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Meine psychisch kranke Mutter macht mich fertig

a8ru!aLKGrzone hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe ein gewaltiges Problem. Ich würde mich über Ratschläge freuen.

Ich bin 18, mache Abitur und lebe noch zu Hause, zusammen mit meiner Mutter. Im Moment wird es immer schwieriger mit ihr zusammen zu leben. Sie hat seit der Trennung von ihrem Freund schlimme Depressionen und sieht es selbst nicht ein. Sie entwickelt Hassgefühle gegen alle und denkt sie ist die Beste, Schlauste und würde immer alles richtig machen. Menschen die ihr helfen wollen, stößt sie ab.

Sie hat sich von ihrem Freund getrennt, der wie ein Vater für mich ist/war. Sie hat ihn nicht gut behandelt, alles war falsch, was er gemacht hat. Er konnte ihr nichts Recht machen. Trotzdem liebt sie ihn und er sie, aber sie hat einen Dickkopf und hat sich trotz seiner Bemühungen und Anstalten nicht dazu bewegen können, es noch einmal mit ihm zu versuchen.

Das darf ich natürlich ausbaden, und die Familie.

Sobald man in einer Gelegenheit nicht ihrer Meinung ist, wird sie laut und hysterisch. Bricht manchmal zusammen, heulend.

Insgesamt macht sie einen sehr labilen Eindruck. Sie sieht nur negative Seiten im Leben, macht alle schlecht, ihre engsten Verwandten. Manchmal hat sie aber auch Tage, wo sie sehr gut gelaunt ist. ZU gut, sodass es nicht mehr normal ist. Im anderen Moment wird sie wieder wütend und kann einem mit ihrem Blick Angst einjagen bis zum geht nicht mehr.

Sie meinte zwar, sie würde sich nie etwas antun, aber wer weiß das schon so genau? Die Angst ist ein ständiger Begleiter geworden...

Das hört sich bestimmt sehr schlimm an, aber sie ist abgesehen davon eine sehr gute Mutter. Sie unterstützt mich immer so sehr sie kann und versucht mir nur das Beste zu ermöglichen.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, und meine Familie auch nicht. Die, die ihr die Meinung gesagt haben, hat sie komplett abgeschrieben. "Idioten" sind das, nur ICH wäre für sie da und der letzte Halt. ":/

Was wird dann bitte sein, wenn ich in einem Jahr studieren gehe und ausziehe?

Was kann ich machen? Danke an alle, die antworten.

Antworten
M4ar>ionettxe


Du kannst Deine Mutter nicht ändern, Du bist volljährig, versuch nach vorne zu gucken, mach Dein Abitur. Deine Mutter braucht wahrscheinlich Hilfe – aber das kannst Du nicht sein! Zumal Du selber damit beschäftigt bist, einen Lebensabschnitt mit einem guten Abitur zu beenden! :)* :)* :)* :)*

a2ruaLxKrone


Danke für deine Antwort, aber ein gutes Abitur bei solchen Zuständen zu machen, ist eine andere Sache...

V^errZücgktxe


Es tut mir leid, dass du diese Situation zu Hause hast. Mein erster Gedanke war/ist: mach dich ab von zu Hause. Du wirst deiner Mutter nicht helfen können. Und es ist auch nicht ok, dass sie dich derart unter Druck setzt. Ich weiss, dass es leicht gesagt ist, dass man gehen soll, dies aber oftmals nicht wirklich möglich ist.

a`ruaL]KrJo]ne


gehen und dann?

nicht besonders hilfreich :-|

Rxeg ensc'hir(mdame


Mal eine Frage: weiß sie, dass du so denkst? Wie du die Dinge betrachtest? Wie schwer das eigentlich für dich ist?

Du solltest in aller Ruhe mit ihr darüber reden, ihr schildern, wie du dich fühlst und dass du mit der Situation nur sehr schwer zurechtkommst. Vielleicht auch, dass du sie als deine Mutter liebst und dir Sorgen machst.

Wenn sie abblockt bzw. nichts an der Situation ändern möchte, solltest du über Konsequenzen nachdenken und ihr das auch offen sagen; du könntest dir auch eine Auszeit nehmen, vorrübergehend bei Freunden oder Familie übernachten und Abstand gewinnen. – Es bringt nichts, wenn du dich um ihretwillen durchquälst. Es ist okay, wenn du an dich denkst, du musst deine Bedürfnisse nicht hinter ihre stellen! Du bist zwar ihre Tochter, aber nicht ihr persönlicher Berater, nicht ihr Gott, nicht ihre "letzte Hoffnung", nicht die für sie Verantwortliche (das, wenn, dann sie für dich) und auch nicht ihr Psychologe. ;-)

Sollte sie dich verstehen, mach konkrete Vorschläge, was du ändern möchtest, wie du es gern hättest – über Kompromisse lässt sich ja in Ruhe nachdenken. Aber sie sollte wissen, dass sie dich jetzt gerade vernachlässigt und auch verletzt.

Ich weiß, diese Situation ist nicht einfach, weil dir deine Mutter sehr wichtig ist und du sie natürlich nicht allein lassen möchtest – solltest du (meiner Ansicht nach) auch nicht. Aber du darfst darüber auf keinen Fall dich selbst vergessen. :)*

a=r=uaBLKroxne


Danke Regenschirmdame.

Ich traue mich im Moment nicht wirklich, mit ihr darüber zu reden. Weil sie sehr launisch wieder ist.

Werde es vielleicht in nächster Zeit machen/versuchen :-|

KBongBo-xOtto


Wenn sie abblockt bzw. nichts an der Situation ändern möchte, solltest du über Konsequenzen nachdenken und ihr das auch offen sagen; du könntest dir auch eine Auszeit nehmen, vorrübergehend bei Freunden oder Familie übernachten und Abstand gewinnen.

Hättest Du denn diese Möglichkeit, zumindest, bis Du das Abi hinter Dir hast? Dann ist es vielleicht leichter, den Schulabschluss zu machen, da Du nicht immer diesem Druck ausgesetzt bist.

r,ats2chjlägexr


Eine schwierige Situation. Das erste, was mir dazu einfällt: Pass auf dich selbst auf! :)*

Es hilft deiner Mutter nicht, wenn du an der Situation kaputt gehst. Es hilft ihr auch nicht, wenn du dir durch ein schlechtes Abi den Lebenseinstieg versaust.

Im Gegenteil: Solange sie das Gefühl hat, dass du die einzige bist, die zu ihr hält, befördert das ihre Depression. Denn das zwingt dich, weiter zu ihr zu halten. Aber es führt in einen Kreislauf, der für keinen von euch beiden gut ist.

Es mag widersinnig klingen, und schwer sein, sich emotional auf diese Logik einzulassen. Aber das beste für deine Mutter wäre, wenn du den anderen Ratschlägen im Faden folgst und dich vorübergehend oder dauerhaft von deiner Mutter abnabelst (wobei das Bild hinter diesem Wort nicht ganz passend ist, denn im Fall der Nabelschnur ist klar, wer wen ernährt).

Ich wünsch dir viel Kraft! :)*

aeruaL}Kronxe


dann hat sie gar keinen mehr, ich denke das macht alles nur schlimmer :|N

g?wendoLlynn


Klingt nach manisch-depressiv, würde ich spontan dazu zu sagen.

Ich würde mal mit dem Hausarzt drüber reden, vielleicht ist es ja möglich, sie dazu zu bewegen, in eine psychiatrische Klinik zu gehen, wo sie medikamentös eingestellt werden kann.

Du kannst, so blöd sich das jetzt anhört, durch Gespräche etc. da nicht viel bzw. gar keine Änderung in ihrem Verhalten erreichen, falls es wirklich eine psychische Störung ist. Es hört sich jedenfalls ganz so an.

a$ru1aLKr>one


wie soll ich sie dazu bewegen? sie denkt ja, dass sie normal ist, und alle anderen keine ahnung haben...

gKweZndotlynxn


sie denkt ja, dass sie normal ist, und alle anderen keine ahnung haben...

Das ist ein Zeichen der Krankheit.

Ich meinte, rede erstmal alleine mit deinem bzw. ihrem Hausarzt über die ganze Sache und lass dir von ihm sagen, an wen du dich wenden kannst.

roats\chläxger


dann hat sie gar keinen mehr, ich denke das macht alles nur schlimmer

Es zwingt sie aber, sich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen.

Ich habe das alles durch. Hätte mir damals jemand den Ratschlag gegeben, hätte ich ihn wohl genauso von mir gewiesen wie du jetzt. Es verlangt einigen Abstand + die Erfahrung, was noch alles folgen kann, um die Notwendigkeit dieses Schritts akzeptieren zu können.

rpatsachläAger


Hallo Laura,

Ich hoffe, ich habe dich mit meinem Beitrag nicht vergrault? Würde mich freuen, noch mal von dir zu hören.

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