehr viel schwerer...

Nein, meine Therapeuten kann mir nicht helfen aus diesem Kreis der falschen Annahmen raus zu kommen, sie kann nur Tipps oder Anleitungen geben, aber es machen, muss ich, selber und dass ist dass schwierige...

Bis bald

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