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Angst zu sterben

4~Andxi4


:)_ Ja, das kann davon kommen, dass Du heute die Dosis erhöht hast. Bei mir kam am Tag der Dosiserhöhung auf einmal ganz heftige Unruhe/Angst auf am Arbeitsplatz. Und am nächsten Tag wars schon wieder besser. Also Kopf hoch: Du schaffst das! Das mit Deiner speziellen Angst: Ich glaube, dass man da bestimmt sehr gut therapeutisch mit arbeiten kann. Ich will jetzt keine Phrasen dreschen, aber dass irgendwann der Tod kommt (hoffentlich und ziemlich wahrscheinlich noch sehr lange nicht!), das gehört zum Leben. Und damit muss JEDER leben. Aber damit kann man normalerweise auch leben. Und das wirst auch Du wieder können, wenn die Depression nachlässt (und Du Dich ggf. therapeutisch damit auseinandergesetzt hast). Ich hatte dir oben geschrieben: Angst, Hoffnungslosigkeit, Aussichtslosigkeit: DAS ist der Kern der Depression. Und der fühlt sich real an und so, als wäre er für immer da. Aber das ist er nicht! Ist nur eine Phase in einer ekelhaften Krankheit.

4QAndxi4


Du wirst bestimmt nicht blind! Auch das kann vom Medi kommen. Übrigens: Da verstehe ich mich sehr gut. Das Hauptproblem meiner Depression (wei bei Dir der unerträgliche Gedanke an den Tod) ist die Angst vor ("gefährlichen", zumindest als so empfundenen) Krankheiten. Und ich entwickle ständig neue Symptome, die sehr real sind und verzweifle fast dran.

4uAndyix4


wollte schreiben: Da verstehe ich DICH sehr gut! :)z

Fhearbxunny


Hey Andi,

du hattest Recht. Ich kann noch sehen ;-) Danke für deine Antworten gestern Abend. Es hilft unglaublich viel in den verzweifelten Momenten Zuspruch zu bekommen. Insbesondere fühle ich mich nicht so einsam wenn die Worte von Menschen kommen, die wissen was ich grad durchmach.

Ich hab die Angst gestern Abend ohne Benzos überstanden, auch wenn ich länger brauchte zum Einschlafen (heftiges Herzklopfen und Unruhe). Habe jetzt aber Tavor im Schrank. Fühlt sich besser an zu wissen, dass man im Fall des Falles was da hat.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe zur Zeit am meisten mit dieser Freudlosigkeit zu kämpfen. Dieses Gefühl das jeder Tag gleich ist. Langweilig, trist, fad. Ich habe mich gefragt warum ich die Welt um mich herum, die sich ja gar nicht verändert hat, plötzlich als so grau empfinde. Im endeffekt ist es ja so, dass ich mich den ganzen Tag beschäftigen kann, aber eben an keiner der Tätigkeiten Freude empfinde. Daher weiß ich manchmal gar nicht wohin mit mir. Ich kann lesen, fernsehen, malen oder was auch immer, aber ich tue es eben nur im irgendetwas zu tun. Vielleicht sollte ich mich freuen das mein Antrieb da ist. Somit ist mir immerhin nicht mehr danach einfach im Bett liegen zu bleiben. Ich habe schon das Gefühl das ich aufstehen muss und schaffe das auch ohne Probleme.

Gestern telefonierte ich mit einem Bekannten, der weiß das ich depressiv bin und der meinte, ich würde mich gar nicht depressiv anhören. Das schockt mich irgendwie weil ich dann denke, dass ich vielleicht gar nicht depressiv bin und der Zustand in dem ich jetzt bin, schn der Endgültige ist. Ich bin auch einfach sehr ungeduldig...Warten ist nicht meine Stärke!

45Andxi4


Oh ja, diese Ungeduld kenne ich auch. ich könnte teilweise in die Tischplatte beißen... Die Freudlosigkeit ist bei mir besser geworden. Was mein Problem ist: Körperliche Beschwerden, die mir, eine nach der anderen Angst und Schmerzen bereiten. Immer denke ich: Wenn DAS mal weg ist, dann gehts mir wieder richtig gut. Und dann wird das Problem durch das nächste abgelöst. Und alles verschiebt sich nur...

Übrigens auch DAS kenne ich und finde es sehr interessant: Mein Umfeld hat VOR MIR gemerkt, dass es mir besser geht. Und wenn mein Freund oder meine Mutter das am Telefon so zurückgemeldet haben, habe ich EMPÖRT abgestritten, dass es mir besser geht. Im Nachhinein, und erst jetzt, denke ich aber, dass da schon eine kleine Verbesserung war, als mein nahes Umfeld begonnen hat, das zu bemerken. Villeicht hat der Bekannte ja recht?

FEearbqunny


Ja, da könntest du Recht haben. Meine Mutter sagt auch das sie den Eindruck hat es gehe mir besser, obwohl ich das immer abstreite. Aber man muss dann mal die Fakten zusammen zählen, z.B. dass ich mich diese Woche wieder fähig fühle arbeiten zu gehen, mich anziehen und frisieren kann. Die ersten 3-4 Tage nach Beginn der Einnahme ging das noch nicht. Bevor ich mit dem Medi anfing hatte ich ja auch gar nicht direkt das Gefühl depressiv zu sein, da hatte ich "nur" diese Attacken und irgendwann entwickelte ich auch den Tag über eine Angst vor der Nacht. Das war der Punkt an dem ich beschloss es wäre Zeit wieder zu meinen Tabletten zu greifen. Ich denke die Panik war wohl ein Weg mir mitzuteilen, dass es mir nicht gut geht und ich Ängste habe, denen ich mich stellen muss. In gut 6 Wochen habe ich einen Termin beim Psychologen. Das ist zwar noch sehr lange, aber besser als ein Jahr Wartezeit. Ich frage mich wie jemand der wirklich schwer depressiv ist, mit den langen Wartezeiten zurecht kommt. Da bleibt einem ja gar keine Alternative außer das Krankenhaus. Und ich habe dort die Erfahrung gemacht, dass einem gar nichts erklärt wird (mir wurde damals nicht mal erklärt welche Art von Medikament ich bekomme und wie es wirkt). Ich habe mir schon damals selbst geholfen indem ich via Internet recherchiert und mich ausgetauscht habe. In unserer Leistungsgeselschaft ist einfach kein Platz für Menschen die nicht mehr funktionieren :-(

4*Andxi4


Die Frage, wie das andere überhaupt durchhalten, habe ich mir auch schon gestellt. Ich hatte da bisher echt Glück mit meinen Strukturen. Liegt aber mit daren, ist vielelicht die positive Kehrseite meiner Angst, d.h. ich kümmere mich ziemlich früh. Wo wohnst Du denn (ungefähr)? Westen oder Osten, Nord oder Süd, Stadt oder Land? Ich bin aus dem RheinMainGebiet...

Ich war übrigens nie in so einem Krankehaus, aber ich habe evtl. vor demnächst in eine psychosomatische Klinik zur Reha zu gehen, bzw. das erstmal zu beantragen...

FlearbuHnny


Ich wohne im Raum Berlin/ Brandenburg und ich wohne nicht auf dem Land.

Ich denke für mich wird eine <psychotherapie vielleicht sinnvoll sein....zu lernen wie man mit Verlust- und Zukunftsängsten lebt oder mit ihnen umgeht. Eine meiner Ängste ist ja auch das ich durch die wiederkehrenden Depressionen vereinsame und das Verständnis oder die Rücksichtsnahme die jetzt vielleicht noch da ist, irgendwann verbraucht ist und mir keiner mehr hilft, sondern alle nur noch den Kopf schütteln über mich. Überhaupt ist Einsamkeit ein großes Thema für mich und das war es schon immer auch wenn ich nicht weiß woher das kommt...

4sAnd9i4


Ja, auch da gibt´s Parallelen zwischen uns. Verlustangst ist wahrscheinlich einer der Auslöser für meine derzeitige depressive Episode: Ich habe einen wesentlich älteren Lebenspartner, um den ich mich immer wieder sehr sorge. Ich denke, eine Gesprächstherapie wird Dir helfen. Mir hat sie subjektiv geholfen. Objektiv muss man allerdings sagen, dass ich jetzt, 2 Jahre nach Abschluss der ersten Therapie, so tief abgestürzt bin wie noch nie. Aber wer weiß, woran das liegt...

H$u]berhx1


Mich macht diese manchmal heftig auftretende Depersonalisation totalt fertig ich fühle mich dann total komisch und denke mir bin das ich .. alles fühlt sich dann komisch an vorallem mein Kopf.. dann denke ich schlägt mein Herz noch ? und was ist wenn es aufört zu schlagen? oder wenn ich einfach umfalle weil ich einen Gehirnschlag oder was in der Art erleide.. Mir gehts damit richtig elend, meistens gegen abend so 18 - 19 Uhr ist es ganz schlimm mit dieser Depersoalisation.. man fühlt sich nicht mehr im eigenen Körper und dieses komische Gefühl im Kopf, da bekommt man natürlich Angst, auch Angst zu sterben.. Wie kann ich da nur wieder rauskommen? :-(

4.An\di4


Mmh, dieses Gefühl der Depersonalisation kenne ich so nicht. Die Ängste, die Du beschreibst, schon. Aber bei mir fühlt sich alles immer noch "real" an und ich fühle mich noch normal als in meinem Körper befindlich. Wir sind ja natürlich auch nur Laien mit unserer eigenen Erfahrung, schwer Dir da etweas anderes zu raten als Dich unbedingt in fachmännische Hände zu bgeben. Aber Mut kann ich Dir machen, ich denke, dass Du da schon rauskommst, wenn das Problem entsprechend behandelt wird. 1. Psychiatrische / neurologische Hilfe(evtl. mit Medikamneten) 2. Psychotherapeutische Hilfe. Ich kann Dich nur ermutigen: Zögere nicht und geh die Sache an!

4SAnd|i4


Ach und noch eins: Wenn unsere Vermutung richtig ist (und da spricht einiges dafür): Dann stirbst Du NICHT daran! So schlimm sich das auch anfühlt, vermutlich hat es keine körperlichen Auswirkungen, außer, dass Du Dich elend fühlst.

d+ista>ncen 1


Hallo Huberh1,

da du ja schon einige Thread´s in dieser Richtung eröffnet hast, würde auch ich dir raten, dir professionelle Hilfe zu suchen.

Wir können dir hier nur Hilfestellstellung bieten. Aktiv werden musst DU. Unternimm endlich was.

Alles Gute für dich.

F<ear@bunndy


Depersonalisation...mmh...ich weiß nicht genau ob du das meinst was ich empfinde...ich frage mich halt auch immer "Bin ich noch da? Ist mein Umfeld real? Ist das alles hier real?" Ich stelle alles in Frage was ich aber vielleicht als Folge der Depression tue. Denn wenn man kein einziges positives Gefühl mehr hat d.h. Freude an Alltagsdingen oder Vorfreude oder andere positive Gefühle, dann stellt sich ja bewusst die Frage, wofür sind wir hier und was ist der Sinn?! Ich fühle mich zeitweise in diesem Leben regelrecht eingesperrt - so als müsste ich eigentlich woanders sein, nur weiß ich nicht wo. Man muss sich entscheiden für das Leben (was uns allen unglaublich zur Zeit trist, fad und trostlos erscheint) oder für den Tod, von dem wir nicht wissen was er ist und den viele von uns fürchten. Da beide Möglichkeiten wenig aussichtsvoll sind, entsteht bei mir dieses Gefühl in der Falle zu sitzen. Ich weiß nicht wozu ich morgens aufstehe, aber ich tu es. Weil ich es immer getan habe und weil ich versuche mir einen halbwegs normalen Alltag zu bewahren. Und dann frag ich mich dabei: Wofür? Ich hab Glück das ich zumindest den Antrieb und die Kraft habe meinen Alltag zu bewältigen. Aber in schwer depressiven Episoden wäre das nicht denkbar gewesen. Ich würde sagen im Vergleich zu 2 Wochen geht es mir etwas besser inzwischen, aber mein Leben habe ich nicht zurück. Und bei der 3. oder 4. depressiven Episode wird es irgendwie auch schwieriger positiv zu denken, da man ja schon damit rechnen kann, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann die nächste Episode wieder kommt. Und das frustriert mich unglaublich!

HKubXerVh1


Ich habe auch immer wieder so Phasen da geht es mir richtig schlecht kann manchmal ganz plötzlich kommen und auch nur eine halbe Stunde dauern. Da geht es mir dann richtig beschissen. Dann kommt mir wieder alles so komisch vor und ich kann das nicht abstellen. Bekomme dann manchmal das Gefühl bald sterben zu müssen. Zieht mich enorm runter.. Ich will dass das ganze aufhört :/

Ich hoffe aber auch das wirklich nichts organisches dahinter steckt, das was mit meinen Kopf nicht in Ordnung sein könnte. Davor hab ich schon große Angst... Aber das ganze geht ja jetz schon so seit über 2 Monaten :(

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