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Medikamente / Drogen gegen Gefühle/Emotionen?

a).fisxh


Wenn Du Probleme hast, Deinen Alltag zu bewältigen, ist es vielleicht eher an der Zeit, Dir professionelle Hilfe zu suchen, statt Dich selber zu "behandeln".

T/aalNke


Entschuldige, aber Dein "Ausweg" erscheint mir nichts als eine Flucht!

Und auch ich kenne große Verzweiflung (unangenehme Gefühle habe ich nur geschrieben, um es zu relativieren), aber ich weiß heute, dass der Weg aus dem Leben nichts als eine Bankrotterklärung gewesen wäre.

Es gibt andere Möglichkeiten, nämlich zu lernen, mit der Verzweiflung anders umzugehen. Und wenn man sie erst einmal überwunden hat, ist man auf einer anderen Lebensstufe angekommen.

D\uk\eNxukem


Mit Antidepressiva kann man negative Emotionen unterdrücken mit starkem Cannabiskonsum kann man alle Emotionen abschwächen. Aber Drogen nehmen ist keine dauerhafte Lösung von Problemen, eher eine Abstumpung. Unter Drogen ist man definitiv nicht das schärfste Messer im Schrank!

s3chnec5ke1{98x5


Und auch ich kenne große Verzweiflung (unangenehme Gefühle habe ich nur geschrieben, um es zu relativieren), aber ich weiß heute, dass der Weg aus dem Leben nichts als eine Bankrotterklärung gewesen wäre.

Es gibt andere Möglichkeiten, nämlich zu lernen, mit der Verzweiflung anders umzugehen. Und wenn man sie erst einmal überwunden hat, ist man auf einer anderen Lebensstufe angekommen.

Das finde ich zu negativistisch gedacht. WENN eine Depression vorliegt, dann KANN man gar nicht mehr "richtig" denken und fühlen. Die Depression ist wie ein Filter, der alle Wahrnehmungen ins Negative verzerrt. Da sind Medikamente schon eine tolle Sache, weil sie helfen, diesen Schleier wegzunehmen.

Heilung bzw. Bekämpfung der Ursachen einer depressiven Erkrankung ist oft erst durch eine medikamentöse Therapie möglich, weil man vorher so im depressiven Tran feststeckt, dass man gar nicht mehr die Kraft dazu hat, die Probleme therapeutisch aufzuarbeiten.

Außerdem: Mit Ausnahme von Benzodiazepinen machen Antidepressiva NICHT süchtig. Das wird von Laien oftmals verwechselt, weil Entzugserscheinungen bei abruptem Absetzen natürlich auftreten. Dies kann man allerdings durch ein langsames Herunterdosieren so gut wie ganz vermeiden.

Im Zweifelsfalle also mit dem Hausarzt Rücksprache halten und sich ggf. an einen Psychiater wenden, der eine richtige Diagnostik macht. Danach die Probleme therapeutisch aufarbeiten.

TdaGalkxe


mit starkem Cannabiskonsum

Toller Tipp, gratuliere! %-|

Tsaalkxe


Schnecke1985

Meine Antwort bezog sich lediglich auf die Eingangsfrage. Eine echte Depression gehört in therapeutische / ärztliche Behandlung, aber einen "Hammer" auf den Kopf, der die Gefühle weg haut, gibts dort wohl auch nicht.

s"chneTckex1985


aber einen "Hammer" auf den Kopf, der die Gefühle weg haut, gibts dort wohl auch nicht.

Nein, das wohl nicht. Ich würde dem TE aber wirklich raten, sich mal fachmännisch untersuchen zu lassen, ob nicht eine behandlungsbedürftige seelische Krankheit dahinter steckt.

By the way: Richtig, richtig scheiße ging es mir immer dann, wenn ich keine Gefühle mehr hatte. Dann erscheint jeder Tag sinnlos, man kann sich über rein gar nichts mehr freuen, keine Liebe mehr empfinden, einfach Leere. Gegen negative Gefühle kann man angehen, gegen die absolute Leere nur sehr schwer :-(

D7ukeNMuxkem


Naja er hat halt so explizit danach gefragt und die beiden Möglichkeiten kenne ich.

@ Damik

Gib dich nicht auf! Aus einer Depression kann jeder wieder herausfinden aber leider oftmals nicht alleine.

Wir leben nicht in der afrikanischen Steppe, such dir professionelle Hilfe, das ist keine Schande und wird dir mehr helfen als du jetzt vielleicht noch glaubst. Ich weiß nicht wie deine Situation ist aber so wie du nach verzweifelten Auswegen suchst wäre es doch besser einen plausiblen Ausweg zu gehen, nämlich die Heilung!

Die meisten Menschen waren schon einmal in einer depressiven Phase, laut einer Studie haben sogar schon die Hälfte aller Deutschen mindestens eine Psychologische Beratung gehabt. Also du bist nicht alleine und es gibt gute Hilfe. Google doch einfach mal.

aF.fnish


By the way: Richtig, richtig scheiße ging es mir immer dann, wenn ich keine Gefühle mehr hatte. Dann erscheint jeder Tag sinnlos, man kann sich über rein gar nichts mehr freuen, keine Liebe mehr empfinden, einfach Leere. Gegen negative Gefühle kann man angehen, gegen die absolute Leere nur sehr schwer

Kann ich so unterschreiben.

dxaBmikx184


die professionelle hilfe hilft leider auch nichts, ich hab schon 2 jahre therapie hinter mir, bin auch jetzt wieder dabei, aber es läuft immer wieder auf das selbe hinaus.

Ich dachte – zugegeben etwas naiv – vieleciht gibts ja irgendwelche medis die einen völlig abstumpfen lassen, um ein einigermaßen normales leben führen zu können.

@ Schnecke:

wie is es zu der leere gekommen? genau sowas wünsche ich mir – so blöd das klingen mag. ICh verstehe das dieser zustand vieleciht nichts für dich ist, weil du gefühle wie freude, liebe etc vermisst – wenn man diese gefühle alelrdings nie hat, kann man auf die schlechten auch gut und gerne verzichten.

DUuk(eNukexm


Ich glaube nicht das man als Mensch auf Gefühle verzichten kann, evolutionsbedingt sind wir Rudeltiere und somit eng verknüpft mit Emotionen.

svchnee/cke198x5


wie is es zu der leere gekommen?

Schwerste Depressionen.

genau sowas wünsche ich mir – so blöd das klingen mag.

Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst :-/

ICh verstehe das dieser zustand vieleciht nichts für dich ist, weil du gefühle wie freude, liebe etc vermisst – wenn man diese gefühle alelrdings nie hat, kann man auf die schlechten auch gut und gerne verzichten.

Ich glaube, du hast gar keine Ahnung wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt. Das klingt irgendwie verlockend. Im Grunde ist Gefühllosigkeit aber eine sehr gefährliche Realitätsverzerrung. Wir handeln doch oft nach unserem "Bauchgefühl", Gefühle helfen uns, uns in dieser Welt zurecht zu finden.

Absolute Gefühllosigkeit bedeutet, dass man im höchsten Grade in seiner Entscheidungsfähigkeit und als Mensch eingeschränkt ist. Wie willst du das beste für dich tun, wenn du nichts fühlst? Wie willst du Entscheidungen treffen, wenn da kein positives / negatives Bauchgefühl dabei ist? Ohne Gefühle sind wir leere Hüllen, schutzlos, entmenschlicht. Ohne Gefühle kann man nicht weinen (und weinen kann ein sehr erleichternder Umgang mit negativen Erfahrungen sein), man kann nicht lachen (wie kann soziale Interaktion ohne Sympathie und lachen funktionieren), man verliert einen zentralen Steuerungsmechanismus als Mensch. Es ist die Hölle.

Gegen negative Gefühle kann man positive setzen.

Gegen Gefühllosigkeit kann man als Betroffener nichts tun. Daher ist auch kein lösungsorientiertes Agieren mehr möglich.

duamikX184


Gute beschreibung – ich habe meine situation in deiner beschreibung sehr gut wiedererkannt – mir ist im prinzip alles gleichgültig – egal ob ich morgen noch eine wohnung habe, einen job, egal ob ich sterbe. das einzige gefühl das ich kenne ist das beschissenste das ich je hatte, und das führt zu der gleichgültigkeit allen anderen dingen und menschen gegenüber.

sNczhnedckeC1985


Also treffen wir uns wieder in der Mitte... @:) :)_

Ich bin in den Jahren meiner Psycho-Krankheiten sehr ein Freund lösungsorientierter Ansätze geworden:

Also, ganz praktisch gedacht: Was kannst du tun, um auch wieder im positiven Sinne fühlen zu können? (Deine momentane Lage scheint ja genau die zu sein, dass du in deinem Fühlen in Bezug auf freudige Gefühle stark eingeschränkt bist)

- Was für eine Art der Therapie hast du bisher gemacht (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse....)?

- hast du schon einmal psychiatrischen Rat eingeholt oder über Medikamente nachgedacht?

Fakt ist: Du musst aus diesem negativen Strudel rauskommen, wenn du Lebensqualität haben willst. Jetzt sind wir wieder beim Bauchgefühl: Was sagt dein Bauchgefühl, dass dir gut tun würde? Welche Bedürfnisse hast du, um glücklich sein zu können?

Es ist sehr wichtig, dass die Erdung zu deinen Gefühlen wieder hergestellt wird, damit du deine Bedürfnisse erkennen kannst. Es geht hier darum, was du WILLST, was dir HILFT. Meiner Meinung nach wird diese Frage nach den Bedürfnissen auch in der modernen Psychologie zu stark vernachlässigt. Statt dessen sieht sich die Psychologie oft der Gesellschaft, nicht dem Patienten, verpflichtet, und versucht implizit, die Menschen in ein "normales" Leben (Arbeit, soziale Beziehungen usw.usw.) zu pressen.

IXndiv-idlualxist


Antidepressiva sind ganz gut geeignet, um Gefühle und Gedanken "abzuflachen".

Echt? :-o Und ich dachte immer, das erledigt eine Depression schon selbst... ":/

vieleciht gibts ja irgendwelche medis die einen völlig abstumpfen lassen, um ein einigermaßen normales leben führen zu können

Das ist ein Widerspruch in sich. Ohne Gefühle ist ein normales Leben unvorstellbar.

Damik, ich kann nachvollziehen, wie dir zumute ist. Wohl jeder kennt solche schmerzlichen Zustände, wo man gerade in ein tiefes Loch gefallen ist und nicht mehr herauszukommen glaubt. Mein Trick (sinnbildlich): wenn ich nun schon mal in dem Loch drin bin und nicht rauskomme, dann schau ich mich eben darin um. Ich versuche, es kennen zu lernen und zu verstehen, wie ich da reingekommen bin. Bisher war es noch immer so, dass sich dann Auswege aufgetan habe, die ich vorher gar nicht gesehen habe.

Du suchst nach dem "einfachen Weg", den es so im Leben nicht gibt. Das ist die Perspektive des Säuglings, für den immer eine wärmende und stillende Brust da war – platt gesagt musste man nur schreien und den Mund aufmachen, und schon war alles Unbehagen vergessen. Je älter man wird, umso weniger funktioniert das. Das Leben wird schwieriger und differenzierter (und interessanter), aber gleichzeitig wachsen auch die Fähigkeiten, damit umzugehen.

Wenn man unangenehme, ja quälende Gefühle einfach ohne Anstrengung "weg haben" will, dann ist das zwar irgendwie verständlich, aber es ist die Perspektive des Säuglings. Oder sagen wir des Kleinkindes, das sich auf den Boden wirft, wenn es seinen Willen nicht kriegt. Aber so funktioniert das Leben leider nicht. Wär ja auch zu schön, wenn man seelische Schmerzen einfach "wegzaubern" könnte. Aber es ist wohl in den Spielregeln des Lebens so vorgesehen, dass wir seelische Schmerzen aushalten und uns mit ihnen auseinandersetzen sollen – und sie auf diese Weise nicht nur überwinden, sondern dabei auch Erfahrungen gewinnen, reifer, "cooler", robuster und weniger verletzlich werden, also letztlich auf diesem Wege doch erreichen, was du dir wünschst.

Du bist kein Säugling mehr, sondern alt genug für produktive Lösungsstrategien, und aus jeder überstandenen Krise wirst du stärker, gelassener und mit mehr Selbstvertrauen hervorgehen.

Das heißt nicht, dass du es alleine schaffen musst. Es heißt nur, dass man sich nicht einfach auf den Boden werfen sollte.

Es ist keine Schande, sich helfen zu lassen. Wenn die Therapie dir nicht hilft, ist es vielleicht die falsche. Aber auch da hast DU die Möglichkeit, dies entweder selbst zum Thema in der Therapie zu machen, oder auf andere Weise die Weichen neu zu stellen.

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