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Bald kann ich glücklich leben

Eohema?li~ger Ncutz$er (#15x)


GibNichtAuf

Also an dieser Stelle an Dich ganz aufrichtig :)_ und :)* .

Aber noch immer sage ich: Du kannst Deine Situation nicht auf Himbeere übertragen. Ich selbst litt jahrelang, eigentlich jahrzehntelang, unter einer Angststörung, die mit einer Depression vergleichbar ist oder in manchen Fällen mit einer Solchen einhergeht.

Aber genau das ist für mich auch der Punkt, an dem ich es mir bezüglich verschiedener Bilder die sich mir bieten, tatsächlich auch anmaße nicht mit einem verständnisvollen Tätscheln auf die Person einzugehen, sondern mit klaren Ansagen.

Hinzu kommt, das Himbeere hier immer und immer wieder Eines ganz klar hinstellt, das ist sogar schon eine Art Mantra von ihr (vielleicht sogar ohne es zu wollen):

"Würde mich Jemand unterstützen, so wie ich das will, dann würde ich ja....", das zieht sich durch wie sonstwas!

Klingt das für Dich nach einer "Depression" wie Du sie erlebt hast oder noch erlebst? Klingt das für mich nach einer psychischen Störung wie ich sie erlebt habe? Nein! Ich fühl(t)e mich sogar teilweise wie vor den Kopf geschlagen.

Sie kann Morgens nicht aufstehen, weil kein Freund da ist der sie weckt – dann könnte sie ja! Konntest Du das? Sicher nicht, sonst wäre Dein Mann nicht so verzweifelt gewesen. Sie hat Geldprobleme in dem Sinne, dass sie nicht genug Geld für Vergnügungen/Klamotten hat. Ihr Vater verlangt von ihr im Haushalt mitzuhelfen und zahlt ihr nicht mal ein Taschengeld. Das lässt sie verzweifeln. Usw.

Ich kann Dich supergut verstehen, GibNichtAuf, Deine Neigung jeden in Deine Arme schließen zu wollen – bildlich gesprochen- der auch nur annähernd Deine Symptomatik aufweist. Weil in Dir selbst die Riesenwand Deiner Depression noch immer vorhanden ist.

Aber versuche trotzdem ein wenig zu differenzieren. Oder versuche es gerade deswegen.

Wenn Du Himbeeres Fäden/Faden/Beiträge wirklich verfolgt hast, dann weißt Du doch auch, wieviele Menschen auf sie zugegangen sind, ihr helfen wollten – nicht zuletzt auch der Vater.

:)*

AIpfelkuMcheny007


Naja gut, die Idee mit dem Hund ist wahrs. doch nicht so gut. Lieber erstmal selbst morgens aufstehen lernen bevor der Hund da ist, sonst ist dann niemandem geholfen, weder ihr noch dem Hund :-/ .

S^uanflo[wer_73


@ Isabell:

Wunderbar auf den Punkt gebracht. Wobei es ist und bleibt traurig, dass jemand sich (warum auch immer) selber so im Weg steht.

Leian|-Jilxl


Himbeere, wann gehst du den in der Regel ins Bett? Und schläfst du tagsüber auch oft?

E&heKmaloi-ger Nautzer 7(#x15)


Apfelkuchen

Diese "Hundeidee** ist weit verbreitet, wird gerne hergenommen wenn es im Kontext um das Problem "Verantwortung" geht.

Nur wird hierbei gerne vergessen, dass diese Idee nur für Menschen geeignet ist, die Verantwortung übernehmen wollen, denen diese im Grunde mehr fehlt – die genau wegen einem Verantwortungsverlust nicht mehr aus dem Bett kommen, Depressionen kriegen usw. (wer kennt nicht das Klischeebild von der "alten Dame mit ihrem Dackel").

Aber Menschen die so schon Probleme mit der Eigenverantwortung haben, geraten durch einen Hund noch weit mehr unter Druck als sie so schon stehen.

HzimbOeere9x0


Was hast Du denn dem Therapeuten zur Erklärung gesagt? Hast Du Dich aufrichtig entschuldigt? Im Normalfall musst Du ja die Stunde dann selbst bezahlen – musst Du das?

Ich habe ihn telefonisch nicht erreicht. Ich geb's langsam auf. Nein, musste ich nicht, da er weiß, dass ich kein Einkommen habe.

Himbeere, wie sieht es bei dir medikamentös aus? Ich hab ja eine ähnliche Krankheitshistorie wie du und habe zu Zeiten einer schweren Depressionen (die leider immer mal wieder kommt- und bei dir scheint es ähnlich zu sein) ziemlich viele Medikamente gebraucht, um mein Bett wieder verlassen zu können.

Ich nehme zurzeit 100 mg Amisulprid ein.

Wie sieht es bei dir mit der Erhaltungsmedikation aus?

Was ist das genau?

Ich habe zum Beispiel 4x die Woche Werktherapie, Gesprächstherapie und Sozialtherapie in der Institusambulanz. Gibt es bei euch sowas nicht?

Nicht, dass ich wüsste.

Kannst du dir nicht einen Hund holen, damit du mit diesem immer morgens, mittags und abends Gassi gehst??

Mein Vater erlaubt doch keine Haustiere.

Wenn du das im Griff hast, kannst du über weitere Dinge wie auch den Führerschein nachdenken, ansonsten überforderst du dich selbst mit allem und kriegst am Ende nichts wirklich hin.

Das geht nicht. Ich habe den Führerschein jetzt schon angefangen, würde ich ihn abbrechen. Könnte ich direkt wieder von neu anfangen und tausende von Euros wären weg.

Himbeere hat weder Eltern, die einem Bilderbuch entsprungen sind noch (wie ich) einen liebenden Mann, der ihr hilft das alles durchzustehen.

Genau, ich habe keinen, der mich unterstützt und meinem Vater ist alles egal.

Himbeere, wann gehst du den in der Regel ins Bett? Und schläfst du tagsüber auch oft?

Meist erst nach 3 Uhr nachts und nein, wenn ich wach werde, schlafe ich nicht mehr ein.

L%iaAn#-Jill


Meist erst nach 3 Uhr nachts

Dass da ein Zusammenhang besteht zu deiner morgendlichen Müdigkeit, darauf bist du noch nicht selbst gekommen?

Wenn ich um drei Uhr erst ins Bett gehen würde, wäre ich auch zur Weckzeit um sechs gerade in einer der ersten Tiefschlafphasen.

Normalerweise weiß man, dass ein Mensch mindestens sechs, als junger Mensch sogar acht Stunden Schlaf braucht, und entsprechend muss man seine Bettgehzeiten gestalten.

Klar ist das schwierig, plötzlich um zehn, elf schlafen gehen zu müssen, wenn man es anders gewohnt ist. Aber man kann sich auch umgewöhnen. Dauert möglicherweise, aber es geht.

Schlafmangel ist eine nicht zu unterschätzende Ursache für viele Beschwerden, auch psychischer Natur.

E$hqemaligeor kNutzer }(#1x5)


Ich kenne diese Schlafproblematiken auch, gerade aus meiner Arbeitslosenzeit. Wenn da keine Regelmäßigkeit ist, man ist nicht ausgelastet – schwupps-di-wupps wird die Nacht zum Tage, man liegt/sitzt mit gefühlten tellergroß geöffneten Augen da und nichts geht mehr. Und der Tag ist ebenso gelaufen. Ich habe diese Phase so im Durchschnitt alle ein/zwei Monate mal für ca. eine Woche....irgendwie rutsche ich dann da rein.

Und sich hier dann zu zwingen zu einem Rhythmus zurückzufinden der einem gut tut – das ist sehr schwer. Man muß den inneren Schweinehund mehr treten als bei sonstigen Dingen. Muß aber nun mal sein, wenn sich das hauptsächliche Leben (die nötigen oder gewollten Aktivitäten) tagsüber abspielt.

Ich meine aber, wir hatten hier das Thema schon mal... ":/ ....dass Du, Himbeere, Dir da einen anderen Rhythmus aneignen müsstest? Glaube mir, das macht für das gesamte Wohlbefinden viel aus.

S/unfloxwer_73


Es wiederholt sich: Gibt es nicht, darf ich nicht, geht nicht. Du bist von Klinik über betreutes Wohnen usw. einiges durch. Sicherlich gibt es überall immer mal Probleme und Dinge laufen nicht optimal. Aber dass immer alles gar nicht geht, es keine Hilfe gibt, alle nur blöd sind: Das Muster fällt sehr deutlich auf.

Und auch Widersprüche: Du hast kein Geld, Deinem Vater ist alles egal – aber du machst den Führerschein. Wie geht das?

Fazit: Statt immer nur zu betonen, was nicht geht etc.: Nutze die Optionen, die Du hast. Du hast einen Therapeuten, also mach' Dir jetzt die Therapie durchs Nichterscheinen nicht auch kaputt. Du sabottierst Dich selber gewaltig.

Und was das Schlafen angeht: ich war jetzt etliche Monate arbeitslos. Vor 2h war ich auch selten im Bett, zum Einschlafen dauerte es noch länger. Total verschobener Rhythmus, der mir (als psychische Gesundem) gar nicht gut tat. Und körperlich auch nicht.

Jetzt geht's arbeitstechnisch wieder los, fieserweise um 8h morgens PÜNKTLICH mit noch 80 Minuten Anfahrt eine Strecke. Mir graut es davor, es wird verdammt hart – und ich hab' schon eine Dreifach-Wecker-Kombi. Und ich arbeite jetzt seit 10 Tagen daran, vor Mitternacht ins Bett zu gehen. Bin mittlerweile bei 23h. Schlafen klappt dann nicht, aber so langsam kommt der Rhythmus.

Das geht alles nicht so. Aber es wären Punkte, an denen DU problemlos und ohne jegliche Hilfe ansetzen könntest.

Und vielleicht hätte es auch positive Effekte auf die Situation mit Deinem Vater, wenn Du zu "normalen" Zeiten wirklich wach bist.

PlrimaCdonnaGxirl


Ich frage mich natürlich an der Stelle, ob du wirklich keinen kausalen Zusammenhang zwischen spätem Zubettgehen und morgendlicher Müdigkeit siehst, oder ob das eine Mein-Name-ist-Hase-und-ich-weiss-nix-Masche ist. Bloß nicht den Fehler bei sich selbst suchen.

Das ist der derart logisch, das muss dir doch nun einleuchten.

Und da ist deine Selbstverantwortung gefragt. Bei einer Rhythmus-Umstellung kann dir nun keiner helfen. Das musst du alleine hinbekommen, alt genug bist du allemal.

Und auch Widersprüche: Du hast kein Geld, Deinem Vater ist alles egal – aber du machst den Führerschein. Wie geht das?

Bin ja bisher stille Mitleserin gewesen, aber diesen Punkt verstehe ich auch nicht ganz. Ich habe auch meinen FS gemacht vor Jahren und weiss sehr gut, wieviel das kostet. Oder haben wir da etwas falsch verstanden oder überlesen?

Darüber hinaus würde mich interessieren, ob du garnicht merkst, dass du ständig völlig fadenscheinige Gründe suchst, weswegen irgendwas nicht geht.

Aufstehen kriege ich nicht gebacken, aber nur weil ich keinen Freund habe.

Jeder hat Probleme, nirgendwo ist alles Gold was glänzt, aber du bist 23 Jahre alt, fang endlich an Eingenverantwortung zu übernehmen...

TOob6ler,one8x9


Wie die anderen schon gesagt haben, geh Zeitungsaustragen oder sonst was! Ich selbst mache das seit über 5 Jahren und werde quasi jede Woche gefragt ob ich jemanden kenne, der da ne Anstellung will. Für sowas musst du nur ein klein bisschen Verantwortungsbewusstsein haben, ansonsten kann das wirklich jeder (außer du sitzt im Rollstuhl oder so)...

So wie sich das mit deinen 'ein paar' Bewerbungen liest, kann ich mir vorstellen das diese auch geschrieben sind. Wenn man in deinem Text hier schon so wenig Elan/Spaß am Arbeiten liest, wird das in der Bewerbung wohl genauso laufen und dann ist klar, warum dich keiner will. Das hat mMn auch nichts mit Behinderung o.Ä. zu tun. Wenn du gut bist oder Einsatz-/ Lernbereitschaft zeigst nimmt dich für nen Nebenjob JEDER, egal ob ausgebildet oder so!!

MfG

S9un|floswer_7x3


Jeder hat Probleme, nirgendwo ist alles Gold was glänzt, aber du bist 23 Jahre alt, fang endlich an Eingenverantwortung zu übernehmen...

Oder an DEN Punkten zu arbeiten, die verhindern, dass Du Eigenverantwortung übernimmst. Was auch immer das ist – aber es sollten Dinge sein, die IN DIR liegen. Nicht an Vater, fehlendem Freund,...

Ja, es ist schwer sich zu motivieren, wenn man vielleicht das Gefühl hat, keine Perspektive zu haben ("Für was soll ich aufstehen?"). Aber dann muss man halt mal eine Vorleistung erbringen und den Popo hochkriegen, damit sich nachfolgend eine Perspektive ergeben kann.

Und wenn man das nicht kriegt, muss man sich Hilfe holen. Aber selbst DAS findest Du ständig Ausreden.

WFeid`enfexe


Ich halte es auch für das beste, wenn du konsequent versuchst deinen Tag/Nachtrhytmus umzustellen... Ich glaube dann würde dir einiges gleich leichter fallen, auch wenn ich verstehen kann, dass das die erste Zeit super schwer sein wird @:)

Hast du schonmal versucht mit einem ganz konsequenten Tagplan zu arbeiten?

Ala:

8:00 Uhr aufstehen (oder aber: dein Vater weckt dich wenn er das Haus um 6:00 Uhr verlässt. Wichtig ist dann nur: aufstehen. Nicht nur die Augen kurz aufmachen und sich 'nur noch eine halbe Stunde' einräumen)

Bis 9:30 Uhr: anziehen, frühstücken, Termine für den Tag planen

9:30 Uhr: Joggen (oder irgendeine andere Beschäftigung)

11.00 Uhr: Bewerbungen vorbereiten, nachbereiten, ...

12.30 Uhr: Mittagessen

13:30 Uhr: Fahrstunde / Termin xyz / Spazieren gehen / etc

Quasi einen Plan, der dir hilft Ordnung in deinen Tagesablauf zu kriegen. Dazu evtl wirklich ein stundenweiser Job wie Zeitungen austragen oder zumindest (sportliche) Betätigungen an der frischen Luft, evtl gleich nach dem Frühstück um den Kreislauf hochzukriegen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das nicht einfach sein wird. Gerade am Anfang nicht. Aber irgendwann ist der Rhythmus einfach drin! @:)

Ansonsten wäre es wohl wichtig, dass du erkennst, dass eine Beziehung nicht wie von Zauberhand deine Probleme lösen wird. Im Gegenteil - ich denke es ist der bessere Weg erstmal deine Probleme anzugehen, bevor du dich in eine Beziehung begibst.

aqugJ2d33


Himbeere war zu einer stationären Therapie!

Die Klinik ist mir bekannt. Aber auch dort kann man niemanden mit "dem Eimer kaltem Wasser" aus dem Bett treiben. Egal wo sie stationär aufgenommen wird, die Gefahr des "Nicht-Mitarbeitens" ist einfach gegeben. Wie eben auch in der ambulanten Therapie. Wenn sich die Therapeuten einer Region gut kennen, dann wird die Anforderung schon mal etwas angezogen.

S8unfluowrerp_73


Ich weiß, dass Himbeere schon stationär war. ;-) So bleibt nur das Fazit: Behandlung trotzdem nicht ausreichend – oder eben doch fehlende Motivation bei Himbeere.

Es gibt nur die beiden Aspekte. Und so unschön, es ist, wenn Behandler dem Patienten die Schuld geben, wenn es nicht läuft: Manchmal ist es tatsächlich so.

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