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Cipralex: Ersteinnahme von Ssri

s(ad-scatV84 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß, dass es zu dem Thema Cipralex schon diverse Treads existieren. Aber irgendwie finde ich nicht genau die Antworten die ich brauche und ehrlich gesagt bin ich auch gerade zu erschöpft um weiter suchen zu können.

Seit heute nehme ich Cipralex. Es ist mein erster Kontakt mit SSRI's oder überhaupt mit einer Behandlung. Habe Syptome einer Sozial Phobie und auch Nervositätsstörung, evtl. leichtes Burn-Out Syndrom. Bin also noch in der Anfangsdosis von 5 mg und muss sagen, dass der heutige Tag einfach der Horror war. Ich bin sonst ein wirklich quick-lebendiger Typ Mensch ... aber heute war ich einfach nur benommen und super abgeschlagen. Beim Reden viel es mir total schwer, die Zähne überhaupt auseinander zu kriegen. Auch das Denken viel mir sehr schwer. Da ich nicht krank geschrieben bin, war jeglicher Kontakt mit Kollegen oder auch Publikum eine Qual – wobei ich mich aufs äußerste zusammen reißen musste überhaupt "normal" zu wirken.

Weiterhin hatte ich leichte Sehstörungen oder auch Probleme mich mit Menschen zu unterhalten, mit denen ich sonst jeden Tag spreche. Es kamen leichte Angstzustände hierbei auf. Zudem ist mir kalt, ich friere – mein Kopf ist aber super heiss. Fieber hab ich nicht, aber Temperaturen um die 37 ° ...

... meine Frage ist nun, ist das normal? und vorallem – geht das wieder weg? Ist das nur am Anfang so schilmm? Wenn ich das Medikament nun wirklich über Monate hinweg nehmen muss, kann ich mir nicht vorstellen die ganze Zeit in so einem Zustand zu leben. Ich bin einfach fertig mit der Welt gerade...

Wäre für Hilfe wirklich sehr sehr dankbar

LG

Antworten
Z7wOackx44


Wenn Du den BPZ liest, lernst Du, dass die unerwünschten NW nach einer Anfangsphase verschwinden können, aber nicht müssen, d.h. es wäre ratsam, die erste Zeit durchzustehen und nicht auf die Zukunft zu extrapolieren. Das Problem Deiner Anfangsdosis ist, dass sie unterhalb der niedrigsten wirksamen Dosis liegt. Du weißt sicher, dass die AD-Wirkung meist mit Verzögerung einsetzt, aber das natürlich nur, wenn man eine wirksame Dosis nimmt. Das Einschleichen hat lediglich den Zweck, den Körper an das AD zu gewöhnen und NW möglichst zu vermeiden. Mein Rat: Zähne zusammenbeißen und möglichst bald Dosis erhöhen – natürlich unter Anleitung des behandelnden Arztes.

spad-cuat84


Hallo,

ersteinmal danke für die Antwort :)

Es ist nicht so, als das ich nicht schon den Beipackzettel gelesen habe... nur dort werden die Nebenwirkungen so allgemein gehalten – ich hätte gerne ein paar Erfahrungsberichte, über die Dauer bis zum Abklingen der NW's ... auch wenn diese nicht 1:1 auf mich übertragbar sind, so machen sie mir vllt. Mut – das Medikament nicht doch vorzeitig wieder abzusetzen.

Mir graut es vor dem morgigen Tag und ich hoffe, dass nach Einnahme der Mist nicht wieder von vorne anfängt.

Da ich nicht an dauernden Symptomen meiner Krankheit leide – sondern diese nur in speziellen Situation auftreten – bin ich wirklich am abwägen, was besser ist: Solche Situationen auf Dauer einfach zu meiden, oder diese Tortur momentan durchzustehen.

Ausserdem würde ich gerne wissen, ob diese (für mich) starken Nebenwirkungen vllt. ein Anzeichen dafür sind, dass ich das Medikament nicht vertrage unnd vllt. dann doch auf ein anderes umsteige – jetzt noch am Anfang... Weil eigentlich hab ich schon des Öfteren gelesen, dass es sich eigentlich um ein eigentlich ziemlich NW-freies Medikament handeln sollt – was ich gerade nicht wirklch bestätigen kann.

Danke nochmal :)

d<es1tinyx25


Hallo,

Ich stand vor ähnlichen Problemen was Medikamente angeht. Antidepressiva sind ein zweischneidiges Schwert. Dem einen helfen sie, dem anderen nicht. Einige lieben sie, andere schicken sie in die Wüste. Generell haben diese Medikamente NW. Diese klingen aber i.d.R. nach einigen Tagen ab. Selbst nach dieser Zeit ist nicht garantiert, dass es so wirkt, wie gewünscht. Die meisten brauchen aber 2-3 Wochen bevor ein eventuell positiver Effekt warzunehmen ist. Auch muss man viele Medikamente am Ende der Behandlung ausschleichen. Das heißt, schrittweise Reduzierung der Dosis. Antidepressiva machen an sich nicht abhängig aber es können Entzugssymptome auftreten, da sich der Körper an das Medi gewöhnt hat.

Ich habe selbst 2 Antidepressiva verschrieben bekommen. Einmal ein älteres mit vielen NW, Dopexin und einmal ein SSRI, Citalopram. Beide habe ich nicht genommen, weil ich einfach keine Veranlassung dazu sah.

Ich leide an einer Angststörung, möchte diese aber ohne medikamentöse Hilfe "besiegen". Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, Symptome durch Medikamente zu unterdrücken wenn diese nicht allzustark ausgeprägt sind. Ich möchte meine Probleme und Ängste angehen, nicht unterdrücken.

Vielleicht hilft dir das bisschen weiter. Das ganze ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich, deshalb kann ich nur meine Gedanken schreiben.

Alles Gute.

Z9wa ck44


Hallo sad-cat84, aus der Ferne ist natürlich nicht festzustellen, ob Du in die Gruppe derjenigen gehörst, die ein AD unbedingt brauchen, oder ob Du besser die Finger davon läßt. Generell muß man zumindest in den ersten zwei Wochen mit NW rechnen; falls sie auftreten, können sie so sein, dass man nicht vernünftig arbeitsfähig ist – beispielsweise wie bei einer Grippe. Ich hatte mit Cipralex null NW, allerdings hat es mir gegen meine Depressionen auch nicht geholfen, aber das kann bei Dir ganz anders sein. Ob Du die NW ertragen kannst, kannst nur Du selbst feststellen. Sind sie inakzeptabel, berichtet man das dem behandelnden Arzt zwecks Medikamentenwechsel. Allerdings gilt Cipralex als meist gut verträglich, und die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dich in 2 Wochen daran gewöhnt haben könntest und nicht mehr leiden muß, halte ich für hoch.

s2ad-caxt84


Hallöchen,

also ich muss sagen, dass der heutige Tag schon deutlich besser war... allerdings hab ich auch selber etwas "experimentiert" ... ich habe erst eine viertel Tablette am Morgen und dann die andere Viertel am Mittag genommen. Dadurch war ich dann nicht direkt von der Dosis "überfahren" sondern konnte mich gut aklimatisieren. Die Einnahme am Mittag war schon nicht mehr mit so einer Abgeschlagenheit verbunden wie die am Mittag. Insgesamt hab ich dann ja doch die empfohlenen 5 mg zu mir genommen. Morgen wollte ich es ähnlich handhaben – allerdings den Abstand zwischen den beiden Einnahmen nochmal deutlich reduzieren. Ab übermorgen dann wieder die halbe aufeinmal und das dann bis Dienstag – bis ich dann die 10 mg. nehmen muss...

Mhh ob ich sie nehmen muss... also ich will es aufjedenfall ausprobieren, ob es was bringt... Nicht jede Störung ist ja unbedingt mit einem Problem verbunden, welches man durch besprechen lösen kann. Ich rede sehr offen über mein Ängste mit meinem Freund und auch teilweise Familie / Freunden. Zudem sehe ich die ganze Sache sehr nüchtern an. Komme ich in die Symptomatik ist es nicht so, dass auch mein Denken vernebelt wäre... Vielmehr sind es einfach körperliche Symptome die ich habe und ein selbst beruhigen klappt da einfach nicht mehr und greift auch immer mehr in Situationen des Alltags über... Es ist mittlerweile ein großes Stück Lebensqualität, was dadurch schwindet – und ich will endlich was dagegen tun...

ZKwac8k44


Ich wollte Dir ja nicht unbedingt von ADs abraten (konsumiere selbst 2 ADs), aber Du hattest eben betont, dass Deine Beschwerden relativ selten auftauchen. Auf der anderen Seite muß man sich immer vor Augen halten: Je früher man eine Störung behandelt, desto leichter/schneller läßt sie sich in der Regel beseitigen.

s6awd#-cat584


Ist es "normal", dass sich gewisse Symptome erst einmal stark verschlimmern können – bevor das AD überhaupt wirkt?? Abgeschlagenheit ist fast weg – Kopfweh und eine "Kieferklemme" hab ich noch als Restnebenwirkung.... aber Symptome meiner Sozialphobie, die ich vorher wirklich nur in extremen Situationen hatte – hab ich heute bei einem ganz normalen Familiengeb. gehabt – was ich einfach nicht verstehe :-( ((

(Ab morgen 10 mg. Cipralex)

njajWanaxgut


Ist es "normal", dass sich gewisse Symptome erst einmal stark verschlimmern können – bevor das AD überhaupt wirkt??

Ja, das kann vorkommen. Ich habe ?? 2009 wegen Depressionen ?? Citalopram genommen und war die ersten zwei, drei Wochen noch viel träger und antriebsloser als sowieso schon. Dann hat es einen Schalter umgelegt, undich war wieder so wie früher, bevor ich krank wurde. Von daher hat es sich für mich wirklich gelohnt, durchzuhalten.

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