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Bald kann ich glücklich leben

A<pfelku}chen0x07


Als Psychologin kennt sich Sunflower schon gut genug aus um das beurteilen zu können. Sie hat nämlich in ihrem Job die verkorksten Fälle vor sich sitzen und da sind auch Frauen dabei, die so einen Job wie Himbeere den vorgeschlagen hat gemacht haben. Kann sein, dass sich hier einige unneutrale Meinungen geäußert wurden, ABER den meisten Schreibern ging es hier um die TE und die Einschätzung, ob sie mit ihrer instabilen Psyche einen solchen Job annehmen sollte und da meinten viele, das dem nicht so ist. Würde es hier um eine normale, psychisch stabile Person gehen, dann würden sich die Anderen weniger aufregen. Hier geht es um eine psychisch kranke Frau, die eigentlich noch ein Kind ist, die weder mit dem Leben noch mit sich selbst klar kommt und da tut es weh, zuzuschauen wie sie sich ins Verderben stürzen will. Daher sind solche Kommentare, die NUR auf das Finanzielle abzielen ( wobei es auch viiieele andere, normalere Wege gibt, Geld zu verdienen), eher fehl am Platz.

sHchnevcke51Q985


@ blade

Das Ziel ist ja ein "normaler" Lebensweg, mit Ausbildung und pipapo:

- Problem 1: Du triffst den Kunden / Chef / Kollegen im FKK-Club

- Problem 2: Deine Nebentätigkeit wird bekannt - das spricht sich herum und du kannst weit, weit wegziehen, wenn du irgendwo noch die Chance auf eine Arbeit haben willst

- Problem 3: Man trifft sich mit wildfremden Männern. Die kennen dich nicht. Eine Prostituierte muss diesen Männern klar machen, wo ihre Grenzen liegen, was läuft, was nicht läuft. Himbeere kann keine Grenzen setzen, um ihre Würde zu schützen (siehe den verheirateten Kerl mit Kind, der ihr so imponiert hat)

- Problem 4: Finanzamt, Steuer, Meldung ect. . Wie will man das vollkommen anonym hinkriegen?

- Problem 5: Gegen Geld mit Männern zu schlafen, ist wohl kein Faktor, der das Selbstbewusstsein hebt bzw. stabilisiert. Genau das braucht Himbeere - Stabilität. Innerlich und äußerlich

- Problem 6: Eine Ausbildung ist mühsam und kraftraubend, besonders wenn man einen Hintergrund wie Himbeere hat. Wie will man zwei Jobs stemmen, wenn sie es bisher kaum mit einem geschafft hat (das ist nicht böse gemeint, Himbeere)?

- Problem 7: Missbrauch arbeitet man sicher nicht dadurch auf, dass man sich für Geld missbrauchen lässt. Letztlich ist es ja eine Überlegung aus finanzieller Not heraus - inwiefern man da von Freiwilligkeit sprechen kann, ist für mich mehr als fraglich. Verzweiflung ist selten ein guter Ratgeber

....

SJil,berm1ondXa`uxge


Sorry aber Prostitution IST KEIN "normaler" Beruf.

Aber wenn man diesen Beruf – egal ob haupt- oder nebenberuflich – ergreifen möchte dann sollte man auch realistisch sein, sei es dass man das Gewerbe anmelden muss (Stichwort: ich bin anonym) sei es ob man psychisch belastbar ist...

Und dieser Fall hier – angedachter Nebenjob am WE – hat imho den Haken dass die TE eben NICHT unabhänig ist sondern emotional abhängig von dem Typ. Und das stört mich hier vor allem.

bqladex19


@ schnecke1985

Ich sehe es auch skeptisch, aber ich finde trotzdem, dass man darüber reden kann und auch sollte; genauso wie ich finde, dass es nicht verwerflich ist auch die pro-Argumente anzusprechen und gerade im Bezug auf den Faden-Titel, wäre es zumindest eine vorübergehende finanzielle Lösung.

Als Contra-Argumente hast du dir ja die Mühe gemacht eine Liste zu erstellen und die Argumente sind durchaus auch stichhaltig/nachvollziehbar. Problem 4 kann man wohl umgehen, wenn man sich als Masseurin anmeldet, zumindest meine ich davon gehört zu haben, als diese ganze Prostitutionsdebatte im TV lief, dass das die bevorzugte Meldeform von Prostituierten sei.

Letztendlich geht es aber darum die Argumente zu gewichten und das ist halt etwas was die TE selber tun muss. Ich denke, dass das auch ein wichtiger Punkt ist, dass man lernen muss selber wichtige Entscheidungen zu treffen. Weil ss ist auch keinem geholfen, wenn das Forum der TE "vorschreibt" was sie zu tun hat.

@ Apfelkuchen

Ich kenne Sunflower nicht, aber du solltest folgende Aussage bedenken: "Sie hat nämlich in ihrem Job die verkorksten Fälle vor sich sitzen und da sind auch Frauen dabei, die so einen Job wie Himbeere den vorgeschlagen hat gemacht haben."

Jmd. der nur die "faulen Äpfel" sieht, weiß deswegen nicht automatisch was mit den "gesunden Äpfeln" ist und wird wahrscheinlich auch kein Fan von Apfelkuchen sein.

m-nef


nicht verwerflich ist auch die pro-Argumente anzusprechen

Ja, und wo sind sie? Mehr als das Finanzielle kam hier nicht als Argument. Der Rest war wilde These.

bxlade1R9


@ mnef

Das Finanzielle ist aber auch der Hauptpunkt, weil dadurch eben mehr Möglichkeiten entstehen. Dadurch wäre sie mitunter wirtschaftlich unabhängig, könnte mitunter ihre Schulden bezahlen, könnte mitunter ausziehen, könnte mitunter selbstständiger sein. Und diese Punkte könnten sich dann wiederum positiv auf ihre psychische Labilität auswirken. Vielleicht findet sie in diesem Beruf auch ihre Berufung; vielleicht hilft ihr auch die (negative?) Erfahrung ihren Weg zu finden.

Mag für dich alles wilde Spekulation sein, ist aber genauso Spekulation wie hier Szenarien ausgemalt werden, dass sie in eine Abhängigkeit gegenüber einem Zuhälter gerät oder das sich dadurch ihre psychische Labilität noch verstärkt.

mxnef


Das ist kein Argument für Prostitution. Geld verdienen kann sie auch auf anderem Wege und mit weniger Contra-Argumenten.

vielleicht hilft ihr auch die (negative?) Erfahrung ihren Weg zu finden.

So eine negative Erfahrung braucht es nicht, um seinen Weg zu finden.

ist aber genauso Spekulation wie hier Szenarien ausgemalt werden, dass sie in eine Abhängigkeit gegenüber einem Zuhälter gerät oder das sich dadurch ihre psychische Labilität noch verstärkt.

So wild ist diese Spekulation nicht.

bUlad:ex19


Geld verdienen kann sie auch auf anderem Wege und mit weniger Contra-Argumenten.

Das muss die TE entscheiden!

So wild ist diese Spekulation nicht.

Deine Meinung....

s*ch,neckeq198x5


Mag für dich alles wilde Spekulation sein, ist aber genauso Spekulation wie hier Szenarien ausgemalt werden, dass sie in eine Abhängigkeit gegenüber einem Zuhälter gerät oder das sich dadurch ihre psychische Labilität noch verstärkt

Reden wir mal Abseits vom konkreten Prostitutionsthema: Das Argument wurde zwar schon gebracht, aber ich möchte es trotzdem nochmal aufgreifen.

Es gibt Berufe, wo man ein hohes Maß an psychischer Stabilität braucht. Polizisten, Rettungsdienst, Feuerwehr ect. (Polizei fällt z.B. flach, wenn man einen Suizidversuch hatte). Und in diesen Berufen ist nicht nur das unmittelbare Geschehen das, was Probleme verursachen kann, sondern auch, wie man damit umgeht, wie man das Gesehene von sich selber distanzieren kann, dass man nicht völlig in Depression versinkt. Auch Ärzte müssen eine gewisse Distanz zum Patienten haben, um nicht vor die Hunde zu gehen (z.B. wenn man Leute sterben sieht, fatale Diagnosen überbringt ect.).

Kurz gesagt: Prostitution fällt für mich auch unter diese Berufe, immerhin lässt man wildfremde Menschen wortwörtlich ganz nah an sich heran. Man muss in dem Beruf eine Rolle spielen, die persönlichen Emotionen vor der Tür lassen und lächeln, egal wie es in einem drin aussieht. Ein Arzt, der die Krebsdiagnose überbringt, muss nicht lächeln. Ein Rettungssani darf sich eine Träne aus dem Auge wischen.

Das sind Gefühlsregungen, die man als Prostituierte unterdrücken muss. Es geht permanent um die perfekte Performance.

Und ein Mensch, der psychisch labil ist, der eh schon dazu tendiert, vor Problemen wegzulaufen, dem tut so ein Arbeitsumfeld nicht gut. Eine Prostituierte muss permanent mit Ablehnung und Kritik umgehen - "Die nicht, die ist mir zu dick / groß / blond / schlank / kleine Brüste". Das ist für niemanden einfach. Und besonders nicht für jemanden, der eh schon ein angeknackstes Selbstbewusstsein und eine dysfunktionale Gefühlsregulation hat.

Beispiel: Eine Bekannte von mir wollte Musical-Darstellerin werden. Ihr Traum. Nach knapp zwei Jahren war der Traum ausgeträumt, weil sie mit dem ständigen Druck der Bewertung (sowohl ihres körperlichen Erscheinungsbildes als auch ihrer Fähigkeiten) nicht mehr klar kam. Sieh dir mal, was Models ins Gesicht geknallt kriegen - das ist so in Berufen, bei denen es ausschließlich ums körperliche Erscheinungsbild geht. Das ist schon für Gesunde schwer zu verkraften.

Und vor allem ist diese Berufswahl für Frauen extrem problematisch, die Missbrauch hinter sich haben, die ein gestörtes Vertrauen in sich und andere mit sich herumtragen. Vertrauen hat in dem Beruf nämlich keinen Platz. Es geht um knallharte Verhandlung, um Leistung, wenn der Kunde zahlt. Es geht dann nicht um Himbeere, einen Menschen, ihre Gefühle, es geht ums Geschäft. Und es geht um die Fähigkeit, den Beruf Beruf sein zu lassen und unbeschadet nach Hause zu kommen. Das gelingt schon vielen gesunden Leuten nicht (Ärzte z.B. haben ein extrem hohes Risiko für Medikamentenmissbrauch).

Prostitution ist eine Zwischenwelt, in der du dich wortwörtlich verkaufst. Und im Geschäft tendiert man dann auch dazu, sich auf halbseidene Deals einzulassen, vor allem wenn man die Kohle dringend braucht (siehe GV ohne Kondom, siehe eine Praktik die man eigentlich nicht mag und machen möchte). Es ist finanziell ein schneller Aufstieg, und das lockt viele. Aber ebenso viele bleiben dadurch auch in der Sparte hängen. Noch dazu beeinflusst dein Arbeitsumfeld auch deine sozialen Kontakte - wenn deine Freunde Prostituierte sind, dann kann auch das im Gewerbe halten. Oder Kunden, die dann mit noch mehr Kohle winken. Und irgendwann ist man dreißig, vierzig und die Zeit für Ausbildung und Studium ist vorbei. Dann kann es richtig abwärts gehen.

Abgesehen davon: Diese Arbeit ist nun mal ein dunkler Fleck in der Biographie. Sei es nun bei der Partner- oder Freundeswahl: Viele hätten damit ein Problem, wenn jemand anschaffen geht. Und da greifen nun mal auch die Moralvorstellungen von der "Welt da draußen" in der man sich bewegt. Oder man entscheidet sich zu lügen, vor Eltern, vor Freunden, bei Beginn einer Beziehung. So oder so - es wird schwierig

bPlack4healrtedqxueen


Meingott Himbeere, hattest du nicht kürzlich, als du deinen Teeniefreund hattest, nicht hier geschrieben dass für dich Sex nur innerhalb einer BEZIEHUNG in Frage käme?

Und nun möchtest du dich prostituieren, weil du es dir nicht leisten kannst regelmäßig in Bars zu gehen?

Meinst du nicht, dass du da besser weg kämst, wenn du einfach beim Fortgehen Männern schöne Augen machst, dich auf einzwei Drinks einladen lässt, dich nett unterhältst und dann wieder alleine nach Hause gehst?

Oder wenn du einfach auf's Fortgehen verzichtest, wenn du es dir nicht leisten kannst? Ist ja nicht so, dass Ausgehen ein überlebensnotwendiger Bestandteil von jugendlich jungem Leben ist.. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal was trinken war..

m2nexf


Das muss die TE entscheiden!

Äh, ja, natürlich muss sie das letztlich selbst entscheiden.. Aber darum ging es nicht. Es ging darum, dass dein Argument mit dem Geld keines für Prostitution, sondern für Arbeit im Allgemeinen ist. Du meintest aber, man müsse auch die Argumente für Prostitution ansprechen. Da kamen aber bisher keine.

jaust_l/ooiking?


Ich richte das mal direkt an Blade, weil der hier eben am meisten argumentiert hat in die Pro-Richtung.

Ich werde niemanden verteufeln oder mit der Moralkeule kommen wenn er/sie sich prostituiert oder zu Prostituierten geht. Aber: Jemand der in der Branche arbeitet muss seine Grenzen kennen. Wissen was geht, was nicht geht, was um welchen Preis geht. Wenn Praxis A ein Hard Limit von mir ist muss ich durchsetzen, dass es das auch bleibt, auch wenn 30 Euro mehr winken. Es kann sein dass sich diese Grenzen verschieben, ist ja ok. Aber wenn es gerade noch ein Hard Limit war, dann kann das nicht eben so und gleich mit etwas Geld aufgehoben werden und dazu muss der zu bezahlende Teil auch stehen. Und zwar notfalls mit Vehemenz. Jemand der jedoch sehr gutgläubig ist und sich gerne was einreden lässt, meinst du das kann diese Person?

So. Also eher nein. Diese Person wird also andauernd von verschiedenen Menschen in verschiedene Richtungen gedrückt. Da ist mal der ach so liebe Vermieter des Zimmers der Geld will, auch wenn nur Kunden da waren die nichts für die Mieterin/den Mieter waren. Da ist der Kunde der gerne Praxis A durchführen möchte, die die Mieterin/der Mieter eigentlich nicht will. Diese Person macht aber mit und muss dabei auch noch lächeln während mit dem Körper etwas geschieht das man nicht mag und unter Umständen auch noch unangenehm ist. Die Person im Nebenzimmer zickt. Die neue Mieterin/der neue Mieter würde die Kunden abspenstig machen. Das Geld kommt nicht so rein wie es gewünscht wäre. Da macht man dann eben noch ein paar weitere Stunden, ist ja nicht so schwer, jetzt hat mans ja schon ein paar Mal gemacht. Augen zu und durch. Erst verpasst man einen Therapietermin, dann vergisst man sich beim Ausbildungschef zu melden. Dadurch ist die 2. Chance weg. Egal, machen wir halt noch ein paar Stunden extra. Da kommt ein Behördenbesuch. Die Unterlagen werden geprüft. Da fehlen Teile weil man ja anonym bleiben will. Das gibt eine Strafe. Also steigern sich die Schulden nochmal. Dann machen wir eben noch ein paar Stunden mehr.

Inzwischen ist die Person die halbe Woche dort. Limits, was war das noch mal? Jede Sekunde dort ist ein Kampf. Zwischen dem was die Person will (einfach mal nicht grinsen, den Körper nicht von Kunden benutzen lassen) und dem was sie tun muss liegen Welten.

So, nun hat die Person eine Geschichte mit psychischen Erkrankungen. Wo genau siehst du also, dass das ein guter Weg ist? Wo?

Ich sage ja nicht, dass es jeder Person die in dieser Branche arbeitet so geht. Aber um sich selbst nicht zu verlieren muss man sich kennen, was Himbeere nicht tut. Seine Grenzen abstecken können. Was Himbeere nicht tut. Erkennen wann Menschen Freunde sind. Was Himbeere nicht erkennt.

bbla`de1x9


@ schnecke85

Nehmen wir das Beispiel deiner Bekannten mit dem Traum der Musical-Darstellerin. Deine Bekannte hatte die Möglichkeit ihren Traum auszuleben und zu erkennen, dass sie der Situation nicht gewachsen ist. Hättest du vorab auch gesagt, dass sie ja keine Musical-Darstellerin werden soll, weil es so schwierig ist und man selbst für kleine Makel kritisiert wird? Deine Bekannte hat also die Erfahrung gemacht, dass sie nicht dafür geeignet ist und hat somit auch ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Wäre es dann nicht erstmal nachvollziehbar, dass die TE auch die Möglichkeit bekommen sollte, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und ihre eigenen Grenzen kennenzulernen, gerade wenn man ihr nachsagt, dass sie dazu nicht in der Lage ist? Vielleicht ist Prostitution jetzt nicht der richtige Anfang um seine Grenzen auszutesten, weil die Problematik durchaus nicht von der Hand zu weisen ist.

Darüber hinaus ist es immer schwer gegenüber einer Vielzahl möglicher Szenarien zu argumentieren, weil es immer über die Faktenlage hinausgeht. Prostitution ist eben auch nicht immer gleich und ich denke es gibt Unterschiede bezüglich Straßen- bzw. Beschaffungsprostitution und einer Anstellung in einem FKK-Club oder gar bei einem Escortservice.

Ich bin auch der Meinung, dass man dafür ausgeprägte charakterliche Eigenschaften mitbringen sollte, die bei der TE wohl fehlen und wie gesagt, bin ich auch skeptisch gegenüber der Idee eingestellt. Aber deswegen ist es auch wichtig das man darüber redet, weil die TE auch nachvollziehen muss, warum das schlecht für sie ist und warum es eventuell gut für sie sein könnte; eben damit sie ihr eigenes Urteil fällen kann.

@ mnef

Äh, ja, natürlich muss sie das letztlich selbst entscheiden.. Aber darum ging es nicht. Es ging darum, dass dein Argument mit dem Geld keines für Prostitution, sondern für Arbeit im Allgemeinen ist. Du meintest aber, man müsse auch die Argumente für Prostitution ansprechen. Da kamen aber bisher keine.

Prostitution ist Arbeit und die Frage ist, ob sie diese Arbeit ausführen kann oder warum sie vielleicht nicht geeignet dafür ist, obwohl sie Interesse signalisiert hat. Und der finanzielle Rahmen ist wohl ein andere, als wenn sie irgendeinen Aushilfsjob annimmt. Dementsprechend ist es irgendwie auch irrsinnig viele Gründe für einen bestimmten Beruf zu suchen, weil es sich dabei (fast) immer ums Geld dreht. Oder siehst du einen bestimmtes Pro-Argument warum die TE unbedingt kellern sollte, ausser des Geldes wegen?

@ just_looking?

Wo genau siehst du also, dass das ein guter Weg ist? Wo?

Ich habe nicht gesagt, dass das ein guter Weg ist, sondern dass es kein schlechter bzw. ein legitimer Weg sei. Ich habe das sogar noch unter der Bedingung zusammengefasst, dass sie die nötigen Eigenschaften mitbringen sollte.

Ansonsten malst du ein bestimmtes Szenario, wie es laufen könnte. Aber wie gut kennst du dich in der Szene aus, alsdass du sagen kannst, dass das ein legitimes und gleichzeitig wahrscheinliches Szenario ist. Ich meine, es kann auch sein, dass dort mal ein Millionär vorbei kommt und sich in die TE verliebt und sie heiraten möchte und nebenbei einer toller/netter Märchenprinz ist. Natürlich ist das Unsinn, obwohl immer noch im Bereich des Möglichen (sprich Wahrscheinlichkeit ungleich null). Mich würde es interessieren, wie die Contra-Fraktion zu ihrer Gewichtung bzw. wo ist die Expertise die solche Szenarien realistisch erscheinen lässt. Ich denke, dass die meisten User hier in Thread überhaupt wenig mit der Szene zutun haben.

Ich werde niemanden verteufeln oder mit der Moralkeule kommen wenn er/sie sich prostituiert oder zu Prostituierten geht. Aber: Jemand der in der Branche arbeitet muss seine Grenzen kennen. Wissen was geht, was nicht geht, was um welchen Preis geht. Wenn Praxis A ein Hard Limit von mir ist muss ich durchsetzen, dass es das auch bleibt, auch wenn 30 Euro mehr winken. Es kann sein dass sich diese Grenzen verschieben, ist ja ok. Aber wenn es gerade noch ein Hard Limit war, dann kann das nicht eben so und gleich mit etwas Geld aufgehoben werden und dazu muss der zu bezahlende Teil auch stehen. Und zwar notfalls mit Vehemenz. Jemand der jedoch sehr gutgläubig ist und sich gerne was einreden lässt, meinst du das kann diese Person?

Da hast du sicherlich recht und wie gesagt, es gibt genug Contra-Argument. Trotzdem ist es auch wichtig seine eigenen Grenzen zu finden (wie gesagt, Prostitution ist vielleicht nicht das beste Übungsgelände dafür). Und doch interessiert mich nun die Frage, wie du es dir vorstellst, dass die TE die Fähigkeit erwirbt eigenen Grenzen zu setzen bzw. ihre Gutgläubigkeit abzulegen, wenn sie nicht ihre eigenen Fehler machen darf um daraus zu lernen? Und damit es kein Missverständnis gibt, ich will damit nicht sagen, dass die TE diesen Fehler machen soll, aber ich denke es ist für die TE wichtig, dass sie aus ihre Unselbstständigkeit heraus kommt und ich denke nicht, dass man das erreicht, indem man ihre sagt, dass sie das und das nicht tun kann, weil sie psychisch labil ist, weil ich auch glaube, dass das als Argument garnicht ankommt.

Aber um sich selbst nicht zu verlieren muss man sich kennen, was Himbeere nicht tut.

Aber um sich selber kennenzulernen muss man auch die Möglichkeit haben Fehler zu machen aus denen man lernen kann. Wobei man immer noch darüber streiten kann, ob es wirklich ein Fehler wäre, wenn man diesen Weg einschlägt. Schließlich besteht immer auch die Möglichkeit, dass dieser Weg gut ausgeht, für den einen oder die einer eher unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Immerhin hat die TE auch gesagt, dass sie neugierig ist und es eventuell als Kick sieht; solange sie unter der Prämisse arbeitet und nicht in irgendwelche (finanziellen) Abhängigkeiten gerät, kann sie auch wieder von alleine aufhören, wenn sie es nicht mehr möchte, der Kick weg bzw. die Neugier verflogen ist. Sprich solange sie sich nicht prostituieren muss, weil sie das unbedingt Geld braucht, kann sie auch jederzeit aufhören, wenn sie z.B. ein Negativerlebnis hat.

jtust_flookixng?


Fehler machen gut und schön, aber in diesem Umfeld? Wenn es ein Fehler ist hat das unter Umständen einen ganzen Rattenschwanz an Folgen, weil eben nicht nur die TE Interesse haben mag das zu versuchen, sondern auch Menschen in der Umgebung zusätzlich Forderungen stellen.

Wenn ich mich dazu entschließe im Internet zu inserieren und für einen ONS ein Taschengeld haben möchte, dann kann ich jederzeit davon zurücktreten. Mir sagt nicht zu was ich machen soll, der Kerl scheint mir unsympathisch,... Wenn ich mir aber in einem Etablissement ein Zimmer miete habe noch eine Person die etwas von mir möchte. Da ist zurücktreten nicht so einfach. Wenns dann noch einen Vertrag gibt der mich zB. für eine bestimmte Stundenanzahl verpflichtet wirds nochmal komplizierter.

Das Menschen, besonders mit ähnlichem Hintergrund, wenn sie etwas tun müssen ohne es wirklich zu wollen versuchen die Spannung abzubauen, durch Selbstverletzung oder Betäubung,... ist dann wohl nicht komplett realitätsfremd, oder?

jdust_loooxking?


Auch nicht vergessen darfst du, dass die TE trotz ihrer Vorgeschichte zeitnah die Möglichkeit einer Ausbildung hat. Und dass diese nicht unbedingt ideal mit Rotlicht zu verbinden ist, da müssen wir nicht drüber sprechen, oder?

Außerdem, weil du von Studentinnen gesprochen hast die sich so ihr Budget aufbessern. Diese haben dann zumindest keine Lücke im Lebenslauf. Da steht dann immer noch Studium von bis. Wäre bei der TE aber auch nicht der Fall.

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