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Behindertenwerkstatt, obwohl ich mich dafür zu gesund fühle?

g9ohaGn103 hat die Diskussion gestartet


Weil ich jetzt um die eineinhalb jahre kein Job gefunden habe will mich das Arbeitsamt und meine Eltern (ich bin 22) in die Werkstatt schicken.

Allerdings sprechen für mich da einige dinge dagegen und ich werde mich da auch mit Händen und Füßen sträuben.

Ich habe eine leichte gehbehinderund wegen der Erbkrankheit (hmsn) das auch auf den Rücken geschlagen hat, habe 2 Bandscheibenvorfälle gehabt, und dazu kommen noch leider Neurodermitis und Allergien aber nur Pollen und sowas.

Im Kopf bin ich ganz klar, obwohl die mir noch was andichten wollen damit das mit der Werkstatt klabt. Bis jetzt habe ich nur Unterschrieben das sie sich die Berichte von den Ärzten holen dürfen.

Ich denke das ich die berechtigung habe Nein zu sagen, nur meine Eltern kämpfen da gegen mich, besonders meine Mutter.

Warum weiß die den nich wie ich mich fühle, mir geht es schlecht ich will nicht mit leuten umgeben sein die wirklich richtig Behindert sind, es sind menschen und die leben da auch ganz gut die haben da ihre eigene Welt aber ich gehöre da nicht zu ich könnte es da nicht 8 Stunden aushalten weil ich da Nicht Hingehöre. Das würde mich dan wirklich psychisch behindert machen weil es Personen sind mit denen ich nicht umgehen könnte.

Was kann ich tun, Job zu finden mit meinen Einschränkungen ist wirklich nicht einfach, habe aber eine Ausbildung als Bürokraft gemacht. Was kann ich tun, wegen menen Eltern und das ich Nein sage, wenn ich da hin muss weiß ich das ich psychisch mich anschlagen werde wie auch immer.

Dazu kommt noch das ich ein lieben Freund habe, und wenn ich da hinkomme werde ich (das kann man noch so schön reden) von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Ich will normal leben aber wie soll das gehen, und wenn ich erlich bin lieber H4 als Behindertenwerkstatt aber am besten ein Job, ich bin nicht faul und habe auch keine ängste das wüsste ich doch.

sorry für den langen text, aber es versteht mich wirklich keiner nichtmal die Menschen die es eigentlich müssten. ;(

Antworten
gXohanx103


hat keiner eine Antwort dafür? Ist das wirklich so kompliziert?

gCohanx103


immer noch keiner ne Antwort

Cwhamonxix


wenn du dort nicht arbeiten willst, musst du das auch nicht. Lasst dir auf keinen Fall reinreden.

@:)

Ags=iga


Hallo gohan103,

hat bei dir mal irgendein Arzt festgestellt, dass du aus psychischen oder körperlichen Gründen nicht mehr leistungsfähig bist, dass du keine 8 Stunden arbeiten kannst ? Ganz ehrlich...

Falls ja, dann gäbe es - vor allem bei körperlichen Gründen - auch erstmal die Möglichkeit einer Umschulung.

Beim Arbeitsamt wundert mich nix, die wollen dir später kein Hartz4 zahlen und so wären sie fein raus.

Aber deine Eltern...setz dich mal mit denen an einen Tisch und frag sie ganz ruhig, WARUM sie dich in eine Behindertenwerkstatt schicken wollen.

Denken die nur "ah dann verdient unsere Tochter endlich Geld ?

Dann gib zur Antwort: "Ja ich verdiene dann Geld - für den Rest des Lebens ein paar Cent mehr als Hartz 4. Wollt ihr das wirklich ??? "

(Es tut mir in der Seele weh wenn Eltern gegen ihre Kinder sind.)

Allerdings: wenn jemand wirklich in einer Behindertenwerkstatt bzw Werkstatt für psychisch Kranke arbeiten muß weil nichts anderes geht und Freunde bzw Partner wenden sich dann ab, dann waren das auch nie echte Freunde !!!

g%ohatn1x03


@ Asiga

danke für die Ausführliche Antwort, ich meine ja nicht nur meine Freunde auch andere, wenn ich neue Kontakte knüpfen will oder einfach nur ernstgenommen werden möchte, aber wie soll ich das bewirken wenn ich immer sagen muss ich bin in einer WFBM, Fortbildungen oder sonstige sachen kann ich vom Arbeitsamt nicht kriegen weil die schon meine Ausbildung bezahlt haben. Meine Eltern wollen mich dahin schicken damit ich geld kriege, weil ich vor 26 kein Anrecht habe auf irgendwas.

AOsixga


Meine Eltern wollen mich dahin schicken damit ich geld kriege

Einerseits kann ich das Denken deiner Eltern verstehen...aber andererseits...

in Bezug auf das spätere Arbeitsleben ist so eine "Behindertenwerkstatt" wirklich schlecht; ein Arbeitgeber würde denken, du bist nicht leistungsfähig. Dann besser arbeitslos...

Bekommst du denn überhaupt irgendwelche Stellenangebote vom Arbeitsamt ? Oder haben die dich da 1,5 Jahre lang rumdümpeln lasen ?

Ich unterstelle jetzt immer noch, dass du "im großen und ganzen" Leistungsfähig" bist und 8 Std lang am Tag arbeiten kannst. Oder wenigstens 6.

Und es gibt ja nicht nur 40Std-Woche-Jobs sondern auch Teilzeit. Oder such dir momentan einen Minijob (da gibts sicher mehr Auswahl) dann hast du 400 Euro auf der Kralle. Davon könntest du deinen Eltern 200 abgeben, falls sie es selber nicht mehr so dicke haben. Familienversichert bist du ja noch durch deine Eltern ?

Oder mach das Abi nach und studiere Betriebswirtschaft ? Manche Leute studieren jahrelang und die Eltern sind unterhaltspflichtig.

Und letzten Endes gibt es sooo viele jugendliche Arbeitslose, die noch keine 25 sind und deren Eltern unterhaltspflichtig sind...was machen deren Eltern ? Die können auch nicht sagen "geh inne Werkstatt"

Alles Gute !

gNoha,n1s03


@ Asiga

Ja ich habe 4 Jahre (ausbildung) 8 Std gearbeitet manchmal sogar mehr, da hatte ich keine Probleme das Arbeitsamt hat nich wirklich geholfen son richtigen Ansprechpartner hatte ich nie, (ist immer wieder gewechselt worden) ich weiß das mit dem Mini Job will ich ja auch wohl Kassieren und sowas, ich bin auch niemand der sagt "es muss der Job sein und nichts anderes" ich weiß selber das ich auch Alternativ suchen soll, also nicht den Job den ich gelernt habe, ist nur schwierig auch da was zu finden weil ich in ner Kleinstadt lebe fast ein Dorf.

Meine Eltern haben an sich genug geld wird aber zurzeit für meine Großeltern gebraucht weil mein Opa das ganze Geld für seine Elektronic ausgibt und sein Hobby oder mein Onkel der auch nie Geld hat, da bin ich eben ein klotz am Bein, kann ich auch ein bisschen verstehen. Aber ich denke eben das ich in der WFBM nicht gut aufgehoben bin, eben wegen meiner Zukunft und ich wollte mich schon irgendwann ein Auto leisten Kinder kriegen und Heiraten und in der Gesellschaft als Vollwertig gesehen werden.

Mit meiner Mutter ist da aber nichts zu reden, sie will mir sogar wenn ich nein sage meine Rechte wegnehmen lassen, und das dann über mich Entscheiden.

Keine Ahnung was ich machen kann ohne das jemand wütend auf mich ist.....

DvaYniel2N90x684


Hallo Gohan,

ersteinmal kann ich total verstehen wie dir zumute ist, ich hatte aehnliche Erfahrungen machen muessen als ich kleiner war.. Zwar ging es mir koerperlich gut, doch waerend meiner Schulzeit geriet ich in solch arge Schwierigkeiten mit meinen Noten, dass man mich deshalb in die Sonderschule schicken wollte. Damals bestand diese Klasse nur aus schwer benachteiligten Menschen.

Ich fuehlte mich im Kopfe wohl, doch meine Eltern wollten dies nicht verhindern, im Gegenteil, sie drohten mir sogar und ich solle mich dann mehr anstrengen.

Ich versuchte ihnen mitzuteilen, das es ohne Sonderschule gehen wird und spaeter entschieden sich meine Eltern dagegen.

Sprich mit deinen Eltern darueber, mach ihnen klar das es so nicht gehen kann. Ich lese doch selbst heraus das im Kopfe ganz fit zu scheinen seist. Also benoetigst du mit Sicherheit, nicht solch eine Werkstatt.

Ausserdem was sind denn das dann fuer psychische Auswirkungen, die da vonstatten gehen, wenn man im geiste fit ist? Gerade bei solchen Situationen sollten dir deine Eltern unter die Arme greifen. Eine Behinderung heisst nicht man ist ein Mensch zweiter Klasse, sondern ein Buerger mit Rechten und Pflichten. Allerdings wenn diese Plfichten vernachlaessigt werden, ins besondere von dem Arbeitsamt und deinen Eltern (und ja ich lehne mich weit aus dem fenster) sehe ich kein Grund wieso du dich dort aufhalten solltest.

Wie gesagt, ich lehne mich hier weit aus dem Fenster. Versuche dich ganz sachlich mit denen zu unterhalten, gib ihnen moegliches Material, damit sie sehen koennen wie es dort zugeht. Natuerlich ist dort alles korrekt und inordnung, allerdings moechte man schon mit Menschen sein, die das selbe Nivau teilen.

Koerperlich beeintrachtigt oder nicht, jeder Mensch moechter in einer guten Umgebung arbeiten und leben. Mit Menschen zusammen sein, mit denen man sich versteht und das mental.

Ich nehme an du hast eine Schulische Ausbildung zur Buerokauffrau oder Kauffrau fuer Buerokommunikation gelernt? Es gibt dutzende Betriebe dich dich nehmen wuerden, obgleich deiner Behinderung.

Ausserdem warum sich im Ort weiterhin aufhalten, man koennte sich auch ausserhalb umschauen. Ich weiss das dieser Schritt gewaltig sein koennte, obgleich wie alt man auch ist.

Einfach versuchen sich ausserhalb zu bewerben, das Arbeitsamt zahlt sogar den Umzug und damals als ich in Deutschland noch lebte, die erste Kaltmietenzahlung.

Mach dir keinen Kopf darueber, versuche dich weiterhin an positionen zu bewerben. Es gibt sogar Pratikantenstellen bei diversen Firmen, die zwar nur die Monatskarten bezahlen dennoch sind es wertvolle Erfahrungen.

Oder man koennte sich gleich ueberlegen im Ausland nach einem Praktikum zu suchen, es gibt sogar Firmen in London die uebernehmen sogar die Kosten fuer Kost und Logis. Deutsche Ausbildungsberufe sind ganz schoen gefragt, die werden sogar mit dem Abitur hier verglichen, oder sogar hoeher..

Das Leben ist einfach zu Kostbar, um sich einzwaengen zu lassen von taeglich problemen, die einem nicht gluecklich machen.

Keine Sorge, das packst du schon, zieh das durch was du machen moechtest. Du kannst 8 Stunden oder gar laenger arbeiten? Du bist voll arbeitsfaehig jeden falls im Buero! :)^

Gruss,

Daniel

g\oha*n1x03


@Daniel290684

ja ich weiß das alles und die möglichkeiten die mir offen stehen oder offen stehen sollten.

Ich war auf einer Sonderschule und des Beruf habe ich in ein Berufsbildungswerk gemacht für leute die ein Handycap haben daher nur meiner helfer Ausbildung als Bürokraft, in der Sonderschule wie in der Berufsschule hatte ich kein Englisch oder sonstige Fremdsprachen das einzigste Plus was ich habe ist der ECDL Führerschein, das ist für Computer über die Office Programme eine prüfung abgenommen worden. So viel steht mir also nicht offen, aber ich will nicht gegen das Arbeitsamt arbeiten oder gegen alles was die von mir wollen, ich will nur nicht in der WFBM, weil wie du schon sagstes es einfach nichts für mich ist, es nicht zu mir passt. Und ja bewerben tu ich mich weiter für stellen wo ich denke das ist was für mich.

l[eana-Bugrgfcest


Natuerlich ist dort alles korrekt und inordnung, allerdings moechte man schon mit Menschen sein, die das selbe Nivau teilen.

[[http://www.fremdwort.de/suche.php?term=niveau]]

Ich hoffe, ich verstehe nur mal wieder etwas vollkommen quer – aber ich finde diesen Satz so bitter.

Mir tut das für andere Menschen, die behindert sind, oder wegen einer Erkrankung in solchen Werkstätten ihr Geld verdienen so leid, dass man heut zu Tage noch so etwas sagen muss. Dieser Satz ist absolut niveaulos

@ gohan

(ich bin 22)

Du bist schon 22, also erwachsen, du bist dein eigener Herr und nun für dich selbst verantwortlich, was also können dir deine Eltern so einfach ohne Hintergrund wollen? Erstmal gar nichts. Sie können dich nicht einfach entmüdigen, es sei denn solche Dinge sind schon im Vorfeld vorgefallen, eben eine starke geistige Behinderung(en),psychischen Erkankung(en) mit der/denen du nicht fähig bist, alleine für dich zu sorgen – da du hier aber eigentlich einen sehr geistig gesunden Eindruck machst, kommt mir diese Frage doch auf.

Und zu deiner körperlichen Erkrankung und dadurch entstanden Behinderungen kommt es darauf an, inwieweit sie dich einschränken und wie du dadurch kein "normales" Leben führen kannst. Aber ich schätze mal, auch das klappt ( es gibt Menschen, die stark beeinträchtigt sind und ein eigenes Gewerbe betreiben). Und wenn es nur darum geht, dann können dir deine Eltern nichts wollen, da müsste ja jeder behinderte junge Mensch entmündigt werden... ":/

Und nochmal etwas dazu, ein behinderter Mensch egal ob geistig oder körperlich eingeschränkt, sind genauso normale und liebenswerte Menschen wie jeder andere auch. Sie sind nicht weniger wert und so sollten sie auch behandelt werden.

Wie Daniel, dann doch nett schrieb, man ist kein Mensch zweiter Klasse – allerdings die Menschen in einer Werkstatt auch nicht ;-)

Absigxa


@ gohan 103

Oh du meine Fresse ! Ich hab mich ja etwas zurückgehalten aber genau sowas hab ich befürchtet - Eltern denen Geld für irgendein Sch... wichtiger ist als das eigene Kind :(

Oppa hat teure Hobbys, Onkel verpraßt das Geld, DAS ist dann wichtig und das einzige Kind nicht !?

Nein, du bist KEIN KLOTZ am BEIN ! Das kann deine Mum denken :(v aber DU BITTE NICHT !

Also, wenn deine Mum sogar schon anfängt, zu drohen, dich entmündigen zu lassen...kann sie vergessen, da müsste sie schon einen Gutachter bestechen.

Mach dir da man keine Sorgen, du bist körperlich beeinträchtigt, nicht geistig. Damit käme deine Mutter NIE durch ! NIE !

Dann wegen der Arbeit: Kannst du dir noch von einem Arzt bestätigen lassen dass du 8 Std am Tag arbeiten kannst ? Möglich dass ein Chef diesbezüglich Angst hat weil man dir deine körperliche Behinderung ansieht ?

Wenn du zum Arzt gehst: nimm deine Mutter bloß nicht mit ins Sprechzimmer und erinnere den Arzt ggf an die Schweigepflicht ! Du bist über 18, kein Arzt darf deinen Eltern irgendeine Auskunft über deinen Gesundheitszustand geben.

Hast du irgendwo außerhalb Freunde, die dich vielleicht aufnehmen könnten ?

Dann...du bist zwar schon über 18, aber frag doch mal beim Jugendamt nach, ob die dir helfen können. Und bei der ARGE ob du nicht unter diesen Umständen doch Anspruch auf ALG2 hättest, obwohl du noch nicht 25 bist Allerdings - so hart es klingt - solange deine Mutter(Eltern) so drauf ist(sind) WERDEN SIE WÜTEND AUF DICH SEIN !

Mein Vorschreiber hat ja auch ein paar gute Tipps gegeben...

A"s,ig"a


okay, leana-burgfest war schneller...

mVösch


@ gohan 103

Hast Du einen GdB und wenn ja welchen ???

S3i1lberm2ondauxge


Hallo Gohan,

du warst auf einer Sonderschule ? Hast du denn dann überhaupt einen Hauptschulabschluß ? War es eine Schule für Körperbehinderte oder war doch was geistiges oder psychisches ? Ist deine Ausbildung anerkannt oder war es bloß eine "Beschäftigungsmaßnahme" ? Hast du 8 Std am Tag unter "normalen" Bedingungen (das Arbeitsleben ist stressig !) gearbeitet ? Oder war da viel "Schonung" ? Sei diesbezüglich bitte ganz ehrlich zu dir selber !

Ich will nicht sagen, du sollst in die Werkstatt. Nur, dass du ehrlich dir gegenüber bist.

Ich kenne eine Frau, die in einer Werkstatt für psychisch Kranke Leute arbeitet. Sie ist nicht wirklich glücklich dort aber sie mußte sich - nach mehreren Versuchen - eingestehen, dass sie für das "normale" Arbeitsleben nicht geeignet ist.

Viele Grüße, Silbermondauge

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