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psychosomatische tagesklinik - wer hat erfahrungen?

S4cheumiinho69 hat die Diskussion gestartet


hallo,

da bei mir demnächst ein aufenthalt in einer psychosomatischen tagesklinik ansteht, wollte ich hier fragen, wer erfahrungen damit hat, bzw. ob der aufenthalt dort eine verbesserung gebracht hat.

zu mir: ich 42, bin seit 10 jahren wegen depressionen in behandlung, letztes jahr dann bornout. war dann 8 monate krank und habe in der zeit eine ambulante psychotherapie begonnen. nach den acht monaten hab ich dann auf eigenen "wunsch" (bzw. um dem amtsarzt meines arbeitgebers zu entgehen (öffentlicher dienst)) wieder die arbeit aufgenommen. erst 6 wochen wiedereingliederung und danach noch 3 monate in vollzeit.

es kam wie es kommen musste da ich die ganze zeit wusste, dass ich noch nicht gesund bin. erneuter zusammenbruch und jetzt wieder seit über 3 monaten krank. nehm momentan venlafaxin (225 mg/Tag) und bin einigermassen stabil. mir droht jedoch von seiten meines arbeitgebers die zwangspesionierung, wenn sich in den nächsten 3 monaten keine entscheidende verbesserung zeigt.

bitte schreibt mir über eure erfahrungen eines aufenthalts in einer teilstationären tagesklinik oder auch in einer stationären einrichtung

grüße

thomas

Antworten
a=ug(2m3x3


??? ??? ??? ??? Jede Tagesklinik ist anders, jede Klinik mit stationärem Angebot. Was einer in Klinik A als besonders gut und hilfreich fand, hat ein anderer ganz anders dort erlebt.

Tagesklinik soll helfen unter fachlicher "Aufsicht" sich in das normale Leben zurück zu finden und dabei auch die Belastung immer weiter steigend ausprobieren (sollte das Ziel in deinem Fall sein!).

Ich kenne genügend ehemalige Tagesklinik-Besucher, die daraus einen Nutzen gezogen haben. Aber es liegt an jedem selbst, wie gut er dieses Angebot nutzt!

SFchumCinhox69


hallo aug233,

natürlich ist jeder anders. fühl mich einfach unter druck gesetzt, dass es helfen muss. daher meine suche nach erfahrungsberichten.

grüße

thomas

jBinkax23


Hallo Schuminhof69,

also ich war von Mai 2009 bis Oktober 2009 in einer Tagesklinik. Mir hat das ganze schon was gebracht. Vor allem fand ich schön das ich Abends nach Hause durfte zu Mann und Kind. Das hat mir zusätzlich Kraft gegeben.

Was ich aber auch sagen muss, das die ersten 2-3 tage die pure Hölle waren , wo ich viel geweint habe und etliche male gesagt habe ich brech das ganze ab.

Was schön ist , ist der austausch mit Leuten die auch dort sind in Behandlung. Die Denkensweise ist einfach gleich im gegensatz zu normalen.

VOn daher wag den Schritt ruhig und mach dir keinen Druck :) @:)

W>ol=f+gaxng


Ein helfen "muss" wird es nicht geben. Eine solche Therapie ist langdauernd und anstrengend. Sie wird dir aber auch möglicherweise viele andere Lösungswege zeigen als nur die, wieder an den alten ARbeitsplatz zurückzukehren. Betrachte es als Chance, dir über dein Leben klar zu werden.

SxchuJmninuhox69


@ jinka23

ich selber mach mir keinen druck, das hab ich schon gelenrt 8-) , so lange? war eher auf maximal 6 wochen eingestellt... :-o

@ wolfgang

ich weiss, dass es ein muss nicht geben wird. und mit langdauernd und anstregend kenn ich mich nach den letzten 10 jahren kampf schon aus.

aber will ich die chance nutzen? manchmal denk ich, ich will gar nicht mehr gesund werden, um den ganzen druck von aussen einfach hinter mir zu lassen... einfach als pensionierter kranker weiterleben ohne den druck der arbeitswelt ":/

grüße

thomas

WHol)fgaGng


will ich die chance nutzen? manchmal denk ich,...

Na und ??? Das wäre vielleicht nicht die schlechteste der Lösungen. Ich würde das durchaus als "nutzen einer Chance" bezeichnen.

S6chumginhoq69


könnte durchaus sein, aber hier schlägt einfach mein in den letzten 25 jahren durch mich selbst und die gesellschaft eingeimpftes schlechtes gewissen durch.... faules beamtenschwein, dass sich mit 42 jahren mit ca. 1100 euro netto zur ruhe setzt, um mal klartext zu sprechen :-/ ... hab wohl scheu, meine hier mal ausnahmsweise unwiderlegbar bestehenden "beamtenprivilegien" zu nutzen... weiss eben hier sehr wohl um meine vorteile gegenüber eu-rentner...

aber auf der anderen seite bin ich jetzt 10 jahre mit ad´s in die arbeit gegangen und hab sehr gute leistugen gebracht, um eben jeden vorurteilen den beamten gegenüber entgegenzuwirken und nur nicht in die schublade: psychisch nicht belastbar gesteckt zu werden.

grüße

thomas

jhinkaz23


Ja solange Schumin...aber die Zeit ging so schnell vorbei, das war echt wahnsinn. Es dauert ja auch eine weile bis man sich eingelebt hat und mit Medikationen ( wenn Du welche bekommst ) richtig eingestellt bist.

a(uga233


Die Gefahr besteht, dass du bis zum Pensionsalter 65 wirklich krank bist, obwohl es nicht sein müsste. Das heutige Arbeitsleben, auch das Beamtenleben, ist sicher kein Zuckerschlecken. Aber dem mit Krankheit auszuweichen könnte sich im Nachhinein als Irrtum erweisen. Ein negatives Moment ist schon genannt worden: "fauler Beamter mit 42"; das kann zu mehr als nur einfachen Depressionen führen. Traurig ist einfach in unserem Land, dass im Beamtenrecht die Spielräume für andere Verwendungen (gleicher Dienstherr) oder andere Arbeitsbereiche (ganz anderer Dienstherr) so eng sind. Mehr Durchlässigkeit könnte hilfreich sein.

S*chumitnho6x9


hallo aug233,

Aber dem mit Krankheit auszuweichen...

ich will der arbeitswelt nicht durch krankheit ausweichen. aber ich bin im moment so krank, dass ich nicht arbeiten kann. meine depressionen sind mittlerweile chronisch trotz ad´s. du hast leider recht, das beamtenrecht ist flexibel wie ein amboß :)z

hallo jinka23,

Ja solange Schumin...aber die Zeit ging so schnell vorbei, das war echt wahnsinn. Es dauert ja auch eine weile bis man sich eingelebt hat und mit Medikationen ( wenn Du welche bekommst ) richtig eingestellt bist.

danke, dass du mir mut machst.

grüße

thomas

a=ug2x33


Thomas, mit "...Krankheit ausweichen" habe ich nicht gemeint, dass dies bewusst geschieht; das passiert leider unbewusst und dem muss man sehr aktiv gegensteuern.

Wenn die Klinik eine gute Sozialberatung hat, dann sollte man dort alternative Wege ins Berufsleben finden. Also auf Beratung drängen!

S-chum,inh ox69


hallo aug233,

bin mir der problematik durchaus bewusst, die du beschreibst. "wenn ich wieder gesund werde, muss ich ja wieder voll arbeiten und dann gehts wieder bergab, also werd ich halt nicht gesund."

hab ich auch schon mit meinem psychotherapeuten besprochen. er sieht die gefahr bei mir eher nicht. ist wohl angst vor einem erneuten rückschlag, hatte ja schon letztes jahr 8 monate krankheit, dann 6 wochen wiedereingliederung, 3 monate vollzeit und dann wars wieder vorbei... {:( . ansonsten hab ich auf meiner dienststelle einen superchef, tolle kollegen, einen kurzen arbeitsweg und eine anspruchsvolle arbeit gehabt. aber ging dann halt stetig bergab.

gibt übrigens im starren beamtenrecht die möglichkeit einer "teildienstfähigkeit". bedeutet mindestens 21 wochenstunden, also 50% arbeiten und dafür gibts finanziell die mindestpension plus noch einen zuschlag. deutlich mehr als als normaler teilzeitler. hat mir auch die amtsärztin (schreckliche person) angedeutet.

könnte eine gute alternative für die zukunft sein.

grüße

thomas

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