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Ich fühle mich nie richtig ausgelastet

Ebhema!liger /NutzeUr X(#699x28)


Ich habe nicht das Gefühl, dass es sich hier um eine Zeitfrage handelt, sondern vielmehr um die Frage, ob man sich emotional ausgefüllt fühlt. Es wirkt auf mich, als hättest du viel zu tun, aber wenig, was dich wirklich beschäftigt und emotional anspricht. Du studierst, aber du machst es "nebenbei". Du arbeitest, aber es ist bloß ein Nebenjob, der dich über Wasser hält. Du machst deinen Haushalt und kaufst ein, weil es eben gemacht werden muss. Du machst Sport, weil du Rückenprobleme hast. Ich lese bei dir keine Begeisterung heraus, nicht für einen Menschen und nicht für eine Beschäftigung. Nur ein einziges Mal, als du von einem Freund von dir sprichst, scheint es sich um mehr als Zeitvertreib zu handeln. Wenn mein Eindruck richtig ist (was ja keineswegs so sein muss, das ist nur meine spontane Bewertung), dann wundert es mich nicht, dass du dich nicht ausgelastet fühlst. Am Abend magst du körperlich müde sein, aber nicht emotional oder intellektuell. Ich kann mich erinnern, dass ich als Teenager manchmal einfach nur auf dem Rücken lag und Löcher in den Himmel starrte. Auch wenn mein Körper untätig war, war ich innerlich stark mit meinen Gefühlen und meiner Entwicklung beschäftigt. Bei dir wirkt es umgekehrt: Ein aktiver Körper, aber ein unausgelasteter Geist. Die Lösung wäre in diesem Fall, Menschen und Tätigkeiten zu finden, die dich emotional beanspruchen. Aber das ist natürlich viel einfacher gesagt, als getan.

WTo*nede^rfulxl


O man, du hörst dich total einsam an. Das tut mir voll leid! Die Depressionen kommen sicherlich teilweise auch daher. Was du brauchst, sind Menschen, denen du vertrauen kannst...Aber ja, das frisst Zeit :-D hahaha....aber ist auch schön. Es reicht auch, wenn das eine oder zwei oder drei Personen sind. :)

Ich umarme dich einfach mal in Gedanken!!!!!! Und denke an dich @:)

Lfucies2x6


Liebe Lancis,

ja, das stimmt. :( Ich fühle mich emotional oft so leer.

Dass mich die Arbeit und die Uni nicht beanspruchen würde, stimmt so auch nicht. Das Thema meiner Examensarbeit finde ich so toll, dass ich mir sogar vorstellen könnte, darin zu promovieren. *g*

Aber mein Leben außerhalb von Uni und Arbeit ist sooo öde.

Klar, ich kann auch Bücher lesen, die mich faszinieren und fesseln, lese viel im Internet umher, schaue mir mal Filme an usw., aber ich fühle eben so einen gewaltigen Mangel, eine Leere.

Früher habe ich mal sehr viel geschrieben – Romane, Kurzgeschichten usw.

Ich bringe in der Hinsicht nichts mehr zustande, weil ich denke, dass ich mich dafür emotional mehr öffnen müsste, aber den Zugang, den ich zu mir selbst mal hatte, den habe ich irgendwo nicht mehr. All das, was ich früher durchaus für mich ausgelebt habe, wie ich für mich innerlich gefühlt habe --- na ja, ich habe gelernt, es irgendwo wegzustoßen, weil ich es ab einem gewissen Punkt nicht mehr aushalten konnte.

Auch diese romantisch-sexuellen Erfahrungen bspw. Irgendwie waren die so schlimm mitunter – nein, ich habe keine Vergewaltigungssachen oder dergleichen erlebt – dass ich nicht weiß, wie ich es noch mal schaffen soll, mich auf jemanden einzulassen.

Bin einfach zu empfindlich...

L8uc9ie26


Wonderfull, vielen Dank! Drücke dich zurück. @:)

LeucFie2x6


Gato, ich habe schon den Eindruck, dass sich manche Leute von mir distanzieren. NICHT ALLE!!! Aber einige.

Die, die sich nicht so distanzieren, sind meistens die gefestigteren Menschen........

vielleicht erinnere ich manche zu sehr an ihre eigenen Probleme.

LhucieK2k6


Zum Wohnheim und zu den sonstigen Kontakten

Ich sage es mal so. Wenn es um die bloße Kontaktaufnahme geht bzw. mal ab und an mit jemandem zu reden: da habe ich keine Probleme. An sich glaube ich auch nicht bzw. habe ich nicht den Eindruck, dass man mich generell unsympathisch, zu erwartungshaltig oder auch "respektlos" findet.

Aber die Kontakte halten dennoch meistens nicht so. Oder bestenfalls vielleicht mal 2-3 Jahre. Wobei ich 2-3 Jahre persönlich lange finde schon.

Ich habe noch einen ganzen Haufen Uni-Kontakte, wo man sich grüßt, mal kurz redet und auch noch vielleicht mal zusammen was in der Mensa isst oder einen Kaffee in dem Pädagogikcafé bei uns süffelt; aber ich hatte das auch nur sehr selten, dass die Uni-Kontakte über das Universitäre mal hinausgegangen sind.

Na ja, ich habe zeitweise 2 bis 3 Hände voll Leute gehabt --- also nicht nur unbedingt privater Natur jetzt, sondern auch so Unileute mit denen man nach den Seminaren oder Vorlesungen noch Kaffee getrunken hat usw. --- aber im Endeffekt passen die Leute alle nicht wirklich. Früher war ich einfach nur froh, überhaupt IRGENDWEN ZU HABEN. Einerlei ob das jetzt passte oder nicht. Hauptsache ich fand die Leute nett. lol

Da waren aber halt auch welche drunter, die mir das offen ins Gesicht sozusagen gesagt haben, dass ich denen zu weit weg wohne... oder es waren eben auch welche, die sich ABSOLUT NIE treffen wollten außerhalb der Uni oder außerhalb von Telefonaten.

Ich weiß ja mittlerweile selbst, dass das so nicht laufen sollte.

Aber irgendwie habe ich keine Ahnung, wie ich an andere Leute, die mir vielleicht ähnlicher sind, rankommen soll.

Habe es mit Anzeigen probiert... ja, war auch ein Schuss in den Ofen...

Über VHS, Vereine usw. habe ich es auch schon versucht. Auch über andere Hochschulaktivitäten...

Allerdings muss ich trotzdem sagen, dass ich einfach finde, dass ich mit einigen Sachen schon Pech hatte. Ich sage ja gar nicht, dass es nur AM ANDEREN liegt. Aber unterschiedliche Lebenskonzepte passen manchmal halt auch schlecht zusammen. Wenn ich Leute kennen lerne, die lieber Party machen und kiffen, anstatt sich mal bei einem DVD-Abend zusammenzufinden oder einfach nur zu plaudern --- na ja, da passt das für mich alleine schon nicht. Genausowenig wie ich keine Leute haben möchte, die jeden Hans und Franz als Freund bezeichnen – der Begriff der Freundschaft ist Dank der sozialen Netzwerke derartig inflationär geworden...

Ich habe weiterhin Versuche gestartet. Auch im Wohnheim. Ich kann es ja mal zusammenfassen, woran es im Wohnheim gescheitert ist. Bei einem "zunächst netten Pärchen" hatte ich das Problem, dass ich mit ihm einfach nicht mehr zurechtkam bzw. er auch nicht mit mir und ich war dann mit ihr trotzdem noch weiter im Kontakt. Das ist zunehmend abgeebbt, weil ich denke, dass sie sich von ihrem Partner und auch noch von einer anderen Frau aus dem Wohnheim beeinflussen lässt, denn mit beiden komme ich nicht klar. bzw. die lassen sich das eher anmerken, dass sie mit mir keinen Kontakt wollen...

Auch wenn sich das vielleicht dämlich anhört; aber ´während ich mit IHR noch Gemeinsamkeiten habe, habe ich eben mit den anderen beiden überhaupt nicht viel gemein. Da ich mich aber trotzdem gut mit ihm verstanden habe zu Beginn, fand ich das jetzt nicht weiter tragisch. Mit ihr hätte ich mir das längerfristig schon vorstellen können.

Nun wenn sie sich da halt sooo beeinflussen lässt von den anderen – bitte.

Dann mein Tischtennispartner. Seitdem dessen Bruder bei uns eingezogen ist, geht da gar nichts mehr. Sein Bruder findet es uncool, mit Frauen "abzuhängen".

Na ja, und dann hatte ich noch die beiden Männer, mit denen ich einen ONS hatte.

Da ich das mit dem einen nach einiger Zeit abbrach, hat er mich bei so und so vielen Leuten im Wohnheim schlecht gemacht. NEIN DAS IST KEINE INTERPRETATION!!! Das haben mir immerhin zwei andere Leute zugetragen, dass der halt rumerzählt hat, ich würde Leute sexuell demütigen und die Männer verarschen- Ja, vielleicht wirkte es aus seiner Sicht auch so. Vice versa könnte ich das genauso über ihn sagen. lol

Das ist einfach eine Verkettung von dämlichen Umständen bzw. das ist praktisch ein Selbstläufer... ich gehe ja jetzt nicht zu den Leuten hin und bitte sie darum, mich scheiße zu behandeln, mich auszugrenzen usw. Meiner Meinung nach habe ich das nicht einmal provoziert.

Das Einzige, was eventuell noch ein Streitpunkt war, war der Aspekt mit der Küche.

Dennoch gibt es ja Leute im Wohnheim, die mich durchaus "nett" finden und mit mir auch reden und was machen. Meine gute Bekannte aus der WG unter uns. Die sieht das meiste auch ähnlich bzw. für sie ist das im Wohnheim auch nicht unbedingt einfach.

Ansonsten habe ich jede Menge Leute in meinem bisherigen Leben kennen gelernt, die entweder ständig gelogen haben oder die totale Einzelgänger waren...

ich behaupte mal, dass es für jemanden wie mich mit so einem Extrem-Einzelgänger nicht einfach ist.

Wenn ich mich z.B. schon mal gerne öfter treffe und dem anderen das 1x im Jahr reicht...

(das ist jetzt mal übertrieben ausgedrüclt).

Mein Therapeut hat ja bereits gemeint, dass ich eine gewisse Empfindsamkeit in mir trage, die er aber selbst nicht unbedingt negativ findet, aber die natürlich auch manches erschweren kann...

LOuc@ie26


So, ich war heute das 1. Mal in diesem Sportzentrum.

Muss sowieso wegen meines Knies und wegen des Rückens mehr machen.

Gefiel mir dort.

Heute Abend gehe ich zu einem Tischtennis-Club, der auch von diesem Sportzentrum aus organisiert wird.

Bin ich mal gespannt.

LYutci-e26


So, ich war heute Abend beim Tischtennis. Hat mir sehr gut gefallen und dort werde ich wieder hingehen. :)

L?e<wiaxn


Lucie

Kann schon sein, dass du bloss viel Pech hast. Das laesst sich aus der Ferne schlecht beurteilen.

Was heisst denn das konkret bei dir, "ich kam mit ihm nicht mehr zurecht"? Ich meine, man muss ja nun nicht mit jedem befreundet sein, aber man kann Leuten, denen man nicht so nahe sein mag, ja trotzdem noch freundlich und neutral begegnen, und dann wuerde ich nicht erwarten, dass solche Leute dann Stimmung gegen einen machen (obwohl, ich gebe zu, das kann man nie wissen, manche Leute sind halt einfach (...)).

Man geht ja auch nicht mit seinen Mitbewohnern ins Bett. Sorry, aber das geht normalerweise echt nach hinten los ;-)

Das war in einem groesseren Wohnheim, oder? Warum eigentlich nicht, wenn's beide wollen, auch als unverbindlicher ONS? Ich wuerde normalerweise nicht davon ausgehen, dass dann hinterher der eine hinter dem Ruecken Stimmung gegen die andere macht, aber wie gesagt, Leute gibt's...

LTuciex26


@ Lewian:

ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass Leute das so rumratschen, dass man sexuell aktiv war. Finde das auch ne Sauerei eigentlich...

Ich bin dem Freund von meiner Bekannten ja durchaus noch normal gegenüber getreten; aber er ignoriert mich ganz. Dabei ist nicht mal was Großartiges passiert.

Er ist jemand, der gerne sexistische Witze gemacht und ich habe ihm "freundlich" zu verstehen gegeben, dass ich nicht der beste Adressat dafür bin. :-(

K adhxidya


ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass Leute das so rumratschen, dass man sexuell aktiv war.

Komisch, ich würde da sofort von ausgehen.

Ich habe in einem Nebenfach sogar einen Schlampenruf bekommen. Wie? Ich habe diverse Anflirterein und sex. Angebote ausgeschlagen, also wurde mal rumerzählt, dass ich eine Schlampe bin.

Geschlafen habe ich da nur mit einer Person, mit der war ich aber auch über 13 Monate zusammen :-D

Lbucixe26


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m+ond+s^terxne


Hallo Lucie!

Du hast hier einen langen Beitrag geschrieben. Ein paar Stellen hast Du fett hervorgeben. Sie sind Dir offensichtlich besonders wichtig. Ich weiß nicht, was Dir daran so wichtig ist. Das ist wohl auch ganz egal, denn dieser Faden ist wohl so langsam am Ende.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du zu dem Ergebnis gekommen, dass Du Dich "sozial" nicht ausgelastet fühlst, wie Du es nennst.

Ich würde sagen, Du wünscht Dir eine echte Freundschaft. Auch die Beziehung zu Deinen Eltern könnte wohl mehr Tiefe gut vertragen.

Mir hat dieser Faden gut gefallen, weil es hier um Dich ging.

Habe ich Dich soweit richtig verstanden?

Lquciex26


Ja, hast du. :)

L_ucie2x6


Was ist an dem Fettgedruckten so unverständlich? :D

Ich wollte halt einige Sachen hervorheben. ]:D

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