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Bald kann ich glücklich leben

Hbim*bene're90


Wieso muss er das? Tust du irgend etwas, was du tun solltest?

Fein, wenn man andere misst, sich selber aber andere Maßstäbe zugesteht.

Wenn du mit dem Hintern nicht aus dem Bett kommst, kriegst du nichts zu essen Vermutlich überlegst du dir dann, ob du andere bis aufs Blut nervst und forderst.

Du fragst,ob ein Betreuer die Intimsphäre eines Betreuten achten muss??!

Mir kam es so vor,als ob du diese Situation,die im Bad geschehen ist,vollkommen in Ordnung fandest.

Sehe ich genauso. Du willst nichts tun. Alles sollen für dich alles erledigen. So funktioniert das nicht. In meinen Augen wirkst du sehr unreif.

Unreif ja,dem anderen kann ich ganz und gar nicht zustimmen!

kAei*nste"in


Sorry, ich hatte keinen Bock 13 Seiten zu lesen, aber...

ich habe noch nie gehört, dass man mit Borderline nicht ausbildungsfähig ist? ":/

Ich kenne eine, die hat den Mist ganz schlimm und musste lange die richtigen Medikamente finden. Die hat aber neben ihrer Ausbildung auch noch Abi gemacht und studiert jetzt im Ausland. Praktikum in den USA steht demnächst an.

Welcher Psychologe hat dir den Attest ausgestellt, nicht ausbildungsfähig zu sein? ":/ Dass man überhaupt mal wegen psychischer Sachen arbeitsunfähig geschrieben wird, ist ja nicht sehr häufig.

Ansonsten finde ich, dass du dich leicht dem Determinismus hingibst. "Die Umstände sind halt so, ich kann es nicht ändern" -> Falsch, nicht weil der Doktor sagt, dass es so ist, ist es so. Ist allerdings auch wieder leicht zu sagen von außen. Ein Merkmal von psychischen Erkrankungen ist eben, dass man nicht so leicht aus dem Quark kommt wie andere, aber da kann man ansetzen. Vielleicht solltest du neben Borderline auch noch auf Depressionen untersucht werden.

EHllawganxt


Wieso?? Über 2000€ netto ist doch viel Geld oder etwa nicht

Aber eine solche Aussage von Dir zeigt mir nur wieder, dass Du Dir überhaupt keine Gedanken darüber machen willst – sondern nur drauf aus bist Dein Ding durchzuziehen.

Das hat zwar jetzt nichts mit der eigentlichen Problematik zu tun, aber ich möchte es dennoch kommentieren: Ich glaube nicht, dass es bei ihr etwas mit "keine Gedanken darüber machen wollen" zu tun hat. Sie weiß es schlichtweg einfach nicht. Sie hat bisher nur zu Hause oder im betreuten Wohnen gelebt. Woher soll sie wissen, was alles zu den Nebekosten gehört. Natürlich, sie könnte nachfragen. Aber so lang man damit nicht selbst konfrontiert ist, kümmert man sich um solche Dinge nicht. Was keine Verteidigung sein soll, aber ich kann das iwo schon nachvollziehen. Ich weiß auch erst wieviel die NK ausmachen, seit ich sie selbst bezahlen muss. Davor hab ich meiner Mutter einfach eine gewisse Summe gegeben, die wir abgesprochen haben. Wie hoch aber alle Kosten genau waren, wusste ich nie. Es lief alles auf sie, daher fühlte ich mich nicht dafür verantwortlich. Hab aber trotzdem mitgezahlt (weil ich das Geld dafür hatte).

pka'tch


Und das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Menschen der psychische Probleme hat und kämpft.

:)= :)^ :)z

Ganz genau. Ich habe auch borderline und hasse es, wenn sich Menschen auf diese Krankheit ausruhen. Ich kämpfe auch- Tag für Tag. Klar kann ich mich hinsetzen und sagen: "Die Welt ist ja so böse; xyz sind so gemein zu mir, xyz ist an allem Schuld", aber was habe ich davon?

Ich habe auch noch nie etwas von

nicht ausbildungsfähig

gehört.

":/

E5hemEauliger (Nutze\r (I#6x9928)


Da ich nicht in Deutschland wohne, möchte ich mich zu den Möglichkeiten, die Himbeere90 offen stehen, nichts schreiben, das können andere besser. Aber ich möchte etwas zu ihrem inneren Zustand sagen. Möglicherweise verzerrt und übertreibt sie einige Dinge, den Eindruck habe ich auch. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie es tut, weil sie manipulativ oder verwöhnt ist, sondern dass sie es tut, weil sie ehrlich verzweifelt ist. Ich kann nicht nachvollziehen, wie es ist, wenn man Angst vor sozialen Kontakten hat. Aber ich habe eine Freundin, die ich schon sehr lange kenne, die mit manchen Dingen, die mir vollkommen einfach und selbstverständlich erscheinen, starke Schwierigkeiten hat. Das merkt man ihr im Alltag kaum an, sie ist unabhängig und sorgt für sich selbst, und ganz gewiss ist sie kein verzärtelter Schwächling. Dennoch kann man sie manchmal mit einer einfachen Frage über alltägliche Gefühle stark unter Druck setzen. Das verstehe ich nicht, aber ich habe gelernt, es zu akzeptieren und meistens kann ich damit umgehen.

Rationale Argumente helfen da nicht, und was mir ganz einfach scheint, kann für sie wie ein Berg vor ihr aufragen. Ich habe das Gefühl, dass die Fadenerstellerin manche Dinge etwas überzeichnet, um damit mehr Verständnis zu erlangen. Weil sie dann leichter sagen kann, warum sie etwas nicht kann oder warum es so schwer ist. Aber schwer scheint es vor allem innerlich zu sein. Da hilft kein "Tritt". Überhaupt halte ich es für einen Irrtum, zu glauben, das beste Gegenmittel gegen Selbstmitleid, unter dem Himbeere90 zweifelsohne leidet, sei ein ordentlicher Tritt. Meiner Erfahrung nach bemitleiden sich Leute selbst, wenn sie zuwenig Zuneigung und Mitleid von außen bekommen. Auf mich wirkt sie sehr einsam, mit einer Mutter, die sie verantwortlich macht und mit der sie Streit hat, und einem Vater, der zu viel trinkt und uninteressiert wirkt. Ich habe den Eindruck, dass sie auch sonst nicht viel Sozialkontakte hat und sich zudem vor Fremden fürchtet. Zugleich wirkt sie naiv, was die Welt da draußen angeht, verwirrt und alleine. Sie hat hier Hilfe gesucht und vor allem Schelte erhalten. Ich will nicht sagen, dass ich die Reaktionen nicht verstehe, ich verstehe sie sogar gut. Aber ich glaube auch, dass sie Himbeere90 nur weiter in die Ecke treiben und ihr das Gefühl geben, sich in einer einsamen und verständnislosen Umgebung zu befinden.

T/aalkxe


Ein kluger Beitrag, dem stimme ich voll zu! Ich meine auch und sage es noch einmal, es bringt nichts, Himbeere immer weiter in die Defensive zu treiben; es wirkt verächtlich, und ich wäre an ihrer Stelle darüber nur verletzt, helfen kann man ihr so auch nicht, das festigt nur die Verschanzung hinter ihrer Mauer des Selbstmitleids.

sJchne>ck%e198x5


Danke Lancis, du hast meine Gedanken zu dem Faden sehr klar und verständlicher geschildert, als ich es gekonnt habe!

:)=

s/chneEcVke1x985


Heute kam mir der Spruch "Ratschläge sind auch Schläge" in den Kopf, abgewandelt in "Arschtritte sind auch Tritte".

Es gibt kein psychologisches Therapieverfahren, das auf dementsprechende Konzepte setzt.

Meine Erfahrung: Mir haben Orte und Personen am meisten geholfen, wo ich erstmal so akzeptiert wurde, wie ich bin. Bis ich dann selbst gesehen habe, dass ich was ändern muss und kann.

Druck wird nicht durch noch mehr Druck abgebaut, Versagensängste nicht durch Versagens-Vorwürfe. Nur Liebe, positive Zuwendung, Ermutigung können eine Seele heilen, die durch Entzug dieser positiven Gefühle geschädigt ist.

sqcAhne`ckZe19x85


es wirkt verächtlich

:)z

So als wär man bloß zu schwach oder dumm, um etwas zu ändern.

T6aal;kxe


Ja, und mich erinnert der vielbeschworene A***tritt an die "nur gut gemeinte" Ohrfeige, die "aufrütteln" soll.

Ehrlicher ist es wohl, sowohl den Popo-Tritt als auch die Ohrfeige dem Unmut des Austeilers zuzuschreiben ...

Abs9iga


Hallo,

mir kommen da so ein paar Gedanken...

...einmal zu der Aussage, dass Himbeere90 doch einkaufen gehen soll. Wovon denn bitte, wenn sie kein Geld hat ? Ja, sie ist verpflichtet, im Haushalt zu helfen aber der Vater ist bitteschön auch verpflichtet, für Nahrung und auch Kleidung, medizinische Versorgung... zu sorgen ! (gut, Taschengeld muß er nicht zahlen)

Entweder Vatern geht einkaufen oder er rückt Mäuse raus.

@ Himbeere90

Es gibt nicht nur Scheiß-Betreutes-Wohnen, es wird sein wie mit Pflegeheimen: es gibt gute und schlechte.

Du wirst dich irgendwie entscheiden müssen: Bei deinem Vater leben und irgendwie klarkommen. Oder woanders hin.

I{sa>be~ll


Himbeere

Ich denke mehr an andere als an mich,in den Kliniken habe ich mich mehr um die Probleme der anderen als um meine gekümmert!

Es ist unglaublich leicht DANN an Andere zu denken, wenn es einen nicht selbst betrifft. Sprich: Menschen die Probleme haben mit denen Du nichts zu tun hast – kein Thema. Aber was ist mit den Menschen, deren Leben durch Dein Verhalten beeinträchtigt wird??

Erst dann wird es zu einem Egoismus.

Sehe ich genauso. Du willst nichts tun. Alles sollen für dich alles erledigen. So funktioniert das nicht. In meinen Augen wirkst du sehr unreif

Ellegant

ch glaube nicht, dass es bei ihr etwas mit "keine Gedanken darüber machen wollen" zu tun hat. Sie weiß es schlichtweg einfach nicht.

Äh...mit 21 sollte man sich ein paar Dinge schon mal angeeignet haben – ODER: Willens sein, sie sich anzueignen. Wenn sie sagt, dass ihr Vater ja sooooo gut verdient dass es reichen müsste und man dann liest, dass es sich über einen Betrag von "irgendwas" über 2000 Euro handelt; dazu noch, welche Verpflichtungen er hat.....sorry... :|N :|N

.

Unreif ja,dem anderen kann ich ganz und gar nicht zustimmen!

Du wehrst Dich mit Händen und Füßen gegen Eigenverantwortlichkeit.

Ich bin eben "unfreif" – was kann ich dafür? IHR müsst dafür (für mich) sorgen....

Keinstein

Welcher Psychologe hat dir den Attest ausgestellt, nicht ausbildungsfähig zu sein?

Keiner.

Sie hat auch nie behauptet nicht ausbildungsfähig zu sein. Sondern sie pickt sich die Dinge heraus, die ihr Verhalten rechtfertigen.

Lancis

Aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie es tut, weil sie manipulativ oder verwöhnt ist, sondern dass sie es tut, weil sie ehrlich verzweifelt ist

Ich nehme ihr ihre Nichterkenntnis und auch ihre Verzweiflung völlig ab.

Nur: Was nützt es ihr, wenn wir jetzt hier rumeiern?

Aber ich glaube auch, dass sie Himbeere90 nur weiter in die Ecke treiben und ihr das Gefühl geben, sich in einer einsamen und verständnislosen Umgebung zu befinden.

Dann sage doch mal, wie es "besser" geht?

Ihr zustimmen?

Ihr sagen, dass sie arm dran ist? Ihr somit die – wie Du behauptest- fehlende Anerkennung zu geben?

Ist DAS besser? Hilft es ihr mehr? Inwiefern hilft es ihr mehr?

Und der Rest:

Ok. Ich klinke mich dann mal hier aus (es sei denn, Himbeere will, dass ich weiter schreibe).

Eine gewisse Differenzierung habe ich ja schon ansatzweise erwünscht. Wenn ich aber – als selbst psychisch Erkrankte- sowas lese wie, dass ich "verächtlich" schreiben würde...oder eine ZU"rationale" (= nicht verständnisvoll genug) Betrachtungsweise bringen würde – da hört es bei mir auf.

Alles Gute Dir, Himbeere :)* :)*

sganUdeumxel


habe mich ja wohl direkt,nachdem ich ausgeschult wurde,bei diversen Betrieben beworben,die Aushilfen suchen,bis jetzt kam leider von keinem Betrieb eine Antwort und es ist sowieso umso schwieriger nen Aushilfsjob zu finden,wenn man keinen Führerschein hat!

Hast du mal deine Bewerbungen von jemandem kontrollieren lassen, der/die Ahnung von dem Thema hat (Bewerbungstraining beim Arbeitsamt.. zwar nicht das Goldene vom Ei, aber besser als nix)? Ich habe mich auch schon ergebnislos beworben aber immer kam ein Ablehnungsschreiben als Antwort – unbeantwortet blieb da nie was. Das gehört eigentlich zum guten Ton, auch wenns nur um einen Aushilfsjob geht.

Wenn jetzt deine Bewerbung totaler Mist wäre, hätte ich anstelle des Unternehmens aber nichtmal darauf Lust.

E2hemaVliger YNutzferf (#6x9928)


Isabell, ich denke nicht, dass mein Beitrag eine so scharf wirkende Antwort verdient hat. Ich weiß, dass du psychisch erkrankt bist. Ich weiß aber auch, dass psychisch gesunde Menschen einander nicht immer verstehen, und ich denke, dass auch psychisch kranke Menschen einander nicht immer verstehen können.

Hilft es ihr mehr? Inwiefern hilft es ihr mehr?

Ich weiß nicht, ob es ihr helfen würde. Ich weiß nur, dass selbst ich manchmal da stand und dachte: "Uhm... Leute? Mal drücken wäre toll." Und zum Glück hat mich dann jemand in die Arme genommen und gedrückt. Natürlich hat das nichts an der Lage geändert, aber es hat etwas in mir geändert. Ich habe mich besser gefühlt, und ich glaube, dass es mir mehr Energie und Antrieb gegeben hat, als ein verbaler Tritt, so gut er auch gemeint sein mag. Wir können die Fadenerstellerin natürlich nicht in den Arm nehmen, aber ich denke, man kann die Ratschläge, die ja durchaus Hand und Fuß haben, weniger in einer Mädel-wach-mal-auf-das-Leben-ist-kein-Ponyhof-du-musst-dich-einfach-zusammenreißen-Art erteilen. Das ist meine Anregung dazu. Wenn dir das Anlass gibt, dich angegriffen zu fühlen, so tut mir das leid, denn das lag nicht in meiner Absicht.

l_e xsang. rxeal


...einmal zu der Aussage, dass Himbeere90 doch einkaufen gehen soll. Wovon denn bitte, wenn sie kein Geld hat ?

Sie schreibt, dass Geld in einer Schublade liegt:

Sie klauen ja nicht,sie leihen sich nur und wir haben eine Schublade,in der er immer größere Mengen von Geld aufbewahrt,also einige 50-€-Scheine,ich habe ihn nie danach gefragt,warum er das tut.

Also warum bedient sie sich da nicht, legt den Kassenbon rein und kocht sich was zu essen?

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