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Warum trifft mich das "ausgelacht-Werden" so sehr..........

a!dria=hana


Es gibt verschiedene Bücher zum Trainieren der Schlagfertigkeit. Obwohl ich mir wenig daraus mache, wenn mir jemand blöd kommt und meistens "zurückschlage", wenn es mir zu dumm wird, habe ich mich vor kurzem im Buchladen regelrecht festgelesen und spannende Dinge gelernt. Vielleicht wäre das ja was für Dich?

S[ar2ahFIjord


Danke für Eure Antworten.

@ fuchs59,

ich bin in den 30-igern ;-).

Und ich weine schon immer bei traurigen Filmen....ist ja nicht schlimm, da stehe ich dazu ;-D .

Zur konkreten Situation: eigentlich kann ich mich mit dieser Kollegin auch super gut foppen.....ich mag das grundsätzlich gerne. Ich bin mit mehreren Geschwistern aufgewachsen und ich glaube auch deshalb ist es für mich ein Anzeichen tiefsten Vertrauens, wenn man sich so aufziehen kann.....In dieser Situation hat die Kollegin das aber wohl falsch eingeschätzt. Ich wollte es da eben besonders "schön", allen eine Freude machen,.....so dass es mich unverhältnismäßig getroffen hat (in dieser Situation). Sie war danach noch sauer, dass ich so beleidigt reagiert habe....so wie Hühner halt manchmal sind ;-) .

Mein Fehler, der sich wie ein roter Faden durch mein ganzes Leben zieht, ist, dass ich immer von mir ausgehe: und ich würde in so einer Situation nicht über den anderen lachen...auch wenn ich den Text doof finde.....

F>ri^edaMa


Wieso ärgerst du dich darüber? Das war doch nur ein kopierter Vers oder?

S7arahkFjorxd


@ Friedaa,

ja........einige "einführende" Worte und dann dieser Vers......

Es HAT mich getroffen/geärgert, ja (sind ja schon einige Tage her ;-D ).

Und warum mich manche (kleine) Situationen so unverhältnismäßig runterziehen, während ich mich sonst gut zu wehren weiß, verstehe ich ja selber nicht. :-(

F;riedxaa


Kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn dieser Text vielleicht von dir selber gewesen wäre aber so? Sie hat doch nicht über dich gelacht, sondern über den scheinbar eigenartigen Text.

WLateOrlix2


Naja... worüber hat sie denn nun eigentlich gelacht? Sie meinte doch, das klingt so geschwollen... also hat sie doch über den Vers gelacht. Gar nicht über dich!

Und wer über sowas lachen muss, der versteht es vielleicht nicht. Also ich weiß nicht, was an geschwollener Sprache witzig sein soll und lachen tun nur die, die halt Kulturbanausen sind. Darüber könnte ich auch lachen. ;-)

Bezieh das doch nicht auf dich, in dem Falle bist du doch ganz klar obenauf. Du hast nix lächerliches oder dummes gemacht, lächerlich ist eher so eine Reaktion deiner Kollegin. ;-) Und die merkts nichtmal, deshalb macht die sich auch keine Gedanken und hat ihren Spaß. ;-D

Gvu`drulnx_45


Also soweit ich mich an Storm erinnere, ist der selten so lustig, dass man sich so darüber auslassen kann.

Deine Freundin ist einfach wenig tolerant und ist anscheinend auch wenig kreativ, sonst hätte sie die Idee so einen Text zu nehmen erstmal positiv zur Kenntnis genommen.

Im Gegensatz zu einigen anderen Mitschreiberinnen muss ich sagen, dass ich mit der Zeit, bzw. zunehmendem Alter, immer weniger empfindlich geworden bin. Es ist mir fast egal was andere über das was ich tue denken. Das gleiche wünsche ich Dir auch @:)

Soa'rah>Fjorxd


;-D @ Waterli

Und wer über sowas lachen muss, der versteht es vielleicht nicht. Also ich weiß nicht, was an geschwollener Sprache witzig sein soll und lachen tun nur die, die halt Kulturbanausen sind. Darüber könnte ich auch lachen. ;-)

So gesehen, stimmt das natürlich ;-D .

@ Gudrun

Es ist mir fast egal was andere über das was ich tue denken. Das gleiche wünsche ich Dir auch @:)

Danke. Klingt echt erstrebenswert.......

Bei mir hat sich auch schon vieles gebessert. Als Kind hat mich Ablehnung viel mehr getroffen, soweit ich mich erinnere....Waren in einem Raum mit 20 Leuten mir 19 wohlgesonnen und ich habe bei einer Person Ablehung gespürt, habe ich mir eher Gedanken über diese gemacht als über die anderen 19....

S"ouEndbeaer77


Hallo Sarah,

ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich fühle ähnlich. Das ganze kann Teil einer leichten Soziophobie sein. Das ist nichts schlimmes und ich glaube, dass viele unbewusst damit zu tun haben. Das ganze besagt sehr eindeutig, dass man Angst davor hat vor Leuten lächerlich dazustehen oder in einer Situation zu versagen. Vielleicht hast du das schon öfter an dir beobachtet. Man geht z.B. Wettkämpfen, o.ä. aus dem Weg, weil man Angst hat zu verlieren. Oft neigt man auch zur Perfektion – hattest du geschrieben. Man möchten keinen Müll abgeben, sondern die Dinge richtig machen. Aber auch hier vor dem Hintergrund nicht zu versagen. Kritik nimmt man gemischt auf und ärgert sich mitunter. Einfach meist nur deshalb, weil man seine Perfektion nicht erreicht hat – man ist mit sich selbst unzufrieden, nicht verägert auf den Kritiker. Wenn man aus dem Haus geht, zieht man sich ordentlich an und macht sich zurecht – die Leute könnten ja gucken, etc. – andersrum, wenn Leute in die eigene Wohnung kommen, möchte man, dass alles ordentlich und sauber ist.

Das sind so die "Macken" die daraus resultieren. Man lernt damit zu leben, stolpert aber natürlich drüber.

Wenn man sich der Sache aber annimmt und hier und da über seinen Schatten springt, wird man entspannter!

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. *:)

RQemi'ngto&n Stxeele


Klassisch ausgelacht zu werden ist wie eine Ohrfeige und die trifft Dich, macht Dich klein. Es wäre fast unnormal, wenn Dir das nichts ausmacht.

Waren in einem Raum mit 20 Leuten mir 19 wohlgesonnen und ich habe bei einer Person Ablehung gespürt, habe ich mir eher Gedanken über diese gemacht als über die anderen 19....

Da stimmt(e) die Verhältnismäßigkeit nicht. Du kannst es nicht JEDEM recht machen und Du mußt auch nicht von ALLEN geliebt werden.

Jeder hat allerdings manchmal einen Fauxpas. Und wenn Du dann über Dich selbst lachen kannst, nimmst Du es den Anderen nicht krumm.

S^ou!ndb6earx77


Es ist ja das Wesen dieser "Störung", dass man sich doch Gedanken macht und allen Leuten gefallen möchte – man kanns nicht abstellen. Sprüche wie "reiß dich zusammen" oder "ignorier es" kommen nur von Leuten, die es nicht verstehen – aus Unkenntnis logischerweise. Die Ängste werden ja unbewusst geschürt und geweckt, man kann es nicht steuern.

Es bringt unterm Strich nix darüber zu Grübeln. Es ist halt so und man muss lernen Strategien zu entwickeln bzw. sich zu überlisten.

SoarrahFjword


Danke Soundbear77 und Remington Steele!

@ Soundbear77

Das ist interessant. Du bist (immerhin) der Zweite, der so eine Vermutung äußerst ;-). Beim ersten Mal wars ein Coach in einem Rhetorikseminar.....der Klassiker eben: ungerne vor großen Gruppen sprechen, obwohl ich ansonsten durchaus wortgewandt bin.....Er meinte dann jedoch, dass ich dafür wiederum zu offen auf Menschen zugehe und diese auch genauso offen ansehe.....

Aber ein "Ticken" ist wahrscheinlich wirklich dran :-/ .

Ich habe einen akademischen Hintergrund und auch einen Job, der es mit sich bringt, dass ich öfters vor großen Menschenmengen spreche....bin also durchaus "geübt"....und trotzdem würde ich es lieber vermeiden. Investiere immer unverhältnismäßig viel Zeit für die Vorbereitung, so dass alles "sitzt"....nur um dann doch verhältnismäßig frei zu sprechen, weil alles andere ja auch nur "öde" wirkt. Irgendwie "funktioniere" ich dann doch. Wäre aber wirklich schön, da noch ein wenig entspannter zu werden ;-D .

Ja, pefektionistisch bin ich schon.....aber "komischerweise" war ich nie "streberhaft" (eher tendenziell faul)....schiebe immer gerne alles nach hinten: kann dann aber auch mal ne Nacht durchmachen, damit was fertig und eben "gut" wird.

@ Remington Steele

Da stimmt(e) die Verhältnismäßigkeit nicht. Du kannst es nicht JEDEM recht machen und Du mußt auch nicht von ALLEN geliebt werden.

Wie wahr. Der Wunsch Everbody´s Darling zu sein war früher aber wirklich ausgesprägter bei mir. Für meine Meinung eingetreten bin ich aber immer - meine bisherigen Chefs würden das bestätigen ;-D

SSo2unodbbear7x7


Eine Soziophobie muss nicht immer in allen Fazetten auftauchen, ist unterschiedlich ausgeprägt und ist auch nix schlimmes, man lernt damit umzugehen. Allerdings muss man erst kopflich soweit kommen und das für sich akzeptieren, um Dinge zu ändern.

Ich für meinen Teil habe das auch nur in bestimmten Ausprägungen. Da ich selbstständig bin, muss ich viel mit Kunden sprechen, etc. – das habe ich auch gelernt und absolut keine Ängste mehr vor Terminen. Früher war es anders. Ich bin sehr, sehr gesellig, sehr offen und auch der offensive Typ habe aber auf der anderen Seite hier und da Bammel zu Treffen, Feten, etc. zu gehen. Das eine schließt also keineswegs das andere aus. Paradoxerweise kommen also genau die Dinge zusammen, die sich eigentlich nicht vertragen.

Da ich deine "Macken" nur zu gut kenne, wird es bei dir ähnlich sein. Aber keine Bange, das ist alles keineswegs behandlungsbedrüftig – nicht in dieser Form. Aber wie erwähnt: das Wissen darum macht klüger und wenn man sich mal wieder erwischt, kann man anders damit umgehen.

S3ounodbeaar7x7


P.S. Achso: Ja, bin auch perfektionistisch veranlagt, aber wie du schon sagst: keinesfalls ein streberhaft. Genaus wie du, gerne eher mal faul – vor allem, wenn es um Dinge geht, auf die ich keine Lust habe.

Aber schon, dass Du Dir über deine Geschichte (so viel) Gedanken machst, spricht bereits Bände. "Normale" Leute tun das nicht. Manchmal ist das aber gar nicht verkehrt. Wir sind oftmals feinfühliger, als andere Leute – vielleicht gehts dir ja auch so. Auf der anderen Seite ist es hier und da auch belastend. *:)

R.emi4ngto/n jSteelxe


Investiere immer unverhältnismäßig viel Zeit für die Vorbereitung, so dass alles "sitzt"....nur um dann doch verhältnismäßig frei zu sprechen, weil alles andere ja auch nur "öde" wirkt. Irgendwie "funktioniere" ich dann doch. Wäre aber wirklich schön, da noch ein wenig entspannter zu werden

Hört sich schlüssig an. Durch die Vorbereitung hast Du Dir ein Backup kreiert. Insofern kannst Du dann auch frei sprechen, bekommst das hin.

Ob es gelingen kann entspannter zu werden ist fraglich. Ich habe von Prominenten oder Schauspielern gehört, daß sie immer angespannt waren. Nicht jeder hat das Gemüt eines H.-J. Kuhlenkampf, der da einfach etwas ohne Vorbereitung aus dem Ärmel schütteln konnte (hat er toll gemacht, keine Frage).

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