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Große Sorge um die Eltern, was sollen wir bloß machen?

l5ean%aL-Bkurgfexst


Kann es sein, dass du ein wenig der Springball deiner Eltern bist?

M7arFtiewnchen


@ XyGianna

Das Ding ist, das Leben ist halt so. Es ist so. Du kannst heulen, schimpfen, jammern und schreien, es ist trotzdem so. Genau so, wie es ist. Du hast nur zwei Möglichkeiten: entweder du bleibst so kopflos und hilflos und wütend, wie Du es jetzt gerade bist, oder Du zuckst mit den Schultern, hebst Deinen Kopf ein wenig über die Dinge und lebst. Mal ehrlich, was hast Du in 40 Jahren davon, wenn Du jetzt so verzweifelst? Und was hast Du jetzt davon, wenn Du so verzweifelst? Richtig, nüscht.

So wie Du Dich und Deine Familie beschreibst, scheint Ihr mir alle recht wenig rational und vernünftig zu sein. Bitte versteh das nicht falsch, ich meine das nicht böse sondern nur beschreibend. Alles, was Du schilderst, ist so wahnsinnig emotional und dramatisch. Da komme ich kaum mit, und ich bin ja eigentlich schon das personifizierte Drama. Dass Ihr Euch alle wegen Eurer Kaninchen auf den Friedhof legen wollt. Das ist doch übertrieben. Objektiv übertrieben. Das ist Dir eigentlich auch klar, wenn Du ganz ehrlich bist.

Das Ding ist: das, was Euch gerade passiert, ist schlimm, aber es ist normal. So etwas hält das Leben für viele bereit. Das macht es nicht unbedingt besser, aber es kann helfen, den Blickwinkel zu ändern. Schicksalsschläge. Schlimme Krankheiten und Tod im engsten Familienkreis. Umzüge. Stress, Stress, Stress. Sorge um die anderen. Depressionen. Arbeiten bis zum Umfallen. Liebeskummer. Da bist Du wahrlich nicht die einzige. Ich hab das zB auch alles durch. Und es war schlimm. Ich bin auch jemand, der nie aufgibt. Aber es ist etwas anderes, gegen eine ungerechte Telefongesellschaft zu wettern und sich unbedingt durchsetzen zu wollen, als sich gegen Dinge wie Krankheit, Tod, Vermieter mit dem Recht, Euch vor die Tür zu setzen, aufzulehnen und die Schuld krampfhaft feststellen zu wollen. Das Ding ist: die Schuldfrage stellt sich nicht. Es gibt keine Schuld. Niemand ist schuld. Das Leben besteht meist aus einer Reihe von Zufällen. Guten Zufällen; schlimmen, "ungerechten" Zufällen. Die Schuldfrage bringt Dich nicht weiter. Heulen und Zähneklappern bringt Dich nicht weiter. Stell Dir die Frage: WAS bringt Dich weiter? Was könnte helfen? Was würde die Situation realistischerweise verbessern? Und da muss ich der Mehrzahl der Antwortenden hier Recht geben: Kopf hoch bringt Dich weiter. Dein Verstand bringt Dich weiter. Die Dinge anpacken bringt Dich weiter. Such Euch ne Wohnung. Schau nach nem günstigen Umzugsunternehmen. Es gibt myhammer.de, es gibt Heinzelmännchen und all so was. Es ist möglich. Es ist machbar. Rede mit Deiner Mutter. DU trägst nicht allein die Last der Welt auf Deinen Schultern. Das ist nicht wahr. Das ist nicht richtig. Sicherlich geht es Deiner Mutter schlecht, aber auch da ist sie nicht die einzige. Depressionen trüben den Blick auf die Realität, das ist klar, aber sie muss etwas unternehmen. Etwas, das sie kann. Vielleicht nicht die praktischen Dinge, aber wenn sie die nicht kann, muss sie sich wenigstens Hilfe suchen. Um ihre Depression zu bewältigen. Es kann nicht angehen, dass Dein Vater und Du mit der Situation ganz alleine dasteht. Jeder muss einen Beitrag leisten. Und wenn derjenige Deiner Mutter nur darin besteht, sich mit ihrer Depression richtig helfen zu lassen.

Verstehst Du: Du bist nicht veranwortlich! Du bist für Dich und Dein Verhalten verantwortlich. Deine Mutter für das ihrige, Dein Vater für seines. Deine Eltern sind erwachsen. Ihr tauscht nicht automatisch die Rollen, sobald Du auch erwachsen bist. Du musst in solch einer Situation auch an Dich denken. Du gehst sonst vor die Hunde. Grenz Dich ab. Zieh Dich nicht raus, aber grenz Dich ab. Frage Dich ganz rational und konkret: Was willst Du, wie kannst Du es erreichen, wie viel Verantwortung kannst Du realistischerweise tragen. Und dann handle danach. Sprich mit Deinen Eltern. Sag ihnen, was geht und was nicht geht. Hilf ihnen, aber verlier Dich nicht. Du bist ihr Kind, nicht ihr Betreuer.

Schalt den Kopf ein.

laeaUna-Bur=gfexst


:)^ :)=

s"nPoww6itwch


Hallo XyGianna

erst einmal, ich kann dich schon sehr gut verstehen. Meine Eltern sind 82 und 77 und mussten diese Woche in ein Pflegeheim. Mein Vater hat 82 Jahre im selben Haus gewohnt und meine Mutter 56 Jahre. Das fiel uns allen extrem schwer. Aber meine Eltern sind nicht mehr in der Lage sich selbst zu versorgen (Vater Leberzirrhose und Mutter Krebs im Endstadium). Noch sind sie nur zur Probe dort, aber eine Lösung muss her.

Deine Eltern werden nicht in dem Haus bleiben können, wenn die Eigentümerin Eigenbedarf gemeldet hat. Auch dann nicht, wenn sie jetzt bei ihrem Freund wohnt. Das ist ja kein Argument. Wo würde sie denn sonst wohnen ??? In einer Mietwohnung! Da kann man doch auch nicht sagen, sie muss dort bleiben, sie hat ja eine Wohnung. Und die Krankheiten deiner Eltern haben da auch keinen positiven Einfluss drauf. Leider!

Ich musste auch schon mal ein Tier weggeben, an dem ich sehr gehangen habe. Leider hat sich eine Allergie gegen Heu entwickelt und wie du ja weißt, Kanninchen brauchen das. Ich hab es lange versucht und mich dann doch, sehr schweren Herzens getrennt, aber ich wäre sonst erstickt. Es ist leider wie es ist und wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr.

Pflegestufe ist äusserst schwer zu bekommen, ich habs jetzt gerade erlebt. Meine Mutter wiegt noch 37 Kilo, hat Darmkrebs mit Metastasen, kann sich kaum noch auf den Beinen halten, aber die Pflegestufe wurde abgelehnt. Dennoch solltest du das versuchen. Ablehnen können sie ja immer noch. Und glaub mir, meine Eltern haben sich auch aus Stolz gegen den Antrag gewehrt. Aber ich hab ihnen klar gemacht, dass sie Hilfe brauchen und nicht alles von mir verlangen können.

Kämpfen ist gut, ich bin auch ein Kämpfer, aber man muss einsehen, wenn man einen Kampf verloren hat bzw. wenn der Kampf einem mehr schadet als nutzt. So ein Gerichtsverfahren macht einem fertig und diese Kraft sollten deine Eltern lieber in ihre Gesundheit investieren, statt in Gerichtsprozesse.

An erster Stelle sollten eben deine Eltern, ihre Gesundheit und du stehen und keine Mietwohnung und auch keine Tiere, auch wenn es hart ist. Ich liebe meine Katzen auch, habe mir sogar wegen ihnen Eigentum gekauft, weils Stress in der Mietwohnung gab. Also ich kann es gut verstehen. Hätte ich diese Möglichkeit aber nicht gehabt, dann hätte ich sie auch an einer anderen Stelle unterbringen müssen.

Leider hilft da kein mit dem Kopf durch die Wand, sondern nur ein klarer Kopf, auch wenns weh tut. Und ich kenne so ein Verhalten nur zu gut. Man will unbedingt und auf jeden fall, dass es dem eigenen Willen nach geht. Aber leider geht das nicht immer. Ihr werdet wohl in den sauren Apfel beissen müssen und die Tatsachen annehmen. Macht doch das Beste daraus. Schaut nach einer schönen kleinen Wohnung, vielleicht mit etwas Garten und genießt die Zeit miteinander die ihr noch habt, statt sinnlose Kämpfe auszufechten.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und viel Kraft :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

s3nowAwitvch


Noch zu Umzugsunternehmen. Inserier doch mal im Internet oder in Zeitungen, bei uns gibts den Sperrmüll oder Findling, da findet man auch privat Umzugshilfe, das kostet einen Bruchteil von einem richtigen Umzugsunternehmen. Allerdings musst du dann selbst die Kartons packen. Aber dabei wirft man dann auch mal unnütze Dinge weg ;-) und dein Freund kann bestimmt auch helfen.

Anndre6a3 un`d LIjNA


Ich habe das Gefühl das die TE weiterhin den Kopf in den Sand stecken wird ( alle sind so fies ), wie ein kleines bockiges Kind...nun wenn Sie weiterhin den Kopf in den Sand stecken will und immer noch nichts unternimmt wegen neuer Wohnung, wird irgendwann der Räumungsbefehl kommen. Und wenn der Kopf immer noch im Sand steckt, dann kommt der Gerichtsvollzieher mit einem Umzugsunternehmen die räumen die Wohnung, und deine Eltern landen auf der Straße.

M2arKtie{nchexn


Andrea, meinst Du, das bringt die TE irgendwie voran?

EJhemaligeUrW Nuwtz!er "(#282877x)


Der ganze Faden bringt die TE nicht voran wenn sie konstruktiven Ansätzen gegenüber nicht offen ist.

l2ea`na-Bsurgfexst


Ja, das stimmt schon, aber man muss ja nicht noch mehr Salz in die Wunde streuen, oder?

M6artienxchen


Manchmal müssen sich Erkenntnisse auch so .... entwickeln. ":/ Ich leb doch nicht 20 Jahre immer gleich und halte mich und mein Verhalten für normal und richtig und bin dann inenrhalb von Minuten aufgrund von 2-3 Beiträgen auf med1 geläutert.

EzhemalUigerN 4Nutzer (;#28287x7)


Ja, das stimmt schon, aber man muss ja nicht noch mehr Salz in die Wunde streuen, oder?

Aber man muss eine Situation auch nicht künstlich schön reden.

Manchmal müssen sich Erkenntnisse auch so .... entwickeln. Ich leb doch nicht 20 Jahre immer gleich und halte mich und mein Verhalten für normal und richtig und bin dann inenrhalb von Minuten aufgrund von 2-3 Beiträgen auf med1 geläutert.

Von "Läuterung" rede ich gar nicht. Aber bloßes in Betracht ziehen das man sich vielleicht, trotz allen Bedenken, ein wenig umorientieren muss. Ganz einfach weil die Realität das so fordert ... wär schon ein Fortschritt.

K,nackxs


Ihr steckt viel Kraft hinein, euch gegen Änderungen zu wehren. Und doch kommen sie über euch. Deine Oma ist gestorben, deine Mutter depressiv geworden. Dein Vater hat eine schwere Krankheit bekommen und die Kaninchen haben sich (wahrscheinlich) vermehrt.

Du suchst hartnäckig eine Antwort, wie ihr euch vom Schicksal weiter durchs Leben schleifen lassen könnt, ohne aktiv an einer Änderung mitwirken zu müssen.

Wirf täglich eine Leck-Mich-Am-Arsch-Pille ein und steck den Kopf in den Sand, dann werden andere für euch entscheiden. Kann gut gehen, muss nicht. Leider wurde nicht ein einziger Ratschlag von dir als hilfreich befunden, alle Tipps sind ja irgendwie mit Mühe verbunden. Wegen psychologischer Hilfe Ins Internet schauen, telefonieren, Wohnheime anschauen. Geht nicht vom Kaninchenstall aus.

Dein Arzt rät zu einem Seelenklempner, der von der Kasse bezahlt wird und du bestätigst, dass kein (eigenes) Geld da ist. Was sollte in dieser Situation falsch sein an dem Rat?

Im Kabarett habe ich die Geschichte gehört von dem Österreicher, der auf dem Weg vor sich eine Bananschale liegen sieht. "Au Schei**, da fliege ich gleich auf die Fresse". Man könnte natürlich einen Schritt zur Seite tun, aber dann würde man einen Unfall verpassen.

cclai{ret


Fakt ist: meine Eltern wohnen seit über 38 (!) Jahren in dieser sehr schönen, großen Whg. zu einer fast schon lächerlichen Miete, da ehemalige Betriebswhg. 1993 wurden alle Whg im Haus verkauft und seitdem wechseln die Eigentümer regelmäßig. Jeder von ihnen hat versucht, auf Eigenbedarf zu machen, und ist kläglich gescheitert, auch am Geld, weil die Whg. nicht rentabel ist. Jedesmal Zwangsversteigerung.

Das finde ich auch ziemlich seltsam. Da sind schon reihenweise Leute pleitgegangen, weil die Eltern nicht aus der Wohnung rausgehen. Wieso wurde nie die Miete erhöht? Wenn die Wohnung so nicht rentabel ist, wohnen die Eltern praktisch auf Kosten anderer Leute dort.

Dger Eyrdixnger


Meine Meinung dazu:

Wenn ich alles richtig gelesen habe, geht die TE in der Früh zu den Eltern, ist den ganzen Tag dort um die Tiere zu versorgen, mit eventuellen Unterbrechungen für Nebenjobs. 10 Kaninchen sind Beschäftigung für einen ganzen Tag ??? In dieser Zeit könnte man doch auch Wäsche waschen, aufräumen, etwas kochen für die Eltern, oder? (Im Text stand von 10 Uhr bis 10 Uhr, wenn ich mich richtig erinnere)

Die Tiere haben, so wie ich das sehe, den höheren Stellenwert über die Menschen, ich mag auch Tiere, sie könnten mir aber nie wichtiger sein wie Menschen. Abgesehen davon, dass ich es als Vermieter nie erlauben würde, Kaninchen in einer Wohnung zu halten.

Wir sollen uns gar nicht vorstellen, was die TE mit der Vermieterin anstellen würde... Da frage ich mich, wenn das Ganze umgekehrt wäre, wenn die TE eine Wohnung besässe, für die ein Spottpreis bezahlt wird und die Wohnung auch noch als Tierheim verwendet wird. Was wäre z.B. wenn man sich von den Tieren trennt, einen Ganztagsjob annimmt, eine Pflegehilfe mittels Pflegegeld bezahlt und für die Eltern eine nette kleine Wohnung sucht, die sich auch sicher in der Umgebung der TE finden liesse.

Meine Mutter war 79, lebte in ihrem Elternhaus am Land, 60 km von der Großstadt entfernt, in der ich lebe, jobmässig konnte ich nicht in ihre Gegend ziehen, sie hat es mit dem Kreuz, den Venen, hatte Brustkrebs und sieht fast nichts mehr. Sie hat alles aufgegeben, Elternhaus und Garten und wohnt jetzt in einer kleinen Mietwohnung im selben Haus wie ich. Alles läuft bestens, statt dem Garten hat sie ein Blumenfenster und sie hat noch keine Sekunde bereut, dass sie den Wechsel vollzogen hat, einfach, weil in einer kleinen Wohnung alles viel übersichtlicher ist wie in einem grossen Haus.

Wenn der Vermieterin so viel an einem Auszug der Eltern liegt, wird sie, nehme ich an, gerne bereit sein, den Umzug zu bezahlen und auch möglicherweise zu organisieren.

Dass der TE alles über den Kopf wächst, glaube ich gerne, allerdings ist sie auch keinen gut gemeinten Ratschlägen gegenüber zugänglich. In Selbstmitleid zu baden und die Tierhaltung mit Klauen und Zähnen zu verteidigen wird nämlich sicher nicht essentiell weiterhelfen.

Geldmangel ist auch so ein Thema. Arbeitet der Freund? Wenn nein, warum kann er sich dann wegen Geld streiten? Für Zigaretten, das Hasenfutter, einen Internetzugang ist ja offensichtlich auch Geld da.

Ich wünsche der TE viel Kraft und empfehle ihr, nochmals alle Beiträge in Ruhe durchzulesen, den einen oder anderen konstruktiven Vorschlag zu überdenken und nicht grundsätzlich allem negativ gegenüber zu stehen, was mit Veränderung zu tun hat.

Viel Kraft und vor allem Einsicht in manchen Dingen wünscht

D\er ;Erd^inxger


@ Knacks

@ clairet

:)^ :)=

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