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Emotionslosigkeit

NOamenloosx88 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin etwas ins Grübeln geraten in letzter Zeit und möchte mal Nachfragen ob mein Verhalten noch "normal" ist. Und zwar habe ich von einige Seiten gehört ich wäre kaltherzig, emotionslos und egoistisch.

Ich lege sehr viel Wert auf Materielles, Job, Geld und Ruf. Mir wird Vorgeworfen keine Gefühle (mehr) zu zeigen, wie etwa Mitleid oder Verständnis. In der tat empfinde ich eigentlich kein Mitleid o.ä.

Ich habe letztes Jahr eine sehr gute, wenn nicht sogar die beste Freundschaft verloren und meine Beziehung ist auch in die brüche gegangen. Wenn es jemandem schlecht geht, warum auch immer, ist für mich die Person selbst dran Schuld und ich habe kein Mitgefühl und wenn diese Person dann nichts an ihrer schlechten Situation ändert und weiter jammert denke ich mir das es sie nicht anders verdient, nicht das ich es so wollte aber es ist einfach so.

Meine Ex-Freundin steht beruflich recht schlecht da, Mitgefühl keins, ich habe ihr immer gesagt sie sei selber Schuld wenn sie an der Situation nix ändert. Es kamen da Sprüche wie "es sei nicht so einfach" etc. In meinen Augen kann man alles erreichen wenn man nur will und ich sehe solche Sprüche als billige Ausrede. Und dies ist nur ein Beispiel für meine Reaktion. Selbst meinen wenigen Freunden gegenüber reagiere ich so.

Ich muss sagen ich bin mit mir und meiner Situation sehr glücklich, Beruf, Geld, Ruf, Erfolg alles bestens und das sind eigentlich die Dinge auf die ich Wert lege. Familie, Freunde, Liebe haben bei mir nur ein sehr geringen Stellenwert.

Sicher mag ich meine Freunde und Familie und habe auch ein gutes Verhältnis zu ihnen aber das steht halt irgendwie ziemlich weit hinten.

Und das Thema Liebe naja ich sehe für sowas in meinem Leben keinen Platz, das steht meiner Karriere im weg auf die ich mich jetzt 100%ig konzentriere und die mir momentan am wichtigsten ist.

Ich für mich behaupte ich bin glücklich und ich fühle mich auch so, aber wenn man von mehreren Seiten hört das ich manchmal ein richtiges Arschlochverhalten an den Tag lege, gibt mir das ein wenig zu denken. ":/

Antworten
e!nigumat*ic1l606


Worauf genau willst den hinaus ? ;-) Du beschreibst zwar ziemlich genau deine Situation, was ja sehr löblich ist, wenn man einen Thread startet, aber worüber willst du den weitergehend diskutieren ?

N.amebnlos88


Ich bin etwas ins Grübeln geraten in letzter Zeit und möchte mal Nachfragen ob mein Verhalten noch "normal" ist

Naja da steht eigentlich was ich möchte. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob die anderen recht haben ob so ein Verhalten auf dauer gut ist und ich wirklich irgendein Problem ist oder alles ok ist?

C hiQVuitaa


Das schrieb er ja bereits, er möchte wissen, ob sein Verhalten "normal" ist. Ich finde solange du zufrieden bist, ist das okay. Zwar könnte man dein Verhalten als Egoistich betiteln, vielleicht bist du es auch, aber wenn du mit der Schiene die du fährst glücklich ist, warum was ändern? Ich denke du bist ein ziemlich ergeiziger und direkter Mensch? Die einen kommen mit sowas klar - und die anderen weniger. Du solltest dir nur darüber bewusst sein, dass wenn du nichts ändert, du die Gefahr läufst, dass sich auch noch deine restlichen Leute von dir abwenden, weil se die Schnautze voll haben, so ne Art kann einem schon mal ziemlich auf die Nerven gehen. Entweder bleibst du wie du bist, oder du versuchst ein bischen mehr Interesse an anderen Menschen und deren Erlebnisse zu zeigen, das ist doch nicht so schwer oder !?

Liebe Grüße @:)

NJamenQlous8C8


Danke für deine Antwort ChiQuitaa,

das ist es ja was mich Nachdenken lässt, ich weiß das ich mit meiner Art so ziemlich jeden vergraule. Aber ich kann auch nicht einfach so einen Schalter betätigen und auf Verständnisvoll machen, ich bin manchmal richtig fies, so sagen es zumindest meine Freunde. Ich sehe das als direkt und ehrlich. Warum soll ich etwas schön reden nur damit der andere sich besser fühlt und damit nicht wirklich geholfen wird?

Ja ich habe mir beruflich viele Ziele gesteckt die ich auch erreichen möchte.

Das ganze Thema lässt mich irgendwie ins wanken geraten, hab ich ein Problem, hab ich keines? ???

Ja ich bin glücklich und zufrieden moementan, aber ich weiß nicht ob ich es mit der Tour auch bleibe.

B6luLrrixng


Du stehst nicht allein in der Gesellschaft, auch wenn du dich und dein Glück momentan nur über dich und deine Leistung als Individuum definierst. Natürlich ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich, aber jeder hat eine andere Art, es zu definieren. Für die Vielzahl der Menschen zählen soziale Beziehungen, Solidarität etc. Dass du dies innerhalb der Beispiele die du selbst genannt hast, nicht nachvollziehen kannst, läßt auf eine geringe Empathiefähigkeit schließen.

Du musst dies deine Definition von Glück per se nicht ändern, die Reaktion deiner Umwelt sollet dir aber bewusst machen, dass die Mehrheit der Menschen eben anders gepolt ist.

ich glaube es geht hier nicht darum, was richtig oder empfehlenswert oder falsch ist im normativen Sinne, sondern darum zu erkennen wie und warum du so gepolt bist, wie du bist, um dich darauf im weitesten Sinne zu verstehen wie deine Werte von denen anderer sich unterscheiden und trotz dieer wie auch mmer bedingten Unterschiede ein Miteinander zu erreichen.

N6amednAloxs88


Ich weiß das ich in der Gesellschaft nicht alleine bin und für mich zählt Leistung sehr viel das stimmt. Ich definiere, unbewusst, Menschen über ihren Job. Meine ehemals beste Freundin hatte die Ausbildung abgebrochen und ist jetzt Leiharbeiter und ab da gings Berg ab mit der Freundschaft (das war aber nicht der einzige Grund). Und ich finde sie ist allein dran Schuld und braucht nicht jammern, oder ein anderes Beispiel, ich sehe jemand zb. einen Straßenfeger bei der Stadt und denke mir naja was ein Looser, der hats ja auch zu nix gebracht und das ist bei vielen Jobs so wobei ich jetzt auch kein Managerjob oder sonst was hab, aber ein Job bei einer angesehenen Firma, gut bezahlt und Aufstiegs Möglichkeit.

Ich Urteile nicht über körperlicher oder geistige Arbeit ich sehe was kann draus werden, was kann ich tun um so weit wie möglich zu kommen, und wenn jemand nicht weiterkommt, wird er nichts erreichen.

Ich weiß das ich nicht immer so war, das wurde mir auch schon bestätigt aber ich hab keine Ahnung an was das liegt. Und wenn ichs evtl. ändern könnte würd ichs villeicht ein bisschen tun.

Allein schon das Freunde mir Arroganz vorgeworfen haben hätte mir schon zu denken geben sollen.

1ytox3


Ja. Du bist ein Arschloch und hast damit alle Voraussetzungen ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Mach das Beste daraus.

Willst du wirklich etwas daran ändern und falls ja:Warum?

BMlu3rrinxg


Ja in der Tat......wieso alle vergraulen wenn es auch anders geht?

Es geht ja weniger um Anpassung, oder Veränderung oder "SChönreden", sondern eher darum dass du für dich selbst erkennst und realisierst, WARUM andere Menschen deine Art als schroff etc. empfinden und wahrnehmen, welche Wertsysteme andere Menschen haben, auf welche Art von INteraktion und Zuspruch sie eigentlich angewiesen sind, etc. (Ob du es dann gibst, ist ja eine andere Frage)

Wenn dir dieses basic social understanding gänzlich fehlt, ist das in meinen Augen in mehreren Dimensionen äußerest bedenklich:

Warum respektieren dich deine Freunde nicht und erkennen deine Art nicht als so "gradlinig" wie du sie beschreibst, an?

Normalerweise ernten gradlinige Menschen/offene, ehrliche Menschen auf ihre Art Respekt und Anerkennung.

Und hast du schonmal daran überlegt, wie sich deine mangelnde Empathiefähigkeit auf deine Karriere auswirkt?

Was auch immer deine Aspirationen sind: Wenn es im Entferntesten mit Menschen zu tun hat, ist ein Minimum an Empathie gefragt....

Was meinst du, wieviele Menschen du schon in deinem jetzigen Berufsleben schon "abgeschrofft" hast, die sich bisjetzt NICHT beschwert haben, sondern einfach nur still ihre Schlüsse gezogen haben und in Zukunft eben anders mit dir agieren werden? Dich ausbooten vllt. ? Welche Möglichkeiten dir entgehen?

Du behauptest, dir läge viel am Ruf etc. (als hättest du nichts zu verlieren), aber wenn das so wäre, würden sich ja deine Freunde nicht über dich beschweren.

Deine Wahrnehmung scheint – NO UNRESPECT – etwas verzerrt zu sein ;-) Aber zumindest scheint jetzt ein Stein ins Rollen gekommen zu sein...es ist also nicht alles zu spät ;-)

NVam`enloxs88


Ja ich schrieb ja MOMENTAN bin ich glücklich und zufrieden aber irgendwie hab ich so meine Zweifel ob ich das in Zukunft noch bin wenn ich wirklich irgendwann allein da steh.

Nyamen=los8x8


@ Blurring

Es ist ja nicht so das ich nicht bereit was zu ändern aber sowas ist immer einfacher gesagt als getan. Ein guter Freund sagte zu mir mal ich hätte mich um 180°C gedreht.

Ich war früher alles andere als erfolgreich, ich war in der Schule durschnitt bis schlecht, fand 2 Jahre keine Ausbildung und die, die ich dann hatte war nur so ne helfer Ausbildung. Die einzige Erklärung die ich hätte das ich selber quasi aus dem nichts und mit unheimlichen Problemen es doch zu etwas gebracht habe, mit viel arbeit und deshalb verstehe ich Leute in schweren Situationen nicht die ihren Arsch nicht rumkriegen, und daher meine Meinung man kann alles schaffen.

Der Umgang mit Kollegen ist naja, das was ich als nett und respektvoll bezeichnen würde.

Aber auf privater Ebene, ich weiß nicht. Ich war bis vor einem Jahr nicht so, aber es gab ab und an Phasen in denen ich wirklich 'n Arsch war und das ist mittleweile ein Dauerzustand, laut Aussage von Freunden.

Sicher hege ich sowas wie Empathie, zumindest muss da ja was sein sonst hätte ich ja jetzt keine Freunde mehr. Ich bin grad echt ratlos. :-/

BJlurTri+ng


Naja, die Definition von "Freund" hat doch schon sehr gelitten seit der Existenz Facebooks... ;-)

Wenn sich du dich verändert hast und so gespiegelt bekommst, dann erkenne doch erstmal an, dass es in der Tat ein Problem ist und dass die Ursachen für diese Art und Gedanken tief in dir liegen. Warum hast du dir diesen "Mechanismus" der "Arroganz", des Nicht-Verstehen-Wollens angewöhnt, wie hast du zuvor reagiert und wohin hat dich das geführt in deinen Beziehungen, wovor hast du eigentlich Angst im Leben oder was verdrängst du sind vllt. Fragen die dir stellen kannst, um Ursachenforschung zu betreiben.

Kxleine9wa!ldfee


Ich denke nicht das du ein Problem hast, wenn das erst seit einem Jah´r so ist. Ich denke eher deine jetzigen Freunde und Bekannte sind nicht mehr das für dich geeignete Umfeld. Du bist äußerst zielstrebig und kämpferisch und setzt diese Eigenschaften nun auch bei anderen vorraus. Vielleicht solltest du dich einfach mal anderswo umschauen was deine Freundschaften angeht. Wie ist es denn wenn jemandem die Nahe stehendem etwas passiert? Wie reagierst du da? Du brauchst dir keine Gedanken zu machen, wenn deinen mangelhafte Empathie hauptsächliche auf fremde oder dir nicht so nahe stehenden Personen zutrifft. und du bist auch nicht der einzige, der den Job und Geld über alles stellt, das ist nicht dramatisch, nur sollte sich das nicht dein komplettes Leben so durch ziehen. Vielleicht sind andere einfach nur unsicher dir gegenüber und behaupten deshalb das di so bist wie du angeblich bist. Vielleicht spielt auch Neid eine nicht ganz unwesentliche Rolle.

e-nigmhatic16x06


@ TE

Okay, sorry für meinen ersten Beitrag, ich hab deine Frage wohl schlichtweg überlesen.

So, nun zu des Pudels Kern ;-)

Eigentlich könnte ich da ziemlich viel zu schreiben, aber es ist schon spät, darum mal quasi "in a nutshell". Auch wenn ich für mich komplett Prioritäten setze, als du dass zu scheinst und ich dich im ersten Moment tatsächlich für emotionslos gehalten habe, drängt sich mir beim zweiten Überlegen die Frage auf: Ungeachtet aller Vorgänge in deinem Leben, egal wie viel "Freunde" dir den Rücken kehren – Wie emotionslos kann jemand sein, wenn er sich Gedanken darüber macht, ob er emotionslos ist ? :)*

NSamgenlosG88


Naja wenn ich von Freunden rede, dann kenne ich die wirklich Persönlich und schon über Jahre hinweg ;-)

Hm einen genauen Zeitpunkt oder Ereignis wüsste ich nicht, irgendwie kam das so "schleichend".

Wenn ich mich an früher erinnere, ich konnte eigentlich gut Zuhören und bei Problemen helfen und war für Freunde da.

Das ganze hat sich gedreht, ich gehe meistens nach dem "Ellenbogen Prinzip" vor, ohne wirklich darüber nach zu denken. Denke zuerst an mich, analysiere die Situation, suche meinen Vorteil darin und wenn es nichts bringt lass ich es von vornherein.

In einem anderen Thread hab ich mal mein ganzen Frust abgelassen, die einzig wirklichen Probleme die ich hatte waren in meiner Jugend die begannen als ich etwa 15 war. Aber verdrängen tu ich nichts für mich ist das Kapitel abgeschlossen und wie gesagt ist das ja erst seit etwa einem Jahr so +- ein paar Monate.

Ich sehe mich immer nur so: "Was kann ich tun um weiter zu kommen, besser zu werden, mehr zu kriegen?"

Der Rest, also zwischenmenschliches bleibt auf der Strecke.

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