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Angst zu sterben

HAerjxoa


Du hast eine PN

FrearTbu-nny


@ Huberh1

Das was du beschreibst klingt 100%ig nach meinen Panikattacken vor 10 Jahren bzw. vor 4 Jahren. Bei mir wurde eine generalisierte Angststörung diagnostiziert. Ich bin natürlich weder ein Neurologe, noch kann ich Ferndiagnosen machen. Aber es klingt eben verdammt ähnlich nach meinen Panikattacken.

Ich kenne das Problem mit den Neurologen. Als Kassenpatient darf man durchaus 4-5 Monate warten ehe man einen Termin bekommt. Eine Zumutung! Normale Hausärzte sind nach meiner Erfahrung häufig bis nie in der Lage so eine Erkrankung zu erkennen. Sie neigen dazu die körperlichen Symptome zu untersuchen und gelegentlich Beruhigungsmedis zu verschreiben. Ich würde daher deinen Hausarzt direkt auf eine mögliche Angststörung oder auch Depression ansprechen (Depressionen äußern sich häufig auch in Form von Angstattacken) oder bei der nächsten Panikattacke in die Notaufnahme gehen. Da müssen sie dir helfen. Ich habe das damals so gemacht und bin daraufhin in eine Tagesklinik überwiesen worden. Dort wurde ich super betreut und hab auch die Medis bekommen. Ich hatte nach 3 Monaten keine Attacken und es wäre vllt dabei geblieben wenn ich die Medis nicht eigenständig abgesetzt hätte, in ärztlicher Behandlung geblieben wäre und eine Therapie im Anschluss der Klinik gemacht habe. Aber da ich wieder 100% symptomfrei und glücklich war, hielt ich das alles nicht für nötig. Darf man halt nicht unterschätzen diese Krankheit.

Angststörungen können auf jeden Fall gut geheilt werden, nur müssen sie eben erst diagnostiziert werden. Halt uns auf dem Laufenden. Liebe Grüße :)_

HQu!berxh1


@ Fearbunny

Okey das werd ich tun . :)z

Manchmal hab ich Tage da geht es mir relativ gut , dann wieder Tage wo es ganz schlimm ist. Diese Attacken sind dann der Höhepunkt. :-(

Ich denke auch Antidepressiva wurden mir gut helfen gegen die Attacken und Angst.

Liebe Grüße :)_

F$earbuxnny


Ja, das kenn ich.

Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Cipramil gemacht. Aber darauf einstellen muss dich natürlich dein Arzt. Man fängt mit einer niedrigen Dosis an und steigert sich dann über die Wochen. Dieses Medi wird häufig bei Angststörungen und Panikattacken eingesetzt. Leider ist es am Anfang so, dass die Symptome sich oft erstmal verschlimmern. D.h. in den ersten 1-2 Wochen. Wenn man es aber nicht aushält, gibt es Beruhigungsmittel. Die sollte man aber wirklich nur im Notfall nehmen. Nach 4-6 Wochen merkt man oft die erste Besserung. Geht alles Schritt für Schritt. Ich mache das auch grad durch. Vor den Panikattacken fürchte ich mich auch, aber bei mir sind sie nicht mehr so schlimm wie früher, da ich jetzt weiß das das alles nur von meinem Gehirn ausgelöst wird, mir nichts passiert und die auch wieder vorbei gehen. Ich kämpfe zur Zeit am meisten mit dieser Freudlosigkeit, da ich mit den Tabletten auch erst am Freitag angefangen habe. Aber da ich das schon 2x durchgemacht habe, weiß ich das es wieder vorbei geht und jetzt Geduld gefragt ist. Ich werde jetzt auch endlich eine Therapie machen, die Tabletten nicht mehr selbstständig absetzen, auf erste Anzeichen schneller reagieren und den Ausdauersport weiterführen mit dem ich vor kurzem begonnen habe. Sport hilft viel und soll auch die Rückfallquote stark verringern. Nur Mut! Wir schaffen das alle! :)z

4%Apndix4


@ HuberH und Fearbunny:

Ich nehme seit 3,5 Wochen Citalopram. Und mir gehts besser. Keine Panik mehr. Angst und innere Unruhe DEUTLICH gemindert. Mein NotfallBeruhigungsmittel schon 2 Wochen nicht mehr gebraucht (wie gesagt: nWICHTIG wg der Suchtgefahr bei Benzos!). Depression besser, fühlt sich nicht mehr ganz so "aussichtslos" an. Also auch von mir "Kopf hoch" und "wir schaffen das!"

Lg: Andi

4{Andix4


Ahso, ich hatte in der ersten Woche auch HEFTIGE Nebenwirkungen vom Antidepressivum. Wurden dann aber schnell besser. Und bis es anfing zu wirken, gingen fast 2 Wochen vorbei. Seitdem aber wirklich merklich!

F]earbuxnny


Meine Stimmungen ändern sich täglich. Mal lieg ich nur rum und mal bin ich ganz kribbelig und unruhig (meist gegen Abend). Bevor ich mit den Tabletten angefangen habe, hatte ich nicht das Gefühl depressiv zu sein. Ich war arbeiten und shoppen. Ich hab zwar in den letzten 2 Monaten immer gesagt mir fehlt irgendwie immer etwas. Mein Leben war ein bisschen freudlos, aber ich hatte immer noch Dinge die mich glücklich gemacht haben. Etwa 1-2 Tage nach Beginn der einnahme von Cipramil änderte sich das erstmal. Jetzt erfreu ich mich an nichts mehr. Habe keine Lust das Haus zu verlassen, sitz am liebsten nur vorm Fernseher oder dem PC. Aber immerhin ertrag ich mein Leben und ich bin nicht hoffnungslos. Ich bin mir irgendwie sicher das das wieder nur eine Phase in meinem Leben ist, die vorüber geht. Natürlich ist die Angst das ich damit fasch liege, trotzdem da. Aber das ist ja nicht ungewöhnlich.

Hab jetzt auch meine Blutwerte checken lassen. Keine Auffälligkeiten. Tja jetzt heißt es wohl geduldig sein :-)

4iAnd`ix4


ja, ich kann da auch nur zu geduld raten. Bei mir gibt´s auch gute und schlechte tage – das sei normal, hat mein psychiater gesagt... Und bis das medikament wirkt, da können schon mal ein paar wochen vergehen. KÖNNTE aber natürlich auch sein, dass es nicht das richtige medikament ist. ich hab mir sagen lassen, da sollte man nicht verzagen, es gibt da wohl noch ganz viele andere möglichkeiten, und manche müssen da (zusammen mit dem neuro / psychiater) ein bisschen "rumprobieren". Ist sicher auch gut, parallel ne therapie zu machen, aber das hast du ja eh vor, nicht?

kopf hoch!

FBearb5unxny


Ja, das hab ich eh vor.

Ich denke schon das Cipramil das Richtige für mich ist, weil ich es schon 2 mal in meinem Leben genommen hab und das Medi beide Male super geholfen hat. Nur leider hab ich es eben jedes Mal eigenmächtig abgesetzt und als es dann schwierige Situationen zu meistern gab, kamen die Ängste und Depris wieder.

Gestern Abend war ich mit einer Freundin unterwegs - einfach nur so, was essen und quatschen. Und da hab ich mich fast glücklich gefühlt und dachte: "Mensch, was ist eigentlich los mit dir?!" Als ich nach Hause kam hatte ich also beinahe ein Hoch Gefühl und habe beschlossen das erste Mal wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen (Ich habe eine eigene kleine Wohnung im Haus meiner Eltern). Auch weil ich die letzten 2 Nächte ohne Panikattacken rumgebracht habe.

Die Sache ist nur leider, dass ich immer das Gefühl habe, dass ich eine Geräusch- oder Bildkulisse brauche wenn ich allein schlafe und daher seit Jahren immer mit dem Fernseher schlafe, obwohl ich erwiesenermaßen schlechter mit dem Ding schlafe. So war es auch gestern. Kaum lag ich in meinem Bett, hatte ich plötzlich wieder seltsame Gedanken über das Leben. Wie seltsam es ist, dass alles so vergänglich ist, nichts bleibt und das machte mir Angst. So schreckte ich kurz vor dem Einschlafen plötzlich mit dem panischen Gedanken hoch, dass mein Leben eines Tages vorbei ist und ich nichts dagegen tun kann. Das ich jede Nacht einen Schritt auf den Tod zugehe. Ich hatte also wieder panische Angst vor dem Tod. Die Angst vor dem Tod begleitet mich ja eigentlich immer, aber sie bereitet mir eben sonst keine Panikattacken.

Auf jeden Fall beschloss ich dann, den Fernseher auszuschalten und mir stattdessen ein Hörspiel anzuhören. Dazu drehte ich mich in meinem Bett so rum, dass ich aus dem Fenster in den Himmel sehen konnte. Und ich glaube es dauerte keine 10 Minuten, da war ich eingeschlafen und hatte auch einen schönen Traum. Bis um 10 Uhr schlummerte ich wie ein Baby.

Aufgewacht bin ich natürlich wieder mit trübseligen Gedanken, trotz des Sonnenscheins. Aber es hätte mich auch gewundert, wenn meine Tabletten schon nach weniger als einer Woche meine Leidensphase beendet hätten.

4HAndxi4


na klingt doch aber eigentlich ganz gut... Gibt also schon wieder erste schöne Momente... So solls weiter gehen! Wie ist das eigentlich bei Dir mit Benzodiazepinen? hast du auch so ein Notfallmedikament? Da würde mich ein Erfahrungsaustausch interessieren, weil ich da hin – und hergerissen bin (wirkt super, aber ich hab eine heidenangst, mih daran zu gewöhnen). Falls Dir das hier zu "öffentlich" ist, freue ich mich auch über eine PN... Können hier von mir aus aber auch offen schreiben... habe selbst so oft als "stummer Mitleser" von solchen fäden profitiert, dass ich das auch anderen gönne...

FKearbunTny


Ich hab kein Problem das öffentlich zu posten. Ich gehe auch im "echten" Leben recht offen damit um.

Ich nehme zur Zeit keine Beruhigungsmittel. Mein Arzt hat mir ein Rezept mit gegegeben für Tavor. Ich habe es nicht abgeholt, weil meine Angstzustände wirklich nur kurz vorm Einschlafen auftreten. Früher (vor 10 Jahren) hatte ich diese auch tagsüber...in unregelmäßigen Abständen. Damals wäre es toll gewesen was zur Beruhigung zu haben. Da ich damals aber nicht wusste das ich krank bin, hatte ich keine und habe mich über Monate selbst durch diese Angstzustände gequält. Das war ein traumatisches Erlebnis für mich und ich denke heute, dass man solange bis die Antidepressiva richtig wirken, man in Situationen schlimmer Angst, ruhig zu Benzos greifen darf. Aber auf keinen Fall eine Regelmäßigkeit eintreten lassen darf, denn diese können abhängig machen.

In meinem Fall quält mich zur Zeit die Angst vorm Sterben. Möglicherweise wurde dies ausgelöst, weil ein naher Bekannter vor 2 Monaten ganz plötzlich verstarb und kurz zuvor eine andere Person die mir Nahe stand einen schweren Unfall hatte und auch beinahe gestorben wäre. Diese zwei Ereignisse erfolgten im Abstand von nur etwa 10 Tagen. Ich bin eh sehr sensibel und dazu ein sehr ängstlicher Mensch, daher sollte es mich nicht verwundern, dass ich Angstzustände entwickelt habe. Dennoch habe ich wieder mal Angst, das ich aus diesem Tief in dem ich gerade bin, nicht rauskomme :/

smtolpeWrsteNincShxen


fearbunny

du sagst angserkrankungen können im grunde gut geheilt werden......wäre daran interessiert , denn ich leider schon über 20 jahre daran ...konnte es mindern , aber nicht heilen...also bitte , sag mir wie ??? ??? ? :-/

FOear@bunnxy


@ stolpersteinchen

Ich bin leider kein Arzt und kein Psychotherapeut und selbst wenn ich einer wäre, müsste es schwer sein über die Entfernung und ohne Hintergrundwissen eine Diagnose zu stellen. Angsterkrankungen haben soweit ich weiß immer einen Auslöser auch wenn dir vllt nicht bewusst ist, wo dieser liegt. Ein stabiles Umfeld und gesundes Umfeld hilft auch dabei die Angsterkrankung in den Griff zu kriegen. Was haben dir denn Ärzte und Psychologen gesagt? Da du seit 20 Jahren daran leidest, hast du ja sicher einige von denen konsultiert?!

Liebe Grüße

sitolpeur|steinc6hen


ich weiss jetzt gar nicht wo ich anfangen soll....ichhab lange gebraucht um dahinter zu kommen woher meine angstattacken kamen....7 jahre psychotherapie , haben mir dann zumindest den einblick gegeben woher meine angsterkrankung kommt.....liegt schon in meiner kindheit...scheidung meiner eltern.... meinem papa wurde das sorgerecht zugesprochen ..sehr ungewöhnlich für anfang der 70er jahre.....er hatte dann eine freundin nach der anderen...jede war dann meine mama...bis er wieder eine neue hatte.....seine frauen waren ihm immer wichtiger als sein kind und von meinen stiefmüttern war auch nicht viel zu erwarten...noch dazu weil sie ja auch kinder mit ihn die beziehung brachten...naja irgendwann blieb er dann bei einer, die auch 4 kinder mit in die ehe brachte....sie war dann entgültig meine neue mama....(dabei suchte mich damals meine richtige mama auch heimlich heim,was mein papa nicht wissen durfte)stiefkind war eben stiefkind....keine liebe...keinen halt...in der pubertät , sexuelle übergriffe des stiefbruders...die sicher ein jahr lang währten......wohin sich wenden...papa ??? ? scherz,der hatte ja andere sorgen.....und zählen tat auch nur , was meine stiefmutter ihm erzählte......war jetzt nur ein kleiner einblick in meine kinderwelt........ich wurde dann irgendwann mal erwachsen...hab geheiratet und selber einen kleinen sohn bekommen ...und als der 10 monate alt war , starb meine stiefmutter ...und das war der auslöser meiner angsterkrankung.....hoffe es war jetzt nicht zuviel ":/ ...... :)_

4;Andxi4


Armes Stolpersteinchen :)_ Da hast Du wirklich traurige Elemente in Deiner Lebensgeschichte. Fearbunny, ich finde Deine Einstellung zu benzos richtig gut! Ich halte das prinzipiell genauso. Habe Lorazepam (= Tavor), und seit ich vor achteinhalb Wochen mit einem Paukenschlag (heftige Panikattacken) in die Depression gerutscht bin, habe ich INSGESAMT 14 mg davon verbraucht, meistens in 0,5 mg- pro-Tag-Rationen. Habe sowas vorher nie im Leben gebraucht, hoffe, dass es jetzt auch erstmal damit vorbei ist (ich schreibe mir das immer ganz genau auf, heute ist Tag 15 ohne!).

Bei mir gings wie gesagt vor 8,5 Wochen los. Winter, Dunkelheit, (eigentlich unbegründete) Angst um einen lieben Menschen, dann eine fiese Zahnarztbehandlung, die anstand. Ich hab mit einem Freund weit über den Durst einen getrunken, freitagsabends, und am nächsten Tag gings verkatert plötzlich los. Erst Panik (8 Tage), dann zunehmend Depression und ganz ganz viele psychosomatische Probleme, die sich unglaublich bedrohlich anfühlen (abwechselnd Zahnprobleme, Magenprobleme, Rückenschmerzen, starkes Asthma/das Gefühl, keine Luft zu kriegen, Herzrhythmusstörungen, Ekzeme an den Händen). Diese psychosomatischen Symptome halten (obwohl mirs psychisch deutlich besser ghet) immer noch an und wechseln sich munter ab (deshalb bin ich auch genau richtig, hier in diesem Hypochonder-Forum :-) Seit ich Citalopram nehme, gehts mir besser (nach 1-2 Wochen, bin jetzt in Woche 4). Außerdem Psychotherapie reaktiviert...

Fearbunny, die Angst, dass Du aus dem Tief nicht rauskommst – das ist genau unsere Krankheit, mach Dir das bitte klar, das hilft! Genau DAS ist doch der eigentliche Wesenskern der Depression, das macht sie so schwer erträglich. Natürlich kommst du da raus!! Dauert halt nur ein bisschen, das ist leider normal. Bei mir wars ganz genauso: Vor 4 wochen, als es mir am schlechtesten ging, habe ich alle meine Vertrauenspersonen ständig gefragt: "Das wird doch wieder besser, oder?" / "Ich komme doch da wieder raus, oder nicht?", Das ist ganz typisch, denk dran! Jetzt frage ich das nicht mehr...

Ich wünsch Euch allen was – ich finde den Austausch hier grade richtig gut...

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