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Ständiger Tadel: Will nicht zur Arbeit / Heulanfälle

Stad'n)'>Mxad hat die Diskussion gestartet


Ich mache gerade eine Lehre und anfangs war auch alles schön und gut. Bis meine Ausbilderin im 2. Lehrjahr anfing, ständig an meiner Arbeit herumzumotzen.

Ich weiß ja, dass ich viele Fehler mache, aber inzwischen zählt nur noch das, was falsch ist, was ich sonst (richtig) mache scheint gar nichts wert. Vor lauter Angst vor dem nächsten Rüffel kann ich mich noch viel weniger konzentrieren, dazu kommt, dass ich seit einer Weile ADs nehme und seither auch total vergesslich bin, was die ganze Sache natürlich zusätzlich verschlimmert.

Wenn ich eine Frage stelle, reagiert sie in der Regel mit genervtem Gesäufze bis hin zu ziemlich patzigen Antworten.

Teilweise ist ihr Tonfall wenn sie mich rügt auch wirklich nicht angebracht.

Der Höhepunkt war, als sie mich vor ca. einem Dreivierteljahr mit einer "Liste" überraschte, auf die sie alles, was ich falsch und scheiße mache, notiert hatte und konfrontierte. Unter anderem waren das Punkte, die schon ewig her waren, zT fast ein Jahr. Da frage ich mich doch, wieso sie das nicht gleich anspricht?!

Dazu kamen Vorwürfe, ich würde trödeln (sicherlich nicht absichtlich, ich will eben nur alles richtig machen) und dass ich "ihre Zeit stehlen würde"!

Ungefähr zu dem Zeitpunkt fing es an, dass ich immer mehr Angst vor dem nächsten Anschiss bekam und mich schon gar nicht mehr traute, irgendwelche Fragen zu stellen. Wieso auch, ich werd ja sowieso nur blöd angefahren.

Ich versuch auch immer die Sachen richtig und zu ihrer Zufriedenheit zu erledigen, aber ich bekomm es eben nicht hin.

Ein Kollege hat mich – nachdem sie mich vor allen wieder mal zusammengefaltet hat – unter 4 Augen darauf angesprochen, allerdings hatte ich bei dem Gespräch binnen kürzerster Zeit so dermaßen Pippi in den Augen, dass ich lieber gar nichts gesagt hab, bevor die Dämme brechen (es ist mir total unangenehm vor anderen zu weinen, sogar vor meinem Partner/Familie, etc).

Inzwischen ist es so schlimm, das sogar ein kleiner Rüffel reicht, dass mir die Tränen in die Augen schießen. Mittlerweile ist es an der Tagesordnung, dass ich vor, während und nach der Arbeit heule.

Nach besonders schlimmen Tagen sehe ich Abends so grau und furchtbar aus, dass es sogar schon anderen Leuten auffällt.

Ich weiss, dass ich eigentlich mal mit besagter Kollegin ein ernstes Gespräch führen sollte, aber das bring ich nicht. Dazu schüchtert sie mich zu sehr ein. Und ich muss ja sowieso beim bloßen Gedanken daran schon dermaßen heulen, dass ich nicht mehr reden kann :(

Die Ausbildung geht noch etwas über ein halbes Jahr. An sich keine lange Zeit. Aber so, wie sich grad die Tage ziehen und wie sehr es mich der Gedanke an den nächsten Arbeitstag belastet, ist das eine kleine Ewigkeit! :(

Antworten
S$ad'+n'Mxad


Mein Selbstbewusstsein ist noch nie das beste gewesen, aber grad driftet es gen Nullpunkt. Von meinem vorherigen Arbeitgeber habe ich ein super Arbeitszeugnis bekommen. Hier in der Ausbildung fühle ich mich eher wie ein absoluter Taugenichts, der zu nichts zu gebrauchen ist. Zumindest lässt man mich das sehr deutlich spüren.

p)etite_pscan}daleuse


Um was für eine Lehre handelt es sich denn?

Ich kann Dich verstehen. Mir ging das früher auch so bei Praktika, dass ich Kritik meist sehr vertragen habe, weil sie eben oftmals sehr patzig rüberkam. Geweint habe ich nicht, aber ich war verletzt. Aber andererseits ist es für die Ausbilder/Anleiter auch ziemlich stressig und sicher auch furchtbar nervig. Dass Du für gut geleistete Arbeiten nicht gelobt wirst, ist normal. ;-)

Das mit der Liste finde ich allerdings auch merkwürdig, v.a. dass da noch so uraltes Zeug draufstand.

Du versuchst immer alles richtig zu machen. Vielleicht denkst Du zu viel nach und solltest routinierter arbeiten?

Macht Dir der Job an sich Spaß?

SIad<'n'Mxad


Ich mach eine Ausbildung zur Mediengestalterin.

Nein, mein Job macht mir überhaupt keinen Spaß (mehr). Die Arbeit an sich ist schon nicht so toll (zu viel Copy und Past in irgendwelche Tabellen und ähnliche Hiwiarbeiten, zB Waren im Katalog mit dem passenden Text durchnummerieren oder Bilder aus einem Downloadportal herunterladen), aber dadurch, dass ich jeden Tag mit Bauchweh hin gehe, weil ich weiss, dass ich sowieso nur wieder fertig gemacht werde, macht die Sache ziemlich unerträglich.

Ich finde auch nicht, dass ich dort besonders viel gelernt habe. Ich bin auch erst die zweite Auszubildende in diesem Beruf.

Ich habe in meinem vorherigen Job selber zwei Azubis mit ausgebildet und es war für mich selbstverständlich, dass so oft gefragt werden darf, wie nötig. Wenn etwas falsch war, ging es eben an den Azubi zurück, damit er es noch mal macht.

In meiner jetzigen Ausbildung ist das immer mit Schelte verbunden, oder aber sie patzt mich an, dass sie es dann lieber gleich selber macht.

S.ad'&n'Mad


Vor ein paar Wochen hat sie mir mehr oder weniger durch die Blumen vorgeworfen, ich hätte unberechtigt zu viel Arbeitszeit aufgeschrieben. Wie das denn zustande käme, da wär doch gar nix zum Arbeiten gewesen? So nach dem Motto, ich hätt so lang Däumchen gedreht.

Bis ihr aufgefallen ist, dass sie beim Arbeitszeitkonto meines Kollegen guckt... :|N

iIchhabndaEmalnefragxe


ich hatte echt ne menge hier geschrieben stehen, aber dann schaute ich in dein profil und sah dass du gerade mal 2 jahre jünger bist als moi.

.......................

zum punkto selbstbewusstsein...dass muss man trainieren......sport wäre eine lösung.....theatergruppe etc pp...

----- wenn du jetz noch eine neue ausbildung machst ? und vorher schon eine hattest? naja dein ding..

zu deiner ausbilderin.....ich tippe mal, dass die nur unwesentlich älter als du bist. fehlt jegl. soziale kompetenz

das sind ja lehrmethoden wie aus dem mittelalter.. die sogenannte mach nieder und bau auf methode..

--- du musst das thema, is eh nur noch n halbes jahr, ansprechen (also auf keinen fall runterschlucken)

denn ........ wieso sollst du es runterschlucken und es dir schlecht gehen, ? nur damit sich jemand anderes gut fühlt ???

und da du im 2. bzw. 3. lj bist, brauchst du auch keine angst davor haben deine meinung zu sagen.

geh am besten morgen direkt.... zu ihr.... wünsche ein 4-augen-gespräch -.. womöglich wird sie dir sagen grad keine zeit

weil sie das überrumpelt ..

wenn es zum gespräch kommt.... frag sie.... direkt...... wieso sie dich immer niedermacht?

schildere ihr die aktuelle situation.... sag zu ihr, dass du sie mit respekt und normal freundlich behandelst

und dass du das auch von ihr erwarten kannst..nein sogar erwartest.. dass du keinen bonus, aber du als normaler mensch behandelt

werden...willst...sie kann dich gern kritisieren, aber dann bitte in einem normalen ton und nich so,

dass du während und nach der arbeit heulst und ad's nehmen musst

und du musst dir mal eines vor augen halten....wenn sie das mit dir so macht.. vielleicht hat sie dass schon mit früheren azubis so gemacht (musst dich mal umhören)

und wenn das der fall is, dann kannst du dich wehren..

und wenn sie dich dann nochmal über das maß hinaus niedermacht, dann geh zum geschäftsführer und sag, dass

du ein gespräch mit ihm und ihr möchtest.. und dann sag ihm dass in ihrem beisein. (den schritt würde ich erst machen,

wenn ein 4-augen-gespräch mit ihr nicht fruchtet)


FAZIT........ wenn du das runterschluckst und mit dir machen lässt, komm ich vorbei und tret dir in den Arsch !!!!!!!!!

das kann nich angehen, dass ein vorgesetzter seine mitarbeiter in solch einer art und weise behandelt.

i-chha]bdamaawlnefrpage


ach und .. du solltest dir mal meinungen von anderen heranziehen.. zu deiner person, arbeit etc pp

ein wenig selbstreflektion

und wenn du vergesslich bist, dann schreibs dir irgnwie auf oder mach dir ne eselsbrücke

was für ne ausbildung machst du?

S+ad'n'xMad


Also der Kollege, der mich mal drauf angesprochen hat, meinte schon ein paar Mal zu mir, dass ich oft gute Ideen hätte, sie aber viel zu selten ausspreche. Und als ich mal einen Witz gerissen habe, dass ich ein fauler Mensch sei, erwiderte er auch gleich, dass ich das nicht sei (er hatte wohl den Witz nicht verstanden, in dem Fall ja positiv zu werten).

Das ist jetzt aber auch schon n Weilchen her, letztens hat er mich bei einer Frage auch total blöd angeschnauzt, wieso ich mir das nicht aufgeschrieben hätte (ich schreib mir so ziemlich alles auf, ich hab nen ganzen Ordner voll Notizen, aber das eben nicht. Früher wusste ich auch, wie es geht, dann hat er aber irgendwas in der Programmierung geändert und ich hab nur einmal so damit gearbeitet und eben auch wieder vergessen. Ist sowieso nicht mal mein eigentlicher Themenbereich... Und ergo frag ich doch lieber nach, bevor ich irgendwas mach und es ist dann falsch!).

Darum bin ich mir nicht mehr so sicher, ob er immer noch ne gute Meinung von mir hat. Und weil ich bei dem Thema sofort losflennen muss weil sich das so übel hochgeschaukelt hat, machts nicht leichter für mich, das anzusprechen, auch nicht mit dem eher neutralen Kollegen :(

Werd jetzt aber erstmal noch den Psychodoc zu Rate ziehen, vielleicht hat der mir noch irgend ein beruhigendes Präparat, dass ich vernünftig reden kann ohne nur noch zu schluchtsen und zu schnoddern.

Gleiches gilt für das Gespräch mit ihr, da komm ich auch nicht drum rum. Und das wird noch viel schlimmer!

Vor mir gabs nur einen Azubi unter ihrer Fuchtel, dass es da auch zu Reiberein kam, wär mir nicht bekannt.

Ich versuch und bemüh mich ja, alles richtig zu machen, es ist ja nicht so, dass ich mit Absicht alles falsch mache, aber es kommt es mir vor, als würde sie das denken :°(

Besagte Dame dürfte ungefähr 40 sein.

Die zweite Ausbildung war schon immer mein Wunsch, es hat nur etwas länger gedauert, bis ich mich aus meinem sicheren Job raus getraut hab, um noch mal von vorn anzufangen.

Bin Mediengestalterin, davor war ich im Büro tätig.

a"ug2:33


Wer ist Vertragspartner des Ausbildungsvertrages? Erwähnte Mitarbeiterin der Firma? Oder eine ganz andere Person.? Besitz die hier angesprochene Person die Ausbildereignung?

Es gibt Möglichkeiten sich mit einem solchen Verhalten auseinander zu setzen. Man muss es sich nicht gefallen lassen. "Fehlerlisten" mit Daten die mehr als fünf Tage zurück liegen zeugen in der Regel davon, dass keine Ahnung von Ausbildung hat.

Wahrscheinlich hat der Betrieb keinen Personalrat?

z{wetschVgex 1


Ich hätte ein ganz andere Frage! Warum machst Du denn im 2. Lehrjahr so wahnsinnig viele fehler?

S0ad'.n'Mxad


@ aug233

Nein, der Ausbilder ist laut Vertrag oberster Chef. Ob besagte Dame den Schein hat, weiss ich nicht. Höchstwahrscheinlich nicht.... Fakt ist jedenfalls, dass ich vom Chef nicht ausgebildet werde. Und nein, wir haben keinen Personalrat.

@ Zwetschge 1

Siehe oben, seit ich die ADs nehme kann ich mir manchmal kaum mehr meinen eigenen Namen merken, gepaart mit Grundverplantheit und letztlich der Angst, noch mehr Fehler zu machen eine sehr ungute Mischung.

Bin im 3. und hab das Gefühl, ich hab kaum was gelernt.

Warum ich die Fehler mache, kann ich mir aber selbst nicht so wirklich beantworten. Sie passieren eben. Teils weil ich manchmal riesen Probleme habe, mich zu konzentrieren, teils weil ich ja quasi nicht nachfragen darf bzw. mich schon gar nicht mehr traue.

Erst letztens – auf die Frage, ob ich klar komme! – gabs ne ziemlich patzige und unfreundliche Reaktion auf mein Verneinen, worauf ich sagte, ich hätte das halt noch nie gemacht und wüsste darum nicht, wie es geht. Antwort: Na und, ich muss auch oft Dinge machen die ich noch nicht gemacht habe!

So lernt man's dann natürlich... :(

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