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Machen Antidepressiva gefühlskalt?

aSllesd.oof hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

nehme jetzt schon 2 jahre citalopram aufgrund einer angststörung. mir ist aufgefallen, dass ich kaum noch weine, und dinge nicht mehr so schnell an mich ranlasse (schlechte dinge).. soweit so gut. aber kann es auch sein, dass antidepressiva dafür sorgen, dass man POSITIVE gefühle auch weniger wahrnimmt? ich habe den eindruck dass sie mich auf eine art gefühlskalt machen.

was ist eure erfahrung?

Antworten
S(chlQitzaquge67


Klar, kann das sein. Wirkt doch auf's Gehirn. Und wo Wirkungen sind, sind auch Nebenwirkungen.

Und – hast Du ein Konzept neben den Tabletten, um die Ängste zu überwinden/heilen? Konfrontationstherapie, Verhaltenstherapie o.ä.? Sonst dümpelst Du noch in 30 Jahren nur mit Tabletten durch die Gegend. Die Ändern ja schließlich nichts an der Ursache....

Gerade Angststörurngen kann man gut heilen. Und dann brauchts auch keine Tabletten mehr.

Und erhöht die Lebensqualität.

a1ll+esdxoof


schlitzauge67:

nein, leider noch nicht. ich war mal in therapie, und das hat meiner meinung nach nicht viel verändert. manchmal denk ich mir kann man einfach nicht helfen :/

ich hab die tabletten bekommen wegen der angststörung. sind ja eigentlich gegen depressionen. aber die hab / hatte ich wohl auch..

SSchHlitz$augxe67


Ich habe in einigen Jahrzehnten mehrere Therapien gemacht, war schon 6 x in Kliniken.

Gar nichts zu machen, ist allerdings das wenig Effektivste. Und eine Therapie bringt so viel, wie man sich selbst einbringt. Wenn man gar nicht mit einem Therapeuten zurechtkommt, sollte man auch wechseln.

... und niemand sage hier: und, schon so viel Therapien – und warum hat es nix geholfen?

Gefühle aufzuarbeiten ist harte Arbeit, das hört nie auf. Ich fand die Kliniken immer besser als die ambulanten Therapien. Da kommt man besser an seine Gefühle/Ängste heran, kann unmittelbar nach einem AH-Effekt dies zeitnah aufknüpfen, dran arbeiten.

EFT, REMT, moderne Therapiearten – in Kliniken bekommt man die, die ambulanten Therapeuten dürfen aber diese Methoden nicht anwenden, weil sie zwar was bringen, sie aber von den Krankenkassen nicht bezahlt werden.

Man muß sich immer entscheiden. Ich habe das immer getan. Es ist für mich, ich bin es mir wert und ich profitiere davon. 1 x im Jahr gehe ich immer als Akuteinweisung in eine Klinik. Und mein Leben wird dadurch immer besser.

6 Wochen intensives 'Lebenstraining'.

Tabletten brauche ich nicht mehr.

Kdl9einfewaldfxee


Ich kenne mich mit ADs zwar nicht aus, aber ich denke es ist definitiv das schlimmste und falscheste was man machen kann, wenn man über so einen langen Zeitraum das Zeug schluckt. Das ist KEIN Hustensaft, sondern ein sehr schwer einschätzbares Medikament, das immer noch viel zu viele Ärzte ohne blassen Schimmer verschreiben und die Gefahr die von solchen Medikamenten ausgehen völlig unterschätzen. Man kann die Seele und die kaputte Gefühlswelt eines Menschen nicht mit Psychopharmaka heilen. Dieses Medikament zerstört oft mehr, als das es auch nur im geringsten Ansatz hilft. Viele bekommen es verschrieben, nur weil sie mal ein paar Monate ne schelchte Phase hatten, meine Güte die hat jeder Mensch sein ganzes Leben lang, immer wieder.

Ich finde Dpressionen sind irgendwie auch wirklich zur Mode-Erkrankung verkommen. Damit möchte ich keineswegs die gefahren oder Ähnliches unterschätzen und ich WEIß das es Menschen gibt die diese haben, aber heute scheint halb Deutschland depressiv zu sein. Und eben durch diese Massen-Diagnose: Depression, gehen die jenigen in der Masse unter, die WIRKLICH Depressionen haben. Ich maße mir nicht an zu entscheiden wer welche hat und wer nicht, ich finde einfach nur die Diagnose wird heute viel zu schnell gestellt und ADs auch viel zu schnell verordnet.

Diese Diagnose stellen und das Medikament verordnen sollten nur Psychologen und KEINE Hausärzte oder Ähnliche.

Und zu deinem Problem: gehe zum Psychologen und lass deine Angststörung behandeln und lasse überprüfen ob ein AD WIRKLICH nötig ist. Denn die Nebenwirkungen bekommst du schon mehr als deutlich zu spüren.

BWru.ce21


Diese Diagnose stellen und das Medikament verordnen sollten nur Psychologen und KEINE Hausärzte oder Ähnliche

Psychologen sind in der Regel keine studierten Ärzte und dürfen keine Medikamente verschreiben.Das dürfen nur Psychiater,unter Umständen auch Psychotherpeuten.Nur der richtigkeit halber ;-) !

Aber es dürfen auch Hausärtze und ich stimme zu das einige etwas vorschnell mit dem Schreiben von ADs sind.Es gibt aber auch Hausärtzte die Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen haben,meiner zum Beispiel.Und wenn er mir meiner mir damals nichts verschrieben hätte....Ich will lieber nicht drüber nachdenken.

Die richtige Anlaufstelle beim verschreiben von Psychopharmaka ist der aber der Psychiater.Leider ist es nicht einfach ein Termin zu bekommen,weil viele total uberlaufen sind.Meiner Psychiater hat sogar eine Zeit lang keine Neupatienten mehr angenommen.Und noch übler sieht es bei den Psychotherapeuten aus.

Die erste Anlaufstelle ist aber nunmal der Hausarzt,und mit entspechenden Kenntnissen und Erfahrungen sollte auch er Ads verschreiben.Das kann unter Umständen auch lebensrettend sein..

HZatwari


Das kann unter Umständen auch lebensrettend sein..

Oder lediglich lebensverlängernd. %-| :-|

KdleAinewgaldKfee


Psychologen sind in der Regel keine studierten Ärzte und dürfen keine Medikamente verschreiben.Das dürfen nur Psychiater,unter Umständen auch Psychotherpeuten.Nur der richtigkeit halber

Und wieder was gelernt. :)

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