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Beziehung mit einem Borderliner

lioon;a2x16


Danke Azucena :-)

s4n)owwiotjch


@ schnecke1985 gern geschehen @:)

mich ärger es auch, dass "gesunde" Menschen über einen Borderliner so urteilen. Ich verstehe euch, es ist enorm schwierig mit einem kranken Menschen. Aber wie oben jemand geschrieben hat, ich denke, dass das auch oft als "schwarzer Peter" benutzt wird, damit man selbst aus dem Schneider ist. Der andere ist Schuld, der hat ja Borderline.

Das grösste Problem, dass Borderliner meiner Meinung nach haben, ist dass sie aus einem gelernten Verhaltensmuster heraus immer und immer wieder an Menschen geraten die sie für ihre Zwecke missbrauchen. Denn die meisten Borderlinder sind Missbrauchsopfer. Sie kennen sich nur in der Opferrolle aus, das haben sie gelernt. Und viele Menschen, mit etwas Einfühlungsvermögen erkennen das und drücken die richtigen Knöpfe. Der Borderliner selbst ist ist in der Regel ebenfalls sehr sensibel und merkt irgendwann, dass er missbraucht wird, auf welche Art auch immer. Er weiß, es ist falsch, dass man das mit ihm macht, kann aber nicht raus, weil er es nicht anders kennt. Vielleicht denkt ihr dann auch mal über euer Verhalten nach! Gibts nicht irgend einen Punkt an dem ihr den tatsächlichen oder angeblichen Borderliner zu euren Zwecken benutzt ??? Und sei es nur, damit ihr leiden könnt ??? Wie oben auch schon geschrieben, zu Beziehungsproblemen gehören immer 2 Personen. Einer ist es nie alleine, auch nicht in einer Beziehung mit einem Borderliner

s*no`wwitxch


Was mir auch noch einfällt. Hier sind doch auch einige, die geschädigt durch eine Beziehung mit Borderlinern sind.

Mal angenommen, euer Partner hat Krebs. Er muss operiert werden und zur Chemo, was würdet ihr tun? Würdet ihr mit dem Parnter zum Arzt gehen und euch informieren und beraten lassen, wie ihr mit den Folgeerscheinungen der Erkrankung umgeht ??? Ich denke mal ja! Wart ihr mal mit eurem Borderliner Partner beim Arzt und habt darüber gesprochen ??? Oder beim Therapeuten ???

Egal welche psychische Erkrankung, sie ist auch heute in der aufgeklärten Zeit immer noch negativ behaftet. Frei nach dem Motto, der jenige will ja so sein!

Und wie Schnecke schon schreibt. Wenn irgendwo jemand missbraucht wird, dann sind alle aufgebracht und wütend über den Täter, aber wer fragt nach dem Opfer ??? Nach den vielen Opfern die es noch aus Zeiten gibt, als das nicht in die Presse kam, sich keiner drum kümmerte und die dennoch damit leben müssen?

s(chnecRke1x985


Denn die meisten Borderlinder sind Missbrauchsopfer. Sie kennen sich nur in der Opferrolle aus, das haben sie gelernt. Und viele Menschen, mit etwas Einfühlungsvermögen erkennen das und drücken die richtigen Knöpfe. Der Borderliner selbst ist ist in der Regel ebenfalls sehr sensibel und merkt irgendwann, dass er missbraucht wird, auf welche Art auch immer.

Ich würde nicht soweit gehen zu sagen, dass ein (erwachsener) Borderliner missbraucht wird – vielleicht, weil ich die Worte Schuld und Opfer nicht so gerne in den Mund nehme. Ich denke eher, dass das auf einer nonverbalen emotionalen Ebene sehr viel mitspielt – das Problem bei Borderlinern ist ja oft, dass sie gelernt haben "Wenn ich überleben / gemocht werden will, dann muss ich mich anpassen". So manövriert er sich in eine Beziehung, die er eigentlich nicht aushalten kann und immer wieder zu Konflikten mit seinem eigenen Ich stehen – was sich dann natürlich auch auf den Partner entlädt.

Von der anderen Seite aus gesehen gibt es eben Menschen, die gerade von der Emotionalität eines Borderliners angezogen werden. Ich hab oft gelesen, dass sich Partner gerne auf die emotionalen Höhenflüge (ja, es gibt auch ganz intensive positive Gefühle, Liebe z.B.) mitnehmen lassen, die ebenso vorhandenen extrem negativen Gefühle des Borderliners aber nicht verkraften. In der Regel laufen dann Beziehungen so ab, wie es die TE beschrieben hat: Es entsteht eine Art Co-Abhängigkeit, weil der Partner sich nicht abgrenzen kann. Er leidet mit, er macht das Problem des Partners zum eigenen Problem, kann nicht konsequent sein. Eben, weil er die extrem stark empfundenen positiven Gefühle (wenn sie denn da sind) selbst erleben will.

Wichtig finde ich in dem Zusammenhang das Phänomen des "Spiegelns" zu erwähnen. Borderliner übertragen gerne ihre eigenen Gefühle auf andere Menschen (z.B. es geht mir schlecht – der Partner soll ebenso empfinden / ich finde xy schlecht – Partner soll zustimmen). Wer selbst kein kongruentes Selbstbild hat, der kann auch keine emotionale Kongruenz zeigen.

Jetzt mal ganz verallgemeinernd gesprochen.

s2nowwi:txch


Aber ist das nicht auch ein Missbrauch ??? Die Höhenflüge mitnehmen wollen, aber die Abstürze nicht? Klar, es kommt schon drauf an, wie diese Abstürze sind. Aber wie du schon sagst, dann muss man sich abgrenzen können, das ist aber überall in Beziehungen so.

Dann könnte man auch eine Person kennen lernen mit viel Geld und solange sie Geld hat, bleibt man dort und wenn es weg ist geht man ]:D

I4sa"bexll


snowwitch

Vorsicht ;-) – Du driftest in den "Schwarz-Weiß" – Bereich ab.... :-/

Und Du tust das, was nicht sein sollte: Du stellst "Borderliner" als Opfer dar.

Damit meine ich nicht, dass er nicht vielleicht mal ein Opfer war – aber er sollte es innerhalb der jetzigen Beziehung nicht sein. Bzw. der jetzige Partner ist nicht der Täter!

Es gilt auch für einen Borderliner und ich weiß, dass auch ein Borderliner in der Lage ist zu erkennen, wer sein Täter war und wann er das Opfer war.

Du schreibst selbst, dass sich der Partner nicht in die Rolle begeben sollte, den Borderline-Partner als Entschuldigung zu nehmen – umgekehrt sollte sich aber auch der Borderliner nicht zum Opfer eines Menschen machen der eben nicht der Täter ist.

s:chneOcke1x985


Aber ist das nicht auch ein Missbrauch ??? Die Höhenflüge mitnehmen wollen, aber die Abstürze nicht?

Ich glaube, das ist kein Missbrauch, sondern einfach menschlich. Wer will nicht die leckere Torte essen, ohne nachher das Geschirr spülen zu müssen? ;-)

Außerdem ist es den meisten wahrscheinlich nicht bewusst, dass diese Höhenflüge eigentlich "unecht" sind, weil sie aus einer Krankheit resultieren. Man kann einen Menschen nicht zwingen, diese Krankheit zu akzeptieren, aber das ist mit allen Eigenarten und Krankheiten so. Dann hat man eben Pech und bleibt Single.

s}chn<ecke=1985


Vorsicht [;-)] – Du driftest in den "Schwarz-Weiß" – Bereich ab....

Das passiert mir hier im Forum auch immer wieder |-o

l%ooDna5216


Eine kurze Geschichte von heute morgen.

Mein Fahrzeug wurde neulich übelst zugerichtet, Täter nicht bekannt bzw nicht nachweisbar.

Was passiert nun? Ich bekomme Vorwürfe das schlimme Dinge immer nur passieren wenn ich da bin. Ergo, ich bin das böse.

Er möchte kein Kontakt mehr, nie mehr. Denn ich bin krank, total unberechenbar und verarsche ihn nur. Was ist nun richtig?

Ich rechtfertigte mich und sagte das SMS Mist sind weil man sich leicht missversteht, ich habe nie verarscht und werde es auch nicht tun. Reaktion natürlich keine.

Hätte ich nichts gesagt wär ich genauso böse, da mit das wohl nicht wichtig genug sei.

Schöner Tag, och könnte brechen und heulen zugleich

ldoon6a216


Was mache ich jetzt ":/ auf der einen Seite sollte ich es vielleicht nicht überbewerten, denn so Aussagen wie, ich breche den Kontakt ab, komm nie wieder zurück kenne ich schon.

Soll ich das nicht ernstnehmen? Eigentlich sollte ich es nicht, denn die Erfahrung hat mich gelehrt, er kommt eh wieder. Trotzdem spüre ich Angst in mir? Ist es diesmal doch ernst gemeint? Scheiss Spiel! Er hat noch eine andere "vertraute", fluchtet sich immer dahin wenn ich "böse" bin, obwohl sie ihn lt seiner Aussage nicht gut behandelt.

Aber wahrscheinlich erzählt er ihr das gleiche wie mir. Vielleicht ist er ganz einfach auch "nur" ein richtig mieses Charakterschwein :°(

hxaqg-tysxja


loona:

du bist in einer abhängigkeit zu ihm. berede das bitte mit deiner therapeutin. du willst ihn nicht gehen lassen und würdest derzeit auch nicht, auch wenn er dich grad so behandelt.

ihn kannst du nicht dazu zwingen, etwas ändern zu wollen, aber du solltest es dir wert sein, selbst eine änderung herbei zu führen.

gesund wäre, das beenden jetzt durchzuführen. ob du das tun willst oder noch ein bisschen mitschwimmen willst auf dieser welle, musst du ganz alleine wissen. kannst du noch?

snowwitch:

Mal angenommen, euer Partner hat Krebs. Er muss operiert werden und zur Chemo, was würdet ihr tun? Würdet ihr mit dem Parnter zum Arzt gehen und euch informieren und beraten lassen, wie ihr mit den Folgeerscheinungen der Erkrankung umgeht Ich denke mal ja! Wart ihr mal mit eurem Borderliner Partner beim Arzt und habt darüber gesprochen Oder beim Therapeuten

ja, na sicher! alles andere wäre so destruktiv, dass es für beide kein gutes ende nähme.

ich kann nur für mich sprechen. wir waren oft beim therapeuten, um über jenes und solches zu reden. machte sich gut, denn die patienten-therapeuten-beziehung war in meinem fall wie aus dem diagnose-buch, also war der therapeutin 99% der fälle ein gott und nur, wenn er kritik übte die teufel in person ;-)

klar ist: die diagnose wird viel zu häufig gestellt, wie genau sich diese persönlichkeitsstörung entwickelt ist bis heute unklar und sie ist schwer zu diagnostizieren, da sie chamäleon-farben ist.

und völlig egal, ob bei loonas freund nun diese störung vorliegt oder nicht. sie steht in einer ungesunden abhängigkeit zu ihm, der sie sich bewusst ist, die sie aber nicht ablegen kann. also gilt sie jetzt grad als "opfer" und sucht vermutlich grad nach einem antrieb.

lCoonax216


Ja, das Thema Abhängigkeit werde ich mit ihr definitiv besprechen.

Ob ich noch kann? Ich kann immer noch ein bisschen, wie lange weis ich nicht.

Ich mag diese Ungerechtigkeit nicht, wenn ich wirklich etwas schlimmes getan hätte, könnt ich mir den Schuh anziehen. So ist es einfach nur ungerecht und schwer damit umzugehen.

Und zu der Frage wenn jemand Krebs hat und ob man ihn begleitet.

Selbstverständlich! Und selbstverständlich würde ich auch mit ihm nach Möglichkeiten zur Therapie suchen und auch begleiten. Das ist überhaupt keine Frage!

Aber er will ja nicht. Und ich kann nicht aufhören zu hoffen auf die nächste gute Phase, weil ich abhängig bin! Ich hasse mich dafür.

IAs)abe\ll


loona

Erst mal stimme ich hag-tysia zu. :)^

Ob ich noch kann? Ich kann immer noch ein bisschen, wie lange weis ich nicht.

Das war es ja was ich meinte: Es ist völlig egal warum er ist wie er ist – wichtig ist alleine, ob Du damit umgehen kannst oder nicht. Und Du kannst es nicht. Das ist völlig verständlich (im Übrigen erinnert mich Deine Geschichte mit dem Auto sehr an meinen Ex – ich war auch an allem schuld, sogar am Wetter...-"Siehst Du, ich wollte ja gestern spazierengehen, da wolltest Du nicht und jetzt regenet es, toll hast Du das gemacht!").

Und ich kann nicht aufhören zu hoffen auf die nächste gute Phase, weil ich abhängig bin! Ich hasse mich dafür.

Nein, hasse Dich nicht, dazu besteht überhaupt kein Anlass :)* @:) .

Versuche rauszufinden warum Du es bist, bzw. finde einen Weg aus der Abhängigkeit heraus.

Und nochmal: egal WAS er hat, wo die Ursachen liegen – solange er nicht mal ansatzweise etwas ändern will, wird sich da nichts ändern.

lzoonax216


Du hast schon recht. In erster Linie ist es mal egal was oder ob er was hat. Fakt ist, es tut mir nicht gut. Aber es lässt mich aufs tiefste verzweifeln, dass ich wieder nichts anderes im Kopf habe, als darauf zu hoffen dass er in 2wo wieder ankommt, Schatz ich hab mich schon wieder so getäuscht. :°( ich habe gelernt wunderbar Kräfte zu mobilisieren, diese Zeit auszuhalten.

Auf der anderen Seite sehe ich ganz versteckt die Chance zum gehen weil er mich ablehnt bzw es fordert. Ich von alleine habe nicht die Kraft zu gehen, da ist es besser wenn er mich dazu zwingt. Es vergehen dann wieder 1,2 Monate und ich stabilisiere mich. Das kenne ich schon.

Dann fange ich wieder an, etwas mit anderen zu Unternehmen, regelmäßig zu essen, auf mich acht zu geben. Und immer dann wenn ich wieder ganz gut gefestigt bin, Suche ich den Kontakt, der bisher auch erwidert wurde. Ich weis damit muss ich aufhören um meine Seele und Körper zu schützen. Heute ist wieder so ein Tag, da kann ich gar nicht aufstehen. Ich hasse diese schwäche und das selbstbemitleiden zu tiefst! Fühle mich im Moment mir selbst ausgeliefert.

Iiskabelxl


loona

Ich kann das so supergut verstehen, mir ging es damals fast genauso. Also vom Gemütszustand her. Es lähmt einfach nur. :°_ :°_

Vor allem versteht man sich selbst nicht, warum man sich sowas überhaupt antut? Denn man weiß ja, dass man das nicht verdient hat ..... und das ist der Kern der Verzweiflung: Warum tue ich das??

Bei mir war es damals so, dass es meine dritte längere Beziehung war. Aus den ersten Beiden hatte ich jeweils ein Kind und ich dachte, ich kann doch nicht schon wieder scheitern/aufgeben! Es muß doch einen Weg geben, es muß, es muß, es muß einfach!

Und immer wieder gab es dann diese "Vorfälle/Austicker" seinerseits.....aber dann war er wieder "lieb" und ich konnte ausruhen in diesen Phasen, sozusagen Kraft sammeln, für die nächste "schlimme Phase". Aber irgendwann klappt es nicht mehr, irgendwann hast Du keine Kraft mehr, da ist Dein Füllhorn einfach leer.....lasse es nicht so weit kommen. :)* :)* :)_

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