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Die Psyche devoter Männer

H<ermanq_thTe_Gerxman


Sie sagt sicher irgendetwas – aber nichts, was man mit simpler Kausallogik ('Wer das mag, ist soundso') fassen kann.

Simple Kaussallogik funktioniert in den wenigsten Lebensbereichen. Aber ich denke schon, dass man vom Sexualverhalten auf Verhaltensweise in anderen Lebensbereichen schließen kann. Das meine ich jetzt völlig wertfrei.

aB.fiCsh


Nenn mal bitte ein Beispiel, gerne von Dir selber, da hat man ja die besten Einblicke. Du stehst auf ... und daher tust Du ... ?

gxwendozlynxn


Aber ich denke schon, dass man vom Sexualverhalten auf Verhaltensweise in anderen Lebensbereichen schließen kann

LOL ;-) das trifft ja noch nichtmal bei Normalo-Sex zu.

g,wendaolynxn


Ja, er hat sich definitiv die Falsche ausgesucht, nämlich eine, die Menschen mit anderen Neigungen dermaßen abwertet und als krank einstuft, nur weil der eigene Horizont nicht so weit reicht!

Recht hast Du. :|N

Ganz so krass seh ich den Post von herzbotschaft nicht. Erstens kann ich verstehen, dass sich "Normalos" von solchen Sachen unter Umständen abgestoßen fühlen und dementsprechend heftig darauf reagieren. Zweitens sagt mir dieser Post

Ob das der Auslöser war? Ich habe eine Psychologin befragt, ob von seiner Seite aus eine Änderung in "Normalität" möglich wäre. Sie meinte nein. :°(

dass sie eigentlich ganz gern mit ihm zusammengeblieben wäre.

@ herzbotschaft

Eine Möglichkeit wäre ja auch gewesen, dass er seine Neigungen mit einer anderen Person auslebt und ihr normal hättet zusammenbleiben können.

Aber dies Konstellation ist natürlich auch sehr schwierig.

ax.fixsh


Erstens kann ich verstehen, dass sich "Normalos" von solchen Sachen unter Umständen abgestoßen fühlen und dementsprechend heftig darauf reagieren.

Mh, nein, ich kann das nicht verstehen. Bzw. den ersten Teil schon, aber die Reaktion nicht. Gerade, wenn sie ihn gemocht hat – da reagiert man doch nicht so abwertend und verletzend. Abgeschreck, verwirrt, ja.

H7ermaXn_thXe_Gerxman


Nenn mal bitte ein Beispiel, gerne von Dir selber, da hat man ja die besten Einblicke. Du stehst auf ... und daher tust Du ... ?

Ich bin ein bodenständiger, etwas langweiliger Mensch und stehe deshalb auf ganz normalen Sex.

S,anFdra2x006


Was ist denn "ganz normaler Sex"? :=o

H;erman_Dthe_>Germaxn


Normaler Sex eben (Missionarsstellung, Doggy, Fellatio, Cunnilingus).

SOanFdra2-00x6


Ja, siehste Mal, ich kenne Frauen die Doggy schon erniedrigend finden. Da gehts doch schon los. Oral ist nochmal so ein Thema. Man kann doch nicht sagen, ab wann etwas "pervers" ist.

Und ich kann nur sagen, dass ich persönlich im Alltag absolut selbstbewusst auftrete, dass ich mich auch durchsetzen kann, dass ich mit meinem Körper absolut im Reinen bin und dass ich keinerlei traumatische Erlebnisse in der Kindheit hatte. So, warum also stehe ich drauf, mich im Bett einem Mann unterzuordnen oder mir weh tun zu lassen?

Phantasien in die Richtung (nicht sexuell, aber von Unterwerfung/Dienen) gab es schon im Grundschulalter – ich denke es ist wirklich in uns verankert, dass wir so ticken. Das hat absolut nichts damit zu tun, wie man sonst gestrickt ist, wie gebildet man ist, ob man eher schüchtern oder selbstbewusst ist, eher nachgibt oder seinen Willen möchte, eher flippig, verrückt oder aber unauffällig ist.

hnappyHnoxw


Nicht unbedingt. Es gibt auch devote Menschen, die mit Lustschmerz gar nichts anfangen können und für die Schmerzen einfach nur Schmerzen sind.

Ja, so wie ich, jedenfalls sehr lange Zeit - ich glaube, da hast Du vielleicht ein bisschen falsch verstanden was ich geschrieben habe...

Ich meinte ja gerade: Weil ich mit Schmerzen nichts anfangen konnte, habe ich nie kapiert, dass sich diejenigen die ähnlich wie ich gestrickt bin, dann oft gerade mit "BDSMler" überschreiben. (Zumal ich eben nur den Begriff SM kannte und nichts von DS wusste - alles was ich wusste waren eben Klischees von "Sadomaso" das bei mir eher als lächerlich als als erotisch rüberkam - sorry)

Ich wäre einfach gar nicht auf die Idee gekommen zu vermuten dass es da neben "SM" noch was anderes namens DS gibt. Da konnte sich die "Domina" in irgendwelchen reißerischen Klischee-Dokus noch so sehr "Domina" nennen es drehte sich für mich nicht um Dominanz sondern vor allem um Schmerzzufügung und um nicht um erotisch-dominieren - sondern um pures lächerlich machen und Verachtung...

Auf DS bin ich irgendwann in irgendeiner Story im Internet drauf gestoßen und das auch nur weil ich sowieso so viel gelesen habe - das hier war der erste Text in dem ich gelesen habe in der ich mich so gut wiedergefunden habe dass ich echt sagen kann: das war meine "Aufklärung" auf dem Gebiet und ich konnte echt nicht glauben was ich da las... das *war* ich. Der Autorin habe ich gedankt!!!!

Phantasien in die Richtung (nicht sexuell, aber von Unterwerfung/Dienen) gab es schon im Grundschulalter – ich denke es ist wirklich in uns verankert, dass wir so ticken. Das hat absolut nichts damit zu tun, wie man sonst gestrickt ist, wie gebildet man ist, ob man eher schüchtern oder selbstbewusst ist, eher nachgibt oder seinen Willen möchte, eher flippig, verrückt oder aber unauffällig ist.

Sehe ich auch so. Nur dass Devotheit, wenn das Dominieren in einer intensiven Beziehung dann vielleicht auch in den Alltag übergeht, dann oft als Schüchternheit oder *Willenlosigkeit" rüberkommt.... was es nicht ist. Dahinter steht ja immer eine sehr feste Entscheidung *dafür*

Mich persönlich erschrecken viele ganz "normale" Beziehungen wenn man da spürt, dass da einer der Partner nur noch zurücksteckt und total resigniert ist aber dennoch nicht geht - das kommt auch bei sonst sehr selbstbewussten Menschen vor... - da muss ich sagen, für mich ist eine bewusst gelebte - auch ständige - Hierarchie etwas total anderes als das, was sich Außenstehende vor darunter vorstellen. Nämlich das ständige Entscheiden füreinander und totale Achtung, und zwar auch in Momenten der Schwäche und auch, wenn man selbst dazu tendiert sich unterzuordnen.

Und auch wenn meine Beziehung unschön geendet hat - ich habe mich wirklich noch *nie* so von einem Mann für das geachtet gefühlt, was ich bin, wie ich bin, wer ich bin - wie von meinem ersten und einzigen Dom. Einfach weil ich da eben alles von mir zeigen konnte und er gerade das dann super fand...

Ich habe schon als ich 15 war das erste Mal einen Mann "gefaltet" (den großen Bruder meiner besten Freundin, der sich von ihr bekochen lassen hat aber dann noch rumgemeckert hat weil es ihm nicht perfekt genug war) und hatte immer schon ein sehr großes Empfinden - eher eine Hypersensibilität - in die Richtung, wann sich jemand "unterwirft" oder wann jemand dominiert.

Mich unterordnen ohne Anerkennung für genau diese Tatsache? Mich unterordnen nur weil der andere eloquenter, stärker oder gar nur weil er ein Mann ist ??? ?

Oder ihm hinterherräumen nur weil er glaubt das Recht drauf zu haben oder es "als Mann" nicht so gut zu können, seine Hemden bügeln ???

Nein.

Schwer zu erklären. Aber es macht mich kirre wenn ich mitkriege wie viel "selbstverständliche" Unterordnung passiert. Wieviel gerade Frauen machen weil das ja Frauenarbeit ist...

Oder wenn Männer ihre drei Monate Elternzeit für eine Art verlängerten Urlaub nutzen und die Tatsache dass sie in der ZEit jeden Tag einmal gekocht haben dann als "Mithilfe" bezeichnen .... oder schon stolz drauf sind dass sie einmal in vier Wochen die Waschmaschine angestellt haben - wie es so oft vorkommt.

Das heißt nicht, dass ich nicht bereit dazu bin mich anzupassen, unterzuordnen - ja im Gegenteil, ich bin eben in einer ständigen Hierarchie gewesen und ich habe nichts gegen Absprachen - aber nur wenn sie wirklich klar sind und nicht einfach so "passieren".

Es war eben bewusst beschlossen, es gab keine Unklarheiten, keine unangenehmen Machtkämpfchen, kein Gefühl von "Unterliegen" wenn man sich bewusst entschlossen hat dem anderen seine Dienste zu "schenken".....

Ich bin jemand der eigentlich seit seiner Kindheit einen sehr starken festen Willen hatte (und heute hat den mein Sohn geerbt %:| ) und dem jegliche Unterordnugn eigentlich sehr fern ist. Es sei denn, ich habe mich dazu entschlossen!!!

Ich könnte auch sagen, bei mir ist es eher so, dass in mir die Trotzphase nie aufgehört hat - ich habe einfach gerade weil ich nicht bereit bin mich einfach so "unterzuordnen" (was ich einfach so oft beobachte bzw so empfinde, auch wenne s für diejenigen dann ja wohl ok ist) dann auch kein Problem damit gehabt zu sagen: Diese Hierarchie ist ständig. Aber ich will dafür geachtet werden, nichts sollte dabei selbstverständlich sein....

Insofern - mich irritiert immer eher die selbstverständliche Art wie viele Frauen auch heute noch "dienen" ohne dass das in klaren Rahmen abgesprochen ist - als solches eben auch benannt.

Wahrscheinlich wird das von den meisten einfach nicht so empfunden , auch wenn ich es zum Kopfschütteln finde wenn ich mitbekomme das zum Beispiel ein Vater am Wochenende und in den Ferien jeden Mittag bis Mittags im Bett liegt, ansonsten die ganze Zeit nur liest und sich dann schon ausgenutzt vorkommt wenn man ihn bittet doch auch mal zu kochen- während die Mutter ganz selbstverständlich in der Zeit ihre gemeinsamen drei Kinder alleine bespaßen darf während er sich *null* kümmert - es ist ja ihre Aufgabe als Hausfrau und Mutter... Sie sieht immer kränker aus und er beschwert sich wenn er dann mal eine Überstunde in der Firma machen darf... Tja.

Das sind natürlich unterschiedliche Dinge, aber das ist ein Bereich in dem ich dann merke - so bin ich nicht. Im Gegenteil - da werde ich zur "Emanze"... und weiß einfach: Unterordnung gibt es bei mir nur wenn das klar benannt und von mir bejaht ist - nicht so....

Sorry, abgeschweift. Aber das ist etwas, das mich immer wieder stark beschäftigt- ich glaube fast, ich bin gerade so hypersensibel für so etwas, weil ich eben auch weiß wie es sich anfühlt wenn man dafür anerkannt wird... und weil ich mich in meiner früheren Vanillebeziehung eben sehr schnell gedemütigt gefühlt habe weil ich einfach jede Unterordnung als "Demütigung" im negativen Sinne nicht einfach so selbstverständlich verarbeiten konnte....

Heute würde ich eine ständige Hierarchie aber gar nicht mehr eingehen. Und im Moment wohl auch keine andere Beziehung - ich glaube, das wäre bei mir zu kompliziert ;-)

hyappyxnow


Herman_the_German

Ganz ehrlich?

Ich habe ja so einiges mit mir machen lassen - Backpfeigen, Peitschen, andere Dinge. Aber bei Doggy hätte ich Schwierigkeiten gehabt - zum Glück stand mein Dom nicht drauf.

Was so "normal" ist.... ist doch sehr unterschiedlich.

Das, was viele harmlos finden, ist es für andere nicht - und umgekehrt.

Ich bin zum Beispiel mit Backpfeigen von Anfang an besser umgegangen als mit leichten Klapsen die ja sogar viele die sich als normal einschätzen mal auf den Po der Freundin geben.

Spanking (=Klapse) ist für mich eine größere Überwindung gewesen als das was viele selbst im BDSM-Bereich total ablehnen - Backpfeifen sind für viele ein No-Go.

h+apApyLnoxw


Frag mich, wieso ich so jemand traf ???

Genauso, frag ich mich auch. Bin jemandem "auf den Leim gekrochen". Im nachhinen kann ich mich nur schütteln. Ich dachte: das ist mal ein Frauenversteher... einfühlsam, zärtlich, romantisch, und... und...und

Nach und nach gab er mir Hinweise auf seine Neigungen durch Bücher, Videos etc.

In diese Abgründe wollte ich nicht sehen und auch nichts damit zu tun haben. Geht bei mir gar nicht. Ich habe einen Schlußstrich gezogen, was anderes war nicht möglich. Er hatte sich die falsche ausgesucht.

Was Du nicht verstehst ist ein Abgrund?

Es ist ja ok, mit etwas nicht umgehen zu können.

Ein anderes Thema ist aber, jemanden dann zu verachten nur weil man seine Neigung nicht versteht.

Er ist kein Kinderschänder und kein Vergewaltiger sondern hat eine Neigung mit der Du nichts anfangen kannst.

Ehrlich gesagt: Der Abgrund tut sich da doch eher bei Dir auf... bei Deiner Haltung a la "ich verachte was ich nicht verstehe"

Bin zwar schon nach außen stark, aber mit "Warmduscher", die sich dann o pervers entpuppen, kann ich nichts anfangen. Sorry, jeder ist anders...

Sorry, aber in einem Satz nennst Du ihn einen Warmduscher und im nächsten Satz dieses pseudo-tolerante "jeder ist anders" - das passt nicht.

Bei ihm lag es wohl in der Kindheit. Mutter selten anwesend; bei Großeltern aufgewachsen. Opa sehr streng mit Schlägen und einsperren im Keller usw.; Oma liebevoll. Mutter auf Podest gehoben und doch nie erreichbar...

Ob das der Auslöser war? Ich habe eine Psychologin befragt, ob von seiner Seite aus eine Änderung in "Normalität" möglich wäre. Sie meinte nein. :°(

Küchenpsychologie - oder hatte die Psychologin hatte ihn vor sich und hat sich mit ihm eindringlich beschäftigt?

Aber die Psychologin hatte recht: sexuelle Neigung ist eine Veranlagung die sich nicht "wegtherapieren" lässt.

Weil es eine Neigung ist - und keine perverse Krankheit.

Er kann denke ich mal froh sein, das ihr nicht zusammen seid - jemanden zu verachten nur weil der auf etwas anderes steht als man selbst - ja, bei dem schaut man dann in die eigentlichen Abgründe - von Charakterschwäche eben....

Ich bin selbst devot veranlagt, könnte mit einem devoten Partner deshalb logischerweise auch nichts anfangen können.

Aber genauso wie ich einem "normalgestrickten" Menschen vorwerfen würde dass er ein langweiliger Mensch sei nur weil seine Sexualität nichts für mich wäre... genausowenig hast Du das recht jemanden zu verurteilen nur weil Du seine Sexualität nicht magst.

Aber ich habe die Befürchtung, ich könnte genausogut auch gar nichts schreiben...

S'andra2x006


happynow :)z :)=

Sorry, aber in einem Satz nennst Du ihn einen Warmduscher und im nächsten Satz dieses pseudo-tolerante "jeder ist anders" – das passt nicht.

Ich fürchte, das hast du falsch verstanden. Das "Jeder ist anders" hatte sie, wie ich es gelesen habe, auf sich selbst bezogen, um damit zu begründen oder entschuldigen, dass sie mit diesem perversen mutterkomplexbeladenen Warumduscher und seinen Abgründen leider nicht klar kam.

Toleranz, mit zweierlei Maß gemessen, sozusagen. :-|

SIanDdr{a200x6


|-o "Warumduscher" ist natürlich auch witzig. Nicht nur dass er warm duscht, sondern warum duscht er überhaupt?

Bitte das u streichen ;-D

h.aZpp~ynxow


Aber genauso wie ich einem "normalgestrickten" Menschen vorwerfen würde dass er ein langweiliger Mensch sei

Ups, ich glaube ich bin zu müde... das sollte natürlich so heißen:

Aber genausowenig wie ich einem "normalgestrickten" Menschen vorwerfen würde dass er ein langweiliger Mensch sei

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