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Was ist das? "Hirn schaltet sich aus"

S~heixlan hat die Diskussion gestartet


Hallo,

das ganze wird ziemlich lang, ich hoffe es findet sich der ein oder andere der mir helfen kann.

Zu meiner Vorgeschichte: Ich war schon immer etwas misstrauisch fremden gegenüber, aber grundsätzlich positiv eingestellt. Mein Leben war ok.

Ich hatte zwar immer wieder abstürze, habe mich lange geschnitten (das letzte mal ist aber sicher schon 6 Jahre her).

Ich wurde schwanger, bekam ein Kind. Schwangerschaft (trotz Job) und die erste Zeit zuhause (bin völlig alleine mit dem Kind, Vater kümmert sich nicht) waren die schönste Zeit meins Lebens.

Mein Körper veränderte sich extrem nach der Schwangerschaft. Ich nahm ordentlich zu rund 30 Kilo von Normalgewichtig bis nun stark übergewichtig. es kam in den Ersten 1,5 Jahren nach der Geburt ca 2 mal vor das mein Hirn sich abschaltete – wie ich es nenne. Ich laufe ca 2 Wochen wie hinter einer nebelwand umher, bekomme alles deutlich langsamer mit. Habe probleme Dinge scharf zus tellen (auge) es dauert einfach alles enorm lange – für mich.

Offenbar merken Menschen in meiner Umwelt davon nichts.

In solchen situationen verzweifle ich da man aber offenbar nichts merkt behalte ich es für mich.

Meine Schilddrüse wurde öfters überprüft. mal war sie zu niedrig, mal zu hoch, mal ok.

Ich bekomme meine REgel extremst unregelmäßig, mal binnen 40 tage, mal dauerte es bis zu 120 Tage.

Im Letzten Jahr kam es ungefähr 2 mal vor das sich mein Hirn abschaltete.

Im Februar dieses Jahr habe ich einen neuen Job auf 30 Stunden angenommen. Es ist schwer, keine Frage, aber kein Job in meinem Leben war bisher einfach – für mich. Was es aber enorm schwer macht sind meine mittlerweile durch das gewicht bedingten extremen Minderwertigkeitsgefühle.

Es kam das erste mal nach 2 Monaten das sich mein hirn verabschiedete. Mitten während der arbeit. Es war grauenvoll weil ich kaum fähig war meinen Job zu tun, und das noch in der Probezeit. Ich bin verzweifelt an einen Arzt gegangen der das nach kurzem mustern meiner Arme (Narben) und vorgeschichte gleich in die Psychoschiene stecken wollte.

Zumindest hat er weitergehende untersuchungen beim Augenarzt und ein CT angeordnet um mal zu kucken ob vom Hirn her alles ok ist weil ja schilddrüse immer mal probleme macht und Geschlechtshormone.

Der Augenarzt war enttäuschend, denn trotz der eben wenn mein hirn sich ausklinkt massiver Probleme (Helligkeit, Scharfstellung – Akkomodation) war klinisch nichts zu finden.

Beim CTG kam raus das ich ein ca 0,92mm großes Hypophysenadenom habe. Das wurde als Zufallsbefund abgetan. Trotzdem eine Überweisung zum Endokrinologen der halbherzige Tests zwischen Tür und angel anordnete – angeblich alles völlig ok.

Das war im April. Seither ist es noch 2 mal vorgekommen, ganz aktuell ist es das 3. mal – also insgesamt dieses Jahr das 4. mal das es mir quasi die Sicherungen raushaut. 2 mal gleich mit dem ersten Tag des Urlaubes – der dadurch natürlich völlig für die Katz war. Dieses mal zeitgleich mit einer Fiesen erklältung.

Der ganze Spuck ist immer relativ püntklich nach 2,5 wochen vorbei (wird schleichend besser).

Mein Leben ist mittlerweile binnen fast einen jahres eine Ruine. Ich habe zwar rund 5 Kilo abgenommen – fühle mich aber schäbig und eklig wie nie. Fühle mich von jedem angesehen, gemustert. Selbst in meienr Wohnung habe ich das ständige Gefühl beobachtet zu werden (ringsrum sind fenster von anderen Wohnungen).

Ich habe probleme Spazieren zu gehen weil ich mich einfach "schmutzig und eklig" fühle so wie ich bin, assozial und schlechter als andere Menschen.

Das alles war aber noch nicht da als das ganze so schleichen (1 mal im Jahr) begann.

Hat jemand im Ansatz was das sein kann? Natürlich kann ich zum Psychologen gehen – aber hier wartet man mindestens 5-6 monate auf einen Termin – und weiß dann noch nicht mal ob derjenige auch "passt". Zudem es offenbar normal ist das man psychologen immer nur stündlich 5 minuten erreichen kann und durch arbeit und Kind ist es echt schwer die Zeiten abzupassen – oder wenn ich es mal schaffe – dann nimmt keiner ab.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll... mein leben entgleitet mir. Lebensqualität ist gleich 0

Antworten
SAhecila.n


was ich vergessen habe:

In diesen "Phasen" gibt es noch andere "Symtome"

Ich schwitze sehr schnell, werde fahrig, in meinem Epfinden zittrig.. meine Hände zittern total wenn ich etwas tue. Ich habe durchaus mal Herzrasen. Selten pochte es im kopf (also nicht direkt kopfweh, sonder so als würde ich das Blut dort pulsieren merken).

Ich "höre" deutlich schlechter.. allerdings vermute ich das das nicht wirklich was mit den ohren zu tun hat, ich kann nur nicht mehr als eine sache wahrnehmen. WEnn ich mit etwas beschäftigt bin merke ich also einfach gar nicht das man was von mir will, oder was sonst noch im Raum passiert.

Automatismen funktionieren. Also sowas wie autofahren, ich habe voll Reaktionsvermögen.

Es ist echt doof das zu beschreiben. Es ist als würde jemand anderes die kontrolle über mich haben und ich sitze irgendwo im kämmerlein und bekommen nur diehälfte mit. Ich kann natürlich steuern was ich tue.. aber eben irgendwie auch nicht richtig.

In diesen Phasen setzte ich mich kaum ins Auto weil obwohl eben die Reaktion etc da ist, ich einfach angst habe weil es mir so ferngesteuert vorkommt.

Emotionen sind verstärkt, weil ich sie fühlen will, sie sich aber dumpf anfühlen und fremd. Das führt dazu das es mir noch schlechter geht weil ich aus dem teufelskreis einfach keinen WEg nach draussen finde und für alle welt "normal" bin – mich aber nicht so fühle.

E`quiXlizxer


Darf ich fragen wie alt du bist? Und bist du immer noch stark übergewichtig?

PGetra B\uch


Hallo Sheilan,

spontan fällt mir dazu ein, dass es in vielen Städten bzw. bundesländerübergreifend Therapeuten/Hotlines gibt, die freie Therapieplätze vermitteln. Vielleicht findest Du eine geeignete Anlaufstelle über Google. Eine andere Idee wäre ein Erstgespräch bei einer psychosomatischen Klinik in Deiner Nähe auszumachen. Da Du auch körperliche Symptome beschreibst, könnte das eine Möglichkeit sein. Es gibt sicherlich Wartezeiten für einen solchen Termin, aber es wird sich dabei eher um 5 Wochen als 5 Monate handeln. Die Möglichkeit für Erstgespräche gibt es übrigens auch bei den meisten Therapeuten. Auf so einen Termin muss man meist auch nicht lange warten. Der Vorteil ist, dass man so schon mal einen ersten Eindruck vom Therapeuten gewinnen kann und entscheiden kann, ob man sich überhaupt auf die Warteliste setzen lassen möchte. Am besten lässt man sich auch gleich auf mehrere Wartelisten setzen. So läuft man nicht Gefahr, dass man wieder vor dem nichts steht, wenn es mit dem Therapeuten, auf dessen Therapieplatz man evtl. 6 Monate gewartet hat, nicht so gut klappt. Eine vierte Möglichkeit, die mir einfällt, (aber wahrscheinlich nicht Deine erste Wahl auf Grund Deiner Job/Familiensituation wäre ein stationärer Klinikaufenthalt (z.B. in einer psychosomatischen Klinik).

Ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass die Suche nach einem Therapeuten sehr frustrierend sein kann, gerade dann, wenn man Hilfe besonders nötig hat. Aber gerade in diesem Fall lohnt es sich, dranzubleiben.

Insgesamt erinnert mich die Beschreibung Deiner Symptome übrigens sehr an die Anfangsphase meiner Schilddrüsenunterfunktion. Ich hatte damals fast die gleichen Symptome (Zittrigkeit, Fahrigkeit, Schwitzen, schlecht hören, schlecht sehen, Gehirnnebel...). Eine Anlaufstelle wäre hier z.B. ein Endokrinologe. Andererseits will ich mich mit medizinischen Tipps lieber zurückhalten, weil man bei "Ferndiagnosen" auf Grund eher unspezifischer Symptome sehr schnell sehr falsch liegen kann. Ich schriebe es nur, weil Du erwähnt hast, dass Deine Schilddrüsenwerte teilweise nicht "in Ordnung" waren.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute!

P.

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