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Depressive Freundin macht mich aggressiv

m#ond+\stexrne


toi, toi, toi :)^ :)^ :)^

sUerAensdipitxy84


danke.. ich glaub, gleich ist es so weit.. hab schiss!

mYond+stzerxne


Du hast Dir das alles ganz gut überlegt, finde ich. Du hast einen guten Plan. Deine Gedanken sind klar und nachvollziehbar.

Also nochmals alles Gute! :)^ :)* :)* :)*

Ich bin neugierig, wie's weitergeht. Bitte halt mich auf dem Laufenden.

s-ebre%ndoipit?y8x4


Also dann: Update

Ich bin gar nicht mehr dazu gekommen, ihr den Brief zu geben, weil sich dann von selbst ein Gespräch ergab, bzw meine Mitbewohnerin das Gespräch suchte. Irgendwie lag es auch schon den ganzen Tag in der Luft, dass da was kommen wüde. Also Augen zu und durch :-)

Das Gespräch lief super. Meine Mitbewohnerin hatte sich selber schon so ihre Gedanken zu der vorangegangenen Situation und ihren Auswirkungen auf mich und unserer Freundschaft gemacht ( sie hat ja auch sicherlich mitbekommen, dass ich ihr in der letzten Zeit sehr ablehnend gegenüber war) und konnte all das was ich fühlte und dachte nachvollziehen. Sie sagte, sie wüßte selber dass sie ihre Depression quasi auf dem Präsentierteller ausgelebt hat und dass sie natürlich auch gemerkt hat, wie belastend das für mich was bzw ist. Sie hat es zwar wahrgenommen, konnte aber einfach nichts an ihrem Verhalten ändern. Wir sprachen darüber, wie es mir in der Situation ging und was für Auswirkungen sie auf mich hat, wie ich gedenke mit meiner Wut ihr gegenüber umzugehen, unsere Vorstellungen und Erwartungen an unser Zusammenwohnen, wieso sie immer tiefer in ihre Depressionen rutschte.. usw.

Es war insgesamt ein sehr gutes, offenes und ehrliches Gepräch, bei dem auch die ein oder andere träne floss. Auch das Thema eines möglichen Auszugs ihrerseits haben wir thematisiert (ich habe ihr da auch ganz klar gesagt, dass egal wie groß mein Wunsch wäre, dass es klappt, ich einfach zu große Angst habe, dass mich das weiterhin mit runterzieht und ich generell gerade einfach etwas Abstand und Distanz brauche), aber wir haben das erst mal ergebnisoffen gelassen.

Die situation jetzt:

Heute wurde meine Mitbewohnerin nach gut 2 Monaten aus der Klinik entlassen. Ab Montag beginnt sie übergangsweise mit der Tagesklinik bis sie hoffentlich in einigen wochen einen Platz in einer medizinischen Reha- einrichtung erhält, wo sie 9 Monate bis zu 1 1/2 Jahre wohnen wird. Sie und auch ihre Therapeuten halten es für das Beste, wenn sie nicht direkt wieder sich selbst überlassen wird, sondern langfristig und Stück für Stück wieder lernt, ihren Alltag zu gestalten und dafür eine ambulante Therapie alleine wohl nicht reicht. Wie genau wir das dann it der Wohnung machen, ist noch nicht so ganz klar. Es läuft wohl darauf hinaus, dass wir uns jemanden zur Zwischenmiete suchen, allerdings bin ich mir selbst schon noch unsicher, ob ich das wirklich will oder ob nicht ein klarer Cut (auch im Sinne unserer Freundschaft) besser wäre.

Gaaaanz langsam nähern wir beide uns wieder ein bischen an.. Sie war zwischendurch (so 2-3 Nächte die Woche) ja in der Wohnung, so dass wir uns regelmäßig gesehen haben. Ich ziehe mich immer noch sehr zurück und verbringe meine Abende auch meistens alleine für mich in meinem Zimmer. Ich weiß, dass sie mich und unsere Freundschaft vermisst, aber mir fällt es nach wie vor schwer unbefangen auf sie zuzugehen und so zu tun als wäre nie etwas passiert. Zum Glück haben sich meine Aggressionen ihr gegenüber weitestgehend gelegt und behandel sie wieder "normal". Das heißt, wir trinken zwischendurch mal gemeinsam einen tee und unterhalten uns ein wenig, schauen mal eine halbe Stunde gemeinsam fern, aber richtig was zusammen gemacht haben wir nicht. Ich habe das Gefühl, dass wir gerade im Moment einfach nur Mitbewohnerinnen, aber keine Freundinnen mehr sind. Das fühlt sich irgendwie schal an..

Aber irgendwie kann ich auch gerade nicht viel an meinen Gefühlen ihr gegenüber ändern. Ich habe mich in der letzten Zeit schon wieder sehr darauf eingestellt, alleine zu wohnen und empfinde sie (ungerechter Weise) manchmal als störend und wünschte, sie wäre nicht da. Mir fehlt momentan die emotionale Bindung zu ihr und irgendwie scheue ich mich wohl davor sie wieder herzustellen. Als hätte ich mich damit abgefunden, dass es nun mal nicht mehr so ist wie früher und damit aber auch ganz zufrieden bin. Es ist, als wäre irgendwie die Verbindung weg. Früher habe ich mich auf Treffen mit ihr gefreut, inzwischen ist es mir egal oder ich hab keine Lust auf sie. Vielleicht auch, weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass sie darauf wartet, dass ich mich ihr gegenüber wieder mehr öffne und mich das irgendwie unter Druck setzt.

Vielleicht liegt es gerade aber auch an mir. Ich merke, dass sie sich wirklich Mühe gibt, wenn sie hier ist. Sie hält sich viel mehr in ihrem eigenen Zimmer auf, hinterlässt kein Chaos in den gemeinschaftsräumen, unternimmt sehr viel mit ihren neuen bekannten, die sie in der Klinik kennengelernt hat und verströmt insgesamt ganz gute Laune. Im Gegensatz dazu bin ich im Moment sehr antriebslos und verkrieche mich.. ich kiffe wieder sehr viel, habe zugenommen, verlasse nur selten die Wohnung und bin nicht besonders gesprächig. Ich merke es, sie merkt es, aber darüber reden tun wir nicht, als ginge es sie nicht mehr an.

Hm.. ich weiß grad auch nicht. Irgendwie ist schon alles besser, trotzdem bin ich nicht zufrieden, weiß aber auch nicht, ob und was sich ändern soll..

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