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Ist ein Leben ohne Beziehung noch lebenswert?

d-amiQkx184 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hatte bis jetzt noch keine richtige Beziehung, und egal wie sehr ich mich auch darum bemühe es funktioniert einfach nicht. Die letzte hat gerademal 2 Wochen gehalten, und selbst das war der reinste albtraum für mich.

Ich sehe langsam keinen Sinn mehr darin weiterzumachen, und wollte von euch wissen was Ihr von einem Leben in dem es keine Liebe keine Seelenverwandten und keine Menschen gibt die einem nahe stehen gibt.

Wenn man jede Hoffnung auf zwischenmenschliche Beziehungen begraben hat – was ist es noch wert weiter zu leben?

Ich finde keine Antwort darauf.

Antworten
K!raxbbat


Hi Damik,

darf ich fragen, wie alt Du bist?

MUarntien'chexn


Ich frag mich jetzt in erster Linie, ob Du die Frage wie im Titel gestellt meinst, also ob ein Leben ohne Beziehung im Sinne einer Partnerschaft lebenswert ist, oder ob Du eher das später Geschriebene meinst, ein Leben ohne zwischenmenschliche Beziehungen.

Denn ein Leben so ganz ohne jede zwischenmenschliche Beziehung kann ich mir auch nur schwer vorstellen, halte es aber dennoch für lebenswert, ein Leben ohne Beziehung im Sinne einer Partnerschaft hingegen finde ich eigentlich überhaupt nicht schlimm, vielmehr noch, ich würde mir noch nicht einmal die Frage stellen, ob ich es schlimm finden könnte. Ich finde das Leben an und für sich sehr lebenswert und würde diese Tatsache gar nicht im Zusammenhang mit einer Partnerschaft sehen.

dPamikP18x4


Ich bin 27 – Die Frage bezieht sich eher auf auf ein Leben ohne Partnerschaft – wobei alle andere Beziehungen sehr oberflächlich sind – d.h. es gibt niemanden mit dem man über seine Problem reden kann – abgesehen vieleicht von einem kaputten auto.

Für mich ist es einfach das schlimmste, auf dauer eine Leben geprägt von Zurückweisung und ohne einen partner dem man vertrauen kann zu führen. Die letzen 3 Jahre gab es keinen Tag an dem ich keine Selbstmordgedanken hatte, und jetzt kurz nach einem erneuten Scheitern einer Beziehung scheint es nur noch diesen Ausweg zu geben.

Ist diese extreme Wunsch nach Bindung schon krank?

M-art ienchxen


"Krank" – darüber möchte ich nicht urteilen. Ich weiß es auch nicht. Ich kann Dir nur sagen, dass es in meinen Augen nicht normal ist und dass es bei mir und anderen in meinem Umfeld nicht so ist. Ich selbst habe zB meine letzte feste Beziehung im Sommer 2009 beendet und bin seitdem mehr oder weniger allein, finde das aber tatsächlich wirklich überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, ich glaube, wenn ich irgendwann mal verheiratet bin (oder sein sollte) und Gören habe, werde ich mich tierisch nach dieser Zeit zurücksehnen. Ausgehen sooft und wann und mit wem man möchte, zur Not auch jeden Abend. Oder einfach das Telefon und die Klingel aus, aufs Sofa und das Wochenende durchratzen und mit niemandem reden müssen. Den Nervenkitzel, so überhaupt nicht zu wissen, was noch alles Spannendes auf einen wartet. Ich finde es wirklich großartig! Natürlich hat eine Beziehung Vorteile, Alleinsein aber auch, man kann diese beiden Zustände nicht gut miteinander vergleichen. Wie dem auch sei – ich find, man hat schon so viel Witziges erlebt, im Zweifel gehts genau so witzig weiter. Was soll man da rumlamentieren und Angst vor dem haben, was kommt. Damit verschwendet man wertvolle Lebenszeit.

Ich weiß nicht, ob Dir solche Aussagen helfen können. Ich will nicht, dass es klingt wie "Hey Alter, das Leben ist doch schön" – blabla. Das meine ich nicht. Ich will Dir nur sagen, dass es zu diesem Thema verschiedene Einstellungen gibt und dass man beide prima leben kann. Wenn Du aber wirklich so weit bist, dass für Dich alles von einer Partnerschaft abhängt und Du wirklich darüber nachdenkst, Dir (vermeintlich) deshalb das Leben nehmen zu wollen, dann solltest Du therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. :)*

d.ami!k1x84


Danke für deine Antwort. Ich verstehe deinen Standpunkt durchaus – und jeder "normale" mensch vermutlich ebenso.

Mein problem ist das ich keinerlei hoffnungen oder perspektiven habe – kinder oder ähnliches sind für mich so unerreichbar wie nur möglich.

Mit Therapie hab ichs schon 2 Jahre lang versucht, hat mir aber nicht weitergeholfen. Noch eine kann ich mir nicht leisten.

HIaUgalaxz77


nicht leisten? hast du die therapien selbst finanziert oder würde die kasse keine weitere übernehmen?

d`am2ik18x4


Ich hab die selbst bezahlt, meine krankenkasse bezahlt die nicht. die bezahlt immer nur 2 wochen krankenhaus wenns schief läuft.

Hna~lbUnd'Halxb


Ich finde das alles schon etwas krass, was Du schreibst. Dass man unter dem Singlesein leidet, okay. Aber deshalb mit ständigen Selbstmordgedanken. Das finde ich schon etwas heftig.

Du bist mir Dir selbst nicht im Reinen. Da kann eine Beziehung, sofern Du denn jemanden findest, nicht funktionieren. Oder soll Deine zukünftige Partnerin den Therapeut ersetzen?

HColadxi


Ich bin 38 und hatte auch noch nie eine Beziehung. Trotzdem finde ich das Leben lebenswert. An Selbstmord gedacht habe ich hin und wieder auch schon, aber Gott sei Dank sind das immer nur kurze Momente. Ich überlege mir in solchen Momenten einfach, was alles gut läuft in meinem Leben (eigentlich das meiste, abgesehen davon, dass ich eben keine Beziehung habe) und was ich alles vermissen würde wenn mein Leben morgen vorbei wäre (wenn man denn nach dem Tod überhaupt noch etwas vermissen kann). Und dann verschwinden diese Gedanken ziemlich schnell wieder.

Warum hat es denn bei dir bis jetzt noch nie mit einer Beziehung geklappt? Um was ging es denn in deiner Therapie?

HmeNlixa 80


Im Prinzip bin ich der Meinung daß jeder Erwachsene auch mal eine Singlephase durchleben sollte. Ich hab z.B. eine Freundin, 32 Jahre alt, die ist seit ihrem 15. Lebensjahr keinen Tag Single gewesen. Und irgendwie, sagen wir es würd ihr mal guttun allein zu sein.

Aber mit 27 noch nie eine Beziehung gehabt zu haben, bzw. überhaupt keine zwischenmenschlichen Beziehungen die tiefergehen fände ich ebenfalls zermürbend.

Aber woran liegt es? Was glaubst du? Wie würdest du dich selbst beschreiben und einschätzen? Erzähl mal ein bisschen von dir wenn du magst, wir könnten uns dann ein besseres Bild von dir machen. @:)

dNamik1x84


Danke für eure Antworten. Im Moment gehts mir echt schlecht – meine aktuelle Freundin hat mir gerade den Laufpass gegeben. Ich verstehe die Welt einfach nicht mehr. Angeblich ist der grund das ich mich per sms erkundigt habe obs ihr gut geht – das sei "nicht cool". Jetzt bekomme ich überhaupt keine Antwort mehr von ihr – als würden wir uns nicht kennen. Ich wollte nur nett sein, aber langsam habe ich den Eindruck das einfach meine Persönlichkeit das Problem ist. Ich neige schnell dazu jemanden gern zu haben – das stößt offenbar auf Abneigung.

Bis zu meiner ersten "Beziehung" habe ich noch an die große Liebe geglaubt, als diese aber nach 3 Wochen zerbrach wars vorbei.

Was mir auch sehr zu schaffen macht – niemand sagt mir was ich falsch mache oder worans liegt – es ist einfach nur "schluss" und ich kann den grund dafür nur erraten. Ich glaube einfach ich bin zu "weich" für diese Welt. Die für mich wichtigsten punkte in einer Beziehung sind ehrlichkeit und treue – was vermutlich daran liegt das ich in meinem Leben noch niemandem vertrauen konnte, nicht einmal meinen engsten Verwandten (eltern, etc..). Bei meiner letzten Freundin bin ich extra vorsichtig vorgegangen um sie nicht zu sehr einzuengen, aber wieder ohne erfolg.

Bei meiner Psychotherapie gings um Tiefenpsychologie – Ereignisse in meiner Kindheit etc.

Leider hat das nichts geändert – ich bin einfach am ende.

Als anmekrung an dieser stelle: Bereits mit 14 war es für mich unvorstellbar eine Freundin zu haben, seit dieser zeit belastet mich das sehr. Damals konnte ich das noch leichter verdrängen, aber jetzt habe ich einen job – geregelten alltag und ich frage mich nur "wofür das ganze"? Wenn das einzige wonach ich strebe unerreichbar für mich ist.

Wie ich mich selbst einschätze – im moment einfach als das abziehbild eines loosers ohne den die welt besser dran wäre. Ich denke einfach ich habe keine eigenschaften die eine Frau anziehend findet – ich bin weder cool noch witzig einfach eine graue alltagsgestalt.

Ich bin einfach am Ende – ich verspüre keinerlei anreiz mehr weiterzumachen.

danke fürs zuhören...

H9elica 8x0


Schwierig ":/

Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht was ich dir raten soll. Aufmunternde Worte alá: Das wird schon, arbeite an deiner Ausstrahlung, komm raus aus dem Selbstmitleidssumpf... , ich glaube sie bringen dich nicht weiter, du wirst sie schon zu oft gehört haben.

Ich glaube dein Problem sitzt tiefer.

Erstmal deine Selbsteinschätzung. Du machst mir den Eindruck am Boden zerstört zu sein, aber ich glaube nicht daß du ein Suizidkandidat bist. Für mich kommts so rüber als wäre der Suizid der letzte, einfache, bequeme Ausweg für dich. Du magst den Gedanken daran, findest ihn wahrscheinlich tröstend?

Doch ich glaube nicht daß bei dir schon alles verloren ist, schau mal, du bittest um Hilfe, wendest dich an ein Forum und möchtest etwas an deiner Situation ändern. Das ist doch schon mal positiv :)^

Du empfindest dich als Versager, als elendigen Looser der nichtmal eine Beziehung auf die Reihe bekommt. Du denkst du kannst einer Frau nichts bieten, bist einfach nur ein grauer Mann.

Und du kannst dich selber ganz gut fertig machen und dich runterziehen. Aber warum? Warum trittst du dein Ego mit Füßen und warum fühlst du dich so wertlos? Weil es mit den Beziehungen nicht klappt?

Was bedeutet eine Beziehung für dich? Was erwartest du von einer Beziehung? Wenn du deine bisherigen Beziehungen mit einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre das ?

Und wie würdest du dein Verhalten in bisherigen Beziehungen beschreiben? Fordernd, Klammernd, Gleichgültig... ?

Und ich würde mich freuen, wenn du mir eine positive Eigenschaft von dir nennen könntest. Und ich will nicht hören :"Ich habe keine".. Jeder hat mind. eine positive Eigenschaft, auch wenn du es nicht glaubst oder wenn du sie im Moment nicht sehen kannst oder willst.

Ich weiß, ich frage viel, aber ich möchte hier nicht ins Blaue hineinraten.

P.S. Ich bin erst am Montag wieder da, kann also dauern mit der Antwort. @:)

HDeliax 80


Als anmekrung an dieser stelle: Bereits mit 14 war es für mich unvorstellbar eine Freundin zu haben, seit dieser zeit belastet mich das sehr. Damals konnte ich das noch leichter verdrängen, aber jetzt habe ich einen job – geregelten alltag und ich frage mich nur "wofür das ganze"? Wenn das einzige wonach ich strebe unerreichbar für mich ist.

Warum ist/war es für dich unvorstellbar eine Freundin zu haben? Ist es Angst vor der Nähe? Oder Angst vor Zurückweisung? Oder dachtest du damals schon daß eine Frau für dich unerreichbar ist und dieser Gedanke zieht dich runter? @:)

C4aoi"mhe


Ich hab z.B. eine Freundin, 32 Jahre alt, die ist seit ihrem 15. Lebensjahr keinen Tag Single gewesen. Und irgendwie, sagen wir es würd ihr mal guttun allein zu sein.

Warum?

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