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Bald kann ich glücklich leben

Insabexll


Himbeere

Wir haben schon was vereinbart. Ich soll für's Schnee schippen auf unserem Hof und dem Gehweg 5€ von ihm erhalten,alles Andere ist für ihn selbstverständlich.

Da hat er ja auch recht. Meine Kinder müssen auch einen/ihren Anteil am Haushalt beitragen.

Aber Du könntest ihm ja anbieten mehr zu machen, also eben auch die Dinge, die er sonst erledigt. So, dass er eben zu Hause gar nichts mehr machen muß.

Er ist frustriert,alles muss er selbst bezahlen,Strom,Wasser,Lebensmittel,das Haus muss er abbezahlen,Unterhalt für meine Mutter, ect.,außerdem bekommen wir nun kein Kindergeld mehr für mich und deshalb sieht er es auch nicht ein,warum er mir dann noch Taschengeld geben sollte.

Verstehe ich vollkommen.

Und das hat nichts mit "Frustration" zu tun, sondern ist nur eine logische Konsequenz.

Dass er Dich vergleicht – ok, das müsste nicht sein. Dennoch: Auch wenn Du psychische Probleme hast, so bist Du dennoch in der Lage etwas (dagegen) zu unternehmen – und in seinen Augen und auch in den Augen Vieler hier, tust Du das eben nicht. Sondern Du hast immer wieder Ausreden, die darauf hinweisen was ich schon öfter geschrieben habe: Sie vermitteln den Eindruck, dass Du nur die Hilfe akzeptierst die Dir in den Kram passt, die nach Deinen Wünschen abläuft. Wenn das hier schon so rüberkommt, wie dann erst bei Deinem Vater?

Hast Du Dich denn mal ernsthaft mit ihm an einen Tisch gesetzt und versucht ihm ruhig zu erklären WAS in Dir vorgeht? Du sagst, es gebe immer Streit? Warum? Ich meine, wie genau läuft das ab?

Himbeere, Dein Vater hat Dich nicht abgeschrieben, er lebt mit Dir zusammen, nachdem das mit dem betreuten Wohnen nicht geklappt hat, er hat es zulassen müssen, dass sein anderes Kind auszieht und trotzdem hält er in gewisser Weise noch zu Dir, macht es sich nicht einfach.

Es fällt mir halt nur schwer,von Laden zu Laden zu gehen und nachzufragen,da ich bei fremden Menschen sehr schüchtern bin und oft noch,kurz bevor ich was sagen will,wieder umdrehe,genauso ist es bei mir mit dem Telefonieren,ich halte eine Stunde den Hörer in der Hand,bis ich mich dazu zwingen kann,bei einer fremden Person anzurufen. Oje,aber ich werde es mir an einem Tag mal echt vornehmen.

Auch das kann man lernen. Ich verstehe, wenn Jemand damit Probleme hat, das ist kein Thema.

Slunkflo-wer_x73


Kindergeld bekommt man auch ohne Ausbildungsbescheinigung. Dafür muss man einen Nachweis erbringen, dass man ausbildungsunfähig ist.

Man kann auch unter 25 Hartz IV bekommen (oder ggf. Grundsicherung, aufgr. der Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit).

Wenn Du schon eine Betreuung hattest, wäre ja auch eine Option, in ein betreutes Wohnen zu gehen, Da gibt es gerade bei psychischen Erkrankungen viele Optionen. Du wärst zu Hause raus, würdest finanziell unterstützt – und das Argument mit "Eltern auf der Tasche liegen" würde auch wegfallen.

Ansonsten kommt mir die Diskussion auch sehr bekannt vor – und daher sage ich abschließend: Vielleicht mal an vielen kleinen Ecken was ändern. Statt nach der Klinik wieder nach Hause zu gehen, vielleicht auf Wohngruppe bestehen.

Selber Verantwortung übernehmen, statt die Schuld bei anderen zu suchen. Nicht Zeitung lesen wg. jobs, sondern Aushänge in Supermärkten. Auf dem Wochenmarkt fragen (ja, ganz toll im Winter, aber so habe ich mir mein Abi finanziert).

Aber erstmal steht nach wie vor die grundsätzliche Entscheidung/Klärung an: Bist Du arbeitsfähig? Dann such mal umfassender und lass' Dich nicht direkt abschrecken. Bist Du nicht arbeitsfähig, dann werde es. Und nutze bis dahin die Optionen (Wohngruppe, betreutes Wohnen,...), die der Staat Menschen in Deiner Situation bietet. Du musst nicht zu Hause hocken.

Tgaalkxe


Pebby

Da sind wir Menschen halt verschieden. Von daher stimmt sicher, dass man nichts verallgemeinern sollte.

DU kannst das gut ab, aber nicht alle kommen mit dem berüchtigten Tritt in den Hintern klar, manche brauchen mehr das, was sie ohnehin vermissen: Ein bisschen liebevolles Verständnis, und hier und da mal ein kleines Rütteln – kann auch genügen.

Himbeere ist ja nicht völlig unzugänglich gegenüber den hier vorgebrachten Argumenten ...

a_.fisxh


Bisher nur mitgelesen..

Ich werde es versuchen. Es fällt mir halt nur schwer,von Laden zu Laden zu gehen und nachzufragen,da ich bei fremden Menschen sehr schüchtern bin und oft noch,kurz bevor ich was sagen will,wieder umdrehe,genauso ist es bei mir mit dem Telefonieren,ich halte eine Stunde den Hörer in der Hand,bis ich mich dazu zwingen kann,bei einer fremden Person anzurufen. Oje,aber ich werde es mir an einem Tag mal echt vornehmen.

Das kenne ich und ich habe inzwischen eins gelernt: es ist nicht einfach nur "ätzend" oder "schwierig", es ist mir schlicht an manchen Tagen unmöglich. Es liegt dann nicht in meiner Macht.

Ich habe auch gelernt, dass es sinnlos ist, von anderen Menschen dafür Verständnis zu erwarten. Es gibt Aspekte psych. Erkrankungen, die auch andere Menschen verstehen und es gibt welche, die ihnen unzugänglich sind (egal, ob selber Betroffene oder nicht), die kann man einfach nicht verständlich machen.

Es zu versuchen, führt nur zu Frust auf allen Seiten.

Ich bin – nicht immer, aber immer öfter ;-) – an dem Punkt, an dem ich mir sagen kann, dass es okay ist, dass ich das gerade nicht kann. Es hat keinen Wert, mich dafür zu verfluchen.

Ich weiß aber auch, dass es Tage gibt und geben wird, an denen es mir möglich sein wird, wenn ich mich dafür auch gewaltig in den Hintern treten muss. Diese Tage versuche ich zu nutzen und wenn ich es dann nicht mache, bin ich zurecht wütend auf mich und nehme Kritik auch an.

Diese Zustände auseinanderzuhalten zu lernen, war und ist meine Sache – ich weiß nicht, ob es solche unterschiedlichen Tagesformen bei Dir auch gibt. Wäre lohnenswert, das herauszufinden, nicht für die anderen, sondern für Dich, weil es Deine Handlungsoptionen erweitert.

ab.fiUsh


PS.:

Lass Dich nicht stressen mit dem Märchen, dass es "einfacher wird", wenn man es häufiger tut. *:) Und wenn das auf 99% der Menschheit zutrifft, hat es keinerlei Bedeutung für die, bei denen es einfach nicht stimmt.

T_a+alke


Schöner Beitrag, Fish!

Tza-alke


Ähm, ich meinte den ersten Beitrag oben ...

Dass durch Übung gewisse Dinge leichter werden, finde ich schon auch; Schüchternheit gehört gerade zu den Problemen, die sich durch ein Immer-wieder-Angehen bessern können, wenn auch nicht gerade an schlechten Tagen.

a?.fi7sh


Ähm, ich meinte den ersten Beitrag oben ...

Trotzdem Danke ;-D

Ich weiß, dass Übing in vielen Bereichen, wenn auch nervig und aufreibend, zu Besserung führt. Aber eben nicht immer und nicht für jeden – ich überwinde mich schon seit Jahren in einigen Dingen immer und immer wieder und es wird einfach nicht einfacher. Ich suche den Fehler dafür inzwischen (meist) nicht mehr bei mir – das machen meine Mitmenschen schon gründlich genug. Ich versuche zu akzeptieren, dass ich da eine Grenze habe und mich deshalb nicht unfähig oder schlecht fühlen muss.

smchneckZe19x85


Ich bin – nicht immer, aber immer öfter – an dem Punkt, an dem ich mir sagen kann, dass es okay ist, dass ich das gerade nicht kann. Es hat keinen Wert, mich dafür zu verfluchen.

Ich weiß aber auch, dass es Tage gibt und geben wird, an denen es mir möglich sein wird, wenn ich mich dafür auch gewaltig in den Hintern treten muss. Diese Tage versuche ich zu nutzen und wenn ich es dann nicht mache, bin ich zurecht wütend auf mich und nehme Kritik auch an.

:)= :)z :)^

Ich war übrigens diesen Sommer in einer ziemlich ähnlichen Situation wie Himbeere. Ende vom Lied: Suizidversuch und Psychiatrie.

Für mich persönlich gilt: Manchmal von Dingen, die man einfach nicht schafft, einen Schritt zurücktreten, sie mal für ein oder zwei Wochen auf Eis legen und so den Druck abbauen. Wenn der Druck mal weg ist, dann kommt man langsam auch wieder aus diesem lähmenden Ohnmachtsgefühl wieder raus.

I\sabexll


Taalke

Nur bringt es überhaupt nichts, Menschen, die sich schwach fühlen und wütend sind – ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – die Meinung zu geigen in der Form, dass sie gefälligst ihren *** heben sollen oder ähnlich harsch.

Nein, sehe ich auch so.

Nur lese ich Himbeeres Beiträge schon einige Zeit und es zeichnet sich eben ein Muster ab. Und psychische Erkrankung hin oder her:

"Abholen, da wo sie stehen" bringt mehr, denke ich.

Sie lässt sich aber nicht abholen, bzw. weigert sich mitzugehen – das genau ist das Problem.

Hier mal zu sagen: Tue etwas! Oder auch: Dein Verhalten ist nicht ok. – das ist nicht "harsch", sondern ein Hinweis. Sicher könnten jetzt Alle hier sie bemitleiden – weil sie "psychisch krank" ist, aber auch in diesem Bereich gilt es zu differenzieren.

Himbeere stellt sich ja auf eine gewisse Weise hier dar. Verrät durch ihre Beiträge mehr über sich selbst als ihr bewußt ist. Und danach gehe ich.

manche brauchen mehr das, was sie ohnehin vermissen: Ein bisschen liebevolles Verständnis, und hier und da mal ein kleines Rütteln – kann auch genügen.

Himbeere ist ja nicht völlig unzugänglich gegenüber den hier vorgebrachten Argumenten ...

Liest Du denselben Faden wie ich? ":/

Sunflower

Kindergeld bekommt man auch ohne Ausbildungsbescheinigung. Dafür muss man einen Nachweis erbringen, dass man ausbildungsunfähig ist.

Meine Rede.

Und nutze bis dahin die Optionen (Wohngruppe, betreutes Wohnen,...), die der Staat Menschen in Deiner Situation bietet. Du musst nicht zu Hause hocken.

Das will sie ja nicht (mehr).

a.fish

Ich habe auch gelernt, dass es sinnlos ist, von anderen Menschen dafür Verständnis zu erwarten. Es gibt Aspekte psych. Erkrankungen, die auch andere Menschen verstehen und es gibt welche, die ihnen unzugänglich sind (egal, ob selber Betroffene oder nicht), die kann man einfach nicht verständlich machen.

Es zu versuchen, führt nur zu Frust auf allen Seiten.

Ich bin – nicht immer, aber immer öfter – an dem Punkt, an dem ich mir sagen kann, dass es okay ist, dass ich das gerade nicht kann. Es hat keinen Wert, mich dafür zu verfluchen.

Das sehe ich absolut genauso.

Aber bei Himbeere ist dieses bei Weitem nicht das einzige Problem, sondern eher "nur" die Spitze des Eisbergs.

LPaxRiL


Was für eine Krankheit hat die TE denn, dass sie nicht arbeiten kann ? ":/

Hab jetzt nicht alles gelesen...

Hqimnbeereg90


Da hat er ja auch recht. Meine Kinder müssen auch einen/ihren Anteil am Haushalt beitragen.

Aber Du könntest ihm ja anbieten mehr zu machen, also eben auch die Dinge, die er sonst erledigt. So, dass er eben zu Hause gar nichts mehr machen muß.

Ich finde,wenn man zusammen in einem Haushalt lebt,dann sollten sich beide darum kümmern und nicht nur einer und der andere macht gar nichts,oder ???

Hast Du Dich denn mal ernsthaft mit ihm an einen Tisch gesetzt und versucht ihm ruhig zu erklären WAS in Dir vorgeht? Du sagst, es gebe immer Streit? Warum? Ich meine, wie genau läuft das ab?

Klar,schon oft genug,er gibt dann immer ein zustimmendes "Mhhmm" von sich aber einen Tag später versteht er es plötzlich nicht mehr und es gibt wieder Streit.

Wir streiten uns meistens wegen etwas,was er sagt und gar nicht wahr ist,dann werde ich fuchsteufelswild. Ich schreie dann oft,knalle die Türen und verschwinde in mein Zimmer,es ist also schon viel besser geworden,früher gingen meistens Dinge kaputt oder ich wurde geschlagen.

JaessiqcaxM


Willkommen bei "Verstehen Sie Spaß" :-X

H8imbe+er}e9Y0


Himbeere stellt sich ja auf eine gewisse Weise hier dar. Verrät durch ihre Beiträge mehr über sich selbst als ihr bewußt ist. Und danach gehe ich.

Wie meinst du das ???

Was für eine Krankheit hat die TE denn, dass sie nicht arbeiten kann ?

Hab jetzt nicht alles gelesen...

Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung,auch Borderline-Syndrom genannt.

lme sa*ng real


Ich finde,wenn man zusammen in einem Haushalt lebt,dann sollten sich beide darum kümmern und nicht nur einer und der andere macht gar nichts,oder

Wenn einer arbeitet und der andere nicht, ist es absolut selbstverständlich, dass derjenige, der die ganze Zeit daheim ist, auch 90% vom Haushalt macht.

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