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Ist ein Leben ohne Beziehung noch lebenswert?

Htel\ia _8x0


Ums kurz zu machen, mit ihrem derzeitigen Partner hat sie immer öfter Schwierigkeiten und viele dieser Schwierigkeiten könnten daher kommen weil sie eben nie alleine war.

Sie sagt selber daß sie nicht alleine sein kann, sie kann es sich nicht vorstellen wie es ist.

Ich glaube es würde ihre Sichtweise auf manche Dinge positiv verändern.

Ich will hier nicht den Faden sprengen, auch will ich nicht das Beziehungsleben meiner Freundin hier bis ins Detail beschreiben. ;-) *:)

mBigueljmaria%chxi


Der Mensch ist allein. Ganz am Anfang ist er es, ganz am Ende auf jeden Fall auch – und ganz oft zwischendrin. Die Momente, in denen man nicht allein ist, sind meist rar und schön, aber reichen nicht aus als Antrieb, weiterleben zu wollen, er kann nicht allein daraus kommen, sondern braucht auch andere Bestandteile. Warum also immer in einer Beziehung sein müssen, könnte man fragen.

Gleichzeitig ist der Mensch auch auf Zusammensein ausgelegt, wir haben zwei Geschlechter, die gemeinsam Dinge schaffen können, Partnerschaften formen und für Nachwuchs sorgen. Warum also sollte man allein sein, könnte man fragen.

Man sollte sich nun versuchen, sein Leben mit Beziehung schön zu gestalten, und ebenso sein Leben unabhängig von Beziehung ausbauen. Karriere machen oder irgendwas anderes finden, worin man gut ist, um seinem Ego über die Defizite hinwegzuhelfen. Defizite abzubauen und auf diese Weise an sich zu arbeiten, soll übrigens auch gut fürs Ego sein.

Wenn das alles immer noch nicht reicht, um das Leben schön zu finden, dann bleibt neben dem oben angesprochenen Ausweg nur, es zu tragen wie ein Mann und auszusitzen bis zum Schluss. All diejenigen, die sich nicht überzeugen können, dass das Leben lebenswert ist, sich aber auch nicht umbringen möchten, machen das immerhin so.

dhamik6184


Zum Thema es zu tragen wie ein Mann – Ich bin einfach kein "Mann" deshalb ja meine probleme.

Wie würde ich mit einem Wort meine bisheringen Versuche einer Beziehung beschreiben: katastrophal

Denk Selbstmordgedanken finde ich sehr tröstend, da er mir einen Ausweg zeigt, den einzigen wie ich finde. Keine ahnung woher mein nicht vorhandenes selbstwertgefühl kommt, es sit einfach nicht da.

Ich vermute ichw ar in den bisherigen Beziehungen eher klammernd – auch wenn ich aktiv versuchte habe das zu verhindern.

Eine positive Eigenschaft ist vieleicht, dass ich gut zuhören kann – nur erzählt mir selten jemand etwas.

Ich denke die Angst vor Zurückweisung ist sehr groß.

Karriere amchen usw – Ich bin in meinem Beruf sehr gut und habe da einige Möglichkeiten. Ich habe den Job allerdings letzte Woche hingeschmissen, weil ich privat einfach nicht klar komme, was sich natürlich auch auf meine Arbeit auswirkt. Mein Ego ist so gut wie nicht vorhanden, ihr hier im Forum seit die inzigen mit denen ich darüber sprechen kann – das sollte schon einiges über mein soziales Umfeld sagen.

H&oladxi


Tut mir leid, aber ich weiss gerade echt nicht was ich dir sagen soll :-/ Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass wir hier im Forum dir in deinem momentanen Zustand wirklich helfen können. Auch wenn du schon mal erfolglos eine Therapie gemacht hast solltet du professionelle Hilfe in Betracht ziehen. Vielleicht war es beim letzten Mal nur die falsche Therapie oder der falsche Therapeut.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und hoffe, dass du nicht aufgibst :)*

MAaortienxchen


Wie geht es Dir inzwischen? *:) Ich finde es leider auch sehr schwer, Dir etwas zu raten, denn Du wirkst eben nicht wie jemand, der akut Liebeskummer oder gerade mal eine depressive Episode hat, sondern wie jemand, der sehr tief drinsteckt und das auch schon sehr lange. Das ganze Negative hat sich so festgesetzt und konsolidiert und Du bist so überzeugt davon, dass bloße Worte von uns hier nicht durchdringen. Wenn ich Dir jetzt sage, dass es meines Erachtens verschiedene Realitäten und verschiedene Betrachtungsweisen Deiner Realität gibt und dass Deine nicht zwangsläufig die objektiv richtige sein muss, dann hilft Dir das im Zweifel nicht weiter.

Ich bin trotzdem der Ansicht, dass man sich oft über Jahre hinweg ohne es zu merken selbst konditioniert. Und Du bist, seit Du 14 bist, der Ansicht, dass Du nie eine Freundin haben wirst bzw. Dir nicht vorstellen kannst, jemals eine Beziehung zu führen. Mit Verlaub – mich persönlich wundert es überhaupt nicht, dass es bei Dir nicht klappt mit den Frauen. Du wusstest doch von Anfang an, dass es nicht klappen würde. Dir war doch von Anfang an positiv klar, dass es niemals klappen würde. Also? Was erwartest Du? Du erwartest, dass Du scheiterst. Und was passiert? Du scheiterst. Und Du hast erneut die Bestätigung: Du kannst es einfach nicht. Du bist es nicht wert- Du wirst immer wieder scheitern. Verstehst Du, was ich meine? Das ist wirklich DIE klassische Gedankenspirale abwärts. Du bekommst ständig negative Bestätigung von außen, das ist wohl wahr, Du hast kein Glück mit den Mädchen und wenn Du doch mal eines abkriegst, dann serviert sie Dich mit bescheuerten Begründungen ab. Was Dich nachhaltig beschädigt, das ist auch klar. Was Du aber vielleicht (?) nicht siehst: Du WILLST das. Du provozierst das. Du arbeitest darauf hin. Weil Du Dich aus irgendwelchen Gründen selbst nicht magst. Weil Du der Meinung bist, Du verdienst das. Du verdienst kein Glück, sondern schlechte Behandlung und Bestrafung. Und deshalb machst Du das, Du bestrafst Dich permanent selbst. Ich finde, Du müsstest erkennen: Nicht die Welt ist gemein zu Dir, nicht die Frauen sind gemein zu Dir, nicht das Karma ist gemein zu Dir, nein, DU bist gemein zu Dir. Ich vermute, Dir hat das jemand in der Kindheit beigepolt. Dass Du nicht viel wert bist und dass Du bestraft gehörst und dass Glück schonmal gar nichts für Dich ist.

So, nun gibt es für Dein weiteres Leben zwei Möglichkeiten: 1. Du machst einfach weiter so. Du behandelst Dich schlecht, die Leute behandeln Dich schlecht, Du bist unglücklich und denkst und grübelst und trauerst und irgendwann stirbst Du. 2. Du denkst zur Abwechslung mal über etwas anderes nach, nämlich darüber, warum Du all dies Schlechte verdienen solltest und wieso das gerechtfertigt sein sollte und welcher der Grund dafür ist, dass Du Dich selbst so hasst, versuchst Deinen Frieden mit DIR SELBST zu machen und zu erkennen, dass Du ein ganz guter Kerl bist, der NICHTS dafür kann und der genau so viel Gutes und Schlechtes verdient wie jeder andere auf der Welt auch. Jetzt wirds für meinen Geschmack ein bisschen zu esoterisch, aber: tröste Dich mal. Guck Dir mal den armen kleinen Kerl an, der so viel Schlechtes schon erfahren musste, vor allem durch sich selber, und tröste den. Erkenn mal, dass dieser arme kleine Kerl nicht die Schuld trägt und nicht schlecht ist und es nicht verdient schlecht behandelt zu werden. Nimm ihn in den Arm und tröste ihn und mach Deinen FRIEDEN mit ihm. Hör damit auf, ihn zu hassen.

Und wenn Du Dir die Möglichkeiten 1 und 2 anschaust: Im Endeffekt ist es egal, was Du tust. Du wirst noch ein paar Jahre leben und dann den Löffel abgeben, wie wir alle. Im Endeffekt ist es angesichts der minimalen Bedeutung unseres kleinen Lebens für das Universum scheißegal, wofür Du Dich entscheidest. Wenn Du Dich für 1 entscheidest, so what? Damit schadest Du niemandem außer Dir. Es geht nur darum: Willst Du diese Zeit nutzen? Und wie? Was willst Du mit dieser kurzen Zeit anfangen? Willst Du Deine Möglichkeiten und Dein Potential ausschöpfen und die klitzekleine Chance darauf, Glück zu erfahren, nutzen, oder nicht? Es geht NUR um Dich. Und es liegt auch ausschließlich in Deiner Hand. :)*

HTolladi


@ Martienchen:

:)^

m1ig!uelm"ar-iachxi


Wie wär's mit 'nem Kätzchen? Für die besonders schwierigen Phasen. Jemand, der einem treu ist bis zum Schluss. Jemand, für den man gerne heimkommt, für den man weitermacht, wenn man selbst als Grund mal nicht genügt.

sFcovze2e00x0


Kurze Anmerkung zum Aufgeben:

Meine Cousine hat ihren jetzigen Mann mit 30 kennengelernt, sie sind seit 12 Jahren zusammen, haben auch einen Sohn miteinander.

Freundin war zutiefst unglücklich, weil in derselben Situation wie Du - vor 4-6 Wochen hat sie ihren Freund kennengelernt. Es scheint zu passen, sie reden schon über Zukunft etc. Sie ist brigens fast 32, er 36/38 (verwechsle das immer) und er war auch sehr lange Single.

Nur 2 Beispiele daffür, dass man nie aufgeben darf, was Beziehungen angeht.

Man darf nur nie drauf warten/hoffen oder sogar suchen!

Es gibt DEN passenden Partner, nur leider kommt der mitunter auch erst mit 40 um die Ecke...

Du bist erst 27!!! Da ist das Leben noch vollkommen offen! Aufgeben kannste noch mit 75 aber selbst da gibt es noch genügend, die einen neuen Partner finden...

Natürlich ist es sch..., gerade zu Weihnachten, wenn man die ganzen Pärchen beim bummeln sieht aber das kann man selbst kaum ändern, das kann nur das Schicksal.

Ich kenne NIEMANDEN(!!!), der ewig Single blieb!!!

K^ongoy-Ortto


Nicht die Welt ist gemein zu Dir, nicht die Frauen sind gemein zu Dir, nicht das Karma ist gemein zu Dir, nein, DU bist gemein zu Dir. Ich vermute, Dir hat das jemand in der Kindheit beigepolt. Dass Du nicht viel wert bist und dass Du bestraft gehörst und dass Glück schonmal gar nichts für Dich ist.

Und vor allem kannst Du nichts dafür! Du musst Dich nicht schlecht fühlen, weil Dein Leben nicht optimal gelaufen ist. Es lag nicht in Deiner Macht, das zu entscheiden und zu beeinflussen – aber es liegt jetzt in Deiner Macht, es zu ändern. Nur Du entscheidest, wie Dein Leben weiter verläuft. Natürlich wünschst Du Dir eine Beziehung, das tun die meisten Menschen. Nun, Dein Weg dahin ist wahrscheinlich etwas steiniger als der von anderen, aber dafür um so lohnenswerter.

LTuci;e296


Huhu,

ich schreibe auch mal was dazu. :)

uffbuff. Also, ich bin 26 und ich hatte auch noch keine Beziehung, die länger als 2-3 Monate andauerte. ;-) Im Prinzip finde ich sogar, dass man bei 2-3 Monaten nicht einmal von Beziehung sprechen kann. Da lernt man sich ja eigentlich gerade erst kennen, denke ich. ;-)

Ich denke, dass bei dir auch das Problem da ist, dass du nicht alleine sein kannst und eben richtiiiig unzufrieden bist, was andere auch schnell abschreckt. Habe ich ja auch zur Genüge erlebt. Ich hatte mit 19,5 das erste Mal so eine Dreimonatssache, dann mit 21 und 22 noch mal... danach vier Jahre gar nichts und auch erst wieder mit 26 zwei ONS (meine ersten sexuellen Erfahrungen).

Meiner Meinung nach solltest du noch mal den Weg der Therapie gehen. Dir geht es ja nun schon wirklich richtig schlecht. :( Ich bin diesen Weg jetzt auch gegangen und mir ging es schon nach einer Therapiesitzung deutlich besser.

Bei mir ist bspw. herausgekommen, dass ich viel zu passiv bin und auch viel zu paranoid durch meine Vergangenheit. Und mich auch selten in Gruppen so gebe, wie ich eigentlich bin. :)

Du solltest dir eine bessere Thera suchen.

LG

Lucie

LAuciex26


Im Übrigen kann es einem durch eine Thera auch sehr schnell sehr viel besser gehen – aber man muss sich dann eben auch darauf einlassen und sich das auch richtig zuziehen, was der Thera zu einem sagt.

E@hemwaliger NuLtzer (#36257x31)


Für mich ein ganz klares JA. Für mich ist das Leben in der Phase wenn ich keinen Partner habe nicht weniger Lebenswert als mit Partner. Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile. Aber ich finde man kann sich das Leben sowohl mit als auch ohne Partner schön machen :-)

Wenn ich wieder einen Partner hätte wäre ich glücklich, aber ich bin auch ohne Partner alles andere als unglücklich. Ich denke es kommt auch viel auf das soziale Netz an und was man vom Leben erwartet. Ich nehme was kommt und mache das beste daraus. Habe Freunde, Hobbys und bin so ganz zufrieden.

Ich denke man darf sich nur nicht einreden das man weniger Wert ist wenn man nicht wie vermeintlich alle um einen herum gerade keinen Partner hat.

H|eliaY 80


Ich glaube du traust dich nicht in einer Beziehung DU selbst zu sein. Du hast panische Angst davor verlassen zu werden daß du dich wie ein Chamäleon in eine Form presst nur um der Partnerin alles recht zu machen. Du klammerst dich verzweifelt an sie und hoffst daß es doch diesmal funktionieren möge.

Das schreckt Frauen ab. Ich z.B. möchte kein Hündchen haben daß mir hechelnd hinterherrennt und alles für mich macht nur damit ich es liebe und nicht verlasse. Eine schlechte Basis für eine Beziehung.

Du schreibst du kannst gut zuhören, das ist doch super! Die wenigsten Männer können richtig gut zuhören, Frauen wissen das zu schätzen!

@ Martienchen

:)=

LRuc?ie2x6


@ Mellimaus21:

so sehe ich das auch. :) Es hat beides seine guten wie schlechten Seiten. :)z

d+aamik1x84


Vielen Dank für eure Antworten!

Mittlerweile gehts wieder einigermaßen – ich hab wieder einen etwas klareren kopf. Danke.

Ich hab mir viele Gedanken gemacht über das was Ihr geschrieben habt. Vor allem Martienchen hats ziemlich getroffen denke ich. So hab ich das ganze zwar noch nie gesehen, aber objektiv betrachtet (soweit ich das ind er aktuellen situation kann) bin ich vermutlich der der sich selbst runterzieht.

Mein größtes Problem ist denke ich folgendes: Ich war mein Leben lang nie der, der ich eigentlich sein wollte. In meiner Kindheit wurde jeder art der freien entwicklung unterbunden – erst mit ca 25 konnte ich anfangen meinen eigenen weg zu gehn, da wars allerdings schon vorbei – mit ausbildung etc.

Ich komme mir immer irgendiwe schwach vor, egal was ich mache – ich fühl mich immer wie ein looser, egal wie sehr ich mich auch anstrenge das zu ändern. Ich habe vor einiger zeit recht intensiv eine sportart betrieben und sogar meisterschaften gewonnen – und trotzdem fühlte ich mich IMMER schlecht dabei – jemand überreicht mir einen preis und das einzige woran ich denke ist: "hab ich das wirklich verdient? war nicht jemand anders vlt doch besser?" . Das selbe Problem habe ich bei Frauen – ich denke mir immer ein anderer hätte sicher bessere chancen etc.

Ich versuche halt im Moment dieses Gefühl/Verhalten durch gespielte Präpotenz zu überdecken. Das funktioniert zwar teilweise, ist aber das bin nicht wirklich ich. Hat jemand von euch erfahrung oder tips wie man sich selbst "finden" kann und dann auch dazu stehen kann? Ich möchte einfach nicht länger das eingeschüchterte weichei sein das immer nachgibt und sich von jedem einschüchtern lässt.

Ich versuche immer es jedem recht zu machen um jeden möglichen konflikt zu vermeiden – für eine Beziehung ein ziemlicher killer wie ich bis jetzt festgestellt habe.

Nochmals danke für eure antworten – das hat mir mehr geholfen als ihr vieleicht vermutet.;)

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