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Hypochondrie, ich verlagere sie auf meine Mitmenschen

aynna8lida hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben

ich hoffe ich bin überhaupt im richtigen Faden hier. Ich bin schon seit Jahren ein sehr hypochondrisch veranlagter Mensch, hinter jedem Ziepen muss meiner Meinung nach etwas stecken. Woher es kommt? Ich weiß es nicht. Nur weiß ich, dass es besonders schlimm nach dem Abi wurde, als ich sozusagen in einen neuen, selbstständigeren Lebensabschnitt kam. Eigentlich müsste ich meinen Selbstdiagnosen nach schon tot sein.

Nun zu meinem Problem. In letzter Zeit mache ich mir unglaublich Sorgen um meine Eltern. Es gibt keinen richtigen Anlass, außer, dass beide nicht mehr die jünsten sind. An sich kein Grund zur Sorge, ernsthaft krank waren sie beide bisher noch nicht. Dennoch ist es so, dass mein Opa väterlicherseits Alzheimer hatte. Nun lebe ich in der ständigen Angst, dass es meinen Vater trifft. Seine Tante leidet auch daran. Ich weiß einfach nicht, wie ich diese Angst loswerde.

Wenn er mal Sachen vergisst, durchzuckt es mich jedes Mal. Wenn aber bspw. meine Freunde was vergessen, schiebe ich es auf Stress, "Verpeiltheit" etc.

Ich weiß, dass meine Angst nichts bringt, aber sie macht mich fertig. Meine Mutter meint auch schon, ich übertreibe.

Kennt es jemand von euch? :°( Das Gefühl ist wesentlich schlimmer als dass, in dem ich mir nur Sorgen um mich machte

Antworten
BMrucve21


Kennt es jemand von euch?

Ja,ich kenne das.Ich war auch schlimmer Hypochonder,habe das aber inzwischen hinter mir.Aber ich merke das ich mir immer mehr Sorgen um die Gesundheit meiner Eltern mache,viel mehr als um meine eigene.Meine Tante ist an Krebs erkrankt (es geht ihr aber zur Zeit gut :-) ),und meine Mutter hat ein erhöhtes Risiko auch daran zu erkranken.Ausserdem hat sie Herzprobleme,und wenn ich mal erfahre das sie wieder zu hohen Blutdruck hatte,mache ich mir immer große Sorgen.

Es ist aber nicht so,das ich dann (wie früher bei mir) in große Panik gerate,aber ich mache mir Sorgen.Zumal meine Eltern die wichtigsten Bezugspersonen im meinem Leben sind,und ich mir ein Leben ohne sie nur schwer vorstellen kann.

aSnna8lidxa


Das ist es.In der Pubertät hatte ich noch ein ganz anderes Verhältnis zu ihnen, sie waren einfach da. Meist nervig und verbietend. Das hat sich geändert und ich kann mir einfach nicht vorstellen ohne sie zu sein. Ich führe ein Leben, dass man als recht selbstständig bezeichnen kann. Ich wohne in einer anderen Stadt und studiere dort. Trotzdem brauche ich sie einfach, sie sind meine Ratgeber und spenden Trost, wenn es mir schlecht geht. So geht es den meisten Kindern denke ich :-)

Nur wie kann ich diese schrecklich lähmende Angst loswerden? :°(

a?nn9al6ida


Ich muss ehrlich sagen, da mache ich mir lieber Sorgen um mich :-/

B+rucxe21


Bist du wegen deiner Hypochondrie in Therapie?Oder in Therapie gewesen?

aMnnaclidxa


Nein. Ich denke ich werde eine machen, wenn mein Studium vorbei ist und es sich bis dahin nicht gebessert hat. Nur kann man von Hypochondrie sprechen, wenn die Sorge nicht einen selbst betrifft?

BXrucde2x1


Nur kann man von Hypochondrie sprechen, wenn die Sorge nicht einen selbst betrifft?

Nein nicht nicht direkt,aber vergleichen lässt sich das schon.Der Unterschied ist das deine Krankheitsängste nicht mehr auf dich selbst beziehen,sonder nun auf deine Eltern.

Dein Problem hat sich zwar verändert,aber es ist nicht besser geworden.Im Gegenteil,dein Leidensdruck scheint sogar noch größer zu sein.

Daher denke auch das eine Therapie auf jedenfall angebracht wäre. :)* :)* :)*

So,ich ziehe mich jetzt in ein Bett zurück.Gute Nacht *:) .

aWnncGhen2


das können auch zwangsgedanken sein. dagegen kann verhaltenstherapie helfen.

aznna6lida


@ Bruce21

Danke und gute Nacht *:)

@ annchen2

Inwiefern? Also ich bin fast vom Fach ]:D und ich denke eigentlich nicht, dass es Zwangsgedanken sind. Eher heftige Ängste :°(

MjaKrie^_is\t_sau6exr


Also Hypochondrie kann man auch zu einer generellen Angststörung zählen.

Permanente Angst um sich selbst oder auch um andere, können "krankhaft" sein und haben immer einen psychologischen Hintergrund.

Vielleicht hast Du einfach Verlustängste, weil Du Dich nicht geborgen fühlst, oder unsicher, und Angst hast das zu verlieren, etwas was Dir wirklich Halt gibt?

Du solltest Dich an einen Psychologen wenden, der Dir sympatisch ist, und der Ahnung hat. (Viele haben es auch nicht, daher bei Deiner ersten Wahl nicht gleich abschrecken lassen)

LG

HHellaxs


hallo leute, ohja kenn das nur zu gut, bin auch ein hypochonder vorallem hab ich angst vor schweren psychischen krankheiten, früher waren es körperliche krankheiten.

@ bruce21 du sagst du warst auch mal einer,

bist du es lossgeworden deine hypochondrie?

lg hellas

B9rNu8ce2m1


@ Hellas

bist du es lossgeworden deine hypochondrie?

Ja bin ich.Du hattest mich ja schon mal per PN gefragt.

Hnellxas


ah ;-D tut mir leid, bin halt bischen durch einander wegen den ängsten, kennst das ja sicher.

lg hellas

K6athryx5581


Also Hypochonder bin ich nicht aber ich würde es als Verlustangst oder Zukunftsangst bei mir bezeichnen. Ich selbst habe ein geregeltes Leben mit Arbeit, Wohnung und Hobby's. Allerdings habe ich seit über 2 Jahren keine Beziehung mehr und mein Freundeskreis hält sich sehr in Grenzen. Gut, es gibt mehrere gute Bekannte, aber keine wirklichen Freunde.

Meine Eltern sind daher Bezugsperson Nummer eins. Sie sind erst Mitte 50, trotzdem hat mein Vater schon einige schwerere Erkrankungen hinter sich (oder auch chronische Erkrankungen) und auch meine Mutter hat einiges an chronischen Erkrankungen. Dazu kommt, dass ich selbst immer wieder was neues an Krankheiten und OP's anschleppe und daher außer meinen Eltern keinen habe. Ich mache mir sehr große Gedanken was (aus mir) wird, wenn sie einmal nicht mehr sind. Wenn ich Probleme habe dann rede ich nur mit ihnen darüber. Ist eine ganz komische Situation...

a)nncWhenx2


ich habe oft ängste, die irrational sind oder viel stärker, als der realität angemessen. und obwohl ich oft weiß, dass sie übertrieben sind, quälen sie mich furchtbar. bei mir wurde das als zwangsgedanken diagnostiziert, also es ist eine angststörung mit zwangsgedanken verknüpft. und dagegen helfen schon strategien, mit denen man zwängen beikommt, aber das ist ein großes thema und das kann ich hier nicht alles erklären. aber leih dir doch mal bücher darüber aus, vielleicht findest du dich ja wieder.

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