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Depression ist keine Krankheit

S=chiladkrötNe00x7


Meine Krankheit hat gar keine Auswirkungen auf mein soziales Umfeld. Von meinen Freunden und Verwandten weiss niemand davon, ich habe weiterhin viele Freunde und auch keine Umgangsprobleme.

Von daher würden die meisten Leute es mir auch gar nicht glauben und ich behalte es lieber für mich.

L6ich(tKrisdtamllxX


Meine Krankheit hat gar keine Auswirkungen auf mein soziales Umfeld. Von meinen Freunden und Verwandten weiss niemand davon, ich habe weiterhin viele Freunde und auch keine Umgangsprobleme.

Von daher würden die meisten Leute es mir auch gar nicht glauben und ich behalte es lieber für mich.

Ist das nicht unheimlich kräfteraubend? Also für mich war es immer mit zusätzlichem Druck verbunden,es verheimlichen und verbergen zu müssen und war irgendwie erleichtert,wenn es "raus" war.

s%chneck7e198x5


Wenn man mal stationär muss, lässt es sich nur noch schwer verheimlichen...

SainnZestäwtxer


Von meinen Freunden und Verwandten weiss niemand davon, ich habe weiterhin viele Freunde und auch keine Umgangsprobleme.

Von daher würden die meisten Leute es mir auch gar nicht glauben und ich behalte es lieber für mich.

Würde ich auch so unterschreiben. Meinen Job, der mit einiger Verantwortung einhergeht, hätte ich mit einem ehrlichen Outing niemals bekommen. Die meisten Menschen würden mir meine Diagnose nicht zutrauen, währen völlig überrascht.

Es ist anstrengend, klar, dies verbergen zu müssen. Aber die Nachteile, die ein Mann durch ein solches Outing hätte, stehen in keinem Verhältnis zu dem Kraftakt, hin und wieder mal ein "happy face" zeigen zu müssen.

S#innXestätxer


wären *grummelt*

S4chi:ldkröMte00]7


Ist das nicht unheimlich kräfteraubend? Also für mich war es immer mit zusätzlichem Druck verbunden,es verheimlichen und verbergen zu müssen und war irgendwie erleichtert,wenn es "raus" war.

Verbergen ist so ein hartes Wort. Ich verberge es ja nicht, da ich mich nicht verstelle sondern einfach so lebe wie ich bin.

Ich erzähle es halt einfach nicht. Was anderes wäre es, wenn mich jemand fragen würde "geht es dir nicht gut, du wirkst traurig?". Tut aber niemand.

Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, wie es ihm am liebsten ist. Mir geht es so besser.

Wenn man mal stationär muss, lässt es sich nur noch schwer verheimlichen...

Das war für mich etwas anders, aber kein Problem, weil ich noch Student war. Da fragt ja niemand, wo man lebt oder gewesen ist. Heute wäre es wohl tatsächlich schwierig, da gebe ich dir recht.

kLle7iner_dr9achuenstern


Zunächst betont der Autor, was alles keine Depression ist: Trauer, Verbitterung, emotionale Verstimmung, Niedergeschlagenheit

Diesen Ansatz finde ich das allerdings schon wichtig! Ich finde es einen Schlag ins Gesicht aller wirklich an Depression erkrankten, wer heute alles von sich behauptet, er hätte Depressionen :(v . Kein Mensch akzeptiert mehr, dass man z.B. nach Schicksalsschlägen ganz normale schlechte Phasen hat und z.B. trauern muss ??? . Hatte das mehrfach in meinem Bekanntenkreis, das ganz normale Trauerphasen o.ä. als "Depression" bezeichnet wurden und tatsächlich auch ein Arzt gefunden wurde, der gleich "Stimmungsaufheller" verschrieben hat.

Von daher nimmt das Verständnis meines Erachtens auch eher ab als zu, trotz aller Aufklärung, weil bei xy (der ja eigentlich nur getrauert hat oder eine Trennung verarbeiten musste ..) ging das ja auch wieder weg, nachdem er sich zusammengerissen hatte. Schrecklich!

sqchne6ckeK198x5


Ich hab gemerkt, dass meist gerade diese Dinge Auswüchse meiner Krankheit waren, die ich versteckt habe. Ich hatte eine Scheißangst mich zu öffnen und habe wirklich lange gebraucht, um manche Dinge (die mir passiert sind) zu begreifen bzw. zum ersten Mal in Worte zu fassen.

Heute weiß ich, dass gerade da meine Schwachpunkte (für einen erneuten Rückfall) sind, wo ich etwas verstecken möchte. Das fängt bei ganz kleinen Dingen an, Zwängen im Alltag, schlechten Gewohnheiten.


Ich möchte mit diesem Beitrag niemand maßregeln, es mir gleich zu tun. Jeder muss für sich seinen Umgang mit der Krankheit finden. Das ist z.b. auch ein Punkt, den ich an so manchem Psychologen kritisiert habe, weil er mich in Schema F pressen wollte, wo ich mich noch schlechter gefühlt habe.

L\i;chthKris#talxlxX


Ich hab gemerkt, dass meist gerade diese Dinge Auswüchse meiner Krankheit waren, die ich versteckt habe. Ich hatte eine Scheißangst mich zu öffnen und habe wirklich lange gebraucht, um manche Dinge (die mir passiert sind) zu begreifen bzw. zum ersten Mal in Worte zu fassen.

Dieses "In-Worte-fassen" finde ich fast unmöglich,wenn mein Monster (wie ich die akute Phase nenne) da ist,dann kann ich das kaum irgendwie beschreiben...es ist einfach nur höllisch schrecklich.

S%childk8röteQ00x7


Etwas in Worte zu fassen ist bei mir auch ein ganz großes Problem, da ich nur große Leere spüre und nicht richtig weiss, wie man so etwas beschreiben kann.

s@chntecke$1985


Dieses "In-Worte-fassen" finde ich fast unmöglich,wenn mein Monster (wie ich die akute Phase nenne) da ist,dann kann ich das kaum irgendwie beschreiben...es ist einfach nur höllisch schrecklich.

Etwas in Worte zu fassen ist bei mir auch ein ganz großes Problem, da ich nur große Leere spüre und nicht richtig weiss, wie man so etwas beschreiben kann.

Ich meinte damit auch nicht die Depression an sich, sondern eher die Geschichte vorher, die mich in die Depression geführt hat – Vergangenheitsbewältigung sozusagen.

Für die Depression selbst fehlen mir auch meist die Worte. Mir ist beim Wühlen in der Vergangenheit wieder eingefallen, wie ich mich als Kind in depressiven Phasen im Bett zusammengerollt habe und geweint habe "Bitte, bitte lieber Gott, mach dass es aufhört".

Dieses Bild drückt für mich alles aus, was die Depression ausmacht :°(


Wem meine Seelenergüsse zu weit gehen, dann bitte überlesen @:) ich finde die Stimmung in diesem Faden irgendwie wohltuend @:)

LmiOchtKriIstaxllxX


Für die Depression selbst fehlen mir auch meist die Worte. Mir ist beim Wühlen in der Vergangenheit wieder eingefallen, wie ich mich als Kind in depressiven Phasen im Bett zusammengerollt habe und geweint habe "Bitte, bitte lieber Gott, mach dass es aufhört".

Bekomme richtig feuchte Augen- ich drücke Dich mal virtuell :)_ :°_

Ja,dieses Bild drückt wirklich alles aus,da hast Du Recht! :°( :)_

Wem meine Seelenergüsse zu weit gehen, dann bitte überlesen ich finde die Stimmung in diesem Faden irgendwie wohltuend

Mir gehen sie gar nicht zu weit,im Gegenteil,sehe es wie Du und finde die Stimmung hier irgendwie sehr schön. Wir können uns gerne hier weiter austauschen :)z

B6elero@phon


leider hat dieser Autor in manchen Punkten recht, ich stimme nicht in allem überein, was er sagt, aber einige Aussagen sind wahr...

s6ava5ra


also ich hab das buch nicht gelesen.meine depressioinen waren viele jahre hinter schweren körperlichen symptomen versteckt.nie im traum hätte ich *diese*krankheit bei mir zugelassen.aufgrund meiner lebens-und familiengeschichte schon gar nicht.als dann die diagnose gestellt wurde,habe ich niemanden davon erzählt,ja,auch meinen freunden nicht.

heute kann ich langsam akzeptieren,diese krankheit zu haben,mich nicht mehr schämen zu müssen,kann auch langsam hilfe annehmen.

unverstädnis und ablehnungin der eigenen familie habe ich leider ebenso erlebt,wie das herunzerklassifizieren der fähigkeiten,z.b. beim arbeitsamt.

leider ist die kehrseite der medaille die,wenn ich nicht darüber reden *kann*,kommt halt eben keine hilfe.das wegschieben und nicht damit auseinandersetzen hat nicht nur zusätzlichen schmerz gebracht,sondern ich hab mir damit hilfen versagt und mein denken zu sehr in eine richtung gelenkt,wovon ich nur langsam und schwerlich weg komme.

ich bin nicht nur die starke frau,ich habe wie alle anderen meine schwächen.aber davon wegzukommen,fällt mir so schwer.

|-o

SSchildk#röt^e007


Halla savara,

kennst du eigentlich die Ursachen für deine Erkrankung?

Ich finde das sehr interessant, was du schrebst, meine beruflichen Fähigkeiten würden wohl auch herunter gestuft, obwohl ich nicht einmal in meinem Leben Schwäche oder Unzuverlässigkeit gezeigt habe. Auf meinem Gebiet werde ich als Experte hoch gelobt, aber ich bin mir sicher, dass ich als "geoutet" bestimmt nicht mehr nur nach meinen Fähigkeiten beurteilt werden würde.

Das möchte ich einfach nicht.

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