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Große Sorge um die Eltern, was sollen wir bloß machen?

WJoGlfgaxng


Krankheit ist (soweit ich es weiss!) kein Schutz vor Kündigung. Man muss allerdings schon prüfen, ob der Eigenbedarf gerechtfertigt ist.

Pflegeheim – das ist so ein angstbesetzter Begriff: Es gibt sehr verschiedenen Heime:

Wohnheime, in denen die Bewohner völlig unabhängig sind und auch noch selbstständig kochen...

Altersheime, in denen sie auch "bekocht" werden

Manche dieser Heime bieten dann auch stufenlos Pflege an, wenn sich der Zustand der Leute verschlechtert (bei deinem Vater zu bedenken!)

Richtige Pflegeheime, die nur pflegen...

Da muss man genau gucken. Suche Heime in deiner nahen Umgebung. Gehe hin und sehe sie dir an. Sprich mit den Leuten vor Ort! Sprich mit der Verwaltung der Heime. Trinke auch mal ein Tässchen Kaffee mit einem Heimbewohner und frage ihn aus.

OGptiEmisxmus


XyGianna

Also, ich fasse mal zusammen, was ich verstanden habe. Dein Vater hat Lungenkrebs, der zur Zeit still steht. Keiner weiss, wie lange das so bleiben wird. Es geht ihm nicht gut, er ist auch nicht fähig, einen Umzug bewältigen zu können. Deine Mutter hat so eine starke Skoliose, dass sie Vieles nicht mehr selber tun kann. Du hast ebenfalls eine. Alle sind starke Raucher... Deine Mutter ist depressiv, weil sie den Tod ihrer Mutter noch nicht so wirklich verarbeitet habt. Eure Tiere (wieviele und was für welche denn?) bleiben, wo sie sind. Du würdest sie nach dem Tod der Eltern zu Dir nehmen, auch wenn Dein Partner das nicht will. Die Option ist ja, dass er dann auch nicht mehr bei Dir sein wird (ähm – was ist das für eine Partnerschaft, wo das Ende eigentlich schon fast feststeht?). Du arbeitest in zwei Jobs, hilfst Deinen Eltern so gut Du kannst, bist dadurch wenig daheim und wenn gibt es Streit mit dem Partner, vorwiegend ums Geld. Die Vermieterin Deiner Eltern möchte selber in die Wohnung ziehen, Euer Anwalt, der das verhindern soll, macht nicht wirklich vorwärts. Habe ich das soweit richtig rekapituliert?

Was denkst Du, wie lange Du selber dieser Belastung standhalten kannst, ohne in ein Burn-Out oder in eine Erschöpfungsdepression zu fallen?

:)*

uUpe!la


Deine Eltern sind nicht fit genug, um umzuziehen, aber zu fit für eine Pflegestufe? Das glaub ich nicht. Entweder das eine oder das andere. Gib doch selber mal Verantwortung ab. Reiss nicht die ganze Betreuung an dich. Hol dir / euch Hilfe.

MruSd Maxx


Deine Eltern sind nicht fit genug, um umzuziehen

Ein Umzugsunternehmen erledigt einen Umzug - wenn man will- ohne das man selbst einen Finger krumm macht. Ist alles eine Geldfrage.

Hier gibts doch noch einen Faden, wo eine Mieterin lieber ihre Kraft in einen Kleinkrieg mit dem Vermieter investiert hat, anstatt nach vorne zu blicken. Bei Eigenbedarf fällt in den allermeisten Fällen der Mieter hinten runter.

Zum Thema Haustier: Man sollte auch mal die Vernunft walten lassen, was zu viel ist, ist zu viel.

Bei dir ,XYGinna, scheint einiges zu viel zu sein.

Zieh die Reißleine, bevor es dich zerreißt

MEudT Moaxx


Sie würde zerbrechen, wenn sie ausziehen müßten.....und ich auch! Hänge sehr an meinem Elternhaus. Außerdem würden sie niemals klein beigeben, der Eigentümerin gegenüber....das ist so ein Miststück....da würde ich auch bis zum letzten kämpfen

Deine Eltern wohnen dort zur Miete! Warum hängen sie so an einem Mietobjekt?

Bei Eigentum hätte ich ja noch Verständnis.

X|enPoSbinxe


Ihr Neurologe kennt sie schon jahrelang, aber ich halte nicht viel von dem, er verschreibt schnell ein Psychopharmaka und das wars dann. Fragt man ihn nach nem Therapeuten, sagt er nur: schauen sie ins Internet, aber nehmen sie einen, der auf Kasse behandelt..

Dann scheint der Neurologe nicht der beste zu sein, wie wohl auch der Doc Deines Vaters, wenn der ihm nix aufbauendes verschreieben mag und alles auf den auszehrenden Tumor schiebt, auch da müsste doch ein Onkologe was zu sagen können ....

Geht mal zur Krankenkasse, die können Ärzte benennen mit denen sie gut zusammen arbeiten und ich hörte auch schon, dass die in dringenden Fällen bei Terminen nachhaken und es so etwas schneller gehen kann. Und bei Deiner Mutter ist hilfe doch dringend angeraten.

W:olfgxang


Die Vermieterin hat das Mietobjekt erst vor kurzem erworben und meldet nun Eigenbedarf an. Das ist schlecht für euch! Natürlich könnte ihr jede Menge Ärger machen. Natürlich könnt ihr auch jede Menge Ärger (und Kosten) bekommen. Wenn es Spass macht, kann man so lustig aufeinander einprügeln. (im mietrechtlichen Sinn) Am Ende werden die Eltern und die Kaninchen weichen müssen.

Man könnte aber auch einen Vorschlag zur Güte machen: "Liebe Vermieterin, wir würden ja ausziehen und dabei wenig Stress machen. Doch wir haben nicht die Kohle um einen teuren Umzug zu zahlen. Wieviel zahlst du uns, damit wir so schnell wie möglich eine Ersatzwohnung finden und reibungslos ausziehen?"

X!enobZine


Mhh, ich schreibe einmal noch, dass ein Pflegeheim nicht in Frage kommt...... :-/ Denke, für sowas sind meine Eltern auch noch zu "mobil".

Bei all den aufgezählten Krankheiten und Beschwerden, sind sie sooo mobil ja dann doch nicht mehr. Und Pflegeheim muss es nicht sein. Denk doch mal über das schon genannte Betreute Wohnen nach, das hat mit dem herkömmlichen Pfleg(Alters-)heim wie wir das wohl alle kannten, nix mehr gemeinsam. Gibt auch so Seniorenstifte, Seniorenresidenzen usw, man hat dort einen großen Grad an Freiheit wie zuvor auch, hat aber auch schnell mal Hilfe an der Hand und Leidensgenossen, die den einen oder anderen Weg schon kennen und weisen können oder einfach nur zum Austausch unter Gleichgesinnten.

Und mit ihren 64 Jahren können sie sich dort durchaus noch gut einleben.

mDöscxh


jap, sie ist depressiv, sie hat es endlich vorgestern zugegeben, obwohl ich es schon lange ahnte und es ihr auch auf den Kopf zugesagt habe (ich war ja selbst jahrelang depri, kenne die Symptome).

Auch wenn Du vielleicht Symptome einer Depression kennst, diagnostizieren kann diese nur ein Arzt.

Fragt man ihn nach nem Therapeuten, sagt er nur: schauen sie ins Internet, aber nehmen sie einen, der auf Kasse behandelt....mehr nicht :-/ Wir stehen ziemlich "doof" da........ :-(

Recht hat er. Schau ins Internet, suche Dir Therapeuten in Deiner Umgebung raus und dann telefonieren telefonieren telefonieren...

Und auch wenn es unsensibel erscheint, aber alle Tips und Ratschläge, die Du hier bekommst, kommen für Dich nicht in Frage (z. B. Pflegestufe beantragen). Dies geht nicht und das würde auch nicht gehen... %-|

Ein Therapeut könnte sowieso nur Deiner Mutter in Bezug auf die Depression helfen, für alle anderen Probleme seit Ihr schon selbst zuständig...

Aber anscheinend ist der Leidensdruck noch nicht hoch genug ":/

Was für Hilfe und von wem würdest Du Dir denn wünschen. Nenne doch mal Beispiele.

:)* :)* :)*

M5udZ Maxx


Und auch wenn es unsensibel erscheint, aber alle Tips und Ratschläge, die Du hier bekommst, kommen für Dich nicht in Frage (z. B. Pflegestufe beantragen). Dies geht nicht und das würde auch nicht gehen

Ist mir auch sofort aufgefallen.

Alternativen scheint es für die TE nicht zu geben ("Sie würde zerbrechen, wenn sie ausziehen müßten", "unsere Tiere würden wir niemals (!) im Leben abgeben... das würde uns alle umbringen", usw.).

Manche Veränderungen im Leben ziehen nun einmal Umbrüche mit sich.

Diesen Situationen muß man sich stellen, auch wenn es unangenehm ist.

XYGianna, du solltest dich fragen, was wichtiger ist: Die Hasen oder deine Beziehung, eine Mietwohnung bis zur letzten Patrone zu verteidigen oder eine neue Wohnung, in der deine kranken Eltern in Frieden leben können?

XUyGiavnn9a


Aaaalso......dieses ist das Psychologie-Forum und ich bin ehrlich gesagt fassungslos aufgrund so mancher unsensibler Beiträge hier....:

- ach, die Eltern sind krank und können nicht mehr so?? Klar.....dann ab ins Plegeheim mit ihnen!! %-|

- die Kaninchen machen viel Arbeit?? Ok, dann müssen sie eben abgegeben werden!! %-|

- oh, und die Eigentümerin möchte selbst in die Whg. einziehen?? Na, ist doch logisch, dass man dann mal eben auszieht!! %-| %-|

Ähem, erlaubt mir die Frage, ob ihr euch in euren Leben auch so leicht davon macht?? ":/

Immer den bequemsten Weg gehen, egal, was da für Gefühle oder auch Verantwortungsbewußtsein vorhanden sind??

Leben wir wirklich in einer Gesellschaft, in der "alte" Menschen schnell an die Seite geschoben werden, wenn sie nicht mehr "brauchbar" sind?? Macht Platz den Jungen, Fitten Menschen?? :(v

Ich bin jedenfalls so erzogen worden, dass man Dinge auch durchstehen muss, kämpfen muss, gerade, wenn das Herz an einer Sache oder an einem Lebenwesen hängt!

Fakt ist: meine Eltern wohnen seit über 38 (!) Jahren in dieser sehr schönen, großen Whg. zu einer fast schon lächerlichen Miete, da ehemalige Betriebswhg. 1993 wurden alle Whg im Haus verkauft und seitdem wechseln die Eigentümer regelmäßig. Jeder von ihnen hat versucht, auf Eigenbedarf zu machen, und ist kläglich gescheitert, auch am Geld, weil die Whg. nicht rentabel ist. Jedesmal Zwangsversteigerung. Wir hatten einen super Anwalt, der leider verstorben ist. Der jetzige, sein Schwiegersohn, hat nicht wirklich Biss....ist eher duckmäuserisch.

Die neue Eigentümerin klagt seit 2 Jahren....sie möchte sooo gern in ner Altbauwhg. leben. Wohnt aber bei ihrem Freund, genau das stösst dem Gericht sauer auf!

Ihr Anwalt beleidigt meine Eltern in jedem Schreiben, von wegen eingebildete Krankheiten, etc. >:(

Da werden wir kaum klein beigeben, meine Eltern kämpfen bis zum letzen. Freiwillig ausziehen und ihr somit Wasser auf die Mühlen gießen?? Na, wohl kaum.....

Das hier ist auch nett:

Deine Eltern wohnen dort zur Miete! Warum hängen sie so an einem Mietobjekt?

Bei Eigentum hätte ich ja noch Verständnis.

Sie wohnen seit fast 39 Jahren dort, es ist ihre und auch meine Heimat! Warum darf man dann nicht daran hängen?!?!? >:( Sie kennen nur diese Whg und ihr Elternhaus, haben nie woanders gewohnt!

Möglicherweise ist es heutzutage vieler Leute Hobby, ständig ein-und auszuziehen...nun ja, bei uns ist es nicht so! Wir kennen jeden Baum in der Umgebung, sämtliche Einkaufsmöglichkeiten sind vor Ort. Man kennt die Verkäuferin, den Kioskbesitzer, etc.

Die Frage kam auf, WAS ich denn an Hilfe möchte? Nun ja....ich habe nicht umsonst in einem Psychologie-Forum geschrieben.....meine Mutter ist psychisch down aufgrund der vielen belastenden Situationen – und genau DA wollte ich Hilfe....wollte wissen, wie sie, wie die Familie es schafft, ein wenig bei der Stange zu bleiben....gibt es Beratungsstellen, wo bekommt man schnelle, psychologisch Hilfe, ohne lange Wartelisten beim Therapeuten?.....

Und wo bitte hab ich geschrieben, dass mein Freund meine Kaninchen nicht akzeptieren würde?!?! Er mag die Kleinen, hat nur eben sehr wenig Ahnung von dieses Tieren. Und es ist meine Wohnung: sollte er irgendwann ein Problem mit meinen Tieren haben, dann wäre ER draußen, aber bestimmt nicht die Kaninchen, die mir noch nie etwas getan, mich noch nie beleidigt oder bestohlen oder sonstwas haben........

So – und nun dürft ihr über mich herfallen.......... %-|

EFhemmaligter Nutz%er (#x282877)


Ähem, erlaubt mir die Frage, ob ihr euch in euren Leben auch so leicht davon macht??

Nein. Aber du wolltest praktische Ratschläge und da die Leute hier nicht emotional beeinträchtigt sind hast du die bekommen. Und von "ins Pflegeheim abschieben" war hier nicht die Rede. Keine Ahnung wo du das herholst. Hier wurde im ganz im Gegenteil mehrfach auf die volle Bandbreite der möglichen Unterstützung hingewiesen.

O-ptimi|smus


XyGianna

Hui – Du scheinst gerade ziemlich aufgebracht zu sein. Weisst Du, einige Fakten kann man über Dich nur kennen, wenn man in Deinen anderen Fäden oder Kommentaren liest – das macht erstens nicht jede/r und zweitens finden sich dort doch einige Widersprüche.

Dass diese ganze Situation extrem belastend für Euch alle ist, kann man verstehen. Ich glaube, jede/r hier kann das. Es geht auch nicht darum über Dich herzufallen. Aber genau wie Du, kann hier auch kein anderer zaubern – leider. Wenn ich es könnte, würde ich vieles wieder in Ordnung zaubern. Also muss man anderweitig ansetzen. So harsch, wie Du es wieder gegeben hast, hat das hier keiner geschrieben – ich habe es jedenfall nirgendwo so gelesen.

Dass Du Deinen Eltern beistehen möchtest, finde ich klasse. Ich denke, Ihr habt wohl generell einen grossen Familienzusammenhalt, wo man einander hilft. Wir alle hier haben versucht, Möglichkeiten aufzuzeigen. Leider ist keine von diesen Ideen für Euch wirklich praktikabel.

Zu der Vermieterin – also, wenn ich mir eine Altwohnung kaufen würde, eben WEIL ich gerne in so einer Wohnung leben möchte, dann möchte ich eben auch dort leben und nicht einfach die Miete kassieren. Gibt es keine Möglichkeit, dass Deine Eltern diese Wohnung kaufen? Statt das Geld in Anwälte und Prozessstreitereinen zu investieren, würde das doch ein wichtiges, der vorhandenen Probleme mit einem Schlag wegfegen, oder nicht?

Meine Eltern hatten 40 (!) Jahre in einer Wohnung gelebt. Sie sind dann nicht nur aus dieser Wohnung ausgezogen – nein, sie sind noch in einen anderen Landesteil gezogen, gut 250km weg. Und zwar aus dem Grund, weil mein Vater krank und gebrechlich geworden war. Leider ist er mittlerweile gestorben. Die Eingewöhnungszeit war sicher länger, als bei einem jungen Menschen, das ist richtig. Aber bei der Betrachtung sämtlicher Vorteile, ist es gegangen. Und meine Mutter ist sehr zufrieden, dass sie diesen Schritt doch gewagt haben. Sie waren beim Umzug älter als Deine Eltern und wie gesagt, war mein Vater auch bereits sehr eingeschränkt.

Jede Veränderung im Leben kann verunsichern. Dass Du/Ihr Eure Kaninchen liebt verstehen wir auch alle hier – ich habe selber Haustiere und wenn es einem mal schlecht geht, ist das für uns alle schwer. Und doch – wenn wir Menschen dabei fast am Rande der Erschöpfung stehen würden, würden wir schauen, dass wir sie woanders GUT platzieren können, solange und dies selbst noch möglich ist. Eben WEIL wir die Tiere in unser Herz geschlossen haben. Vielleicht magst Du in Ruhe und mit Bedacht noch mal darüber nachdenken – evtl. auch mehrmals das Dafür und das Dawider abwägen. Schnellschussentscheidungen sind nicht immer die Besten. Manchmal aber auch nicht die Schlechtesten.

Wenn ich Deine anderen Fäden betrachte, stehst Du unter enormem Druck. Was denkst Du, wie lange Du das noch durchhalten kannst? Ohne etwas Wesentliches zu verändern....

Ich wünsche Euch viel Kraft und weise Entscheidungen. :)* :)* :)* :)*

HHasenYrexich


Hallo,

die Situation ist ja wirklich ganz schön verfahren und auch für Dich selbst so nicht mehr tragbar - da muss ich meiner Vorrednerin Optimismus recht geben: Wie lange soll das so gehen, bis DU selbst ebenfalls Depressionen hast bzw. ein burn out?

Hinsichtlich der Wohnsituation bzw. Krankheit Deiner Eltern hätte ich folgenden Vorschlag:

Als erstes brauchst Du einen RA der sich mit dem Thema Mietrecht auskennt - und mit dem besprichst Du ob der folgende Vorschlag überhaupt machbar wäre - wenn ja - ist der 2. Punkt: UNBEDINGT sachlich und freundlich bleiben!

Also: Mit der Vermieterin an einen Tisch setzen und ihr freundlich und sachlich die Situation Deiner Eltern schildern, dass sie schon so lang dort leben und nun krank sind und mit ihr - wenn es irgend geht - unter Mietaufschlag ein Wohnrecht auf Lebenszeit aushandeln. - Wenn ICH Vermieterin wäre, könnte ich es nicht übers Herz bringen 2 kränkelnde ältere Menschen, die ein halbes Leben dort verbracht haben, nun rauszuschmeißen.......aber leider bin nicht ich die Vermieterin...

Wenn das gelingen sollte - dann solltest Du zusätzlich sehen, dass ein häuslicher Pflegedinénst engagiert wird oder aber eine Haushaltshilfe od. ähnliches - damit nicht alles an DIR hängen bleibt!!!! - Denn DU schaffst das ganze auf Dauer nicht! - Bezüglich Deiner Tiere kann ich Dich gut verstehen - ich habe auch Tiere und weiß wie sehr man mit jedem einzelnen als Familienmitglied verwachsen ist!

Wenn das alles aber nicht geht, dh. die Vermieterin hart bleibt und nicht mitmacht - dann bleibt Dir nur eines: Für die Eltern entweder eine kleinere Wohnung suchen, in der auch eine Haushaltshilfe bzw. Essen auf Rädern usw. engagiert wird, die Tiere Du zu Dir nimmst (was ja beim Tod Deiner Eltern eh geplant gewesen wäre) oder eben wie schon vorgeschlagen Betreutes Wohnen (so schlecht ist das gar nicht, so viel ich weiß kann man auch einen großteil der eigenen Möbel mitnehmen) oder andere Alternativen zum klassischen Altenheim, wie zB. ein Mehr-Generationen-Haus, wo in einem Haus Alte und Junge wohnen und man sich gegenseitig hilft - sowas gibt es immer mehr und öfter - oder eine sogenannte "Alten-WG" dh. Deine Eltern tun sich mit noch einigen anderen zusammen und bilden eine WG - was allerdings bei der Krankheit Deines Vaters und auch Deiner Mutter wohl nicht so günstig wäre, denn die anderen haben ja sicherlich auch ihre Gebrechen - aber so ein Mehr-Generationen-Haus fände ich persönlich jetzt nicht soo schlecht.

Nun zu Deiner Mutter - bzw. der Depression Deiner Mutter - so wie ich es verstanden habe ist diese Depression auf den Tod ihrer Mutter zurückzuführen, den sie nie richtig verarbeitet hat. - Und genau da ist das Problem bei Deiner Mutter: Sie müsste von vorn anfangen mit der Aufarbeitung der Trauer - sonst wird sie diese Depression nie los. Erschwerend kommt dann noch die Erkrankung Deines Vaters hinzu und das jahrelange Gezerre wegen der Wohnung - und der Verlust ihrer vertrauten Umgebung wäre dann wieder noch zusätzliche neue Trauer, die sie dann verarbeiten muss.

Hier möchte ich Dir ganz dringend raten: KEIN 0815-Therapeut!!! - Es muss jemand sein, der sich auf dem Gebiet der Trauerbegleitung spezialisiert hat und bereit ist, mit ihr den ganzen langen Weg der Aufarbeitung zu gehen - dazu auch die Aufarbeitung der ganzen neuen Lebensumstände - die Krankheit Deines Vaters und auch der evtl. Wohnungswechsel (falls das mit dem lebenslangen Wohnrecht nicht klappt), was ja wiederum auch wieder zur Trauer führt. Ganz wichtig wäre auch, wenn Deine Eltern möglichst in der nächsten Umgebung bleiben, das könnte Deiner Mutter die Aufarbeitung der Trauer erleichtern (Erinnerungen, vertraute Umgebung, vertraute Gegenstände - wie zB. Möbel udgl. sind in einer solchen Situation überlebenwswichtig!) - Aber auch Dein Vater bräuchte eigentlich dringend eins solche psychische Unterstützung aufgrund der hereingebrochenen Erkrankung - allerdings sehe ich bei Deiner Mutter dringendst die Aufarbeitung der Trauer im Vordergrund. - Das alles ist ein sehr langer Weg, und es wäre vielleicht ratsam, wenn Du mal bei einem Hospizverein Dich nach solchen Trauerbegleitern umschauen würdest - vielleicht können sie Dir auch jemanden vermitteln, der mit Deiner Mutter diese schon länger zurückliegende, verschüttete Trauer aufarbeitet (falls die eigentlichen Trauerbegleiter nur für akkute Trauer vermittelt werden) - ich denke aber dass Hospizvereine am besten wissen welche Art Therapeut hier gebraucht wird. - Die Bemerkung Eures Arztes von wegen "nur auf Kasse" finde ich schon ziemlich daneben - denn das klingt nach möglichst billig aber wenig hilfreich.....Nicht umsonst gibt es den therapeutischen Ansatz, zurück in der Kindheit nach verschütteten Ängsten usw. zu suchen um das aufzuarbeiten!

Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft, ich hoffe, dass Du nun auch einige Gedankenanstöße umsetzen kannst bzw. zumindest ein paar weitere Perspektiven hast! - Und Dir wünsche ich ganz besonders, dass Du es schaffst, etwas mehr abzugeben (zB. Haushaltshilfe od. ähnliches) und auch wieder mehr Dein eigenes Leben leben kannst!

:)* :)* :)*

M&uBd Mxax


Fakt ist: meine Eltern wohnen seit über 38 (!) Jahren in dieser sehr schönen, großen Whg. zu einer fast schon lächerlichen Miete

Ich kann die Eigentümerin verstehen!

Wenn man sich eine Wohnung kauft, die noch vermietet ist und die Sache rechnet sich überhaupt nicht von der Miete her, würde ich sie auch lieber selber nutzen anstatt drauf zuzahlen.

Wozu erwirbt man Immobilien?

Klar möchte man als Mieter nicht aus einem Schnäppchen ausziehen.

Warum habt ihr die Wohnung nicht gekauft, wenn diese so regelmäßig die Eigentümer (durch Zwangsversteigerung) gewechselt hat?

Welchen Vorteil haben deine Eltern, wenn sie jeden Baum, jede Verkäuferin in der Umgebung kennen und dafür offenbar seit Jahren (" seitdem wechseln die Eigentümer regelmäßig. Jeder von ihnen hat versucht, auf Eigenbedarf zu machen") mit wechselnden Eigentümern in Rechtsstreitigkeiten liegen.

In Frieden leben zu können, gerade wenn man große gesundheitliche Problem hat, ist fast unbezahlbar.

Ich habe geschrieben:

XYGianna, du solltest dich fragen, was wichtiger ist: Die Hasen oder deine Beziehung

Du schreibst:

Und es ist meine Wohnung: sollte er irgendwann ein Problem mit meinen Tieren haben, dann wäre ER draußen, aber bestimmt nicht die Kaninchen

Was ist also an dem falsch, was ich gefragt habe?

Von wievielen Kaninchen reden wird überhaupt?

Meine Meinung ist, daß man seine Kraft ( die bei deinen Eltern wohl kaum noch vorhanden ist und bei dir auch schwindet) auch in Kleinkriegen verschwenden kann.

Man kann diese Kraft aber auch nutzen, um die Zukunft positiv zu verändern.

Ähem, erlaubt mir die Frage, ob ihr euch in euren Leben auch so leicht davon macht??

Grundsätzlich nein. Aber man sollte immer abwägen, welcher Kampf es wert ist und welcher nur (unnötig)Substanz kostet ;-)

Wenn ich Deine anderen Fäden betrachte, stehst Du unter enormem Druck. Was denkst Du, wie lange Du das noch durchhalten kannst? Ohne etwas Wesentliches zu verändern....

Genau das ist die Frage...

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