» »

Depression ist keine Krankheit

LWic<htKri[s,tallxX hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum *:)

So behauptet jedenfalls der Autor,von dem in diesem Bericht gesprochen wird :

[[http://www.fr-online.de/wissenschaft/autor-josef-giger-buetler---depression-ist-keine-krankheit-,1472788,11775030,item,0.html]]

Selten so einen Quatsch gelesen,aber er hat darüber nun wohl sogar ein Buch veröffentlicht.

Was sagt Ihr dazu ?

LG

Lichti

Antworten
AEuro0ra


Heutzutage kann jeder Bücher schreiben und je provokanter das Thema, desto mehr Leser, desto mehr Erfolg und Reichtum für den Autor.

Ich bin zum Thema geteilter Meinung. Ich denke, wenn Depressionen tatsächlich vererbte Stoffwechselstörungen im Gehirn sind und sich demnach auch nicht durch Einflüsse von Außen (Therapie, Hobbies, Freunde etc) sonderlich beeinflussen lassen, kann man von einer echten Krankheit sprechen.

In vielen Fällen entstehen Depressionen aber durch äußere Umstände. Durch zuviel Stress oder allgemeines Unglück. Wenn dem so ist, kann man daran arbeiten und sich im Grunde auch selbst heilen z.B. durch positivere Denkweise, Veränderung der Situation etc.

p>ebbxy


Ich finde, es kommt darauf an, wie man "Depressionen" definiert.

Für mich ist das, was ich Depressionen nenne, natürlich eine Krankheit. Ich habe dabei meine Schwester im Kopf, von der nie jemand gedacht hätte, dass es sie treffen könnte. Sie war immer fröhlich, glücklich usw. – konnte mit allem gut umgehen.

Ohne nachvollziehbaren Auslöser wurde sie depressiv und ging auch für einige Monate in die Klinik. Ohne Medikamente wäre für sie ein normales Leben nicht möglich.

Eine Userin hatte hier mal etwas geschrieben, bei dem ich nur nicken konnte: Nicht jeder quersitzende Furz muss gleich als Depression bezeichnet werden. (So oder so ähnlich) – dann müsste man auch (glaube ich) nicht so oft darüber diskutieren, ob Depressionen nun eine Krankheit sind oder nicht.

Nur kann man das von außen eben nicht beurteilen. Man kann ja nicht in einen Menschen reinsehen, um zu gucken, wie sehr ihn nun etwas belastet und/oder krank macht oder eben auch nicht.

M:olliiencxhen


Zitat aus dem Artikel

Sogar ein an depressivem Stupor Leidender, der keinen Antrieb hat, auch nur aufzustehen oder das Geringste um sich her wahrzunehmen, ist in den Augen von Giger-Bütler nicht krank. Er leidet an den logischen Folgen seiner Denk- und Verhaltensmuster.

Ich finde nicht, dass das eine und das andere einander widersprechen.

Meine Therapeutin hat mir erklärt, dass sich das Gehirn eines Depressiven verändert. Insofern kann man Depression schon fast als körperliche Erkrankung bezeichnen. Der Autor spinnt. :|N

Alsig?a


Burn-Out gibts auch nicht...Krebs kann man auch durch Kräuter und Handauflegen und Positives Denken heilen..Spinner gibts immer.

Aber es gibt ja viele Leute, die eine Depression nicht als Krankheit sehen. "Ach die, die geht zum Psychologen! *naserümpf" "Kommt morgens nicht aus dem Bett ? Die ist zu faul !" "Ich geh doch zu keinem Psychiater, ich bin doch nicht verrückt !" (Aber 5 Minuten später sagte dieselbe Person "ich hoffe, dass mich der Schlag trifft, dann bin ich den Sch... los!")

In vielen Fällen entstehen Depressionen aber durch äußere Umstände. Durch zuviel Stress oder allgemeines Unglück. Wenn dem so ist, kann man daran arbeiten und sich im Grunde auch selbst heilen z.B. durch positivere Denkweise, Veränderung der Situation etc.

Und in solchen Fällen kann auch eine Psychotherapie (mit-)helfen.

LKichtKr^istaxllxX


Aber es gibt ja viele Leute, die eine Depression nicht als Krankheit sehen. "Ach die, die geht zum Psychologen! *naserümpf" "Kommt morgens nicht aus dem Bett ? Die ist zu faul !" "Ich geh doch zu keinem Psychiater, ich bin doch nicht verrückt !" (Aber 5 Minuten später sagte dieselbe Person "ich hoffe, dass mich der Schlag trifft, dann bin ich den Sch... los!

Das meine ich und ich finde es auch gefährlich,wenn Jemand ein Buch mit solchem Inhalt veröffentlicht,gerade auch was die Enttabuisierung der Krankheit angeht. Seine Worte sind wie Hohn in den Ohren depressiv erkrankter Menschen.

mIaripfosa


Seine Worte sind wie Hohn in den Ohren depressiv erkrankter Menschen.

Dann frage ich mich, mit welcher Absicht Du diesen Thesen auch noch ein Forum bietest und andere aufforderst, den Link anzuklicken.

L9ichmtKmr6istaxllxX


Dann frage ich mich, mit welcher Absicht Du diesen Thesen auch noch ein Forum bietest und andere aufforderst, den Link anzuklicken.

Weil ich gerne weitere Meinungen dazu lese und dafür ein Forum da ist ?!

Mqollie6nch'en


Die, die ihre Meinung haben, haben sie eh, also, ich ändere meine Meinung jetzt nicht, nur weil ich diesen Link angeklickt habe.

B0AD GHUYx 78


Trotzdem kann man doch über eine solche These(n) diskutieren? Man kann auch alles zerreden.....

DWukYe;Nukxem


Natürlich sollte man darüber reden, nein man muss es sogar! Man muss evtl. Missstände doch verarbeiten können, sich eine Meinung bilden und woher soll das kommen wenn nicht durch eine Diskussion? Ich finde die Leute in meinem Umfeld reden viel zu wenig über solche Dinge, irgendwie schade.

LvichtKri7st4allxX


Ja,empfinde ich auch so :)z

Was ich sehr schwierig finde,ist,dass er den medizinischen Aspekt völlig aussen vor lässt,obwohl ja mittlerweile bekannt ist,dass es bei Depressionen Störungen im Hirnstoffwechsel gibt. Deswegen finde ich es irgendwie auch unsinnig,dass er ein Buch darüber schreibt und diesen Faktor völlig ausser Acht lässt.

A&sigxa


Es liegt mir schon lange auf der Zunge bzw in den Fingern: Also wenn es definitif Störungen im Hirnstoffwechsel gibt, bedeutet das dann nicht im Umkehrschluss, dass man Antidepressiva nehmen sollte ?

Suinn(estätxer


wenn es definitif Störungen im Hirnstoffwechsel gibt, bedeutet das dann nicht im Umkehrschluss, dass man Antidepressiva nehmen sollte ?

Nö, nur daß man es kann ;-)

Du kannst Antidepressiva nehmen, die die Störungen im Hirnstoffwechsel begradigen, was dazu führen kann, daß du dein Verhalten dahingehend veränderst, daß eine erneute Störung unwahrscheinlicher wird.

Du kannst aber auch eine Therapie machen, um dein Verhalten zu ändern, was widerrum Einfluß auf deinen Hirnstoffwechsel hat.

Oder beides zusammen.

Oder gar nix. So ein Hirn tendiert nämlich dazu, Ausnahmezustände nach einer gewissen Weile von selbst zu regulieren. Die Frage ist halt, ob du dann noch nicht von der Brücke gesprungen bist :-)

7|7er6greiixs


Na ich finde heute ist gleich alles immer Depression oder Burnout. Kanns schon nicht mehr hören o:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH