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Bin wie gelähmt aber muss dringend mein Leben ändern

DBazed'Yn'Concfused hat die Diskussion gestartet


Kennt ihr das? Man steht zum Jahreswechsel draußen, schaut auf das Feuerwerk am Himmel und stellt fest, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist. Irgendwie immer ein sentimentaler Moment. Und irgendwie kann ich es dann auch nicht sein lassen, mir gute Vorsätze zu machen, mir zu überlegen, was ich im kommenden Jahr alles erreichen oder anders machen will.

Diesmal musste ich erschrocken feststellen, dass ich mir nun schon seit 3 Jahren exakt die gleichen guten Vorsätze mache:

1. Eine Freundin finden

2. Eine Beschäftigung finden, die mich halbwegs glücklich macht

3. Meine Geldsorgen loswerden

(wobei ich 2.+3. auch zusammenfassen könnte)

Oder anders ausgedrückt: ich trete seit nunmehr über 3 Jahren auf der Stelle. Nichts hat sich geändert, außer dass ich damals noch nicht halb so deprimiert und pessimistisch war wie heute. Es geht also eher ab- statt aufwärts.

Bis Mitte letzten Jahres war ich in psychologischer Behandlung, die ich aber (nach etwas über einem Jahr) abgebrochen habe weil ich einfach nicht das Gefühl hatte, dass sich dadurch irgendetwas bessert. Er war zwar nett und es tat gut, endlich mal jemandem von meinen Sorgen und Problemen zu erzählen aber ich habe bei ihm irgendwie Tipps und Ratschläge vermisst. Oft gab es einfach nichts neues zu erzählen und dann haben wir uns mehr oder weniger gegenseitig angeschwiegen (überspitzt formuliert). Habe aber seitdem auch nicht den Antrieb, mich um einen anderen Psychologen zu kümmern, obwohl ich genau weiß, dass ich einen brauche bzw. dass mir einer gut tun würde.

Die Diagnose meines damaligen Psychologen lautete "Depressionen". Aber ich weiß, dass meine Depression hausgemacht ist.

Ich habe bis März 2010 Ethnologie studiert und mich bis Mitte letzten Jahres mit Nebenjobs durchgeschlagen. Warum ich abgebrochen habe? Extreme Konzentrationsschwächen, kaum Selbstbewusstsein und Ängste wegen meinem Sprachfehler (Stottern), der vor allem (oder nur) in Stresssituationen wie auftritt.

Seit 5 Monaten bekomme ich nun HARTZ 4 und kümmere mich nur halbherzig um einen Job. Bin aber auch genervt vom Arbeitsamt weil die mich nur möglichst schnell vermitteln wollen, anstatt mich mal richtig zukunftsorientiert (!!!) zu beraten bzgl. Umschulung, Lehrgängen usw…

Seit 3 ½ Jahren bin ich mittlerweile Single und genauso lang auch ohne Sex. Ehrlich gesagt macht mir das seit einigen Monaten am meisten zu schaffen. Nicht nur der Sex fehlt mir, sondern vor allem die anderen, "kleinen" Dinge: zusammen lachen, erzählen, Händchen halten, küssen, zusammen einschlafen und aufwachen, und ja… der Sex natürlich auch! ;-)

Ich denke mir "wenn ich ne Freundin hätte wär alles andere nur halb so schlimm". Vielleicht hätte ich dann auch wieder mehr Energie, um mich um die anderen Dinge zu kümmern. Irgendwie erhoffe ich mir davon so was wie eine "Kettenreaktion". Wahrscheinlich auch nur Wunschdenken.

So langsam macht sich auch Panik in mir breit weil ich Angst habe, in 10 Jahren immernoch allein zu sein. Und auch mehr und mehr Frust weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass ich etwas verpasse.

Im Moment fühle ich mich jedenfalls völlig leer und ausgebrannt. Habe unter der Woche selten Termine. Meistens vegetiere ich zuhause vor mich hin, surfe im Internet, schaue fern, höre Musik, lese oder schlafe. Und dabei bin ich (in dem Moment) gar nicht mal wirklich unglücklich. Richtig bewusst, wie erbärmlich mein Leben zur Zeit ist, wird mir meist nur wenn ich draußen in der Natur bin – ansonsten bin ich ein Meister im Verdrängen und lasse die negativen (aber realistischen) Gedanken gar nicht an mich ran.

Manchmal gehe ich auch in die Stadt, schlendere durch die Geschäfte, trinke einen Kaffee, beobachte die ganzen gestressten Gesichter und weiß dann nicht ob ich sie beneiden oder bemitleiden soll. Wenn ich dann aber sehe, dass sie im Gegensatz zu mir Job, Geld und Frau/Freundin haben, beneide ich sie meistens.

Wenn mich meine Freunde fragen, was ich eigentlich die ganze Zeit so mache, rede ich darüber nicht gern. Dass ich HARTZ 4 bekomme weiß keiner von ihnen, aber wahrscheinlich können sie es sich denken. Und mal angenommen, ich würde eine Frau kennen lernen, dann würde ich es ihr wahrscheinlich auch verheimlichen weil ich mich dafür schäme. Keine wirklich gute Grundlage für eine Beziehung…

Verdammt… ich will dieses Jahr endlich die Kurve kriegen!!! Aber jetzt ist schon wieder fast ein Monat vorbei.

Ich brauche nicht viel Geld um glücklich zu sein. Ich will nur nicht jeden Morgen kotzen müssen wenn ich arbeiten muss. Will halbwegs Spaß an meinem Job haben, hin und wieder in Urlaub fahren können und mich nicht schämen müssen für das was ich tue.

Hat jemand nen Rat für mich? So kann's einfach nicht weitergehen... :-(

Antworten
tLuffarxmi


oh wie erschreckend, in weiten teilen hast du mein derzeitiges leben beschrieben.

ich sitze hier noch wach, nachdem ich wieder den ganzen tag mehr oder weniger nur vorm pc verbracht habe. die tage vergehen, und ich fühle mich nicht in der lage, mich zu irgendetwas aufzuraffen. weiß acuh nich wohin die reise gehe soll, nachdem ich mitten in der magisterarbeit mein studium (längst außerhalb der regelstudienzeit) abgebrochen habe. eigentlich war das studium von anfang an nichts für mich. nun bekomme ich auch alg2, fühle mich da erstmal gut aufgehoben insofern als dass ich mir wenigstens keine existenziellen sorgen derzeit zu machen brauche.

ich bin seit jahren allerdings eben energielos und antriebsarm, das leben zieht an mir vorbei. auch was soziale kontakte angeht. du wünschst dir eine beziehung, in gewisser weise tue ich das sicher auch. doch hätte ich dafür einfach gar keine energie.

ich bewerbe mich (muss ich ja wegen jobcenter), will auch irgendwo ankommen (bin 32 und ohne abschluss), aber immer wenn dann irgendwo interesse besteht, dann weiß ich schon, dass ich eigentlich überhaupt keinen antrieb habe, um das zu schaffen.

depression. manchmal denke ich bei mir ist das auch eine art depression.

ich habe mir einen termin bei einer homöopathin für märz gemacht, mit yoga angefangen, und ab freitag geht ein malkurs an der volkshochschule los. ich versuche mir gewissermaßen eine art eigene therapie zusammenzustellen.

da ich bei mir aber durchaus auch körperliche ursachen vermute, werde ich jetzt im februar auch alle amalgamfüllungen entfernen lassen und eine schwermetallausleitung machen.

keine ahnung, ich hoffe irgendwann mal im leben anzukommen, einfach so leben zu können wie meine altersgenossen. zu viele jahre habe ich schon verpasst.

ich weiß nicht wie es bei dir ist, ob du ähnlich fühlst?

meinst du deine situation ist letztlich in der depression begründet? sind körperliche ursachen ausgeschlossen? wir haben ähnliche symptome, z.b. auch was die konzentration angeht, bei mir kommt die chronische müdigkeit hinzu.

ich möchte aber das sich was ändert, und deshalb frage ich mich manchmal, ob das wirklich allein depressionen sein sollen. denn im grunde will ich doch positiv denken und energievoll sein, aber bin es halt nicht.

oh mann, es ist spät. ich schreibe wohl etwas wirr befürchte ich!

DUazed'4n'CoFnfused


Danke für deine Antwort! :)^

Bei mir kommt auch chronische Müdigkeit hinzu, das hatte ich bei all dem anderen Mist vergessen zu schreiben. Ich könnte den ganzen Tag schlafen, nur mein schlechtes Gewissen lässt mich aufstehen.

Ich weiß nicht, ob das alles nur psychisch bedingt ist. Habe vor kurzem einen Chiropraktiker in meiner Nähe gefunden, von dem ich mir diesbezüglich auch ein etwas verspreche, v.a. in Sachen Konzentration und Müdigkeit. Habe aber auch ständig leichte Kopfschmerzen, deshalb will ich da vor allem hin. Die ganze Therapie kostet aber 700,- EUR für 10 Termine... da wären wir wieder beim alten Problem.

Wenn das alles weg wäre, würde ich ziemlich sicher mein Studium wieder aufnehmen, 1. aus Mangel an Alternativen und 2. weil es mich echt interessiert. Aber dass ich das mit meinen ganzen aktuellen Problemen schaffe ist leider völlig unrealistisch.

Könntest du theoretisch noch zuende studieren? Oder ist das Thema sowieso vom Tisch?

H0ol{adi


Aber ich weiß, dass meine Depression hausgemacht ist.

Das mag sein. Aber wenn dich deine Depression daran hindert, deine anderen Probleme anzugehen, solltest du trotzdem erstmal schauen, dass du das in den Griff bekommst. Vielleicht kannst du mal zum Hausarzt gehen und dir etwas verschreiben lassen?

gXatxo


Bin aber auch genervt vom Arbeitsamt weil die mich nur möglichst schnell vermitteln wollen, anstatt mich mal richtig zukunftsorientiert (!!!) zu beraten bzgl. Umschulung, Lehrgängen usw…

Sei mir nicht böse, aber die Einstellung finde ich daneben. Du solltest dich selbst um deine Zukunft kümmern. Wenn du genauere Vorstellungen hast, kann man sehen, was sich machen lässt. Aber die Erwartungshaltung an andere: Macht mal, finde ich nicht sehr zielorientiert. Da kannst du nämlich lange warten.

A^rtxus


Dazed'n'Confused ... was ist mit Sport? Oder bist du adipös?

ASrOtus


Du solltest dich selbst um deine Zukunft kümmern.

.

so ist das nun mal. Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner ...

D(azKe,d'n'Confqused


Vielleicht kannst du mal zum Hausarzt gehen und dir etwas verschreiben lassen?

Was soll ich mir denn von meinem Hausarzt verschreiben lassen? Oder meinst du Psychiater?

Habe bereits 3 verschiedene Antidepressiva ausprobiert. Zwei haben gar nix gebracht und das dritte nur Nebenwirkungen. Seitdem glaub ich da nicht mehr wirklich dran. Aber wie gesagt, z.Z. hab ich auch keinen Psychologen, der mir sowas aufschreiben oder mich beraten kann.

Dazed'n'Confused ... was ist mit Sport? Oder bist du adipös?

Nee ich bin nicht fettleibig! ;-D

Habe bis 2010 noch Tennis gespielt aber bin jetzt nicht mehr im Verein.

Ja ich weiß, müsste mich mal aufraffen um zu joggen oder so aber das ist einfacher gesagt als getan...

Sei mir nicht böse, aber die Einstellung finde ich daneben. Du solltest dich selbst um deine Zukunft kümmern. Wenn du genauere Vorstellungen hast, kann man sehen, was sich machen lässt. Aber die Erwartungshaltung an andere: Macht mal, finde ich nicht sehr zielorientiert. Da kannst du nämlich lange warten.

Schon klar. Aber ich finde wenn ich zum Arbeitsamt gehe und nach einer Berufsberatung frage ist das schonmal ein Anfang, und dass es da sowas gar nicht gibt, hat mich schon ziemlich überrascht. Ich weiß ja gar nicht, was es alles für Möglichkeiten gibt für Studienabbrecher. Und schließlich hab ich immerhin Abi... da muss ja wohl mehr für mich drin sein als Taxifahrer oder Lagerhelfer! ":/

Ansonsten hast du natürlich recht, auch in der Hinsicht bin ich einfach zu antriebslos.

tmuffaGrxmi


wenn man sich antriebslos und leer fühlt, sind alle ratschläge zwar schön und gut, aber nützen letztlich nichts.

mir ging es letztes jahr derart mies, ich lag mehr im bett als dass ich aktiv war, und das obwohl ich im sonnigen süden war, wollte dort an meiner magisterarbeit schreiben. das habe ich nicht hinbekommen, weil ich glaube ich auch schon zu lange aus dem uni-alltag raus war und kein richtiges thema für die arbeit hatte. ich glaube da ist dann wirklich eine art depression draus erwachsen. das leben zieht an mir vorbei, und ich stehe auf einer stelle, in 10jahren will ich aber nicht immer noch dort sein wo ich mich jetzt befinde. NEIN!

ich glaube außenstehende, die nie ansatzweise die körperlichen und mentalen symptome einer depression kennengelernt haben, können das alles schwer nachvollziehen. wird ja heute auch allzu schnell in den mund genommen,das wort depression.

letztlich weiß ich ja selbst nicht ob ich eine habe, aber andererseits glaube ich kaum dass ich einfach nur faul und undiszipliniert bin. oder das ich mir die müdigkeit einbilde.

mh 700€ ist natürlich zu viel für eine behandlung von der du nicht mal sicher sein kannst, dass sie dir auch wirklich hilft. ich nutze meine derzeitigen alg2-status um dinge auszuprobieren, z.b. ist die heilpraktikerin/homöopathin die ich mir gerade gesucht habe, mitglied im so einem bundesweiten verein (ich glaube aktion homöopathie heißt der, oder so ähnlich), der bei alg2-fällen die behandlungskosten übernimmt, d.h. ich zahle für die erstanamnese die eigentlich 150€ bei dieser heilprakterin kostet nur einen eigenanteil von 20€. auch die folgetermine sind kostengünstig. also, ausprobieren schadet sicher nicht, zumal ich schulmedizinisch einfach auch gar nicht mehr weiter käme (alles schon durch mehr oder weniger) und nicht unbedingt direkt zum psychologen will, medikamente auch nicht nehmen wollen würde.

war denn dein befinden besser als du in einer beziehung warst, also vor 3 jahren? sind die beschwerden erst danach aufgetreten?

tTuffaxrmi


apropos gute vorsätze am jahresanfang.

was mir halt angst macht bzw. mich bedrückt, ist dass ich mir natürlich zig sachen vornehmen kann, aber ich weiß halt, dass mir die energie zur umsetzung mittlerweile fehlt.

mir könnte jemand meinen traumjob anbieten, ich würde derzeit kläglich scheitern, weil ich mich schlecht konzentrieren kann und zwar körperlich im job anwesend wäre aber geistig schlafe gewissermaßen.

HWolaxdi


Vielleicht würde es dir helfen, dir erstmal nur ganz kleine Schritte vorzunehmen? Also zum Beispiel jeden Tag zu einer festen Zeit aufstehen und ins Bett gehen, jeden Tag eine halbe Stunde spazierengehen, jeden Tag eine warme Mahlzeit, die du dir selber kochst... so etwas in der Art. Wenn dir das dann leicht fällt kannst du dir ja langsam grössere Sachen vornehmen.

sRieb1enu1ndzwaxnzig


Es ist zwar traurig, aber ich "freue" mich irgendwie über diesen Beitrag. Mir geht es ganz genauso. Oder schlimmer noch, mir geht es immer wieder so. Dieses Jahr zum Jahreswechsel auch... Man hat wirklich für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl, das alles möglich ist, dass man nicht für immer und ewig auf genau dieses Leben und diese Rolle fest gelegt ist. Und am nächsten Tag läuft alles weiter wie bisher.

Momentan bin ich aber so weit, dass ich das alles hinter mir lassen will. Einfach neu anfangen. Ich hab noch keine Ahnung wie das finanziell gehen soll, aber irgendwie muss es gehen. Es gibt dieses Zitat von Lincoln: Wenn du tust, was du immer getan hast, wirst du bekommen, was du immer bekommen hast. Das hat mich irgendwie angeschubst. Und das gilt in meinen Augen auch für die Leute beim Jobcenter (bin da leider auch oft zu Gast...) bzw. erklärt für mich, warum dieser Laden einfach nicht effektiv helfen kann (sollen sie vielleicht auch gar nicht?!)

In deinem Fall ist es vielleicht einfacher, wenn du die Ziele etwas konkreter formulierst, sie nicht so konturlos belässt. z.B. finanzielle Situation klären, damit... du eine Reise nach Kanada machen kannst oder so was in der Art. Ich stecke geldmäßig auch ganz schön in der Klemme, aber ich möchte gern nach Berlin ziehen und nochmal ein Studium anfangen und diesmal auch abschließen und damit lässt sich für mich z.B. auch mein finanzielles Ziel verbinden.

Das mit dem Sex kann ich auch irgendwie verstehen. Ich hatte mal eine ähnlich lange Durststrecke. Was ich hinterher schön fand, war, dass man wieder so aufgeregt ist, wie ein Teenie. Das war irgendwie ein ganz angenehmes Gefühl. Weiß aber nicht, ob Männer das ähnlich sehen würden (:

Und so abgedroschen es klingt, es ist (leider Gottes) wahr: am besten, man konzentriert sich nicht so auf den Gedanken jemanden zu finden, sondern bringt einfach das eigene Leben auf die Reihe, geht raus in die Welt und tut Dinge, die man einfach gerne macht (idealerweise etwas wo man unter Leute kommt...). Also wenn man anfängt, sein Leben wirklich aktiv zu gestalten, ergeben sich unerwartet viele Möglichkeiten, einen netten Menschen zu treffen, mit dem man gemeinsam ein Stück des Weges gehen kann.

Hm, das klingt so einfach dahin gesagt. Ich weiß, dass das alles sehr schwer sein kann. Bin selbst schon eine Weile wegen Depressionen und sozialer Phobie in Behandlung, habe nicht unbedingt viel Rückhalt durch meine Familie und die Männer auf die ich mich einlasse, nehmen leider gern Reißaus, sobald es etwas komplizierter zu werden droht. Aber ich hab keine Lust mehr darauf, dass das die Dinge sind, die mein Leben bestimmen. ICH will bestimmen, wie mein Leben aussieht. Und ich finde, du hast mit dem Post ja auch schon diesen Entschluss gefasst. Ich denke, du musst nur etwas konkretere Ziele (oder auch Etappenziele) abstecken und die Möglichkeiten mitnehmen, die sich auf dem Weg dorthin auftun.

DDazed'9n'Confutsexd


@ siebenundzwanzig

Danke für deine Antwort! Hatte Computerprobleme, deshalb schreibe ich erst jetzt.

Es ist seltsam aber trotz meiner chronischen Geldsorgen und meiner ungewissen Zukunft, macht mir das Alleinsein mit Abstand am meisten zu schaffen. Immer mehr meiner Freunde und Bekannten heiraten, bekommen Kinder usw... und ich werd immer älter und nix passiert. Die Zeit arbeitet gegen mich, ich hab das Gefühl ich werd jeden Tag nervöser und hoffnungsloser.

Freitag war ich mal wieder auf ner Party und hatte gehofft da ein Mädel wiederzutreffen, die vor ein paar Jahren mal was von mir wollte, kurz bevor ich dann mit meiner jetzigen Ex zusammengekommen bin. Im Oktober hatte ich sie auf einer anderen Party getroffen... und sie war echt nett und (wie damals) ein echter Hingucker! x:) Schüchtern wie ich bin hab ich mich aber mehr auf mein Bier konzentriert und als meine Kumpels ziemlich früh wieder heim sind bin ich schweren Herzens mit.

Freitag war sie nicht da, da war der Abend für mich eigentlich schon gelaufen.

Hab mir heute morgen den Wecker auf 8 gestellt weil ich ein paar Dinge erledigen wollte (Finanzamt, Arbeitsamt, Arzt), letztendlich bin ich erst um halb 12 (!) rausgekommen. So läuft das jetzt bestimmt seit 3 Monaten. Abends werd ich nicht müde und morgens komm ich nicht aus dem Bett. Ganz schlimm... :|N

Naja, heute hab ich immerhin mal drei Emails an Psychologen in meiner Nähe geschrieben bzgl. Erstberatung. Hoffentlich wird da was draus.

Würde mir vermutlich auch helfen wenn zumindest mein bester Freund wüsste wie es mir geht. Konnte mich bisher aber irgendwie noch nicht überwinden. Ich weiß noch wie wir vor ein paar Jahren über Depressionen gesprochen haben und wir uns beide darüber einig waren, dass wir uns da kein bisschen reinversetzen können. Ach ja, würd ich gern die Zeit dahin zurück drehen... :-(

DCazejd'n'CoOnfusxed


Kann man eigentlich als Arbeitsloser ein Burnout haben?

Ich hatte noch nie in meinem Leben wahnsinnig viel Stress, bzw. bin ihm auch immer aus dem Weg gegangen weil ich damit überhaupt nicht klar komme. Habe mir auf diese Weise schon oft Ärger eingehandelt (was dann letztendlich auch wieder nur in Stress mündet).

Neulich auf dem Arbeitsamt kam die Frage auf warum ich mein Studium abgebrochen habe. Ich sagte "aus psychischen Gründen", dann mein Sachbearbeiter "also Burnout?" – "ja sowas in der Art".

Neulich hat mich auch meine Mutter gefragt, was mit mir nicht stimmt. Hätte ich gesagt "Burnout" hätte sie mich wahrscheinlich ausgelacht... aber "Depressionen" hört sich irgendwie so schlimm an dass ich mich kaum traue es auszusprechen...

m.anu3x0


Ein Tip:

Mach ein Praktikum....Ich habe genauso gelebt wie du!!!

2007 Habe ich mich zusammengerissen bin in ne Firma in unsere Stadt gegangen und nach nem unentgeltlichen Praktikum zwecks Berufserfahrung sammeln gefragt.

Mein Werdegang: Praktikant, 400 Euro jobber, Vollzeitkraft und seit 2008 stellvertretender Lagerleiter.

Ich heirate am 05.05 und werde dieses Jahr noch Vater!

Also nicht nur Kopf hoch sondern auch Arsch und los. Wenn du nichts tust kann sich nichts ändern. :-)

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