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kann falsche Wohnsituation einen depressiv machen?

Joa[n74 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

eigentlich eine banale Frage, aber ich würde gerne wissen ob ihr das nachvollziehen könnt oder ich da doch eher auf der falschen Spur bin..

Kann eine Wohnsituation, mit der man sich nicht wohl fühlt und die für einen eher schädlich ist, einen so dermassen runterziehen, wie es bei mir der Fall ist? Eine fitte Frohnatur war ich noch nie, aber seit 2007 wohne ich so, dass ich mich noch viel blöder fühle.. also ich hab da durch zu viele Punkte in Flensburg meinen Führerschein verloren, leide an Panikattacken (daher Bahn fahren nicht möglich) und wohne dann auch noch am Stadtrand in einer Siedlung schön im Grünen mit wenig drumrum, die mir ausserdem auch nicht besonders gut gefällt. Seitdem gehts mir signifikant mieser als vorher. Schlafe schlecht und fühle mich oft depressiv und hoffnungslos. Ich kann hier schliesslich nicht "aktiv am Leben teilnehmen" sondern irgendwie hocke ich halt nur zuhause rum und versauer quasi. Total ätzend. Im Herbst war ich zwei Monate in einer anderen Stadt, dort Wohnung im Zentrum, hab mich auch sofort viel besser gefühlt. Zwar noch nicht "gut" aber immerhin besser. Anflüge von Hoffnung. Wieder zuhause verfalle ich wieder in den depressivem Sumpf. Heul..

Also, kann die Wohnsituation alleine einen solchen Einfluss auf einen haben? Ein psychiater meinte mal, eher nicht, weil man sich selber ja immer mit nimmt.. stimmt ja auch, aber wenn die Situation dermassen ungünstig ist und man sich einfach nicht wohl fühlt wo man wohnt.. tagein tagaus nur frust.

Antworten
EHhemalWig6er NSutzer +(#4173903)


Also, ich kann mir das absolut vorstellen, daß die Wohnsituation dazu beitragen kann, wie man sich fühlt.

Ich habe selber oft den Gedanken, daß ich mich besser fühlen würde, wenn ich mitten in ner Stadt wohnen würde. Wir wohnen in nem relativ kleinen Ort, ziemlich ländlich und ich finde das so furchtbar langweilig.

Man sieht jeden Tag dieselben Gesichter, abends um 8 werden die Bürgersteige hochgeklappt und man braucht ständig das Auto. Stadt ist meiner Meinung nach viel praktischer.

Besteht die Möglichkeit, daß du den Schein bald wieder bekommst, oder kannst du umziehen?

mWo&nd+sPtgerxne


Du bist in eine Siedlung gezogen, wo Du eigentlich gar nicht wohnen möchtest. Ich glaub' die innere Abwehr gegen Deine Wohnsituation zieht Dich runter. Wenn Du Dich nicht recht damit abfinden kannst, such Dir was anderes, wo Du innerlich "ja" zu sagen kannst.

k4amillxchen


JA, KANN!

kHe)ine Freumnxdin


Eine miese Wohnsituation kann einen definitiv runterziehen. Ich will nicht gleich sagen, depressiv; Depression ist eine Krankheit.

Aber abgesehen davon, daß viele Leute lieber zentral in der Stadt leben und sich damit in der Einöde auf dem Land sowieso an der für sie falschen Ecke aufhalten gibt es auch durchaus Wohnungen (oder sogar ganze Häuser?), die eine schlechte Ausstrahlung haben!

Wenn man in so einem Haus lebt (und wir haben über 10 Jahre in so einem Haus gewohnt :(v !!), dann sollte man sich genau überlegen, ob die vielen negativen Feelings, die einem in Laufe der Zeit an einem selber so auffallen, vielleicht tatsächlich mit dieser Wohnung zu tuen haben könnten! Bei Besuchen vielleicht mal andere Wohnungen checken, ob die sich besser "anfühlen".

Wir sind irgendwann aus dem Haus ausgezogen und in eine viel kleinere Wohnung gezogen, die noch dazu auch noch sehr laut war :-( , aber das Gefühl in der Wohnung war ab dem Zeitpunkt unseres Einzugs besser!

So hatte ich z.B. danach kaum noch Kopfschmerzen! :-D

Manche Wohnungen können irgendwie merkwürdige Ausstrahlungen haben – Strömungen? ":/ ? Es wird ja immer wieder behauptet, es gebe Wasseradern, und wenn die zu schräg oder so unterm Haus herverlaufen, fühlt man sich schlecht.

Keine Ahnung, ob das stimmt!

Aber es gibt Wohnungen, die man auch wieder verlassen sollte! ]:D

M[oonIn@Darknxess


Jan74,

aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen: Definitiv!

Ich selbst bin aufgrund des Studiums und des vermeintlichen kürzeren Wegs zur Uni damals in meine Studienstadt gezogen und von da an ging es bergab. Zum Einen stellte sich heraus, dass meine Mitbewohnerin gar nicht so super war wie gedacht und zum Anderen hat mir auch die Lage der Wohnung (direkt gegenüber eines Bahnübergangs) sehr zu schaffen gemacht. Ich schaffte es nie mich wirklich wohl zu fühlen. Ich fühlte mich sehr allein und einsam. Ich bin so gut wie jedes Wochenende nach Hause und/oder später zu meinen Freund geflüchtet.

Ich hatte nur eine Freundin, die ich durchs Studium kennen gelernt habe, direkt vor Ort, doch sie schaffte es auch nicht, dass ich mich wirklich wohl gefühlt habe. Ich habe versucht durch alle möglichen Freizeitaktivitäten die Stadt und die Leute kennen zu lernen, mich einzugewöhnen, aber es funktionierte einfach nicht. Mir war die ganze Stadt einfach unsympathisch. Schließlich zog ich nach knapp einem Jahr wieder zurück in meine Heimatstadt und seitdem geht es mir bedeutend besser. Ich habe wirklich gemerkt wie ich mich nach ein paar Monaten wieder gut fühlte.

Du bildest dir das nicht nur ein, es ist wirklich so.

FUl:ohrCanxzen


Klar, wobei es stark von der eigenen Lebenssituation abhängt.

Bin auch totaler Stadtmensch – schon nur ein wenig ausserhalb fühle ich mich nicht mehr so richtig lebendig – weit ab vom Schuß – ausserhalb des aktiven Soziallebens, ohne Geschäfte um die Ecke – vollkommen abhängig von Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln (die natürlich ab 0 Uhr nicht/kaum noch mehr fahren...).

Mit Familie und Kindern ist eine ruhige Lage – so wie ich vor meiner jetzigen Wohnsituation gewohnt habe (kleines Haus, großer Garten, Terrasse, viele Kinder, großer Abenteuerspielplatz, gehobenes Soziallevel – also ansich sehr schön aber halt im Moment nichts für mich) sicher angenehmer. Insbesondere, wenn man dann viele Freunde in gleicher Lebenslage hat, man sich also oft nur Nachmittags trifft usw.

K3nackxs


@ Jan74

Natürlich kann einen die Wohnsituation verrückt machen. Kalte, ungeheizte Zimmer, Fenster nur nach Norden, weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit, kein Treffpunkt. Vielleicht lärmende Flugzeuge über dem Haus und ein verfeindeter Nachbar.

Was du aber beschreibst, ist eine Passivität, die nicht allein auf deine Wohnung zurückzuführen ist. Auch wenn du die tollste Wohnung hättest, würde kein Playgirl klingeln, um dich aufzumuntern. Du wärest ebenso allein, wenn du nicht rausgehst.

l`ncokgniBtxo


ja kann, hat es bei mir mal, kleine wohnung mit bröckeligen wänden (konnt nix bohren keine bilder anhängen nix), hatte die wände zudem noch rot gestrichen alle 4 (war nen fehler) sodass die wohnung richtig düster war. war zudem altbau mit kleinem fenster und bad ohne fliesen, war furchtbar und ich hatte depressionen %-|

mionld+st@e.rne


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