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Die Psyche devoter Männer

gzwendGolyxnn


Und nachdem wir nun genug OT waren ;-) nochwas zum Thema

Ich habe ja so einiges mit mir machen lassen - Backpfeigen, Peitschen, andere Dinge. Aber bei Doggy hätte ich Schwierigkeiten gehabt - zum Glück stand mein Dom nicht drauf.

Ich finde Doggy toll. Aber nicht, weil ich es irgendwie erniedrigend fände. Sondern weil es für mich die beste Stellung bei Normalo-Sex ist - wissenschaftlich betrachtet, könnte man vielleicht sagen, dass so der G-Punkt am besten getroffen wird.

rWeipxpa


Die Sexualität ist Ausdruck der Persönlichkeit eines Menschen, wie sollte sie da nichts über dessen Psyche aussagen?

:)^

Sie sagt sicher irgendetwas – aber nichts, was man mit simpler Kausallogik ('Wer das mag, ist soundso') fassen kann.

:)^ Stimmt.

Ja, er hat sich definitiv die Falsche ausgesucht, nämlich eine, die Menschen mit anderen Neigungen dermaßen abwertet und als krank einstuft, nur weil der eigene Horizont nicht so weit reicht

Wo schrieb ich, ich werte ab und stufe als krank ein ??? Allerdings reicht mein Horizont wirklich nicht so weit, bei allem locker zu bleiben. Deshalb bin ich unter anderem hier. Ich will meinen Horizont erweitern

Ich wäre einfach gar nicht auf die Idee gekommen zu vermuten dass es da neben "SM" noch was anderes namens DS gibt.

:)^ das weiß ich auch erst seit ein paar Tagen

Was neu ist: mein Interesse an ihm ist stärker geworden. Ich will mehr über ihn wissen. Wir reden mehr als bisher über unsere Familie, Eltern, Geschwister, Kindheit und Jugend. Er hat absolut meine Neugierde geweckt. Ich erzähle ihm mehr von mir und er von sich. Gleichzeitig hab ich Angst vor neuen Dingen, die mich irritieren könnten. Ich geh auf unbekanntem Grund. Das ist spannend, intensiv, unheimlich.

Aber wir unternehmen auch ganz normale Sachen ;-), und lassen das Thema ruhen

Snandra!20x06


reippa, du warst nicht gemeint @:) , du äußerst dich hier ja immer mit einem gewissen Respekt. Der Beitrag von Herzbotschaft war es, der einigen hier sauer aufgestoßen ist.

rlei(pxpa


reippa, du warst nicht gemeint @:)

, hab ich inzwischen gemerkt.

du äußerst dich hier ja immer mit einem gewissen Respekt

Absolut! Den Respekt hab ich vor meinem Freund. Weil er ehrlich ist. x:)

h7appyn_ow


reippa, du warst nicht gemeint , du äußerst dich hier ja immer mit einem gewissen Respekt. Der Beitrag von Herzbotschaft war es, der einigen hier sauer aufgestoßen ist.

Genau - tut mir leid, dass Du das erst falsch verstanden hattest... Du wirkst respektvoll und als ob Du einfach wirklich in einer Findungsphase bist - und vor allem, man merkt, dass Du unterscheidest zwischen "ich kann damit (vielleicht) nicht umgehen" und "das ist doch total pervers".

Ich finde die Art wie Du über Deinen Freund schreibst sehr vorsichtig und gut - eben irritiert aber nicht abwertend - und das ist der entscheidende Unterschied.

Hierma"n_Zthe_Gexrman


Ich finde die Auseinandersetzung mit BDSM total anstrengend, weil sich manche Leute unglaublich viele Gedanken darüber machen.

S|anGdr9a200x6


Und ich finde es unheimlich gut, dass ich endlich mit meinem Freund über Sex reden kann! Mit den Jungs davor war das was, was man gemacht hat, aber um Gottes Willen nicht darüber gesprochen hat. Bei BDSM muss man miteinander reden, zwangsläufig. Es sei denn man ist irgendwie Telepath, Hellseher, kennt sich jahrelang oder es ist einem alles egal. Und das Reden tut gut, bringt zwei Menschen näher zusammen, öffnet den Horizont ganz gewaltig..

Was bei BDSM doof ist, ist Schubladendenken. So und so muss "Fliegen" aussehen. Das ist ein "Absturz". "Renintent" ist Sub, wenn sie bla bla bla. Du bist keine "Sklavin", sondern eine "Sub", "Sklavin" ist man erst, wenn man bla bla bla. Das ist wirklich anstrengend, aber dem kann man sich ja entziehen, man muss sich ja nicht mit der "Szene" beschäftigen sondern kann mit dem Parnter das tun, was beiden gefällt, ohne Labels und sonstiges Beiwerk.

L>olaxX5


@ Sandra OT

Was bei BDSM doof ist, ist Schubladendenken. So und so muss "Fliegen" aussehen. Das ist ein "Absturz".

Nur so aus Interesse: Fliegen und Absturz sind BDSM-Begriffe? ??? Was bedeuten sie denn (in etwa)?

S:andr8a2006


Fliegen soll ein Zustand sein, in dem Sub völlig in Ekstase ist und einfach nur in höheren Sphären schwebt.

Ich persönlich empfinde das, wenn ich zB ausgepeitscht werde und irgendwann so erregt bin, dass mir kein Schlag mehr weh tut, sondern ich nur noch mehr will und genieße, so dass ich nicht mehr wirklich mitbekomme, was um mich herum geschieht und wie fest ein Schlag eigentlich war. Da hat dann Dom sehr viel Verantwortung, da mein körpereigenes Warnsystem nicht mehr funktioniert. Ich glaube, in dem Moment könnte er mich blutig hauen (was keiner von uns will!!). Es werden einfach extrem viele Glückshormone und wohl auch Adrenalin ausgeschüttet. Man ist wirklich komplett in einer anderen Welt. Diesen Zustand zu erreichen, ist nicht so einfach bei mir. Es muss wirklich vorher systematisch und langsam steigernd gehauen werden und ich muss in der richtigen Stimmung, vor allem vom Kopf her, sein. Aber dann ist es umso genialer und er genießt es, wenn ich nach mehr verlange :-D

Ein Absturz ist ein (kleinerer oder größerer) Zusammenbruch, der physisch und/oder psychisch sein kann. Er kann nach einer Session kommen oder währenddessen und kann bei Sub und bei Dom auftreten. Bei Sub kann es zum Beispiel Überforderung sein oder zuviel Schmerz, so dass der Körper (zB wegen Kreislauf) wegsackt.. oder psychisch, der falsche Gedanke, dass die "Grausamkeiten" des Doms wirklich persönlich gemeint ist und man sich wirklich abgewertet und gedemütigt fühlt, so dass man nicht mehr damit zurechtkommt und zB in Tränen ausbricht oder Dom anschreit, um sich schlägt, unkontrolliert.. oder Dom kann zB über sich selbst entsetzt sein, wenn "es mit ihm durchging" und er fester zugeschlagen hat als er wollte, oder entsetzt ist was er dem Partner "angetan" hat. Gründe für einen Absturz können vielfältig sein. Deswegen ist es wichtig, dass man nach einer Session wieder runterkommt, vielleicht kuschelt, drüber redet, sich eben wieder auf Augenhöhe begibt. x:)

L4olxaX5


@ Sandra2006

Aha, ok. Danke für die Erklärung. @:)

h;axppynZow


Und ich finde es unheimlich gut, dass ich endlich mit meinem Freund über Sex reden kann! Mit den Jungs davor war das was, was man gemacht hat, aber um Gottes Willen nicht darüber gesprochen hat. Bei BDSM muss man miteinander reden, zwangsläufig. Es sei denn man ist irgendwie Telepath, Hellseher, kennt sich jahrelang oder es ist einem alles egal. Und das Reden tut gut, bringt zwei Menschen näher zusammen, öffnet den Horizont ganz gewaltig..

Ganz genau. Das war für mich auch echt toll - so ein offenes Besprechen von allem kannte ich aus meiner langjährigen "normalen" Beziehung gar nicht. Und das fand ich absolut nervig - das man ja gerne alles machen sollte, aber drüber sprechen? - Um Gottes Willen, nein!

Das kann man natürlich auch "nervig" finden, wenn man es genauso ganz angenehm findet. Aber ich muss sagen, ich kann mir keine Beziehung mehr vorstellen - und zwar ob jetzt BDSM oder nicht - in der das Thema Sexualität nicht offen - und zwar ganz offen und ausführlich, ohne Tabus - besprochen werden kann. Gerade weil in jedem Menschen so viel steckt, und man doch nur so überhaupt richtig - sexuell - zusammenkommt... gerade weil doch kein Mensch das Gleiche fühlt und denkt wenn es um Sexualität geht.

Was bei BDSM doof ist, ist Schubladendenken. So und so muss "Fliegen" aussehen. Das ist ein "Absturz". "Renintent" ist Sub, wenn sie bla bla bla. Du bist keine "Sklavin", sondern eine "Sub", "Sklavin" ist man erst, wenn man bla bla bla. Das ist wirklich anstrengend, aber dem kann man sich ja entziehen, man muss sich ja nicht mit der "Szene" beschäftigen sondern kann mit dem Parnter das tun, was beiden gefällt, ohne Labels und sonstiges Beiwerk.

Stimmt. Das habe ich auch so empfunden. Gerade weil man dann eben auch gleich in einer Art von Schublade war - oder einem sozusagen die "Anerkennung" versagt wurde.... Mir ist das im Kontakt mit anderen BDSMlern manchmal wie eine Art verbaler Hürdenlauf vorgekommen - zumal ich meinem damaligen Dom gegenüber zwar bei jedem Kontakt - und wir haben täglich telefoniert, uns oft getroffen - aber wir eben nicht zusammengelebt haben. Wie nennt man das? Es war keine 24/7 obwohl ich ihm tatsächlich ständig gehorcht habe - egal was er wann und wie angeordnet hat. Ich bin dann irgendwann auf "ständige Hierarchie" gekommen, einfach weil da wenigstens keiner schreien konnte "das ist ja gar keine Richtige!". Denn die Hierarchie bestand ja ständig.

Wah, bin ich froh, dass ich das Problem nicht mehr habe....

rGecippa


absolut, reden über Sex ist wichtig und macht sogar Lust, wie ich feststellte. Hab mich aber auch mit dem Thema des Fadens hier weiter beschäftigt und was ganz Interessantes gefunden.

Menschen erlernen Beziehungsmuster in früher Kindheit und wiederholen als Erwachsene diese Beziehungsmuster, wenn sie mit anderen in Beziehung treten.

Es wäre wohl nur mit Anstrengungen und mit der Zeit möglich, sich von solchen Mustern zu lösen und andere zu leben. Den meisten Menschen wäre das mit den Beziehungsmustern nicht bewusst.

Ich frag mich, wo mein Freund sein Beziehungsmuster (er devot, Freundin dominat) her hat? Was war das für eine Beziehung, in der er einen anderen Menschen bediente und ihm Spaß und Freude bereitete und selber von diesem Menschen schlecht behandelt wurde? Ich will ihn nicht über seine Vergangenheit ausfragen. Bin aber auf seine Familie gespannt.

Was mir bei ihm auffällt: er hat keine Freunde. Ist wie man so sagt ein Einzelgänger.

Zdimt(blütxe


Was war das für eine Beziehung, in der er einen anderen Menschen bediente und ihm Spaß und Freude bereitete und selber von diesem Menschen schlecht behandelt wurde?

wieso sollte er so ne beziehung erlebt haben, und dann trotzdem noch lust auf "bedienen" haben,wenn er doch dabei schlecht behandelt wurde?'dann würde er doch eher genau darauf keine lust mehr haben..oder er hatte da schon immer lust drauf,ohne beziehung als auslöser,und selbst dann,wenn er damit nicht auf gegenliebe gestoßen ist.?

r(eippxa


Menschen wiederholen die selben Beziehungsmuster und zwar unbewusst. Ich weiß z. B. nicht, welche Muster ich wiederhole. Aber ich tue es trotzdem. Ich finde diese Theorie absolut spannend, weil man weiß, auf was man achten muss.

S`aDndrRa`200[6


Ich kann natürlich wieder nur von mir sprechen, aber ich habe niemals solche Erfahrungen in meiner Kindheit gemacht. Hatte keine übermächtige oder überbehütende Eltern, dominante Geschwister o.ä. Und trotzdem liebte ich es schon mit 7-8 Jahren, beim Blindekuhspielen die Augen verbundezu bekommen, beim Raufen "unterlegen" zu sein und von Jungs gejagt festgehalten und mit Schnee eingeseift zu werden. Was sagt man jetzt dazu? Ich denke mir nur, tja so bin ich und zwar schon immer, das Gesamtpaket Sandra wurde so geliefert ;-)

Klar könnte ich versuchen, Sex ohne Elemente von Unterwerfung, Schmerz, Fesseln, Überwältigung zu haben. Aber 1. warum sollte ich, man isst doch auch nicht krampfhaft Vanilleeis, wenn man Stracciatella lieber mag und haben kann.. und woher der Geschmack kommt, erforscht madoch auch nicht ;-)

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