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Bin wie gelähmt aber muss dringend mein Leben ändern

ebsftrUellxe


Ja ein Praktikum ist eine gute Idee. Du kannst Dir vielleicht etwas aussuchen, was Dir Spass macht, was Dich interessiert. Es kann natürlich geschehen, dass es von innen in einer Firma anders aussieht, als Du es Dir vorgestellt hast. Deshalb solltes Du mit einem kurzen Zeitraum beginnen, das aber wirklich durchhalten, damit Du auch ein Erfolgserlebnis hast. Einen strukturierten Tagesablauf bekommst Du dann auch. Das klingt langweilig, ist aber eher als ein Gerüst zu sehen, um nicht ins belastende "Nichtstun" abzugleiten. Jeder weiß, dass im Leben nicht jeden Tag Sonntag ist und auch andere müssen Dinge tun, die lästig sind. Es lohnt sich aber für die schönen Momente. Es gibt da so ein Sprichwort, dass in etwa bedeutet, dass man ohne Niederlagen die Erfolge nicht genießen kann und dass es ohne Ebenen keine Berge gibt. Wenn nicht jeder Tag toll ist, kann man sich nicht über einen phantastischen Tag freuen. Es ist aber leider so, dass man sich die Erfolge selber organisieren muss, sonst schaut man immer nur neidisch auf die anderen und verpasst tatsächlich das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Lauf los und organisiere Dir ein Praktikum unter anderen Menschen. Vielleicht findest Du dann auch Deine Berufung und einen Menschen zum Lieben.

SpchwparzexrTee


Es hilft wirklich sehr, wenn man sich ein klares und konkretes Ziel für die Zukunft sucht. Nicht das: "ich will nicht mehr, dass es so weitergeht wie jetzt" oder "ich will ein Job das mich vollständig erfüllt, und mir Spaß macht". Es sollte z.B. so aussehen:

Ich hatte schon immer seit meiner Kindheit daran Spaß, schöne Sachen aus Holz zu schnitzen. Ich liebe es in die Natur zu fahren, an einen See.. etc. Wie kann ich mich in 10 Jahren vorstellen? Ich sitze in einem Haus neben einem norvegischen Fjord, an einem Kamin und shnitze mit einem glas Rotweinem auf dem Tisch, gemütlich, Holzfiguren (oder was auch immer).

Was muss ich tun, um von dem wo ich jetzt bin, dahin zu gelangen?

1. Eine Handwerkerausbildung was mit Holzverarbeitung zu tun hat. 2. Spezialisierung auf eine bestimmte Niesche wo ich so gut werden kann, dass man irgendwann selbständig damit Geld verdienen kann oder in einem angesagten Unternehmen. (Tischler bei Ikea, Spezialanfertigung von handwerklichen Holzschmuck für reiche Leute etc.) 3. norwegisch lernen. 4. Bewerben mit den meisterhaft angefertigten Stücken.... usw.

Es ist nur eine Möglichlkeit von vielen, man ersetze einen beliebigen Job mit einer beliebigen Idealwunsvorstellung und einem detailreichen Plan.

Je konkreter man plannt, desto einfacher umzusetzen. Ein klares idealisiertes Ziel vor den Augen motiviert wie nichts anderes. Dann heißt es nur, versuchen, versuchen und versuchen, bis man irgendwann einen kleinen Erfolg hat, dass einen in seinem Plan weiterbringt. Und weiter so..

Und die kleinen Erfolge zwischen den veilen Misserfolgen motivieren einen noch mehr, bis man igendwann im Fluss ist.

Genau so habe ich mein derzeitiges Leben konstruiert, nachdem ich wie TE, vor 1,5 jahren mein Studium abgebrochen habe, weil es für mich nict erfüllend war. Um letztendlich meinen Traum, von einem Leben als Fitness/Motivationstrainer irgendwo am Meer, in einem warmen Land oder am Bord eines Kreuzfahrtschiffes nachzugehen. Ich muss dabei sagen, dass ich Zeitweise auch so orientierungslos und motivationslos war wie der TE, bis ich mir ein begehrenswertes Ziel gefunden habe.

Am Anfang was es hart, habe mich fast 1 jahr mit Nebenjobs rumgeschlagen, bis ich meine gewünschte Stelle bekommen habe. (Nach 50-60 Bewerbungen)

Ich bin noch nicht ganz da, wo ich will, aber auf dem sicheren Weg dahin. (Job in der Fitnessbranche, entsprechende Ausbildungen) Und jedes mal, wenn ich daran denke, was ich bis jetzt erreicht habe, und was ich noch erreichen werde, bewegt es mich zu neuen Taten ;-)

Wenn man sich um das Liebesleben sorgen macht, dann sieht es dort nicht anderes aus. Rausgehen, Menschen kennenlernen, Körbe einstecken, irgendwann den passenden Deckel finden :-)

m8u"skeat`nuss


Kann man eigentlich als Arbeitsloser ein Burnout haben?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass arbeitslos sein sehr anstrengend ist. Natürlich nicht im körperlichen Sinne, aber im seelischen definitiv.

Aber Depressionen entstehen meistens durch Ängste. Auch wenn du ein schüchterner Typ bist, ist das nicht die Grundangst um die es bei dir geht.

Was man so "raushören kann bei dir: Du sorgst dich das die Arbeit keinen Spass machen könnte, du erzählst Freunden nicht das du Hartz4 kriegst und ich denke es ist auch der Grund warum du keine Freundin hast; Du hast Angst enttäuscht zu werden.

Hinzu kommt, dass du dir viel zu hohe Ziele steckst. Am Jahresanfang sagen "Ich will einen Job der mir Spass macht und eine Freundin", sind Ziele die man zwar erreichen kann. Aber wenn man sie nicht erreicht muss man den Schritt den man geht verkleinern um das hohe Ziel erreichen.

Du wirst bei einem Mädel in das du dich verguckst und wo du denkst "die muss ich haben" sehr schwer haben, weil es direkt um etwas geht und weil die Wahrscheinlichkeit der Enttäuschung riesen groß ist. Der kleinere Schritt wäre also sich einfach mal an ein Mädel ranmachen, bei der es um nichts geht. Wo du beruhigt sagen kannst "wenns nicht klappt, und sie mich nicht attrktiv findet, ich ihre Nummer nicht kriege, oder ich auch nicht mit ihr in der Kiste lande, dann macht das nix."

Wenn du morgens um 8 nicht aus dem Bett kommst und dann erst um halb 12, dann mach den Schritt kleiner und stell der Wecker auf 9 oder halb 10.

Wenn du deinen Freunden nichts über das erzählen kannst, was du so machst und das du Hartz4 kriegst. Dann erzähl es erstmal nur einem Freund. Der mit den anderen nichts zu tun hat. Du hast dich an dieses Forum gewendet und hast es Leuten erzählt, bei denen es keine Rolle spielt, weil wir dich nicht kennen. Also überleg mal ob da nicht ein nächster Schritt drin ist.

Ob du das alles ohne Therapie schaffst, musst du wissen. Auch wie klein die Schritte werden musst du bestimmen. Wichtig ist es sich nach jedem Schritt zu belohnen. Immer!!!!

Die Möglichkeit geben uns zu enttäuschen macht uns verwundbar. Und wenn du dir ein total hohes Ziel steckst, dann enttäuschst du dich halt immer wieder und verwundest dich. Das du irgendwann keine Ziele mehr in Angriff nimmst ist also eine logische Konsequenz. Also schraub das Ziel runter, erreiche das Ziel und dann nimmst du das nächste in Angriff. Und wie gesagt, belohnen, belohnen, belohnen!!

Und noch was: Es gibt keine Reihenfolge die du einhalten musst. Du musst nicht erst dies und das erledigen (erst Job, dann Auto, dann Geld, dann sportlicher werden,...) und dann kannst du dich an eine Frau trauen. Du kannst das alles parallel laufen lassen, wenn du magst.

@:)

s`iebkenun+dzwa6nzig


Wow, eine Weile nicht rein geschaut und auf einmal ist so viel passiert in diesem Faden. Aber das sind schon alles gute Hinweise, mit denen man sich sozusagen seinen eigenen Schlachtplan zusammen stellen könnte.

Was die Frau betrifft, würde ich einfach sagen "Trau dich!" (: Ich weiß, ist immer leichter gesagt, als getan... Ich hab selbst erst einmal im Leben einen Mann angesprochen. Ich freue mich immer, wenn ich in Clubs etc. auf nette Art und Weise(!) angesprochen/eingeladen werde. Einmal ist aus so einer Begegnung sogar eine tolle (platonische) Freundschaft geworden. Frauen sind ja auch mal schüchtern... Ich denke, es kann nicht schaden, ihr zu sagen, dass du sie nett findest. Meist entwickelt sich in Liebesdingen ja genau dann etwas, wenn man es gar nicht erwartet und fast schon andere Sachen im Kopf hat.

Also ich hatte vor genau einem Jahr auch so eine Zeit. Ich hab tatsächlich immer gedacht, ich wär zu faul, zu blöd und zu dumm, mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Und alle anderen um mich herum haben es doch auch hingekriegt... Ich hab zweimal ein Studium (noch im ersten Semester abgebrochen) und gerade so noch eine Fachschulausbildung absolviert (sprich, mir fehlt jede Praxiserfahrung) und damit natürlich erstmal überhaupt keinen Job gefunden. Und als ich echt nichts mehr auf die Reihe gekriegt habe, außer schlafen und spazieren gehen – immer im Wechsel, bin ich endlich in eine Tagesklinik gekommen und weiß jetzt, dass das Biest einen Namen hat: soziale Phobie und damit verbunden Depressionen. Und das Schöne daran: Man kann sich mit Therapie und Medikamenten helfen lassen.

Es ist schwer, den ersten Schritt dahin zu machen. Also, vielleicht kommst du ja auch ohne Behandlung aus dem Gewusel heraus, aber dann musst du dir bewusst machen, dass es enorme Kraft verlangt.

Generell würde ich sagen, dass du dir nicht so viele Gedanken darüber machen darfst, was man bis dann und dann geschafft haben muss. Jeder Lebensweg ist anders und deiner ist eben jetzt etwas länger, verschlungener als bei anderen Menschen. Ebensogut können Menschen, die jahrelang funktionieren, irgendwann mit 40 austicken oder die große Krise kriegen. Wenn man es selber einmal durch hat, weiß man wenigstens schon, worauf man achten muss und wo die eigenen Grenzen sind. Es heißt ja "Der Vergleich ist der Feind des Glücks." Ich sehe auch, wie andere Leute im selben Alter heiraten und Kinder kriegen. Aber es bringt nichts, deswegen in Panik zu verfallen :(

Ich glaube schon, dass man durch die Arbeitslosigkeit und speziell durch HartzIV depressiv werden kann. Burn out kommt vielleicht nicht in Frage eher unfreiwilliger Bore out... Bei mir hat es 'ne Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass das Jobcenter mir nie weiter helfen wird. Ich hab auch mal nach einer Berufsberatung etc. gefragt und war überrascht, dass es sowas für "Erwachsene" gar nicht gibt und man mir nur noch Angebote machen konnte, wie Umschulung zur Altenpflegerin oder Friseurin...

Alles läuft im Jobcenter nur nach Schema F und Ideen kommen von denen schon gleich gar nicht. Also besser ist es, selbst konkrete Pläne zu entwickeln und die dann mit der Nase drauf zu stoßen und sich zu informieren, inwieweit man unterstützt werden muss. Manchmal denke ich, wenn da ganz normale Leute arbeiten würden, meinetwegen so 'ne Berufsberatung machen würden, wären viel mehr Menschen in Arbeit. Ich will nicht behaupten, dass ich deren Job machen könnte (8 h lang, 5 Tage die Woche...) aber ich unterstelle mal, dass es sich bei HartzIV nicht um Service am Kunden handelt, sondern um die bloße bürokratische Verwaltung von Arbeitslosen -.-'

Ah... so lang, ich les das jetzt nicht nochmal auf Schreibfehler durch :-/

D]aze d'An'Confuxsed


Hey Leute, danke für eure Antworten!

Praktikum klingt nicht schlecht, bin schon etwas am recherchieren, was es da in meiner Nähe alles gibt, was evtl. etwas für mich wäre. Bleibt nur zu hoffen, dass ich dann weiter HARTZ4 kriegen würde, denn Praktika bekommt man ja heutzutage kaum mehr bezahlt... Muss ich mal vorsichtig anfragen beim Arbeitsamt.

Die letzte Woche war ziemlich übel, habe kaum das Haus verlassen (noch seltener als sonst). Letztes Wochenende hab ich erfahren, dass das Mädel bei dem ich mir eigentlich Chancen ausgerechnet hatte seit kurzem nen Freund hat.

Solche Geschichten verhageln mir übelst die Stimmung... aber selber schuld, ich hatte ja schon genug Chancen bei ihr.

Ich kann's gar nicht fassen wenn ich dran denke wie dumm ich mich damals angestellt hab... *10-Kopf-gegen-die-Wand-hau-Smileys*

Noch dazu ist mein (mit Abstand) bester Freund vor einiger Zeit weggezogen. Er war eigentlich der einzige, mit dem ich mich auch mal unter der Woche auf ein Bierchen oder einfach nur zum Schwätzen getroffen hab.

Bin z.Z. sowieso total oft am Bereuen und Lamentieren. Denke mir immer "wenn ich die Uhr nochmal 2 oder 4 oder 6 Jahre zurückdrehen könnte" usw... Aber ich denke da kann mir letztendlich nur ein Psychologe helfen, zumal ich keine Zeitmaschine hab. ;-)

m:usCkEatn*uss


Praktika bekommt man ja heutzutage kaum mehr bezahlt

Eigentlich sogar ganz im Gegenteil. Man bekommt meistens was bezahlt (nicht unbedingt viel), aber meines Wissens müssen sie sogar bezahlt sein, damit es nicht nach Ausnutzung aussieht.

Aber ich denke da kann mir letztendlich nur ein Psychologe helfen

Richtig.

shiebeMnund}zwanCzixg


Wenn du glaubst, eine Therapie könnte dir helfen, würde ich mir auf jeden Fall einen Psychologen suchen. Es dauert ja immer auch 'ne ganze Weile, ehe man einen Termin abbekommt... Ich frag mich immer, wie es mit Leuten ist, denen es richtig dreckig geht, die brauchen doch sofort Hilfe und nicht erst in einem Viertel- bis halben Jahr ???

Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja auch therapie-ähnliche Angebote. Als es mir richtig schlecht ging, hab ich so ein Angebot der Stadtmission (evangelische Einrichtung) genutzt. Da konnte man auch als nicht-kirchlicher Mensch hin und es gab so eine offene Gesprächsstunde mit einer Therapeutin. Ich konnte mich erstmal richtig ausheulen/auskotzen/ schwach und klein sein und hab dann mit ihr zusammen die nötigen Schritte geplant um evtl. in Therapie zu kommen. Sprich: erstmal der Hausärztin bescheid sagen, beim Jobcenter sagen, dass es einem nicht gut geht usw. Mir ging es nämlich nach der Ausbildung (wahrscheinlich) ähnlich wie dir. Alle meine guten Freunde sind weg wegen der Arbeit oder um nochmal zu studieren und ich war total alleine zurück geblieben. Mit meinem damaligen Freund war zu der Zeit auch Schluss und die Jobsuche ist nicht gerade erfolgreich verlaufen. Als ich dann vom Jobcenter auch nur noch Vorschläge bekommen habe, die ich überhaupt nicht mit meiner Persönlichkeit vereinbaren konnte (Callcenter, Friseur-Umschulung etc.) war ich irgendwie am Ende und fühlte mich total außerstande mir selbst zu helfen.

Das klingt jetzt furchtbar, ist aber deswegen nicht weniger wahr: Mir hat es geholfen, beim Jobcenter ein bisschen den Psycho raushängen zu lassen. Ich wurde z.B. an eine spezielle Fallmanagerin überwiesen, die sich eben mit Depressionspatienten und ähnlichen auskennt. Und man bekommt unter der Prämisse mehr Zeit und Kulanz, was z.B. solche Dinge wie Praktika angeht. Mir wurde ja vorher auch immer gesagt, Praktikum könne man machen, aber nur vier Wochen lang und dann muss es bezahlt werden. Mehr lässt das Jobcenter nicht zu. Bei der neuen Fallmanagerin kann das Praktikum auch bis zu sechs Monaten dauern -.- Irgendwie... blöd alles... Aber es hilft, ein bisschen so zu tun, als ob man 'ne Macke hätte. Und gelogen ist es ja nicht, wenn man schon mit Depressionen zu tun hat. Man selbst kann ja immer gar nicht einschätzen, was es ist. Ich hab eineinhalb Jahre lang gedacht, ich wäre zu blöd oder zu faul, was zu finden, aber es waren eben Depressionen und einige ganz ungesunde, in der Kindheit erlernte Verhaltensmuster, die es mir einfach unmöglich gemacht hatten, allein zu Rande zu kommen.

Das Schlimme daran ist ja, dass man ja gerade NICHT das Ziel hat, sich mit HartzIV gemütlich einzurichten. Man sucht ja eine richtige Arbeit, die aber auch passen sollte, so dass man seinen Lebenweg guten Gewissens gehen kann. Und gerade in der Hinsicht scheitert das Angebot der Jobcenter kläglich und es ist so schwer da wieder raus zu kommen.

Also ich würde mich umschauen und ALLE möglichen Hilfsangebote, die du kriegen kannst, für mich nutzen. Am Anfang kann es schwer sein, da alleine auf die Suche zu gehen. Aber letzten Endes ist es ja so, dass niemand in dich reingucken kann und du dir die für dich passende Hilfe suchen musst. Vielleicht hilft es dir ja auch schon, dich regelmäßig in so einer Gesprächsstunde mal ordentlich "auszukotzen". Es wird nicht gleich alles gut, aber es hilft, jemanden zu haben, der sich das alles anhört und einem hilft, die Gedanken, Gefühle und Ängste etwas zu ordnen. Dann kann man sich auch einigermaßen in Ruhe um Arbeit, Praktikum u.ä. kümmern.

Was das allein sein betrifft: Ich hab mir, nach meiner Therapie auch angewöhnt, einfach Sachen alleine zu machen. Das fühlt sich anfangs total ungewohnt an, aber es ist auch einfach zu schade, manche Dinge, die man gerne hören oder sehen würde, einfach zu verpassen, weil niemand da ist, der mitkommt. Das ist gerade in der Disco (sagt man das heute überhaupt noch ":/ ) immer seltsam, weil immer gleich die Frage kommt "Bist du etwa allein hier?!" oder "Wo sind denn deine Freunde?" Aber wenn man nunmal gerade allein ist, muss man sich selbst etwas Gutes tun und für sich sorgen, weil es niemand anderes macht. Wenn man das macht, fängt man auch wieder an, neue Leute kennen zu lernen. Also ärgere dich nicht wegen der Frau. Entweder deine Chance kommt später (nochmal) oder du lernst zwischendurch eine kennen, die vielleicht viel besser zu dir passt. :)z

mcusBkat-n5uss


Ich frag mich immer, wie es mit Leuten ist, denen es richtig dreckig geht, die brauchen doch sofort Hilfe und nicht erst in einem Viertel- bis halben Jahr ???

Wenn solche Leute sofort Hilfe benötigen, müssen sie in die Psychiatrie.

aber es ist auch einfach zu schade, manche Dinge, die man gerne hören oder sehen würde, einfach zu verpassen, weil niemand da ist, der mitkommt.

Gut formuliert. Wenn niemand da ist, dann schau dir die Dinge selbst an, "weil du es nicht verpassen willst". Das wichtige ist das du lernst das negative Gefühl was dabei aufkommt auszuhalten. Das Leute fragen, Leute gucken oder du selbst dich erstmal aufraffen muss, das fühlt sich alles nicht schön an. Aber es ist total wichtig, dass man das aushält. ;-)

@:)

DGazeId'n'Conf1usxed


Hey Leute, kennt sich jemand mit Elontril aus?

Mein Psychiater hat es mir verschrieben damit ich wieder mehr Antrieb kriege. Nun nehm ich es seit 5 Tagen aber eher das Gegenteil ist der Fall. Habe seitdem große Probleme einzuschlafen und komm dann morgens überhaupt nicht aus dem Bett – noch viel schlimmer als sonst. Allein schon ne Position zu finden in der ich mehr als 5 min liegen bleiben kann ist seit 2-3 Nächten irgendwie unmöglich. Wenn ich dafür wenigstens tagsüber mehr Power hätte ok... ist aber auch nicht der Fall. Obwohl, eigentlich klar wenn man die halbe Nacht wach liegt.

Glaubt ihr das sind Nebenwirkungen die vorbei gehen? Wäre ja zu verschmerzen wenn das nur 1-2 Wochen so andauert...

PianWa%zexe


Das ist bei antriebssteigernden Antidepresiva ganz normal, mach Dir keine Sorgen. Die tatsaechliche Wirkung wird fruehestens nach zwei, eher nach vier Wochen auftreten. Bis dahin, so deppert es klingt: Quael Dich, es hilft Dir.

Ganz allgemein: Diese Diskussion trieft nur so von den Aengsten, den Illusionen, dem Gift, das ich selbst erlebt habe. Begib Dich in kompetente Haende, es kann Dir noch so schlecht gehen: Irgendetwas wirst Du lernen. Ich war selbst von einer der schlimmsten Formen der Depression betroffen, knapp vor dem beruechtigten Stupor, und haette mir kein Iota mehr an Ueberlebenswahrscheinlichkeit mehr zugebilligt. Dennoch habe ich (nachdem selbst manche Aerzte aufgegeben hatten) nach mehreren Monaten eine urploetzliche Wandlung erfahren, und bin mittlerweile zum groessten Teil genesen. In diesem Sinne: Hab Vertrauen in Deinen Arzt, und wenn das unmoeglich ist, such Dir einen anderen oder geh in eine Klinik. (Dort wirst Du die Moeglichkeit haben, leicht zwischen Psychologen zu wechseln.)

@ muskatnuss:

Psychiatrie ist eine ganz, ganz schlechte Wahl. Ich habe selbst ueberlegt, mich per Notdienst einweisen zu lassen, habe aber dann binnen weniger Tage einen stationaeren Platz in einer psychosomatischen und psychologischen Klinik gefunden: Auch dort gibt es Notfallprogramme. Wer also nicht an schweren psychotischen oder schizophrenen Symptomen leidet und Gefahr laeuft, sich als Person zu verlieren, der wende sich besser an psychologisches statt psychiatrisches Fachpersonal. Letzteres ist nur selten geschult, bei tiefer greifenden Problemen zu helfen, sondern auf akute Faelle spezialisiert. Auch jene, die in der psychologischen Behandlung zusammenbrachen und intensivere Betreuung benoetigten, zeigten letztendlich dort keine Besserung, sondern lediglich eine Stabilisierung.

D9azeNd'n'CZonfusexd


@ Panazee:

OK danke, das klingt doch gut.

Hab mich nur gewundert weil ich schon ein paar Berichte gelesen habe, dass Elontril sogar gleich am 1. Tag gewirkt hat.

Dann warte ich mal ab... hoffentlich hast du recht. Heute Nacht war's wieder ganz genauso.

S?ch attens;pi-exler


Schön zu lesen, dass du einen Anfang geschafft hast. und wie es bei "Was ist los mit Bob" [[http://www.imdb.de/title/tt0103241/]] schon hieß: Babyschritte zum Erfolg!

Es geht mir irgendwie ähnlich. Ich tingel mich seit einigen Jahren so durch. Das hängt sicher auch damit zusmmen, dass ich keine konkrete Ahnung habe, was ich machen möchte (beruflich). Auch wenn ich recht genau weiß, was ich nicht machen möchte, bleibt genug übrig. Ich halte mich eher für einen Generalisten als für einen Spezialisten, wie sie heute (noch?) zumeist gesucht werden. Aber schwerwiegender dürfte eine gewisse Motivationsschwäche sein. Die "befällt" mich meist, wenn es um Dinge geht, die zwar wichtig sind (Arbeit, übliche Termine), mir aber nicht essentiell erscheinen. Gerade bei der Arbeit wird mir das früher oder später zum Verhängnis. Konnte mich grad diese Woche erst an einem Tag nicht aufraffen, wg. Arbeit aufzustehen. Den nächsten Tag war dann die Schwelle irgendwie etwas geringer, weil ich eh schon einen tag unentschuldigt gefehlt habe. Nun haben wir Freitag.

Wenn ich mich dann wenigstens dazu durchringen könnte, mich da zu melden und bescheidzugeben. Aber eine diffuse "Furcht" (Angst ist es nicht) vor dem, was die Leute dann denken, unterdrückt das. Natürlich ist mir eigentlich schon bewusst, dass "diese Leute" noch schlechter von mir denken, wenn ich mich gar nicht melde, aber … das ist eine Sache, die ich an mir selbst nicht leiden kann: nach einer Weile ist das Problem so groß, dass es ohne eigenes Eingreifen "gelöst" wird. Von der Gegenseite natürlich und das geht natürlich nicht gut aus (Abmahnung usf.). Dabei "hilft" mir eine gewisse Fertigkeit in der Kunst der Prokrastination …

Ich bin momentan auch in einem Studium und habe schon seit einiger Zeit überlegt, mich beim psychologischen Dienst des Studentenwerkes zu melden. Habe vorhin mal nachgeschaut, aber leider haben die morgen keine Sprechzeit mehr, sonst wäre ich direkt hingegangen. So muss ich es auf nächste Woche verschieben und hoffen, dass ich es bis dahin nicht a.d. Augen verliere. Ich könnte allerdings auch zu meiner uasi Husärztin gehen und das da mal ansprechen. Prblem dabei: Ich wohne noch nicht lange hier und kenne sie nicht wirklich so gut.

Achja, den Gedanken, dass mit einem Lebenspartner alles besser würde, habe ich auch öfter gehabt. Mag manch einer ja denken, was soll das ändern? Aber der Kern dabei ist, dass es dem eigenen Leben einen gewissen Sinn gibt. Einen Antrieb, der zum einen nicht aus einem selbst kommt (den man sonst wieder "wegdenken" könnte), aber andererseits eine ausreichend große Bindung an die eigene Person hat, dass man es nicht als Zwang sieht. Problem dabei: Wenn man das wirklich als Ausgangspunkt sehen würde, um sich daran aus dem "Sumpf" zu ziehen, würde das irgendwann sicher als Zwang aufgefasst werden. Als "Zusatz" zu einem richtigen Konzept kann sich ein Lebenspartner aber sicher positiv auswirken.

Um es kurz zu machen: Es tut gut zu sehen, dass es nicht nur mir so geht. Und ich nehme mir vor, jetzt erstmal diesen Schritt zu machen. Vielleicht geht es ja von da aus weiter.

ps: Dass die Psychiatrie tatsächlich eher für akute Fälle gedacht ist, habe ich schon aus anderen Gründen erfahren.

mgustkatxnuss


Psychiatrie ist eine ganz, ganz schlechte Wahl.

Eine Psychiatrie ist für Notfälle. Wie das Krankenhaus. Wenn es nicht anders geht, dann muss man da hin. Da bleibt einem nichts anderes übrig. ;-)

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