» »

Ein eventuelles Problem mit meiner Therapeutin

H}a-taxri


Ich glaubte aber wieder mal an das gute im Menschen und sagte Ja und Amen. ~aloneathome

Die Thera ist ja nicht "das Böse", aber natürlich möchte sie auch nicht einfach so und ohne Absicherung ihre Zeit "verplempern" – entschuldige den Ausdruck, aber wenn ein Termin gemacht wird und er nicht eingehalten wird, wäre es ja für sie genau das :-). Ich glaube nicht, dass das von deiner Seite als Fehler zu werten ist, das unterschrieben zu haben. Sieh es als Gegenleistung. Und ja – auch als Verpflichtung. Als Verpflichtung, Zugesagtes einzuhalten oder (zeitgemäß) abzusagen @:).

Wie oben schon angedeutet – ich kenne das Problem mit dem Zuspätkommen leider nur zu gut. Da hilfts auch nicht, 4 Std Zeit einzuplanen...

Grad mal geschaut. Bei meinem Vertrag stand übrigens: "...möchten wir Sie darauf hinweisen, dass für Sitzungen, die nicht mindestens zwei Werktage vor dem vereinbarten Termin abgesagt werden, die Sitzungskosten (70€) von Ihnen privat zu entrichten sind, da die Krankenkassen versäumte Stunden natürlich nicht honorieren. Falls Sie erkrankt sind, legen Sie uns bitte eine ärztliche Bescheinigung vor. Diese Regelung bedeutet nicht, dass wir Ihnen unser Verständnis für eine zum Stundenversäumnis führende Notlage verweigern bzw. es sich hierbei um eine Frage von Schuld oder Strafe handelt. Wir können jedoch nicht die Verantwortung für das Eingehen einer Verpflichtung und die damit verbundenen Alltagsrisiken für Sie mit übernehmen. Wir bitten hierfür für Verständnis.""

Kannst du nicht mit ihr vereinbaren, dass du dir größtmögliche Mühe gibst, pünktlich zu sein und zu versprechen, bei Nichterscheinen abzusagen und sie dafür deine Mühe wertet und nicht bei wenigen Minuten die ganze Stunde schmeißt?

E7hemaplige_r Nutz7er< (#2x56823)


Ich muss dazu sagen das ich noch nie was mit Verträgen zu tun hatte und es mein erster Vertrag des Lebens war.

Es fallen tagein, tagaus unzählige Menschen mit Verträgen auf die Nase.

Warum solltest Du eine Ausnahme sein? Cést la vie! *:)

Danach ist man immer schlauer und ich hätte nicht unterschreiben sollen.

Dann hast Du spätestens hinterher eine Lektion fürs Leben gelernt. Das ist eher ein Grund zur Freude. Zumeist lernt man eher aus Fehlern denn aus Erfolgen.

Die Diagnose die ich in der Klinik bekam war Depression, Angst- und Panikstörung, Sozialphobie und Agoraphobie.

Das sind Fachbegriffe, Schlagwörter, die Du auch schon genannt hast. Aber kannst Du Deine Problematik auch beschreiben, ohne in Oberbegriffe und Diagnosen zu verfallen?

Diese Frage mag blöd klingen – aber sehr viele Betroffene können es nicht. Sie identifizieren sich dann mit der ihnen gestellten Diagnose. Das ist einfacher….

Mein Ziel einer neuen Therapie war es zu erfahren wo die Probleme herkommen (ob in der Vergangenheit mal was falsch gelaufen ist)

Das gehört eher in die Psychoanalyse, nicht in eine Verhaltenstherapie, die Du ganz offensichtlich gemacht hast.

Aber, Hand aufs Herz: selbst, wenn Du die Ursachen kennst und weißt, was in Deiner Vergangenheit falsch gelaufen ist – was ändert das an Deiner Problematik? ":/

…und wie ich die Probleme loswerde.

Was denkst Du denn selbst, wie Du sie loswerden könntest? Nach reichlichen Jahren mit Therapie hast Du vielleicht eine Vorstellung, was Dir weiterhelfen könnte?

Mit der "Sie mussen sich der Angst stellen-These" habe ich also so meine Probleme.

Wenn Dir bekannt war, dass Verhaltenstherapie und "sich der Angst stellen" keinen Erfolg bringen würde – warum hast Du die Therapie dann begonnen? Hat Dir die Therapeutin nicht gesagt, wie die Therapie ablaufen würde?

Mein Psychater hatte mal die Vermutung ich könnte ADS haben. Das sprach ich auch bei der jetzigen Therapeutin an was sie aber nicht interessierte. Ich werde morgen mal schauen wo ich hier in der Stadt eine Diagnostik machen kann um das abzuklären.

Wenn Du Dir Deiner eigenen Problematik bewusster wirst und sie umfassend beschreiben kannst, kannst Du Dir die Diagnose schon so gut wie selbst stellen.

Willst Du ein neues Schlagwort, an dem Du Deine Schwierigkeiten festmachen kannst?

Leider kann ich nicht Nein sagen. Ich hab schon immer ein Problem gehabt meine Meinung zu vertreten.

Wann und wie willst Du es lernen? Ist dieser Vertrag nicht eine willkommene Möglichkeit gewesen? Beim nächsten Mal bist Du also nun gewarnt und solltest Dir Zeit nehmen, darüber nachzudenken, ehe Du etwas unterschreibst.

aKlonBeathoxme


Das sind Fachbegriffe, Schlagwörter, die Du auch schon genannt hast. Aber kannst Du Deine Problematik auch beschreiben, ohne in Oberbegriffe und Diagnosen zu verfallen?

Diese Frage mag blöd klingen – aber sehr viele Betroffene können es nicht. Sie identifizieren sich dann mit der ihnen gestellten Diagnose. Das ist einfacher….

Ich will ja auch nicht zu ausschweifend werden. Ich bin z.B. eher schüchtern, zurückhaltend und habe keine Lust mit Menschen zu reden wenn ich nicht muss. Wenn ich gefragt werde rede ich und kann mich ander Diskussion beteiligen. Ich spreche aber selber keine Menschen an und beginne Gespräche weil ich gar nicht weiß warum. Ich habe dazu einfach keine Lust, sehe keine Notwendigkeit und empfinde dabei keine Befriedigung. Ich bin lieber ein Einzelgänger weil mich auch viele Leute nicht verstehen. Daraus werden dann irgendwelche Defizite gemacht und Diagnosen wie Sozialphobie erstellt. Natürlich habe ich Probleme fremde Menschen anzusprechen weil einfach die Angst habe etwas falsches zu sagen bzw. die Gefahr besteht das ich nicht verstanden werde und eine feste Meinungsverschiedenheit daraus wird.

Die Agoraphobie wurde erstellt weil ich ein Problem habe mit der Straßenbahn zu fahren oder in ein großes Einkaufszentrum zu gehen. Bei allen Aktivitäten in Verbindung mit vielen Menschen gerate ich in eine Stress-Situation auf die mein Körper heftig reagiert. Wenn ich einen Termin habe erzeuge ich schon Stunden vorher unbewusst Stress auf den mein Körper wieder heftig reagiert. Mit dieser Konstellation heißt es dann Agoraphobie.

Dazu wird gern gesagt ich könnte mit Kritik nicht umgehen. Ich werd schnell agressiv wenn mich irgendwas bzw. jemand nervt oder stört. Bei "Streit" bzw. eine Diskussion mit verhärteten Fronten muss ich aufpassen nicht zu grob (Stimmer wird lauter, Beleidigung etc.) zu werden.

Die Depression wurde erstellt weil ich keine Motivation habe. Viele Sachen gehen mir einfach am berühmten A.... vorbei. Ich ärgere mich über meine eigene "Dummheit" und fühle mich am wohlsten wenn ich alleine bin. Ich gerate schnell in langeweile und weiß nichts mit mir anzufangen. Da werd ich dann unruhig und agressiv.

Das gehört eher in die Psychoanalyse, nicht in eine Verhaltenstherapie, die Du ganz offensichtlich gemacht hast.

Aber, Hand aufs Herz: selbst, wenn Du die Ursachen kennst und weißt, was in Deiner Vergangenheit falsch gelaufen ist – was ändert das an Deiner Problematik?

Zur Zeit läuft eine tiefenpsychologische Therapie die ja bekanntlich im Moment auf der Kippe steht. Ich würde schon gerne Wissen wo das Problem liegt. Wenn man ein Auto zu Werkstatt bringt will man doch auch Wissen was der Fehler war. Wenn der Mechaniker mir das reparierte Fahrzeug einfach in die Hand drücken würde wäre ich schon irgendwie unzufrieden.

Was denkst Du denn selbst, wie Du sie loswerden könntest? Nach reichlichen Jahren mit Therapie hast Du vielleicht eine Vorstellung, was Dir weiterhelfen könnte?

Ich weiß ehrlich nicht was mir helfen könnte. Seit Jahren mach ich was die Ärzte von mir wollen aber besser wird es nicht. Dadurch ist das Vertrauen in die Therapien nicht mehr so groß.

Wenn Du Dir Deiner eigenen Problematik bewusster wirst und sie umfassend beschreiben kannst, kannst Du Dir die Diagnose schon so gut wie selbst stellen.

Willst Du ein neues Schlagwort, an dem Du Deine Schwierigkeiten festmachen kannst?

Eine Diagnose die ich mir selbst stelle interessiert nur niemanden. Die Behörden, die Gesellschaft und die Familie geben da nicht viel auf meine eigene Vorstellung. Da zählt nur was auf dem Papier steht.

Es geht mir nicht um ein neues Schlagwort. Es geht mir darum endlich mal zu einem Ende zu kommen. Wenn ich rein hypothetisch die Diagnose ADS bekommen würde wäre mir ein großer Druck von den Schultern genommen. Ich wüsste dass es nicht meine Schuld ist und die Menschen um mich herum könnten nicht mehr so einen großen Druck ausüben. Ich hätte im meinem Handlungs-Spielraum mehr Freiheiten.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH