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Beziehung mit einem Borderliner

Garottixg


Deine Therapeutin vermutet es – laut Deinen Erzählungen (die ja zwangsläufig einseitig sind)....das kann man ebenfalls nicht annähernd mit einer Diagnose gleichsetzen. Ich verstehe auch ehrlich gesagt solche Therapeuten nicht....aber andere Baustelle.

Genau das habe ich auch gedacht. Wusste nur nicht, wie ich es auf den Punkt bringen soll. Ich finde es ein Unding, wenn ein Therapeut über Hören sagen so etwas in den Raum wirft, sehr unprofessionell.

CQindVerelxla68


@ loona216

er ist Borderliner

- und Borderliner sind so und so drauf.

Das ist aber schlicht und einfach falsch. Es gibt nicht "den" Borderliner. Es gibt auch hier bestimmte Eckpfeiler die herausstechen, wobei es wiederum bei Borderline da so Einige gibt, die nicht allesamt auf Jeden zutreffen müssen. Und das Zusammenspiel diverser Eckdaten UND der sonstigen Persönlichkeit der Person macht dann den Menschen gesamt aus.

Da gebe ich Isabell absolut recht! :)^

Und hinzufügen würd ich gern noch: Alle Verhaltensweisen, die du beschrieben hast, können ebenso "Nicht-Borderliner" zeigen. Chaotische Beziehungen sind kein alleiniges "Qualitätsmerkmal" von Borderline-gestörten. Da gibts eine breite Palette der Möglichkeiten – und nicht zuletzt ist das, was in einer Beziehung geschieht, immer das Ergebnis einer Interaktion zwischen zwei Menschen.

Mir scheint es ein bisschen so, als wäre diese Störung (die es ja nun wesentlich länger gibt als ihre Klassifikation) in den letzten Jahren zur Modediagnose avanciert, die viel zu oft verteilt wird. Und beim Beziehungspartner mit einer Mischung aus Grusel und Faszination betrachtet wird.

Darüber hinaus bringt es dem Beziehungspartner auch einige Erleichterung. Diese Diagnose wird viel zu oft dazu missbraucht, dem anderen in einer gegenseitigen Verstricktheit den schwarzen (oder soll ich sagen "kranken"?) Peter zuzuschieben und eigene Abhängigkeitsgefühle (bei denen man zur Lösung auch mal bei sich selbst ansetzen sollte) lediglich als Resultat der Interaktion mit einem "kranken" Partner anzusehen .....

Aber halt – er hat ja gar keine qualifizierte Diagnose bekommen, sondern nur eine vage Vermutung einer außenstehenden dritten Person ... kann man also getrost in die Tonne treten. Was bleibt also übrig, wenn du davon ablässt, ihn zu pathologisieren?

l2urc/hexlla


Ich finde ja auch, das es egal ist, was der Freund der TE hat. Oder ob er wirklich krank ist, mit Diagnose. Letztendlich ist nur wichtig, was sein Verhalten mit ihr macht und wie stark sie darunter leidet. Sie sollte da bei sich bleiben.

lKoona*216


worum geht es hier eigentlich?

Um einen Austausch von Erfahrungen und nicht um richtig und falsch denken oder?

Ich habe niemanden kritisiert und es liegt mir fern das aus diesem oder jenem Grund zu tun!

Habe hier keine Thesen aufgestellt und würde es auch nicht tun! Es ging hier um einen Verdacht und Erfahrungen damit. Ich bin nicht geistesabwesend und lasse mich auf Ferndiagnosen ein oder auf Vermutungen meiner Therapeutin. Fakt ist, die Beziehung ist problematisch und er (als auch ich) hat eine bewegte Vergangenheit. Mir ist schon klar, dass nicht jede "problematische" Beziehung etwas mit Krankheiten zu tun hat. Ich hatte erwähnt, dass seine Ex unter dieser Krankheit litt und er sich für Sie zerissen hat. Ich halte es nicht für abwägig, dass er selbst einige Symptome übernommen hat, weil er diese Verhaltensmuster "gelernt" hat! Ich bewerte das nicht, auch wenn das bei manchen hier so angekommen sein mag. Es interessiert mich sehr wohl, warum er sich so und so verhält und ich zerbreche mir bei weitem genug den Kopf darüber was ich tun kann.

I+sabexll


Cindarella

:)^ :)^

Mir scheint es ein bisschen so, als wäre diese Störung (die es ja nun wesentlich länger gibt als ihre Klassifikation) in den letzten Jahren zur Modediagnose avanciert, die viel zu oft verteilt wird. Und beim Beziehungspartner mit einer Mischung aus Grusel und Faszination betrachtet wird.

Alleine hier im Forum liest man solche Beiträge wie diesen hier grade die letzten Jahre so oft.

Darüber hinaus bringt es dem Beziehungspartner auch einige Erleichterung. Diese Diagnose wird viel zu oft dazu missbraucht, dem anderen in einer gegenseitigen Verstricktheit den schwarzen (oder soll ich sagen "kranken"?) Peter zuzuschieben und eigene Abhängigkeitsgefühle (bei denen man zur Lösung auch mal bei sich selbst ansetzen sollte) lediglich als Resultat der Interaktion mit einem "kranken" Partner anzusehen .....

Es kann natürlich auch wiederum schon am Anderen liegen, bzw. an einem Verhaltensmuster welches er nicht ändern will oder kann, dass eine Beziehung nicht möglich ist. Nur sollte man dann eben seine Konsequenzen ziehen – kann ich damit oder kann ich nicht damit, und nicht versuchen sein Verhaltensmuster auf sich selbst zu übertragen, sprich zu versuchen es für sich selbst bei ihm zu ändern.

Andererseits hast Du auch recht, dass es wiederum Leute gibt, die "gerne" dem Anderen eine Krankheit/Störung anlasten, da es einfacher scheint, anstatt bei sich selbst, bzw. der gemeinsamen Interaktion zu schauen.

I'sabxell


loona

Es interessiert mich sehr wohl, warum er sich so und so verhält und ich zerbreche mir bei weitem genug den Kopf darüber was ich tun kann.

Das wissen wir doch. Gerade das ist es ja, was zumindest ich hier anbringe: Was bringt es Dir zu wissen, massiv zu versuchen rauszubekommen, warum er so ist wie er ist?

Es ist etwas völlig Anderes wenn ER von sich aus auf Dich zugeht und mit Dir offen darüber spricht mit was er Probleme hat, warum, wieso, weshalb und ihr gemeinsam einen Kompromis findet.

Aber das tut er nicht und Du versuchst genau das im Alleingang. Wie soll das funktionieren wenn er nicht "mitspielt"?

Und was bringt es Dir für Dich die Gründe zu kennen, wenn es Dir weiterhin an die Substanz geht, wieso glaubst Du, dass es dann leichter wäre?

Ohne seine Mithilfe, seine Mitarbeit ist das ein Fass ohne Boden....

IVsabaell


loona

Sorry, mein vorletzter Beitrag war nicht an Dich oder über Dich, das war allgemeingehalten, bitte nicht mißverstehen @:)

skchne@ckKe10985


In einem Borderliner herrscht Chaos. Er will es jedem und allen recht machen und stösst, aus seiner Vergangenheit an Grenzen. Die Vergangenheit haben ihm Menschen zugefügt ohne sich je Gedanke gemacht zu haben, was sie dem Menschen da antun. Klar ist das keine Entschuldigung, aber macht ihr einem gehbehinderten Menschen einen Vorwurf, wenn er mit dem Rollstuhl vor euch im Supermarkt fährt und ihr aufgehalten werdet? Das käme jedem absurd vor. Ein Borderliner ist behindert, seelisch behindert, seelisch verkrüppelt und keiner fragt danach.

Liebe snowwitch, danke für diese Passage. Ich hätte es niemals so gut ausdrücken können. Ist OT, aber wenn ein neuer Missbrauchsfall publik wird, dann ist die Öffentlichkeit empört und schreit nach Rache. Wenn dann ein seelisch schwer gestörter Mensch heranwächst, dann ist er plötzlich damit konfrontiert, dass keiner mehr Verständnis für die oft grausame Vergangenheit dieser Person aufbringt. Die ist dann "Borderliner" mit einem ganzen Schwanz an Vorurteilen. Das kotzt mich oft so an.

@ Topic

Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Nicht nur der Borderliner, sondern auch die Menschen in seinem Umfeld. Die können sich oft auch nicht abgrenzen, sondern lassen sich auf Spielchen in Beziehungen ein. Es sind an einer unglücklichen Beziehungskonstellation also immer durchaus zwei Menschen beteiligt. Der eine, der macht, der andere, der machen lässt.

l1oon aP216


Liebe Isabell,

es fällt mir schwer einzugestehen, dass ich scheinbar deutlich mehr gebe als er.

Vielleicht suche ich eine Rechtfertigung nicht zu gehen und veruche deshalb wie blöd herauszufinden warum er dies oder jenes tut oder auch nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich Angst zu gehen weil ich a) ihn sehr lieb hab, aber b) mich auch total alleine fühle. Und das muss ich auf meine eigene Kappe schreiben.

IFsabrell


loona

Ich kann Dich absolut verstehen @:)

Ich war jahrelang mit einem Menschen zusammen, der eindeutig auch eine emotionale Störung hatte, die ein Verhaltensmuster ergab mit welchem man einfach nicht auskommen konnte (das stellte sich durch Gespräche mit seiner Ex UND seiner Next heraus, die Beide auf MICH zukamen und sie erzählten mir Situationen die 1:1 bei uns auch vorkamen).

Auch ich hatte mich sehr in ihn verliebt, bis er sich nach ca. eine halben Jahr anfing nach und nach merklich zu verändern. Und ich wollte nicht "zu schnell" aufgeben, versuche ALLES um einen Weg zu finden.

Und von daher weiß ich eben heute, dass es nichts bringt diesen Weg alleine zu suchen, solange der Partner nicht mitzieht, hat es einfach keinen Sinn....denn ER muß sein Muster durchbrechen wollen.

Hwellaxs


hei leute ich will nimanden zu nahe kommen, aber wie ist den so ein borderline person? was unterscheidet ihn oder sie? mich nimmt das wunder, weil ich halt im moment an depressionen leide und viel grüble und das gefühl habe auch an borderline zu erkrannkenoder es gar schon bin :-|

kurz zu mir bin 25 jahre alt und arbeite in einem lager, ich hatte schon ein par beziehungen 4 insgesammt und lernte auch oft frauen kennen, aber meine beziehungen war immer nur kurz, es klappte nie richtig, nicht das ich böse bin, meine ex freundinen meinten ich sei so kalt, uninteresiert, zeige nichtso das ich sie liebe, halt wie ein kumpel bin und nicht wie ein freund, darum frage ich könnte es sein das ich borderline hab, ich weiss das das mir keiner hier ne richtige diagnose geben kann, aber trozdem wäre ich froh wen ihr mir helfen könnt,

mit freundlichen grüssen hellas

ICsabUelxl


Hallo Hellas,

wie ich sehe, hast Du schon einen eigenen Faden dazu eröffnet – hier geht es um eine bestimmte Beziehung (zwischen loona und ihrem Freund) auf welches sich die Beiträge auch beziehen sollten. :)*

Hmelnlxas


ja tut mir leid, dachte hier gibts viele di sich auskennen, und mir eventuell helfen könnten. ":/

l+oon/aY216


Danke Isabell @:)

Ich weis, es liegt nicht nur an ihm. Ich bin ja selber nicht vollkommen, wer ist das schon. Ich weis gar nicht recht was ich will. Bin selber total hin und her gerissen. Ich will ihn, ihm alles geben. Aber meine Erwartungen sind vielleicht zu hoch. Ich habe auch die ein oder andere Beziehung hinter mir. Natürlich weis ich ich, wenn es nicht geht, geht es nicht, wo immer auch der Grund dafür liegt. Nachwievor, halte ich daran fest. Vielleicht bin ich zu sehr verliebt oder auch abhängig von den vielen positiven Eigenschaften. Doof ???

Im Moment bin ich selbst so durcheinander, es ist grausam.

Ich versuche gleich ein wenig Schlaf zu finden und mich zu erholen. Ihr seid toll! Danke das mir jemand zuhört. :)* @:)

Ahzucenxa1


Hallo loona216,

jetzt werde ich dir ähnliches sagen, was du hier schon im Thread gelesen hast. Mich wundert es wie deine Therapeutin das so sagen kann ohne deinen Partner auch nur ein einziges Mal gesehen zu haben. Ich selber habe BPS und es hat mehrere Jahre gedauert bis ich die Diagnose bekommen habe. Man kann es nicht diagnostizieren ohne den Patienten gesehen zu haben.

Es gibt viele psychische Erkrankungen, es kann sein, dass es was ganz anderes ist. ;-)

Ich bin in einem Borderline Selbsthilfeforum seit längerem angemeldet und ich möchte dir gerne den Link geben. Melde dich doch einfach auch mal an. Dort sind auch Angehörige unterwegs. Du kannst dann dort einen besseren Einblick in die Erkrankung bekommen.

Schau hier, [[http://borderline-online.info/]] komm einfach mal vorbei. :)*

LG, Azu

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